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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1900-01-01 · Ein kritischer Spaziergang durch M. Lazarus' Ethik des Judentums · p. Seite 148

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1900
Issue
Ein kritischer Spaziergang durch M. Lazarus' Ethik des Judentums
Date
1900-01-01
Page
Seite 148 (sequence 18)
Language
German
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148 jüdische Volksseele als so getränkt, durchdrungen und ergriffen von der Idee den allgemeinen Menschenliebe erklärt, daß diese sittliche Pflicht selbst bei sittlich sonst mäßigen (sehr zart ausgedrückt), ja argen Individuen (giebt es denn überhaupt) solche unter den so „ethischen" Juden?) selten ganz unerfüllt bleibe! Der Kardinalpunkt der jüdischen Sittlichkeit aber sei und bleibe die „Ver-- einigung", d. h. die Zusammenschließung der Seelen, die selbst ein todeswürdiges- Vergehen, den Götzendienst, straflos mache, was uns die (§ 290) angeführte rab-- binische Sentenz beweisen soll: „Wenn Israeliten auch den Götzendienst betreiben, aber zugleich den Frieden, die friedfertige Einmütigkeit untereinander bewahren, sn spricht Gott: ich kann ihnen nichts anhaben, weil Frieden unter ihnen ist." (II) Wir sind am Schluffe und können nun vollständig die Tendenz durchschauen,, von der Lazarus, wenn auch vielleicht ganz unbewußt, geleitet worden ist. Wenn ein Tertianer ein Exercitienheft abgiebt, in dem die fällige Arbeit entweder gan nicht enthalten oder nur mit wenigen Zeilen angefangen, aber unvollendet gelassen ist, so sagt er wohl, wenn er zur Rede gestellt wird: „Ach, Herr Doktor, ich habe aber doch 2 Stunden lang daran gearbeitet." Oder wenn ich des Morgens im Winter, den Ofen und die Wohnstube eiskalt finde, so verantwortet fich das Dienstmädchen wohl damit, fie habe doch einen ganzen Korb Holz bereits in den Ösen gesteckt und verheizt. In solchen Fällen antwortet man dem Tertianer: „Zu arbeiten brauchst du meinetwegen gar nicht, sorge aber dafür, daß dein Exercitium zur rechten Zeitt fertig ist," und dem Dienstmädchen: „Verheizen Sie lieber nur drei Stück Holz,, das ist mir sogar lieber, weil es weniger kostet, aber sorgen Sie dafür, daß. die- Stube warm ist." An solche Fälle kindlicher oder kindischer Verteidigungskunst erinnern die schwülstigen Deklamationen über jüdische Ethik. Bei jedem Volke bleibt das Vollbringen hinter dem ethisch Gewollten zurück, überall finden wir, daß die einzelnen Individuen die gepriesenen Nationaltugenden nicht gerade in der höchsten Vollendung, aufweisen, aber bei dem Volke im großen und ganzen finden wir doch wenigstensetwas von dem, was es als seine Nationaltugenden anspricht: Beim Franzosen z. B. Ritterlichkeit, beim Deutschen Kriegstüchtigkeit. Ganz anders ist es aber merkwürdigerweise beim Juden. Von dem, was Lazarus in seiner jüdisch-nationalen Ethik fordert, finden wir bei dem Volke im ganzen praktisch überall gerade das- Gegenteil erfüllt. Statt Barmherzigkeit zu üben, bethätigen fich die Juden alsbesonders schonungslose Ausbeuter, als Wucherer, als Mädchenhändler. Statt der geforderten Schamhaftigkeit finden wir beim Juden physisch, künstlerisch und litterarisch. vorzugsweise die Schamlosigkeit ausgebildet (vergl. Giese, Die Judenfrage, S. 76). Am handgreiflichsten tritt das hervor, wenn man die S. 141 wiedergegebenen „Grund-- sätze der jüdischen Sittenlehre", wie sie der deutsch-israelitische Gemeinde-Bund aufgestellt hat, mit der Wirklichkeit vergleicht. Die Grundsätze verbieten jede Unredlichkeit in Handel und Wandel, jede Uebervorteilung, jede Ausbeutung der Notlage,, des Leichtsinns und der Unerfahrenheit anderer: Das alltägliche Leben lehrt, daß. diese Verbote für die meisten Juden leerer Schall sind; die Grundsätze verbieten Verunglimpfung religiöser Gebräuche Andersgläubiger: Unsere Juden ergehen sich mit Vorliebe in Verhöhnung der christlichen Kirche; die Grundsätze verbieten Entstellung der Wahrheit, Vorspiegelung, vordringlichen Dünkel: Unsere Juden überbieten sich in Lügen und Ueberhebung; die Grundsätze gebieten Keuschheit und Sittenstrenge, sie verbieten jegliche Umgehung der Gesetze: Unsere Juden sind Trägen der Sittenlosigkeit und Meister in der Gesetzesverdrehung und -Umgehung. Da muß ich denn bei der von den Juden beliebten Reklame für ihre Ethik

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