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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1900-01-01 · Aus der Statistik. · p. Seite 194

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1900
Issue
Aus der Statistik.
Date
1900-01-01
Page
Seite 194 (sequence 11)
Language
German
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194 des unvermeidlichen Rückschlages zahlreiche Personen aus den unteren Schichten ihre Arbeitsstellung verlieren und dadurch ihres Verdienstes beraubt werden. Tafel II. Zunahme -er Kriminalität in Deutschland von 1882/84 bis 1895/97. Art des Vergehens oder Verbrechens Veru 82/84 rleilte 95/97 Verurteilte auf 100 000 Strafmündige 82/84 | 95/97 1 2 3 4 5 Gegen alle schon 1882 geltenden Reichsgesetze zusammen 335 266 [444 651] 1 051 [1 224] Gewalt und Drohungen gegen Beamte usw. 12 088 16 396 38 45 Hausfriedensbruch 14 162 20 742 45 56 Unzucht an Bewußtlosen, Kindern, Notzucht usw. 2 782 4 275 8,7 12 Einfache Körperverletzung 17 454 26 919 55 73 Gefährliche Körperverletzung 42 447 83 917 133 228 Sachbeschädigung 11724 17 076 37 47 Nötigung und Bedrohung 4 296 11 296 13 31 Unterschlagung 14 592 18 947 46 52 Betrug 12 847 22 414 39 61 Urkundenfälschung 2 935 4 711 9,2 13 Zuwiderhandlungen in Bezug auf Konzessionspflicht 3 466 9 406 11 25 Falsche Anschuldigung 509 612 1,6 1,7 Beleidigung 40 499 53 768 127 146 Erläuterungen. Die Tafel giebt in der 2. und 3. Spalte Aufschluß, wieviel Personen in jedem der Jahre 1882 bis 84 und 1895 bis 97 durchschnittlich wegen der aufgeführten Delikte verurteilt worden find und in der 4. und 5. Spalte, wieviel Verurteilte durchschnittlich in jedem der Jahre auf je 100 000 Personen der strafmündigen Zivil-Bevölkerung kamen. Die in Klammern eingeschlosfenen Zahlen in der 3. und 5. Spalte beziehen sich auf den Durchschnitt der Jahre 1894 bis 96, weil mir für das Jahr 1897 die erforderliche Zahl nicht bekannt war. Die Vergleichung der Zahlen in der 2. und 3. Spalte von Tafel II läßt überall ein starkes Wachstum in der Zahl der Verurteilten erkennen, natürlich auch in der Gesamtzahl aller überhaupt Verurteilten. Es muß aber berücksichtigt werden, daß von 82 auf 95 auch ein starkes Wachstum in der Bevölkerung eingetreten ist und deshalb sind in der 4. und 5. Spalte die Verhältniszahlen angeführt, die angeben, wieviel Verurteilte auf je 100 000 Personen der strafmündigen Zivilbevölkerung in jeder Kategorie entfallen: DieH- Verhältniszahlen stellen die sogenannte Kriminalität dar. Sie lassen nun sofort erkennen, daß sich die Gesamtkriminalität wegen aller Delikte zusammengenommen, die in der ersten Zeile aufgeführt ist, etwa um drei Zwanzigstel gesteigert hat, und die weiter aufgeführten Einzelheiten zeigen, auf welche Deliktsarten hauptsächlich die Steigerung der Gesamtkriminalität zurückzuführen ist. Sie lassen sich unschwer in drei Gruppen teilen, die durch die horizontalen Striche in der Tafel von einander getrennt find. Die erste Gruppe betrifft Roheitsdelikte, unter denen ganz besonders die starke Zunahme von Körperverletzung und von

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