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Antisemitisches Jahrbuch für ... · 1900-01-01 · Die Entstehung des Juden. · p. Seite 7

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Journal
Antisemitisches Jahrbuch für ...
Volume
1900
Issue
Die Entstehung des Juden.
Date
1900-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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7 §at, den Mächtigen zu schmeicheln und gefällig zu sein und gerade dadurch im Mittelalter in den Stand gesetzt war die Völker auszuplündern. — Chamberlain ist sich bewußt, mit seiner Auffassung nicht allein zu stehen. Ohne die eigentlichen „Antisemiten" zu seiner Unterstützung herbeizuziehen, kann er doch sagen Seite 336, daß alle hervorragenden Geister von Cicero bis Bismarck die Anwesenheit der Juden als politisch-soziale Gefahr hingestellt haben. Cicero ist der reine Angstmeier, wenn er auf die Juden zu sprechen käme (man denke: zu den Glanzzeiten der Römischen Republik!). Tiberius will sie alle strafweise nach Sardinien, dem Räuberlande des Altertums, schicken, damit dort „die Diebe mit den Räubern Wirtschaften könnten". Der große Hohenstaufe Friedrich II. erklärt, daß der Jude, wo er zur Macht gelangt, sie mißbraucht. Friedrich der Große gewährt jede Freiheit, nur nicht den Juden. Herder, dem Chamberlain völlig beitritt, nennt jede Staatsverwaltung in der Juden Einfluß haben, einen pontinischen Sumpf. Goethe verweigert ihnen jeden Anteil an höherer Kultur. Aus Voltaire, für den Chamberlain besonders eingenommen ist, will er mit Leichtigkeit hundert grimmige antisemitische Zitate zusammenstellen. Voltaire nennt die Juden z. B. die hassenswerteste und verächtlichste aller Nationen. Napoleon ruft ergrimmt: „Heuschrecken und Raupen sind diese Juden, sie fressen mein Frankreich auf", mit schändlichstem Wucher, wie Chamberlain hinzufügt. Chamberlain sagt: „ein solcher eon86U8us inKenioruin könne doch nicht ignoriert werden. Jedenfalls werde er nicht ausgewogen durch läppische Humanitätschhrasen" Wir denken, vorstehendes genügt einigermaßen. Wir haben noch keine ausgesprochen antisemitische Schrift gelesen, die es besser könnte. Charakteristisch für Chamberlain ist, daß er überall den Hauptnachdruck auf den Rassencharakter des Hebräers legt, durch den der Jndividualcharakter des Einzelnen fest gebunden sei. Ein Jndividualcharakter bildet sich „im Geräusch der Welt", läßt sich durch die Umstände beeinflussen und verändern, ein Rassencharakter nicht. Durch die Chamberlain'sehe Auffassung wird also gerade die Unveränderlichkeit und damit die Furchtbarkeit des Juden hervorgehoben. Chamberlain erklärt die jüdische Rasse für so felsenfest geartet, daß die unsicheren und noch in Bildung begriffenen Rassen der europäischen Völker gegen sie wehrlos sind. Aus der Vermischung von Nichtjuden mit Juden gehen immer wieder Juden hervor oder — degenerierte Mestizen. Läßt man die Juden ungestört wirtschaften, so werden sie es, meint Chamberlain, verstehen durch zweckdienliche Anwendung der Rassen- und Blutmischungsgesetze, in deren Handhabung sie Meister sind, die Bevölkerung Europas in ein haltloses und degeneriertes Mestizengeschlecht von gänzlicher Rasselosigkeit zu verwandeln, dem gegenüber sie die einzige feste Rasse darstellen. Damit wäre ihre Weltherrschaft unwiderruflich begründet. Rasselosigkeit und Proletariat sind ziemlich identische Begriffe. Die Widerstandsfähigkeit eines Volkes beruht auf seinen Rasseelementen, nie auf seinem Proletariat. Es ist nicht ausgeschloffen, daß aus dem Proletariat einzelne tüchtige Leute hervorgehen (deren Kinder aber dann gewöhnlich wieder nichts leisten). Aber die Masse des Proletariats ist schon zur Organisation unfähig. Sie würde nicht einmal zu Revolutionen brauchbar sein, es sei denn unter Führung jüdischer oder arischer frondierender oder durch Mißgeschick in die Reihen des Proletariats herabgestoßener Rasseelemente. Der Jude kokettiert mit dem Proletariat, weil er weiß, daß er diese Klasse durch seine Raffenfestigkeit am sichersten beherrscht, und weil seine Politik darauf gerichtet sein muß mit Hülfe des Proletariats die arischen Rassenelemente zu zerreiben.

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