Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1900
- Issue
- Die Juden in Deutschland II.
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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39 übergetreten ist. Der NeubekehrLe ist entweder ein Schurke oder ein Schaute (Narr) . . . Das muß in der That wirklich ein eigentümlicher, unwissender Narr sein, der ohne irgend welchen materiellen Vorteil zu erlangen, aus dem Sonnenlicht in Nachtesdunkel, aus der Vernunft in die Unvernunft, aus dem Judentum in das Christentum hineinschreitet." Das Christentum nennt er weiter eine Religion der Unduldsamkeit, des Hasses der Verfolgung, das anstatt eines liebevollen Vaters der Menschheit einen' Gott der Rache auf den Weltenthron gesetzt hat. (Deutsche Worte 1. 8. 99). Andere Beispiele dafür, wie die Juden selbst über den Wert der Judentaufe denken, sind schon im Jahrbuche für 1899 S. 60 von Herrn Dr. Stille aus den Rabbinerblättern angeführt worden. b) Diesen unzweideutigen jüdischen Urteilen lassen wir einige Aeußerungen christlicher Prediger folgen: Die „Gesellschaft zur Beförderung des Christentums unter den Juden" hielt Ende Mai 1880 ihre Jahresfeier in Berlin ab. In dem Berichte, den der Prediger äe 1a Roi abstattete, heißt es wörtlich: „Von 17 Juden, die den Unterricht genossen, haben nur 3 die Taufe empfangen können, 3 befinden stch noch im Unterricht, die übrigen 11 sind teils von selbst gegangen, teils mußten sie entlassen werden.. . Viele haben leider wieder die Opferwilligkeit der Gesellschaft durch Lüge und gemeinen Betrug zu mißbrauchen gesucht. Ein alter Jude hat der Gesellschaft neben Geldmitteln auch Briefe und Empfehlungen entlockt und diese von einer hiesigen Judenspelunke aus zu großartigen Brandschatzungen mißbraucht. Das Schlimmste ist, daß die Juden glauben, den Christen gegenüber lügen, Meineide leisten und allerhand Betrügereien ausführen zu können, Sünden, die ihnen wohl bewußt sind, die sie sich aber unter einander wieder vergeben. Ernstliche Mühe macht es, die Konvertiten zur Arbeit zu gewinnen, alle wollten Missionare werden, keiner will aber arbeiten. . . ." (Neue Deutsche Zeitung 22. 4. 92). In der neuen Christoterpe für 1895 erzählt Oberhofprediger D. Kögel: „Mit den Zeichen der Ungeduld tritt ein jüdischer Bankier ein. „Ich bitte um die christliche Taufe." — „Darf ich Sie um Angabe ihrer Beweggründe ersuchen?" lautet meine Entgegnung. „Beweggründe? Genug, ich habe mir den Schritt ernstlich überlegt." — „Aber als Geistlicher muß ich die Motive Ihres Entschlusses kennen. Denn die Namenchristen, an denen wir schon genug und übergenug haben, möchte ich nicht noch um einen vermehren." — „Gut", sagte er gekränkt und erhebt sich von seinem Sitz, „ich werde mich an einen anderen Geistlichen wenden, der es weniger ernst nimmt." (Deutsche Wacht 23. 10. 94). Pastor Th. Zöckler, Judenmissionar in Galizien, veröffentlicht in einer Beilage zu dem Kopenhagener Blatte „Dagens Nyheder" einen längeren Artikel über seine Thütigkeit in jenem Lande, worin er unter andern: auf die großen Schwierigkeiten hinweist, womit sein Beruf verknüpft sei. Besonders beklagt er sich darüber, daß sich die Juden fast durchweg aus rein materiellen Gründen zum Christentum „bekehrten". Binnen eines ganz kurzen Zeitraums habe er fünf Juden, die sich hätten taufen lassen wollen, zurückweisen müssen. Er ist der Ansicht, daß Zeit, Geld und Mühe für einen Zweck wie diesen meistens verloren seien. (Staatsb.-Ztg. 24. 8. 99.) e. Nunmehr führen wir einige Beispiele zur Beleuchtung des Gesagten an. Allzu bekannt sind die klassischen Typen getaufter Juden, Börne und Heine, die in zahllosen Aussprüchen nach ihrer Taufe das Christentum verunglimpft haben. Für unseren Zweck genügt es, nur einige Proben zu geben: Börne schreibt (Glagau, Kulturkämpfer 1880, 3, 33 s. Jahrb. 1897, S. 105):