Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Journal
- Antisemitisches Jahrbuch für ...
- Volume
- 1900
- Issue
- Die Entstehung des Juden.
- Date
- 1900-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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11 über ganz Kanaan verbreiten, bevor sich aus ihnen — also nach Mosis Zeit — zwei Rassen getrennt entwickeln: eine Nord- und eine Südrasse, erstere die israelitische,, letztere die hebräische, — und daß die Verschiedenheit der beiden auf Verschiedenartigkeit der Blutmischung mit den Ureinwohnern des Landes beruht. Nördlich von Jerusalem behielt das Blut der. Cheta die Oberhand, südlich das arabische Blut., So ist denn nach Chamberlain ein und derselbe arabische Stamm völkischer Vater der Israeliten und Juden, während ich in „Juda und Israel" behauptet habe, daß die - Israeliten ein arischer (keltischer) Stamm gewesen, als solcher ursprünglich unter dem Namen der Manas fMenschj oder Machir fKämPferj das Uferland des Sees von Genezareth besetzt und sich den Charakter einer besonderen Rasse den Ureinwohnern gegenüber scharf gewahrt, also insbesondere mit den Hebräern keinerlei Verwandtschaft gehabt hatten. Chamberlain betont, wie gesägt, daß eine Vermischung stattgefunden, aber in beiden Teilen des Landes eine Bastardrasse hervorgebracht hätte. Er bezeichnet die Vermischung direkt als „blutschänderischen" Prozeß., und schreibt ihm das Ueber- Wiegen häßlicher Körperzüge besonders beim Juden zu, die von vornherein den letzteren mit einem gewissen Ekel gegen sich selbst erfüllt hätten. Dafür, daß die Verbindung zwischen Cheta und Arabern eine unharmonische sei, führt Chamberlain übrigens Gründe eigentlich nicht an. Die Nachkommen beider Völker existieren in Syrien bis auf den heutigen Tag. und ihre Verbindung zeitigt seither keineswegs derartige Resultate. Aber Chamberlain sucht eben krampfhaft nach besonderen psychologischen Gründen für die Entwicklung der jüdischen Rasse und wird bei dieser Suche geradezu phantastisch, Chamberlain nimmt bei den Mischlingen von Südpalästina einen besonders heftigen instinktiven Blutreinigungstrieb an, der sich aus dem Bewußtsein jener „Blutschande" entwickelt habe und schließlich zum Neu- Rassenbildungstriebe krystallisiert sei. Er spricht bei den in der Bildung begriffenen Juden von einem instinktiven „Raffenschuldbewußtsein" und glaubt, daß der jüdische Begriff der Sünde nichts weiter sei als dies Gefühl der Verantwortlichkeit für begangene Stammessünde. Die „Besserung" besteht demgemäß nicht in irgend welcher seelischen Umkehr — von der hat ein Jude gar keinen Begriff — sondern in Herstellung „reinen Bluts". Eine Neu-Raffe ist nun eben immer reinen Bluts. So ist die Veranlassung zur Bildung des Juden nach Chamberlain eine psychologische, und aus diesem Grunde konnte der Stamm bereits sehr früh für sich geschlechtliche Absperrungsmaßregeln anordnen und durchsetzen, wenn solche auch noch nicht gleich förmlich zum Staatsgrundgesetz gemacht wurden. Charakteristisch, sagt Chamberlain, ist in der Abrahamsage im Alten Testament der früh hervortretende Widerwille der Beduinen gegen die „Kinder Heth" trotz allem liebenswürdigen Entgegenkommen der letzteren. Wer flchs irgend leisten kann, verschmäht die eheliche Verbindung mit ihnen. Trotz alledem sei auch beim Südpalästiner das hethitische Blut von der größten Bedeutung. Auf Grund anthropologischer Messungen nimmt Chamberlain sogar an, daß der heutige Jude zu 9/10 den syrischen oder einen undefinierbaren Mischtypus darstelle, während der arabische Typus nur wenige Prozente umfasse. Nur in geistiger Beziehung sei beim Südpalästiner der öde, phantasielose, gänzlich materialistische und selbstsüchtige Beduinengeist herrschend geworden und habe eine sich entsprechende religiöse Richtung erzeugt. — Während im Süden so eine starke Raffenbildungstendenz bestanden hätte, sei im Norden geschlechtliche Exklusivität von vornherein nicht beobachtet und die „Israeliten" also überhaupt nicht zur Bildung einer Neurasie gelangt, sondern einfach ins Syrertum aufgegangen. Das ist das, was man unter dem Verschwinden der „10 Stämme" zu verstehen hat. Geschichtliche Umstände hätten dies begünstigt, ebenso wie umgekehrt im Süden geschichtliche Umstände besonderer Art die