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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Die Juden in Deutschland III. · p. Seite 124

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Die Juden in Deutschland III.
Date
1901-01-01
Page
Seite 124 (sequence 25)
Language
German
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124 stets bei den meist sehr einträglichen Lieferungen. Dafür einige Beispiele. Der „Ncichsherold" vom 23. Januar 1894 schreibt: Für die Mainzer Armee-Konservenfabrik liefern zur Zeit die Ochsen (jährlich etwa 5000 Stück) die Viehgroßhandlung Heister-Simon (Jude), die Zinnfolie der Jude Morgenstern (Fürth), das Zinn die Firma S. B. Goldschmidt Söhne (Frankfurt a. M.). Die Lieferungen nur in diesen drei Bedarfsartikeln betragen jährlich eine Million Mark; auch die sonstigen kleineren Bedürfnisse liefern vielfach Juden. — Dass die Ochsen geschächtet werden, versteht sich von selbst. („Tägliche Rundschau", 11. Oktober 1894.) Die Armee-Konservenfabrik zu Haselhorst-Spandau vergab im Herbst 1896 die Lieferung ihres ganzen Winterbedarfs an Schlachtvieh dem Zwischenhändler S. Jsaac (Berlin). Zwei Jahre später erhielt derselbe Jsaac die Lieferung von 2000 Ochsen übertragen; 800 Stück durfte die Landwirtschaflskammer für Schleswig- Holstein liefern. („Staatsbürger-Zeitung", 30. September 1896; „Deutscher General- Anzeiger", 20. November 1898.) Die Lieferung des Ochsen-, Kuh- und Hammelfleisches für die Garnison Darmstadt während des ersten Halbjahres 1900 wurde an Levy. Neustädter, Cahn und Guckenheimer übertragen. („Deutsch-soziale Blätter", 18. Januar 1900.) Die Lieferung des Rind- und Hammelfleisches für das zweite Halbjahr 1900 wurde im Bereiche des 16. Armeekorps folgenden Juden übertragen: in Darmstadt: M. Guckenheimer — (hatte die Lieferung auch im ersten Halbjahr); in Wiesbaden: Joseph Baum; in Butzbach: Marius Kaufmann; in Biebrich: Moritz Kahn zu Kastel. In allen diesen Garnisonorten giebt es eine Menge zuverlässiger, leistungsfähiger deutscher Metzgermeister; es ist uns deshalb unverständlich, weshalb unsere Soldaten immer und immer wieder gezwungen werden, .Fleisch von geschächteten Tieren zu essen. („Deutsch-soziale Blätter", 2. August 1900.) Die Fleisch- und Wurstlieferung für die Garnison Thorn erhielt der Jude Borchert, die Rindfleischlieferung zu Schneidemühl sein Stammesgenosse Rothschild. („Staatsbürger-Zeitung", 16. Januar 1900 und 22. August 1900.) Wir glauben nicht Zuviel zu sagen, wenn wir behaupten, daß nahezu die Hälfte aller Lieferungen für das Militär den Juden übertragen wird. Jeder, dem es vergönnt ist, einen Einblick in die Rechnungen der Artilleriewerkstätten, Proviantämter, Garnisonverwaltungen, Konservenfabriken. Lazarethe, Bekleidungsämter usw. thun zu können, wird dies bestätigen; auch bei Sicherstellung von Lieferungen für den Mobilmachungsfall schließen Truppen und Behörden vielfach Verträge mit Juden ab, obwohl in den betreffenden Garnisonorten deutsche Kaufleute derselben Branche in großer Anzahl vorhanden sind. Dies Verfahren der Militärbehörden ist um so auffallender, als schon eine große Zahl von Juden wegen betrügerischer Lieferungen, Bestechung von Beamten und anderer Vergehen bestraft worden ist. Allerdings sind die Behörden infolge des zur Zeit üblichen Verdingungsverfahrens vielfach gezwungen, bei Ausschreibung von Lieferungen und Leistungen dem sehr niedrige Preise fordernden Juden den Zuschlag zu erteilen. Hierüber schrieben die „Deutsch-sozialen Blätter" vom 2. November 1899: „Gute, tadellose Ware zu billigsten Preisen zu liefern ist aber unmöglich und es liegt deshalb nahe, daß gewissenlose Unternehmer auf sonstige Weise ihren Vorteil suchen. Groß sind die Versuchungen, die an die Beamten der Militärverwaltung herantreten und wenn ein Beamter durch Pflichtvergessenheit sich und seine Familie ins Unglück gestürzt hat, so sind es zum grössten Teil Juden, die den Anlaß hierzu gaben. Zum Beweise hierfür geben wir nachstehend eine kleine Zusammenstellung der jüdischen Händler und Fabrikanten, die in den letzten Jahren wegen Bestechung*), Betrugs ffff), UnreellitätH), Un-

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