Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1900
- Issue
- Ein kritischer Spaziergang durch M. Lazarus' Ethik des Judentums
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 149 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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149 -an meinen Tertianer -und mein Dienstmädchen denken. Wenn dem Juden sein offen- Pchtliches, gemeinkundiges, ja sprichwörtliches Verhalten zum Vorwurf gemacht wird, Io ruft er aus: „Gott, wie heißt. Hab' ich ja doch die allervortrefflichfte Ethik von der Welt!" Darauf antworten wir ihm: „Du könntest meinetwegen die allernichtswürdigste Ethik haben, die es giebt, wenn nur deine Handlungen bester wären als sie uns das tägliche Leben zeigt." Auf die scheinheilige Bemäntelung eines unsauberen Lebenswandels durch glatte Worte hat schon Christus geantwortet: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen". Er mußte sich mit denselben Juden herumschlagen, wie wir! Alles in allem: Das ganze Geschwätz über die Vortrefflichkeit der jüdischen Ethik, wie es uns aus Lazarus'Buch und wer weiß wo sonst noch aus der Mitte der -Juden entgegentönt, hat wesentlich den Zweck, die Unthaten, die dieses Volk in -unserer Mitte verübt, zu beschönigen, ja womöglich ganz fortzuleugnen nach dem bekannten sauberen Grundsatz: „Ich leugne alles und erwarte den Gegenbeweis", den ich als Motto in der knapperen lateinischen Form dieser Besprechung voran- Leschickt habe. DaS ist die jüdische Ethik.