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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1900-01-01 · Die Juden in Deutschland II. · p. Seite 30

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1900
Issue
Die Juden in Deutschland II.
Date
1900-01-01
Page
Seite 30 (sequence 2)
Language
German
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30 1. Hören wir zunächst, wie einige „geistig hervorragende" jüdische Schriftsteller der Neuzeit über das Christentum urteilen. Der jüdische Geschichtsschreiber, Hirsch Gr ätz belegt in seiner „Geschichte der Juden" das Christentum -wiederholt mit höchst niedrigen Schimpfereien: „Das> Christentum ist ihm der Erzfeind, der das Heil vom Judentum empfangen hatte und es dafür einkerkerte und anspie. Wenn Juden sich -taufen lassen, so verlassen sie die Quelle lebendigen Wassers, um stch Labung aus übertünchten Gruben zu holen. . . . Dann wird über die übermütige Tochter der geknechteten Mutter, über den gekreuzigten Gott, über die Kluft, die das Christentum Zwischen sich und der Vernunft gehöhlt hat, Hohn und Spott ausgeschüttet und kurzweg geleugnet, daß das Christentum die allgemeine Menschenliebe verkünde." (Israel und die Gojim S. 282.) Wörtlich heißt es (Grätz, Gesch. XI, 398): „Diese entartete, entmenschte, tiefgesunkene christliche Welt durfte sich herausnehmen, die keusche, sittenreine,- gottergebene Synagoge als eine verworfene, gottverfluchte zu behandeln." Von einem Mühlhauser Juden ums Jahr 1400 schreibt er mit wahrer Wollust: „Das beste, was er hervorgebracht, sind seine Angriffe auf das Christentum." Wie Herr vr. H. Cohn (Berlin) über die Kreuzigung Christi -urteilt, erfahren wir aus der Frankf. Ztg. (Deutsche Wacht 23. 8. 99): „Aus der Art der Hinrichtung (der römischen, in Judäa unbekannten Kreuzigung) und anderen Momenten wird nachgewiesen, daß, wie sich sonst auch die im Evangelium mitgeteilten Thatsachen verhalten mögen, die Juden mit der Kreuzigung CH ri st i nichts zu thun hatten, man vielmehr in der H e r e i n z i e h u n g der Juden Interpolationen der judenfeindlichen Heidenchristen zu sehen habe. Sicher ist jedenfalls, daß in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung das Verhältnis von Christen und Juden nicht schlecht war, eine Thatfache, die sich mit der Erzählung der Evangelien in ihrer jetzt vorliegenden Formschwervereinbarenläßt." Also der Jude Cohn besitzt die Dreistigkeit, die gesamte Grundlage des christlichen Glaubens, das Evangelium, als ein Lügengewebe hinzustellen, das ganz dem „heidenchristlichen Hasse gegen Juda entspreche", ein Aus-. fluß desselben seil vr. Bernh. Cohn schreibt in seinem Buche „Jüdisch-politische Zeitfragen" (Berlin 1899 b. Simion, S. 15): „Sobald aber das Christentum das Band -Zwischen sich und dem Judentum, aus dem es seine Kraft sog, zerrissen hatte, sank es notgedrungen in seinem sittlichen Wert immer tiefer herab: die Blüte, die vom kraftspendenden Stamme getrennt worden war, mußte verwelken." Nach dem „Kasseler Sonntagsblatt" (XV. Jahrg. Nr. 18, S. 118) hat -sich der jüdische Rabbi Wise nicht entblödet zu schreiben: Es ist ein Glück, daß der Gekreuzigte in die Welt gekommen ist. . . . Denn die Juden verdanken die größten Gewinne des ganzen Jahres dem Sohne der Maria. Manches schöne Mädchen wird glücklich gemacht durch orientalische Schmucksachen, wenn der Geburtstag des „Sanftmütigen und Demütigen", der unter Eseln und dergl. geboren wurde, anbricht. Es ist übrigens weit besser, den Christtag zu haben, als die Pocken; und wenn sich die Jungfrau nur dazu verstanden hätte, uns noch einen Buben im Sommer zu bescheeren, so daß wir zwei Christtage hätten, so hätte ich ihr gern unsere Chinesen überlassen. Diese Aeußerung ist bisher nicht widerlegt. In einer Preßfehde über diese Stelle entrüstet sich das „Berl. Tagebl." (Nr. 206, 1893) aufs höchste darüber, daß man aus dem Schriftstück des jüdischen Rabbi nur einige Worte mitgeteilt habe — -als ob das Gehörte nicht schon genügte.

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