Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1900
- Issue
- Die Juden in Deutschland II.
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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62 Ausspruch des jüdischen Bernstein-Kommerzienrats Becker „er habe hohe Verbindungen und habe Beamte bestochen, er könne überhaupt alles mit seinen Millionen erreichen". Man erinnert sich noch des berühmten Fahrkartenschwindelprozesses .vom Dezember 1893 zu Hamburg, in dem 23 Schaffner und 21 Viehjuden bestraft .wurden. Die Juden waren natürlich die Verführer und hatten die armen Schaffner für die riesigen Unterschleife mit geringen Trinkgeldern ab gefunden und ins Unglück gebracht. Der Staatsanwalt hob am Schluffe seiner Ausführungen folgendes hervor: „Das Gericht läßt sich allerdings nicht davon leiten, was das Publikum denkt und was die Presse schreibt, aber die allgemeine Meinung sagt: Die reichen Viehhändler sind die Hauptschuldigen. Ihre Thal war außerordentlich verwerflich, sie haben aus schnödester Gewinnsucht, gewerbs- und gewohnheitsmäßig betrogen. . . (Staatsb.-Ztg. 19. 12. 93.) Am 27. Februar 1894 wurde der jüdische Milchhändler S. Stern aus Salmünster wegen Milchfälschung und Bestechungsversuch von der Strafkammer zu Darmstadt zu 7 Wochen Gefängnis, 260 Mk. Geldstrafe und in die Kosten verurteilt. Stern versuchte den Schutzmann Karle zu Offenbach durch Anbietung einer größeren Geldsumme und unentgeltliche Lieferung von Milch und Eiern zu bestechen. (Reichsherold, 2. 3. 94.) Am 12. 6. 95 wurde der frühere Eisenbahnbetriebssekretär Karl Linke von der 1. Strafkammer des Landgerichts zu Breslau mit 2 Monaten Gefängnis bestraft, weil er sich durch die Großkaufleute Friedländer u. Co., Wolltzeim, Breslauer, Bielschowsky und andere Firmen mit Geld hatte bestechen lassen. Sein Vergehen bestand darin, daß er die Kohlenladungen der genannten Firmen stets sofort weiter beförderte, anstatt wie es seine Pflicht war, alle Güter der Reihe nach zu verladen. .(Staatsb.-Ztg. 12. 6. 95.) Der vormalige Bankier und Kommerzienrat Nathan Heßlein von Bamberg, der im Jahre 1891 vom Schwurgericht wegen betrügerischen Bankerotts und anderer Vergehen zu 7 Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, lernte im Zuchthause St. Georgen-Bayreuth, da er sich öfter krank meldete ('), den Spitalaufseher Lenz kennen und wußte diesen durch Versprechungen zu bewegen, den Briefwechsel Heßleins mit seinen Verwandten zu vermitteln und Geld von diesen anzunehmen, um dem Sträfling unerlaubte Erleichterungen zu verschaffen. Als die Durchstechereien herauskamen, legte der verführte Lenz ein offenes, reumütiges Geständnis ab, Nathan Heßlein aber verlegte sich, wie seinerzeit vor dem Schwurgerichte, auf die Taktik, sich als Opfer der Verführungskunst Anderer hinzustellen (echt jüdisch!). Lenz wurde als Beamter schärfer bestraft, nämlich mit 1 Jahr 2 Monaten Gefängnis, Heßlein wurde zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt. .(Franks. Ztg. 16. 11. 99. 3. Morgenblatt.) Der Ordensschacher ist auch ein Gebiet, auf dem sich die Juden besonders hervorthun. .Durch Ahlwardt ist das gemeine Treiben des Hofrates Manche entlarvt worden, der seine Vertrauensstellung im Zivilkabinet des Kaisers (Wilhelm I.) dazu benutzt hatte, mit Orden und Titeln einen sehr einträglichen Schacher zu treiben. Es ist ausnahmsweise gelungen, den säubern Patron zu überführen; er hat seine Stellung verloren und einige Monate ins Gefängnis wandern müssen?) 5. Wir kommen zum letzten Punkt dieses Teiles, zur Verteidigung und Beschönigung jüdischer Verg eh en durch die Juden, zur j üdischen Verb recher- .Solidarität. — Die Judenschützer wissen das enge Zusammenhalten der Juden Z) ^Stille, der Kampf gegen das Judentum, S. 155.