Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1900
- Issue
- Die Juden in Deutschland II.
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 42 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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42 teile. Diese Gesinnung hat das jüdische Volk in der Zerstreuung mit größter Zähigkeit bewahrt. Aeußerlich zwar sind die Juden in Frankreich Franzosen, in Amerika Amerikaner, in Deutschland Deutsche, in Wirklichkeit aber bleiben sie stets Juden und machen auch nicht die leiseste Miene, ihre Nationalität durch Verschmelzung aufzugeben, im Gegenteil, sie gehen darauf aus, fremdes Volkstum zu verhöhnen und zu zerstören und die Grundlagen des Staates, der sie gastlich aufnahm, zu unterwühlen. 1. Zunächst einige Beispiele talmudischen Hasses gegen deutsches Volk und Vaterland, die wir jüdischen Schriftwerken entnehmen. Auch hier begegnen wir den edlen Genossen Börne und Heine. Börne schreibt in seinen „Briefen aus Paris" (Bd. I, 121): „Schicken Sie mir doch einmal eine Schachtel voll deutscher Erde, daß ich sie hinunterschlucke. Das ist ohnedies gut gegen Magensäure und so kann ich das verfluchte Land doch wenigstens symbolisch vernichten und verschlingen." Dafür hat Börne auch zu Frankfurt a. M. ein Denkmal erhalten. Heine erzählt in seinem Wintermärchen, Kaput XXVI, wie er die Gunst der Schutzgöttin Hamburgs, der Hammonia gewonnen habe, und wie ihn diese Blicke in die Zukunft Deutschlands habe thun lassen. Das malt seine liebenswürdige Phantasie so aus: Hammonia besitzt als besonderes Heiligtum den Nachtstuhl Karls des Großen, heißt ihren Liebling das Polster aufheben und durch die runde Oeffnung in den „Zauberkessel" schauen: Die Zukunft Deutschlands erblickst Du hier Gleich wogenden Phantasmen, Doch schaudere nicht, wenn aus dem Mist Aufsteigen die Miasmen! Der wißbegierige Hebräer fährt denn auch sofort mit dem ganzen Kopf in die furchtbare Ründung. Da er der Hammonia versprochen hat, über das zu schweigen, was er gesehen, so berichtet er nur, was er gerochen hat: Entsetzlich waren die Düfte, o Gott! Die sich nachher erhüben; Es war, als fegte man den Mist Aus sechs und dreißig Gruben. . . . Nun, die Geschicke Deutschlands haben sich durch Blut und Eisen inzwischen etwas anders gestaltet, als in Heines wohlriechenden Phantasien, und wenn in Deutschland wirklich etwas zum Himmel stinkt, so sind das die Thaten von Heines sauberen Stammesgenossen. Wieder folgt ein alter Bekannter. Professor Hirsch Grätz hat in seiner „Geschichte der Juden" nicht nur der christenfeindlichen, sondern auch der deutschfeindlichen Gesinnung seines Stammes an zahlreichen Stellen Ausdruck gegeben. Wir brauchen nur aufzuschlagen,, um eine nette Blütenlese zu finden: „In Deutschland ist jeder zugleich Despot und Knecht, nach unten unbarmherzig tretend, nach oben erbärmlich kriechend." Börne und Heine nennt Grätz „die zwei Racheengel, welche den Deutschen mehr Segen brachten als ihre Schutzengel: sie peitschten die Deutschen mit feurigen Ruten und deckten ihre Armseligkeit schonungslos auf." (Volksausg. III, 672). „Es entstand ein neuer Feind für die Juden, welcher viel gefährlicher und zäher war als der Brotneid und der Zunftstolz, die Deutschtümelei" (Volksausg. III, 662). „Als Christ geboren, wäre Börne vielleicht ein deutschtümelnder Freiheitsnarr geworden wie Jahn, Sand und so viele andere." (XI, 373).