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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1900-01-01 · Die Juden in Deutschland II. · p. Seite 48

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1900
Issue
Die Juden in Deutschland II.
Date
1900-01-01
Page
Seite 48 (sequence 20)
Language
German
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48 Solche Giftblüten des Großstadtlebens atmen einen Pesthauch aus, unter welchem die gesamte Judenschaft zu leiden hat. Es sind Glücksjäger, Professionsspieler und Faulenzer, die hart ander Schwelle des Kriminals stehen. . . . Jene liederlichen, durch und durch k o rr u m p i e r t e n E l em e n t e, jene Spieler und Abenteurer, jene Wucherer und Zutreiber, welche Protzig und arrogant ein Zufallsleben führen, jene dunkeln Sehen wir uns nun an der Hat tionskreise einmal etwas genauer au. Ehrenmänner, von denen man nie weiß^ ob sie schon aus dem Kriminal kommen oder erst in dasselbe hinein wandern,, sie sind es, welche das Judentum aufs schwerste kompromittieren, die schlimmer sind als unsere offenen Gegner und die daher mit allen Mitteln bekämpft und von jedem anständigen und ehrlichen Juden gemieden werden müssen. (Staatsb.- Ztg. 14. 9. 93). dieser Aufzählung die jüdischen Korrupt 1. Da sind zunächst die Spieler. Die verschiedenen Spielerprozesse der letzten Jahre, insbesondere der große im Oktober 1893 zu Hannover verhandelte, haben gezeigt, wie gewissenlose, schmutzige Wucherjuden es fertig bringen, sich in die feinsten Gesellschaftskreise einzudrängen, wie sie hier die nationale Leidenschaft des Spiels geschickt zu nähren verstehen, um gleichzeitig Deutschlands Adel zu korrumpieren und den altererbten Familienbesitz desselben in ihre unergründlichen Taschen zu leiten. Fast stets waren die Verführer Juden, die Verführten und Ausgeplünderten dagegen Träger unserer vornehmsten Namen, die sich zu ihren Verlusten an Geld und Ehre nun auch noch gefallen lassen müssen, von der Judenpresse verhöhnt und beschimpft zu werden. Dieselbe Judenpreffe nimmt natürlich ihre Stammesgenossen unter liebevolle Obhut: so wurde z. B. beim Hannoverschen Spielerprozeß vom „Volk" festgestellt, daß fast sämtliche großen Berliner Zeitungen die Notiz ihres gemeinsamen Berichterstatters, daß alle Angeklagten außer zweien Juden seien, gestrichen hatten, ebenso wie sie auch die im Berichte ausgeführten Vorstrafen der jüdischen Ehrenmänner einfach unterdrückten. (Staatsb.-Ztg. 24. 10. 93). Ungefähr das nämliche Gepräge wie der Hannoversche, hatte auch der große Spielerprozeß der „Harmlosen", der im Oktober 1899 in Berlin verhandelt wurde und mit der Freisprechung der Angeklagten endete. Wieder sahen wir grenzenlos leichtsinnige, genußsüchtige Edelleute, Mitglieder der höchsten Aristokratie, Ofsiziere unserer vornehmsten Regimenter im innigen Verkehr mit zweifelhaften Geldjuden, die sich in das gleißende Gewand jovialer Lebemänner zu kleiden und an die unerfahrene Jugend heranzudrängen wissen. Ein widerliches Schauspiel! So wird das eigene Vermögen, zuweilen auch das der Angehörigen verspielt und verlumpt, die Gesundheit untergraben, das gewonnene Geld mit Damen der Halbwelt verpraßt. „Juden und Huren Werdens fressen", sagt Goethe treffend von dem schlechtverwalteten Besitz dieser Kreise. Meist sind die Juden die Gewinner und verstehen es beizeiten ihren Raub und ihre werte Persönlichkeit in Sicherheit zu bringen: nicht selten spielen sie zuvor noch die Verräter. Auch hier waren die drei des Falfchspiels verdächtigen Juden, Dr. Kornblum, LeWin und Wolfs, von denen der letzte ein wegen Diebstahls wiederholt, u. a. mit Zuchthaus bestrafter, notorischer Falschspieler ist, rechtzeitig verschwunden und nur Wolff tauchte nach dem Prozeß wieder auf, als die völlige Harmlosigkeit aller Zeugen eidlich festgelegt war. Dr. Kornb lum, der wegen seiner entsetzlich gemeinen Geschichten bekannt war, wird aus der Gesellschaft beseitigt und veröffentlicht vor seiner Flucht aus Rachsucht im „Verl. Tagebl." einen Artikel, in dem er das Treiben des Klubs aufdeckt und die Angeklagten als Falschspieler und Bauernfänger

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