Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Journal
- Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Volume
- 5668 = 1907/08
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 79 (sequence 88)
- Language
- German
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Bibliothek der Mischen öemeinbe zu Erdgeschoß (Fachbibliothek Rund 15000 Bände Druckschriften und 266 Handschriften, Autograplien, Briefe. Besondere Abteilung für Zeitungsausschnitte. Seltene Drucke. Jüdische Münzen und Medaillen, Altertümer und bildliche Darstellungen als Grundstock zu einem jüdischen Museum. Vermehrungsetat 6750 Mk. Geöffnet So. 10—1, Mo. bis Mit. 10-1, 6-9, Do., Fr. 10-1, Sa. Okt. bis Januar 6—9, Februar und März 7—9. Geschlossen vom 16. Juli bis 15. August. Gedruckte Benutzungsordnug vom 3. Februar 1902. Die Benutzung des Lesesaals und der Bibliothek stellt jedermann ohne Unterschied der Religion oder der Ortszugehörigkeit unentgeltlich frei, wenn auch die Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu Berlin in erster Reihe berechtigt sind. Wünscht jemand Bücher nach Hause zu entleihen, so hat er sich dem Bibliothekar über seine Garantiefähigkeit auszuweisen. Jeder kann die Bücher, die er zu entleihen wünscht, sogleich erhalten, nachdem er einen vorgeschriebenen Empfangsschein, für den keine Gebühr erhoben wird, ausgestellt hat. Für Bücher, deren Anschaffung gewünscht wird, liegt ein Desiderienbuch aus. Die Ausleihfrist beträgt vier Wochen, Versendung nach auswärts findet statt. — Lesesaal mit 24 Plätzen, Handbibliothek von 1300 Bänden, 60 ausliegende Zeitschriften. Berlin, IT. 24, Oranienburgerftr. 60/63, für Jubaica unb ijebraica) Systematischer Zettelkatalog in Gießener Kapseln, vorläufig nur den Beamten zugänglich. Alphapetischer Zettelkatalog (System Staderini), besonderer Katalog für Bellestristik, Verzeichnis der Handbibliothek, Zugangsverzeichnis der Gesamtbibliothek, den Benutzern im Lesesaal zugänglich. — Die Bibliothek wurde 1899 begründet und am 3. Februar 1902 eröffnet. April 1906 wurde ihr die Landsllut-Neumannsche Sammlung zur Geschichte der Berliner jüdischen Gemeinde einverleibt, Sommer 1907 die Albert Wolfsche Sammlung von jüdischen Altertümern und Kunstgegenständen. — Bibliothekskommission der jüdischen Gemeinde, Vorsitzender: Kommerzienrat H. Eisner. Bibliothekar: vr. Moritz Stern. Unterbibliothekar: Dr. I. Renzer, Hilfsarbeiterin : Fräulein M. Rosenberg, Bibliotheksdiener: L. Goldstein. (L. Geiger, Die Bibliothek der jüdischen Gemeinde, Allgemeine Zeitung des Judentums 1902, Nr. 9. — Bibliothek der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Bericht über die Begründ-# ung der Bibliothek und die drei ersten Jahre' ihres Bestehens 3. Februar 1902 bis 31. März 1905 von Bibliothekar vr. M. Stern. Nebst einer Beilage: Benutzungsordnung. Berlin 1906, 15 S.) Einsegnungen in Berlin Die Einsegnung (Barmizwah) der Knaben findet an dem Sabbat statt, der auf den 13. Geburtstag (nach jüdischem Datum) folgt. Aus unserer Tabelle kann sich jeder leicht selbst den Tag der Einsegnung der in dem Jahre 5655 (1892/93) geborenen Knaben festsetzen. — Der Einsegnung geht ein Unterricht durch einen Lehrer voraus. — Die Anmeldung zur Einsegnung hat rechtzeitig, spätestens an dem dem Einsegnungstage voraufgehenden Freitag Abend, bei dem Oberschammes der betr. Synagoge zu erfolgen. Einer späteren Anmeldung (also erst an dem betr. Sabbat selbst) wird nicht stattgegeben. (Anmeldung schriftlich: Name des Knaben, deutsch und hebr., Name der Eltern, deutsch und hebr.) -i- * * Die Anmeldung zur Einsegnung von Wöchnerinnen, ferner zu Gebeten .für Schwerkranke geschieht ebenfalls schriftlich beim Oberschammes am Freitag Abend, im letzteren Falle auch Sonnabend Vormittag.