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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Die Juden in Deutschland III. · p. Seite 107

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Die Juden in Deutschland III.
Date
1901-01-01
Page
Seite 107 (sequence 8)
Language
German
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107 Schon oft haben sich die sozialdemokratischen Gewerkschaften und Arbeitervereine darüber beschwert, daß der „Vorwärts" und andere Parteiblätter marktschreierische Anzeigen von Namsch- und Schwindelgeschäften bringen. Aber was hilft das? Die Juden zahlen Geld für ihre Anzeigen und das ist die Hauptsache. Mögen sie also die Arbeiter ungestört weiter ausbeuten und obendrein in ihren Ramschgeschäften mit teuerm Schund beglücken. Die „Arbeiterführer" sehen voll Schadenfreude zu, wie der Jude sein Geschäft macht und nebenbei das Kleingewerbe ruiniert. Judentum und Sozialdemokratie befinden sich eben in unlöslicher Verquickung: einer arbeitet dem andern in die Hände. In der Straßburger „Bürgerzeitung" veröffentlicht die Kleiderfirma Goldstein und Glaser (Goldene 110) folgende jämmerliche Reimerei: „Ach Gott ich bin ein armer Teufel, Ihr Leute glaubt's mir sicherlich; Kein Vaterland Hab ich, o Jammer — Und Geld besitz' sehr wenig ich! Wohl hatte ich auch einen Vater, Doch „Land" nenn' ich nicht eigen mein, Drum bin ich heimatlos auf Erden, Ihr meint, da werd' ich traurig sein? Ah bah! Ich Hab' ja Arbeitshände, Und wo ich schaff' — und werd bezahlt. Da ist's mir wohl— dazu als Roter Auf „Vaterland" ich nicht viel halt'! Doch einen Schatz nenn' ich mein eigen Den geb' ich für kein Vaterland; Mein Anzug von der einzig Goldnen, Den ich sehr billig dort erstand!" Pfui Teufel! — Wir glauben indessen recht gern, daß dem jüdischen Geschäftssozialisten seine lumpigen Anzüge mehr wert sind als das Vaterland. („Deutsche Wacht", 25. Oktober 1895.) Zuweilen bäumt sich doch einmal ein schlichtes Arbeitergemüt, dem im öden 'Parteikram noch nicht alle Würde abhanden kam, gegen die Verjudung der Sozialdemokratie auf, aber ec wird, wohl'meist in der Stille von den Oberbonzen schnell zu Pflicht und Gehorsam zurückgebracht. Auf dem Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie im Jahre 1897 äußerte sich der Genosse Dobiasch: „Die Juden drängen sich heute in unsere Partei hinein, nicht um Sozialdemokraten zu werden, sondern weil sie glauben, daß die Sozialdemokratie ihre Interessen schützt. Wenn wir die Schwarzenberge angreifen, wird das gebilligt, wenn wir aber die jüdischen Arbeiterausbeuter beim Ohr nehmen, dann kommen diese Oberführer und fangen an zu kritisieren, daß es doch nicht notwendig gewesen wäre, diese Leute so scharf zu bekämpfen." Ein anderer Fall, in dem der sozialdemokratische „Braunschweiger Volksfreund" die Thätigkeit der Genossen als Judenschutztruppe festnagelte, ist schon im Jahrgang 1898, Seite 62/63 dieses Jahrbuches berichtet. Daß in anderen -Ländern sich die gleichen Vorgänge wiederholen, ist klar, da das Judentum überall nach demselben Rezept arbeitet: Am 15. Dezember 1899 hat in Paris mit Stimmenmehrheit der sozialistische Kongreß folgende Entschließung Brunelliere angenommen: „Der allgemeine sozialistische Kongreß spricht den Antisemiten und Nationalisten seine Verachtung aus und warnt die Arbeiter vor allen .Formen der Reaktion." — „Mit dieser Erklärung hat der Kongreß," so schreibt triumphierend die „Allgemeine Zeitung des Judentums", „jede antisemitische Anwandlung in seiner eignen Mitte, wie solche noch vor wenigen Jahren bei Führern wie Viviani und Rouanet zu beobachten war, unmöglich gemacht." („Deutsch-soziale Blätter", 4. Januar 1900.) Kapitel V. Juden als maßgebende, bevorrechtete, herrschende Klasse. Obwohl die Juden in Deutschland nicht viel mehr als 1/2 Million unter 55 Millionen Deutschen zählen, so üben sie doch auf fast, allen Gebieten einen solchen

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