Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1900
- Issue
- Die Juden in Deutschland II.
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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35 Der „Deutschen Zeitung" in Krefeld wird aus Köln folgendes gemeldet: .„Am Montag, den 23. d. M. morgens 8^ Uhr, urinierte der jüdische Hausierer I. Spanier in Köln, Große Spitzengasse 69—71, vor dem Christusbilde in der Kirche St. Georg. Er wurde dem Schutzmanne Nr. 277 zur Anzeige gebracht, welcher ihn protokollierte. Die große Schar der Kirchenbesucher, welche Zeuge der Anglaublichen Handlungsweise des Juden war, versuchte den frechen Buben zu lynchen. Selbstverständlich schweigen die hiesigen von Juden abhängigen Blätter diesen empörenden Akt jüdischer Gemeinheit und Frechheit tot". (Staatsb.-Ztg. 1. 8. 94). Und da sich die-Sache doch nicht ganz unterdrücken ließ, beeilte sich die jüdische und judendienerische Presse, allen voran die „Kölnische Volksztg.", zu erklären, Spanier sei kein Jude, sondern Christ. Demgegenüber stellte die Staatsb.- Ztg. (6. 8. 94) fest, daß er ein katholisch getaufter echter Rassejude sei, und berichtete des weiteren über ihn, er werde in Bekanntenkreisen auch „der Kaplan" genannt, weil er es liebe, in Wirtshäusern die katholische Messe durch Nachäffung Les Celebranten zu verhöhnen. Einer sehr rohen Handlung hat sich am 6. 9. 94 der Handelsmann Manasse W. schuldig gemacht. Ein Arbeiter wurde in der Weydingerstraße <Berlin) von Krämpfen befallen und nach dem Hofe eines Grundstücks gebracht. Dort trat W. an den Kranken und äußerte zu den umstehenden Personen: „Der liegt in den letzten Zügen; ich werde ihm die Sakramente verabreichen; dann wird er gesund werden." Sodann setzte er sich, ein Käppchen auf, um sich den Anschein eines Geistlichen zu geben, legte sich einen von weißem Papier gefertigten Halskragen Am und setzte sich zu dem Kranken. Er sprach mit ihm und reichte ihm schließlich bie Schnapsflasche. Er wird sich wegen Gotteslästerung zu verantworten haben. <Tägl. Rundsch. 18. 9. 94.) „Wenn wir Juden Euch keine Arbeit gäben, hättet Ihr verfluchten Christenhunde nichts zu fressen", so wörtlich rief der 13—14jährige David Rehfeldt, Sohn des Rückerstraße 4 (Berlin) wohnenden Handelsjuden Rehfeldt, mehreren christlichen Frauen zu, die ihn ob seines bodenlos gemeinen und frechen Benehmens gegen die etwa 15 jährige Alwine Kunze (Rückerstraße 5) zur Ver- -antwortung ziehen wollten. Der Redakteur des „Deutschen General-Anzeigers" (Berlin) war selbst Zeuge dieses widerlichen Auftritts. (Deutscher General-Anzeiger 14. 8.95.) Die „Staatsb.-Ztg." vom 30. 8. 95 berichtet aus Buckow bei Müncheberg, wie der jüdische Rentner Aaron aus Berlin (Uorkstraße 17) eine kirchliche Trauungsfeierlichkeit durch niederträchtige Redenzu stören suchte und schließlich mit Gewalt -aus der Kirche entfernt werden mußte. Der Pfarrer erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Bemerkt sei noch, daß Aaron bei der Frau des Küsters einen Bestechungsversuch machte und 100 Mark bot, wenn die „dumme Geschichte" aus der Welt geschafft würde. Von der Strafkammer des Landgerichts zu Stargard wurde der jüdische Kaufmann Karl Wolf aus Treptow a. d. Rega wegen Gotteslästerung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Wegen der unaussprechlichen Roheit der gegen die christliche Religion gerichteten Beschimpfung mußte die Oeffentlichkeit ausgeschlossen werden. (Staatsb.-Ztg. 18. 10. 95.) Weihnachten 1895 hatte sich eine jüdische Studentenverbindung zu Würz bürg einen Christbaum ausgeschmückt und denselben in frivolster Weise mit lauter Schweinsblasen behängt. Wahrlich! Eine solch infame Verhöhnung einer altdeutschen Sitte und eines ehrwürdigen christlichen Brauches war noch nicht da! <Staatsb.-Ztg. 1. 1. 96.) 3*