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Illustrirter jüdischer Familienkalender · 1907-01-01 · 5668 = 1907/08 · p. Seite 126

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Illustrirter jüdischer Familienkalender
Volume
5668 = 1907/08
Date
1907-01-01
Page
Seite 126 (sequence 135)
Language
German
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IRI
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I Jüd. Friedhof Gr. Hamburgerstraße sliuks Grabmal Moses Mendelssohn). graben liegt. Links davon ist sein Bruder Wilhelm bestattet, der Astronom und Mathematiker, der im Verein mit Mädler bedeutende Werke schrieb. Ihm gegenüber liegt der älteste Bruder, der Komponist. In Paris 1864 gestorben, wurde die Leiche nach Berlin gebracht, denn unter den Seinen, neben der Mutter, wollte Meyerbeer bestattet sein. An der nächsten Mauer befindet sich der Name Mendelssohn. Dort ruht Joseph, der älteste Sohn von Moses Mendelssohn. Mit seinem Bruder, dem Vater von Felix Mendelssohn-Bartholdy, gründete er das berühmte Bankgeschäft und war auch als Schriftsteller tätig. Der Fabrikant Liebermann, dem die Verbreitung des Kattuns in Preußen und der Kaufmann Lipmann Wulf, dem eine herrliche Stiftung für arme Bräute zu danken ist, schlafen ziemlich in der Nähe. Geht man dann weiter, tiefer in die Gänge hinein, fällt der Name des Partie aus dem ältesten Berliner Friedhof Gr. Hamburgerstraße. berühmten Arztes Louis Traube auf, derso Manchem Genesung brachte. Unter jenem Hügel schläft Theodor Heymann, der als Buchhändler rühmliches geleistet, und in jenem Grabe, mit den schönsten Blumen geschmückt, ruht Bernhard Wolfs, der Begründer des Telegraphenbureaus und Besitzer der National-Zeitung. In diese beiden Schöpfungen, welche die Summe seiner angespannten, unermüdlichen Tätigkeit umfassen, hat er seinem Namen in der Geschichte der deutschen Zeitungspresse ein dauerndes Denkmal gesetzt. Sein Freund Bernhard Oppenheim, der treffliche Schriftsteller, ist ihm bald im Tode gefolgt und liegt nicht weit von ihm. Gleich hinter der Gebethalle ist die „Ehrenreihe" Moritz Reichenheim, der Stifter des Waisenhauses am Weinbergsweg, eröffnet dieselbe. Ihm schließen Varuch Auerbach, der das Waisenhaus gegründet, der Buchhändler Moritz Veit und die Rabbiner Holdheim, Geiger und Aub sich an. : , . 126

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