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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1901-01-01 · Beiträge zu einer Geschichte der Juden in Spanien und Portugal. · p. Seite 3

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1901
Issue
Beiträge zu einer Geschichte der Juden in Spanien und Portugal.
Date
1901-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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3 2) „Soviel ist gewiß, daß die Juden durch ihren unerträglichen Wucher alle Völker gegen sich in Harnisch bringen."^) 3) „Wie die Juden noch in ihrem Wohlstände waren, sahen sie alle anderen Nationen mit der äußersten Verachtung an. Ja, ihr Abscheu gegen die Fremdenu) ging so weit, daß sie auch den Wandersleuten nicht einmal den rechten Weg zeigen wollten." 4) „Am meisten aber haben sich die Juden durch ihren zu weit getriebenen (!) Handel wie auch durch ihren Wucher verhaßt gemacht, wodurch sie den Reichtum des Landes an sich gezogen." , Wie in allen anderen Ländern, so haben sich diese jüdischen Charaktereigenschaften besonders in Spanien und Portugal bemerkbar gemacht. Daß zudem besonders in diesen beiden Staaten, die infolgedessen die Hauptschauplätze der Inquisition wurden, die Juden sich wiederholt, ja gewohnheitsmäßig, durch äußerliche Annahme des christlichen Glaubens und baldige' Wiederablegung oder Verleugnung desselben bei Volk und Geistlichkeit verdächtig und verhaßt gemacht haben, erklärt sich aus der Natur der Sache und wird durch die Thatsachen, die wir bald kennen lernen werden, bestätigt. Wir werden Veranlassung nehmen, bei der Darstellung der Geschichte der spanischen und portugiesischen Juden immer wieder darauf hinzuweisen. — Was die Geschichte der Juden in Spanien und Portugal aber ganz besonders wichtig macht, ist der Umstand, daß hier der einzige Fall in der ganzen Weltgeschichte vorliegt, in dem es einem Volke gelungen ist, die Juden, nachdem sie sich eingenistet hatten, wieder abzuschütteln, und zwar vollständig, wenigstens soweit sie auch äußerlich im Judentum verharren wollten. Es giebt jetzt so gut wie gar keine Juden mehr auf der Pyrenäischen Halbinsel. Die neuesten statistischen Angaben weisen nur 400 Juden in Spanien und „einige Hundert" in Portugal nach (Professor von Juraschek, Geographisch-statistische Tabellen, 1900, S. 36 und 42). Die Verseuchung durch jüdisches Blut soll sich freilich doch noch sehr bemerkbar machen! Aber dies glänzende Ergebnis ist nur dadurch erzielt worden, daß die Spanier und Portugiesen eine erstaunliche Energie und nachahmenswerte Beharrlichkeit in der Vertilgung und Austreibung der jüdischen Parasiten bekundet haben, wie sie sonst nirgends vorgekommen ist. Keine von den einzelnen Austreibungen, über die wir zu berichten haben werden, hat an und für sich die Judenfrage für die Pyrenäische Halbinsel gelöst, aber dadurch, daß die Bevölkerung und die Regierung nicht müde wurden, immer und immer wieder gegen das zudringliche Gesindel mit den schärfsten Mitteln einzuschreiten, habensie schließlich ihren Zweck erreicht. Es ist lehrreich, diese Kämpfe zu verfolgen, die ein nachahmenswertes Beispiel füralle anderen Völker bieten, nicht sowohl wegen der Mittels die im einzelnen Falle angewendet werden — (solche' Mittel, wie sie den Gewohnheiten des 15. Jahv- Hunderts entsprachen, würden nach den Gewohnheiten unserer Zeit verwerflich erscheinen); wohl aber wegen der Beharrlichkeit, mit der sich die Spanier der zudringlichen Gäste erwehrt haben. 10) Recht kindlich ist dabei Holbergs Ansicht: „Wenn man sie mit den anderen Unterthanen gleich hielte, so ist es glaublich, daß sie auch im Handel und Wandel billiger und gerechter verfahren würden"; — die neuere Zeit hat diesen frommen Glauben nicht bewahrheitet. ") Man beachte die Umkehrung der Begriffe: Nicht die Juden sind in einem Lande die Fremden, sondern die eingesessenen Landeskinder sind es nach jüdischer Auffassung. 1*

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