Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1901
- Issue
- Die Juden in Deutschland III.
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 125 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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125 * M. Moritz, Besenfabrik, Kappelrodeck. 1- V. Oppenheim Söhne, Dampf- Roßhaarspinnerei, Kassel. f H. Rosenbaum, Bauunternehmer, Köln (Rhein). * Schreg & Heinsheimer, Bruchsal. tt Gebr. Schwarzenberger, Militär- Effektenlieferant, Fürth. S. Süßkind, Getreidehändler, Bonn. * Isaak Urnstein, Metzgermeister, Mainz. § J.C. Weil, Wäschefabrikant, Karlsruhe (Baden). §7 Leopold Weilt, Straßburg (Elsaß). §ff Moses Weill, Straßburg (Elsaß). * Gebr. Weinberger, Wäschefabrikanten, Mittelwalde und Nürnberg. * A. Wimmer, Besenfabrikant, Kappelrod eck. t Wolffsohn, Holzhandlung, Köln (Rhein). Auf Vollständigkeit machen wir mit unseren Aufzeichnungen natürlich keinen Anspruch, wir sind vielmehr überzeugt, daß wir diese Liste aufs Doppelte ergänzen könnten, wenn uns die Akten der Königl. Kriegsministerien, der General- Kommandos oder der Korps-Intendanturen zur Verfügung ständen. Leider läßt die Heeresverwaltung die ausgeschlossenen Firmen nach Ablauf einer gewissen Zeit- (zwei bis drei Jahre) wieder zu Lieferungen zu und wird darum ein großer Teil der obengenannten Herrschaften setzt wieder flotte Geschäfte mit dem Heere machen." e. Die Postbehörde. Daß auch die Postbehörde häufig in ungerechtfertigter Weise jüdische Großkaufleute gegenüber dem deutschen Handwerk bei Lieferungen bevorzugt, konnte der Abgeordnete von Liebermann an einem besonders treffenden Beispiele in der Reichstagsfltzung vom 28. März 1900 beleuchten: Die Oberpostdirektion zu Straßburg (Elsaß) hatte im Jahre 1898 einen Wettbewerb auf Lieferung von Dienstbekleidungsgegenständen für Unterbeamte ausgeschrieben. Fünf Firmen hatten den von der Behörde gestellten Bedingungen buchstäblich entsprochen und kamen in die engere Wahl, darunter die Vereinigung von Schneidermeistern in Straßburg und der Straßburger Schneidermeister Schulz, beides leistungsfähige und anerkannt gute Firmen, die eine begründete Aussicht auf Berücksichtigung haben durften. Den Zuschlag erhielt aber schließlich die jüdische Firma E. Sachs zu Berlin, die auch für acht bis zehn andere Postbezirke im Reiche die Lieferungen besorgt, angeblich weil sie die billigste gewesen sei. Der Abgeordnete von Liebermann wies aber nach, daß Schulz einen billigeren Preis und die Vereinigung nur einen ganz wenig höheren Preis als Sachs gefordert habe und ferner, daß Sachs die von der Post vorgeschriebenen Bedingungen ausdrücklich nicht erfüllt habe. — Der Herr Staatssekretär wußte nichts weiter zu erwidern, als daß die Oberpostdirektionen bei den Vergebungen freie Hand Zuverlässigkeit ff) usw. von der Heeresverwaltung von allen Lieferungen und Leistungen ausgeschlossen werden mußten: f Bernstein & Wolffsohn, Holzhandlung, Köln (Rhein). ff Moritz Cohn. Hüttenwerk, Berlin, Köpenickerstr. 47. ff H. Elkeles, Getreidegeschäft, Posen. * J.'G. Ettlinger, Bruchsal. ff Simon Fleischer, Militär-Effekten- Fabriken, Stuttgart. 8ff I. Frank & Co., Getreidehandlung, Hannover. * Moses Frank, Fouragehändler, Straßburg (Elsaß). 8ff E. Guttmann, Straßburg (Elsaß). * Leopold Heinsheimer, Bruchsal. § Lewin und Leffer Heymann, Zempelburg. 8 Hochs-Schiffmann, Euskirchen. § Eduard Homburger, Karlsruhe (Baden). ffff N. L. Homburger Söhne, Wäschefabriken, Karlsruhe (Baden) 8 Simon Kramer, Getreidehändler, München. 8t G. Levy, Metzger, Straßburg (Elsaß). ff Lehmann Levy. Handelsmann, Neubreisach. 8ff Levy & Weill, Straßburg (Elsaß). ff G. Loewenstein, Getreidehandlung, Wiesbaden. 8t Abraham Mayer, Metzger, Straßburg (Elsaß). ffff Eduard Mendelsohn, in Firma Mendelsohn & Co., Breslau. 8 Max Moos, Lederhandlung, Ulm.