Mannheim
Compact Memory

Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Die Juden in Deutschland III. · p. Seite 102

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Die Juden in Deutschland III.
Date
1901-01-01
Page
Seite 102 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/9038025-9038028-423321--365-185335
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

102 Tagwacht", die ihren Stern hat. Der „Vorwärts" hat folgende jüdische Mitarbeiter: in Paris Frankl, in der Schweiz Jakoby, in England Aveling, in Oesterreich Viktor. Zu den hervorragendsten jüdischen Schriftstellern gehören die Juden Perri und Lombroso in Italien, Lafargue in Frankreich, E. Marx in England, Jglesias in Spanien und so fort. In der sozialdemokratischen Fraktion des Deutschen Reichstages sind die Juden übermäßig stark vertreten. Nach dem Verhältnis der jüdischen Bevölkerung zur deutschen (1 : 80) dürfte allenfalls bei 80 Sozialdemokraten im Reichstage ein Jude sein; aber schon von 50 sozialdemokratischen Abgeordneten ist fast der sechste Teil der Abstammung, wenn auch augenblicklich nicht der Religion nach, jüdisch: nämlich Gradnauer, vr. Haase, vr. Herzfeld, Gumbel Hoch, Schoenlank, Singer, - Stadthagen, Wurm. Die Juden sind also in der sozialdemokratischen Fraktion verhältnismäßig zwölfmal so stark vertreten als die Deutschen. Nimmt man noch die zahlreichen jüdischen Schriftsteller, Wanderredner, Geldgeber, Kassenärzte hinzu, so wird die jüdische Beteiligungsziffer noch viel größer erscheinen. Merkwürdigerweise sind es nun nicht etwa arme oder mäßig bemittelte Juden, die sich der Sozialdemokratie anschließen, sondern vorzugsweise steinreiche. Das beweisen z. B. die Herren Singer ff. Jahrbuch 1897, S. 221), Sali NördlingerZ und vr. Arons.?) Wie ist diese auffallende Erscheinung zu erklären? Die Juden denken natürlich nicht daran, den Zukunstsstaat herbeizusühren, ihnen geht's meist jetzt schon viel zu gut: es kommt ihnen nur darauf an, die festen Grundpfeiler eines geordneten Staatswesens zu unterwühlen, weil sie wissen, daß in Zeiten politischer Unordnung und wirtschaftlicher Zuchtlosigkeit ihr Weizen ganz besonders blüht. Das Judentum wirkt eben seiner Natur nach nur zersetzend, nie staatserhaltend. Die Juden haben ferner einen feinen Witterungssinn: bei dem sich täglich steigernden Widerwillen gegen sie merken sie schlau, daß die Zeit kommen wird, wo sie Freunde nötig haben werden. Deshalb drängen sie sich in Hellen Scharen in die mächtigste Partei der Gegenwart, in die Sozialdemokratie ein, ganz abgesehen davon. daß diese ihnen auch vermöge ihrer materialistischen Weltanschauung innerlich am meisten zusagt. 4. Wir führen nun einige Beweise für den innigen Zusammenhang Zwischen Sozialdemokratie und Judentum an. Ein negativer Beweis kann zunächst darin gesehen werden, daß während die evangelische und katholische Geistlichkeit ihre Schäflein bei jeder Gelegenheit durch Wort und Schrift vor dem Eintritt in die unchristliche Sozialdemokratie warnt, die Rabbinerschaft noch ni'e eine ähnliche Kundgebung erlassen hat. Der schon mehrfach angeführte vr. Bernhard Cohn erklärt in seiner Druckschrift „Vor dem Sturm" (S. 46), daß es für die Juden am zweckmäßigsten und 0 Sali Nördlinger, mehrfacher Millionär, war, als er am 10. April 1900 wegen Sittlicheitsverbrechen zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, Vorsitzender des sozialdemokratischen Bürger- Vereins der Stuttgarter Vorstadt Ostheim. 2) Gegen den mehrfachen Millionär vr. Leo Arons, Privatdozenten an der Berliner Universität, wurde durch Urteil des Staatsministeriums vom 20. Januar 1900 auf Entziehung der Eigenschaft als Privatdozent erkannt, weil er nicht nur sozialdemokratische Gesinnung offen zur Schau trug, sondern auch agitatorisch für die Umsturzpartei thätig war. Es ist eigentlich selbstverständlich, daß ein solcher Mann nicht im Lehrkörper einer deutschen Universität geduldet werden kann: die Judenpreffe erhob natürlich ein furchtbares Wehgeschrei ob dieser Maßregelung.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.