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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1900-01-01 · Die Juden in Deutschland II. · p. Seite 31

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1900
Issue
Die Juden in Deutschland II.
Date
1900-01-01
Page
Seite 31 (sequence 3)
Language
German
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31 2. Wir wenden uns nun-zu den christenfeindlichen Aeußerungen der jüdischen Tagespresse: .: Nach der „Staatsbürger-Zeitung" (27. November 1894) veröffentlichte das Berliner RabbinerblatL „Jeschurun" einen Artikel des Dr. Friedrich S. Krauß, in dem es heißt: Unter den bekannten Religionen dieser Erde ist die jüdische allein diejenige. welche die höchste und sittlichste religiöse Idee rückhaltlos zum Ausdruck und zur Geltung bringt. Von ihrer vollkommenen Höhe aus, die von keiner anderen Religion noch erreicht wurde, blickt sie mit Geringschätzung aus die niedrigeren religiösen Entwickelungsformen herab. Gemeint ist mit diesen herabwürdigenden Redensarten natürlich das Christentum. Doch es kommt noch deutlicher! Die „Berl. Börsen-Ztg." schrieb am 19. Dezember 1880, Nr. 644, 1. Beilage (SLaatsb.-Ztg., 24. April 1893): „Mit der Abwehr von Viehseuchen beschäftigte sich das Abgeordnetenhaus in seiner gestrigen letzen Sitzung; hoffentlich genügt schon die erste Beratung, um die Seuchen in geziemender Entfernung zu halten, damit auch das liebe Vieh ruhige Weihnachtsserien hat. Die Ochsen auf dem Felde waren ja bei der Geburt Christi in so hervorragender Weise beteiligt, daß es wohl geraten ist, sie auch Leilnehmen zu lassen an den Freuden des Festes. Möge also allen, welcher Partei sie auch angehören mögen, Herrn Stöcker und Herrn Windthorst, Herrn v. Ludwig und auch dem lieben Vieh das Fest ein gedeihliches sein/' Im Winter 1877 wagte es das „Berl. Ta gebt." über die gerade tagende evangelische Kreisshnode zu schreiben: „Ecrasez l’infäme (Vertilgt den Schändlichen!)! Hinweg mit den orthodoxen Beengern jedes kräftig treibenden jungen Lebens! Hinab mit dem Gewürm, es sei vernichtet." Als im Herbste 1879 die Generalsynode versammelt war, sprach die „Berliner Zeitung" (Leop. Ullstein) von den „Glattgescheitelten mit dem glattrasierten, bläulich-grauen Gesicht"; die „Budike", wo sie sich versammelt hätten, müsse wegen des dort zu verspürenden Geruchs der Heiligkeit desinfiziert werden. Der berüchtigte Bußtagsartikel des „Berl. Tagebl." gehört zu den hervorragendsten Zeugnissen jüdischer Schamlosigkeit. Da heißt es: „Die Glocken läuten — richtig, morgen ist Feiertag. Doch nein, kein Feiertag, kein Tag der Festesfreude . . sondern ein Tag innerer Einkehr und ernster Beschaulichkeit, der strenge Tag der Buße ist es. — Buße! .... Ein hartes, rauhes Wort, mit welchem mancher gleich mir nichts rechtes anzufangen wissen wird. Nichts weniger als ein Verächter der Religion, bin ich doch ein entschiedener Feind jener finsteren Doctrin, welche die Welt nur als ein klägliches Jammerthal und ihre Bewohner als eitel verruchte Sünder ansieht . , . Bei dieser günstigen Meinung von mir und meinen Mitmenschen soll ich innere Buße thun — gut, ich will's versuchen, obwohl ich von vornherein überzeugt bin, daß es mir nicht glücken wird, zu jener tiefen Zerknirschung zu gelangen, wie sie die Donnerworte der Kanzel erheischen. Aber bei einigem guten Willen gelingt es mir vielleicht doch noch, mich etlicher Sünden zu überführen." In diesem Tone geht es weiternder Verfaffer sucht zunächst nach Begehungssünden und findet diese darin, daß er sich morgens durch Zolltarifs- Artikel die Laune hat verderben lassen, daß er im letzten Winter im Theater durch mehr als 20 schlechte Stücke und „mindestens 1 Dutzend grausamlicher Maria 'Stuarts" seine schöne Zeit vergeudet habe. Sodann findet er an Unterlassungssünden die, daß er an schönen Sommertagen statt ins Freie zu gehen im Zimmer gehockt hat, daß er sich von holden Augensternen hat anblicken lassen, ohne ihnen Antwort und Gewährung bewilligt zu haben. (Staatsb.- Ztg., um Ostern 97.)

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