Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1901
- Issue
- Aus der Kille. Innerjüdisches Gemeindeleben und damit Zusammenhängendes.
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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48 in dieses Heiligtum,, sie mit der glorreichen Vergangenheit unserer Gemeinschaft nicht vertraut zu machen suchen? Gerade in unseren Tagen, so will es scheinen, ist es -noch mehr als sonst geboten, durch einen wirksamen Unterricht in der jüdischen Geschichte zur Hebung und Kräftigung des jüdischen Bewußtseins in' unserer Mitte Leizutragen." Das ist doch wirklich ausgesprochener Größenwahn: das in aller Welt gehaßte, das ausnahmslos von jedem anderen Volke verachtete Judentum hält sich für das Herz der Menschheit; das Judentum will der Menschheit heilige Ideale eingeprägt haben! Das ist nur in dem Sinne denkbar: wie das den Juden in mancher Hinsicht nicht unähnliche Borstenvieh als abschreckendes Beispiel dienen und dadurch zur Reinlichkeit ermuntern kann, so kann auch das ideallose Judentum auf die übrigen Völker abschreckend wirken und sie antreiben, ihrerseits Ideale festzuhalten. Der rassenstolze Rabbiner muß selbst zugestehen, daß das moderne Judentum wenig Ideales an sich hat; denn er fährt weiterhin fort: „Was weiß denn unser heutiges Geschlecht von dem Siegeszuge der heiligen Ideale unseres Glaubens, in dem sie sich die Welt erobert haben (hat der Judenglaube wirklich die Welk erobert? das ist uns neu. Der Vers.), von dem gewaltigen Martyrium, das deren Träger zu erdulden hatten, von der unvergleichlichen Standhaftigkeit und Treue, mit der unsere Väter so viele Jahrhunderte hindurch für ihre Ueberzeugung eingetreten sind? Der Hochmut, die geringschätzige Überlegenheit, mit der so viele unter uns ans das Judentum glauben herabsehen zu dürfen, ist eine unausbleibliche Folge dieser Unkenntnis vom Wesen und von der Geschichte des Judentums." Der jüdische Geschichtsunterricht hat aber nach Herrn Gurtmann noch eine andere Aufgabe; er soll ein Gegengewicht gegen den allgemeinen Geschichtsunterricht der deutschen Schule sein. Hierüber äußert der ehrenwerte Herr: „Der allgemeine Geschichtsunterricht, wie er an unseren öffentlichen Lehranstalten erteilt wird, darf fast durchweg, als ein konfessionell (mehr noch national. D. Verf.) gefärbter bezeichnet werden. . . . Insoweit in diesem Geschichtsunterricht auch des Judentums Erwähnung geschieht, wie z. B. bei der Entstehung des Christentums, den Kreuzzügen u. s. w., werden eben vom konfessionellen Standpunkt der Schule oder des Lehrers aus, mitunter Anschauungen über das Judentum zum Ausdruck gebracht, die geradezu geeignet sind, in unseren jüdischen Kindern die Achtung vor ihrem Glauben, vor der geschichtlichen Vergangenheit ihrer Religions- und Stammesgemeinschaft zu untergraben". Ganz recht; ein deutscher Lehrer ist ungeeignet, die jüdische Jugend in der Geschichte zu unterrichten; denn er wird und muß vom deutsch-nationalen und christlichen Standpunkte aus lehren. Genau dasselbe ist umgekehrt der Fall: ein jüdischer Lehrer darf nicht deutsche Kinder in der Geschichte *) unterrichten, da er mit dem bestem Willen nicht anders kann, als mit den Augen eines Juden, also Nichtdeutschen, dem Deutschtum weltfernen Semiten alle geschichtlichen Thatsachen anzusehen. Die angeführten Aeußerungen des Herrn Guttmann müssen jeden Unbefangenen zu der Forderung bringen: hinaus mit jüdischen Schülern und jüdischen Lehrern aus den deutschen Schulen; für sie müssen Judenschulen eingerichtet werden. — Das haben die verständigen Judengegner übrigens schon seit vielen Jahren gefordert. *) Er darf sie auch nicht in anderen Fächern unterrichten, da stets und überall, in jeder Unterrichtsstunde das Nationale die Grundlage abgeben muß. — Daß aber jüdische Lehrer sich vielfach herausnehmen, gerade in Geschichte und Deutsch zu unterrichten, darüber vergl. „Antisemitisches Jahrbuchs für £900, S. 207.