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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Die Juden in Deutschland III. · p. Seite 104

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Die Juden in Deutschland III.
Date
1901-01-01
Page
Seite 104 (sequence 5)
Language
German
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104 Der Jude Schwersenz äußerte in öffentlicher Versammlung in der Tonhalle zu Berlin am 8. November 1892: „Die Juden sind die typischen Vertreter der Internationale. . . . Wir wollen offen sein — es ist zum großen Teil eine Lüge, wenn der Jude sagt, daß. er national sein könne. Der orthodoxe Jude erkennt die bestehenden Nationalitäten nicht au, er hofft auf den Messias, der ihn nach Palästina zurückführen soll, und der wissenschaftlich aufgeklärte Jude ist sicher international und ist. Sozialdemokrat." („Staatsbürger-Zeitung", 24. November 1892.) Im Februar 1894 erregte ein kleiner Vorfall am Gymnasium zu Graudenz. berechtigtes Aufsehen. Bei der Feier am Kaisers Geburtstage blieb der jüdische Obersekundaner M. beim Kaiserhoch sitzen und weigerte sich auf wiederholte Aufforderung seiner Mitschüler, aufzustehen. Bei der nachfolgenden Untersuchungstellte sich heraus, daß M. seit einiger Zeit sozialdemokratische Flugschriften unter seinen Klaffengenossen verbreitet hatte. Das Lehrerkollegium - bestrafte ihn mit eintägigem Karzer (!), anstatt ihn von der Schule zu entfernen. („Staatsbürger- Zeitung", 21. Februar 1894.) Die „Staatsbürger-Zeitung" vom 11. Dezember 1900 erzählt einen ähnlichen Vorfall: Der Sohn des Rechtsanwalts Lehfeld und seiner Gattin geb. Friedländer, Berlin, Potsdamerstraße, ist plötzlich aus dem Königlichen Wilhelmsgymnasium entfernt worden, und zwar wegen Beleidigung des Kaisers. Der Bursche hatte sich unterstanden, aus Anlaß des Breslauer Attentats sein Bedauern auszusprechen, daß jenes verrückte Weib nicht besser getroffen habe, undsich außerdem erdreistet, beleidigende Karikaturen zu zeichnen.— Da nun eine Liebe der anderen wert ist, .so wird das Liebeswerben deT Judentumes von der deutschen Sozialdemokratie ebenso warm erwidert. Die Sozialdemokraten kennen die zerstörende und zersetzende Thätigkeit des Juden ganz genau mnd deshalb schützen und fördern sie ihn in jeder Weise. „Jeder Jude und jeder Exekutor besorgt die Geschäfte unserer Partei", schrieb Engels einmal. („Deutsche Wacht", 3. Juni 1898.) Man erinnert sich wohl noch, wie begeistert Bebel im Reichstage für die jüdischen Aerzte eintrat, indem er an den preußischen Kriegsminister das Ansinnen stellte, mehr Juden als bisher zur militär-ärztlichen Laufbahn zuzulassen. Er begründete seinen Antrag damit, daß die Juden eine besondere Befähigung für den ärztlichen Beruf bewiesen, da z. B. in Berlin mehr als 60 vom Hundert aller Aerzte Juden seien. Wir haben hier das göttliche Schauspiel, wie Herr Bebel, der sonst den ganzen Militarismus in Grund und Boden verdammt, sich bewogen fühlt, dem Kriegsminister mit guten Ratschlägen an die Hand zu gehen, wenn es sich' darum handelt, genossenfreundliche Juden in verantwortliche Staatsstellungen zu bugsieren. Die meisten Aerztestellen bei den sozialdemokratisch geleiteten Ortskrankenkassen sind bereits mit Kindern Israels besetzt. Dinge, die für die Juden nicht angenehm zu hören sind, verschweigen die sozialdemokratischen Agitatoren und die Parteipresse geflissentlich. Im Juli 1898 ging folgende Notiz durch alle Blätter: „Der Mädchenhändler I. Rosenblath aus Lemberg wurde von der Polizei in Tarnopol in dem Augenblick verhaftet, als er mit einem Transport junger Mädchen nach Konstantinopel abreisen wollte." Auch der „Vorwärts", das Centralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands, brachte diese Notiz, aber in folgender Weise: „y. Ein Mädchenhändler wurde von der Polizei in Tarnopol (Galizien) in dem Augenblick verhaftet, als er mit einem Transport junger Mädchen nach Konstantinopel abreisen wollte." — Also wortwörtlich wurde der Artikel übernommen, aber bezeichnenderweise der Name

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