Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1900
- Issue
- Die Juden in Deutschland II.
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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46 5. Was dem Juden sonst das deutsche Nationalgefühl wert ist, wo er es nicht geschäftlich braucht, das mögen folgende Belege zeigen. Der in Hamburg geborene Jude G. W. Wolfs, war nach England ausgewandert und dort naturalisiert worden. Bei den Parlamentswahlen des Jahres 1892 wußte er es sogar zu erreichen, für den Bezirk Ost-Belfast als Kandidat aufgestellt zu werden. In einer Wahlrede sagte er folgendes: „Von gegnerischer Seite wirft man mir vor, daß ich von Geburt ein Deutscher bin. Nun, meine Herren, das ist doch nicht meine Schuld, obwohl ich gern zugeben will, daß es für mich vielleicht ein Unglück ist. Ich versichere Ihnen, daß ich unschuldig bin an allem, was mit dem Umstande, daß ich einst Deutscher war, irgendwie zusammenhängt." (Antis. Volksbl. Cassel 15. 5. 92). Jeder gute Deutsche wird sich im nationalen Interesse gewiß herzlich freuen, wenn dem Bauernstände eine gute Getreideernte bevorsteht. Anders der Handelsjude, dem seine Geldsacksinteressen über alles gehen. Das Berliner Bank- und Getreidegeschäft Mühsam u. Co. (Inhaber Mühsam, Cohn u. Bernstein) Neue Promenade 5 versandte am 26. 5. 94 ein Rundschreiben, in dem es wörtlich heißt: „Die Situation des Getreidehandels ist schon seit geraumer Zeit eine so hoffnungslose, daß man eine Wendung zum Besseren vorläufig für ausgeschlossen hielt, wenn nicht in der Witterung etwas passieren würde. Daher wurde der Frost, welcher in der Nacht zum Sonntag die Felder in den nördlichen Pro v in zen Deutschlands .. . betroffen hat, von unserer Börse mit einer gewissen Genugthuung begrüßt, steht doch auf den Feldern so viel des Segens, daß dem Getreidehandel Deutschlands eine schlimme Zeit bevorstände, wenn alle Aehren sich mit Körnern füllen würden. Der Effekt der . . . Frostberichte kam an der Montagsbörse in einer Steigerung der Roggenpreise von 5 Mk. zum Ausdrucke. . ' In der That, kann es einen deutlicheren Beweis geben für den gewaltigen Unterschied der Interessen des mühelosen Börsenspiels und der mühevollen Arbeit, für den ewig unversöhnlichen Gegensatz zwischen jüdischer und deutscher Gesinnung? (Staatsb.-Ztg. 2. 6. 94). Ein eklatantes Beispiel ihrer unpatriotischen, profitwütigen Denkweise gab die Berliner jüdische Hochfinanz beim Ausbruch des Krieges 1870. Der Reichstag des norddeutschen Bundes bewilligte eine Anleihe von 100 Millionen Thalern für den Krieg. Dieselbe wurde zu dem gewiß niedrigen Kurse von 88 aufgelegt und die reiche, vorwiegend jüdische Berliner Börse, welche täglich Hunderte von Millionen umsetzte, zeichnete auf diese Anleihe ganze 3 Millionen. Wenn trotzdem bald einige 60 Millionen zusammenkamen, so waren, wie die „Magdeburger Zeitung" mit Recht schreibt, die großen Finanzleute an diesem Resultate so gut wie unschuldig, und nur weil alle Schichten der Bevölkerung, namentlich die kleinen Sparer, freudig an dem patriotischen Werke sich beteiligten, floß überhaupt Geld in die Reichskasse. Das Frankfurter Haus Rothschild, das Herrn v. Bleichröder für das französische Anlehen thätig sein ließ, rührte sich 1870 mit seinen Berliner Agenten gar nicht, ja der Abgeordnete für Frankfurt a. M. Karl Mayer von Rothschild erschien nicht einmal in der wichtigen Sitzung des Reichstags, welche zur Besprechung der Anleihe angesetzt worden war. Er hätte zuviel in seinem Geschäfte zu thun, ließ er sagen. — ' Man muß sich nur wundern, daß dieser Mensch nicht sofort als Landesverräter festgenommen und sein Vermögen beschlagnahmt wurde. Aber nachdem die Schlachten bei Weißenburg und Wörth gewonnen waren, da wollten die Herren Bankiers gern darleihen, doch jetzt dankte die Regierung. Und als die französischen Milliarden nach Deutschland strömten, da waren unsere patriotischen Bankjuden schnell auf