Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Journal
- Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Volume
- 5668 = 1907/08
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 78 (sequence 87)
- Language
- German
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Geh. Rat Goldberger, Prof. Oppert, Justizrat Seligsohn, Georg Meyer, Max Weiß, San.-Rat Neumann, Ob.-Reg.-Rat Meyer- Frankfurt a. M., Geh. Rat Cohen-Marburg, Prof. Geiger, Wassermann. Vermögen: 534 140,10 M. Etat ca. 57 000 M. Dozenten: Prof. Maybaum, Dr. Elbogen, Dr. Baneth, Dr. Jahuda, Dr. Freund. Bibliothekar: Dr. Barol. — Darlehnskasse der Hörer der Lehranstalt. Gegr. 1890. Protektor: Prof. Maybaum. Vermögen: ca. 8500 M. Etat ca. 2000 M. — Achawa-Verein der Hörer der Lehranstalt. Gegr. 1888. — Verein jüdischer Studierender. Dem Bi I. C. (Bund jüd. Korporationen gehören an die Ver. jüdischer Stud. zu Berlrn, Charlottenburg, Breslau, München, Freiburg, Königsberg, die Maccabaea und Hasmonaea-Berlin. Dem Kartell- Konvent (K. C.): Thuringia-Breslau, Bavaria-Heidelberg, Sprevia-Berlin, Sicania- München, Rheno-Silesia-Bonn, Ghibellinia- Frervurg, Vradrina-Darmstadt. — Zunz- Sliftung zur Förderung der Wissenschaften des Judentums. Gegr. 1865. Vorstand: San.-Rat Dr. Neumann, Prof. Dr. Liebermann, Prof. Maybaum, Dir. Holzmann, Dr. Baneth, Dr. Guttmann-Breslau und Goldzieyer-Budapcsl. Vermögen ca. 50 000 M. Bibliothekar: Dr. Barol. — Verein zur Unterstützung jüdischer Gelehrter in Berlin (Machsike Thora). Verwaltung: Gemeinde. — Komitee für den Russenfonds 1901. Justizrat Bernhard Breslauer, Kaiser Wilhelmstr. 3. Bei Wiederkehr ähnlicher Verhältnisse, wie jener, die zur Komiteebildung führten, sollen Zinsen verwendet werden. Auch für in Berlin lebende russische Juden. — Verein zur Wahrung des Frühgottesdienstes und zur Unterstützung von jüdischen Leidtragenden. (Chebrath schomer laboker umischan abelim.) Steht unter Aufsicht des Vorstandes der jüdischen Gemeinde. Vors.: I. Weinberg, Wassertorstr. 50. Zweck: Außer religiösen Bestrebungen Unterstützung bedürftiger leidtragender Israeliten während der 7 rituellen Trauertage. Jedem Leidtragenden werden zwei verschlossene Büchsen nebst dem Schlüssel zu einer derselben zugesandt. Eine aus dieser zu entnehmende Summe kann der Leidtragende entweder für sich verwenden oder (event. um einen eigenen Beitrag vermehrt) in die andere verschlossene Büchse legen zur Verwendung für bedürftige Leidtragende. Leidtragenden, welchen die Büchsen nicht zugesandt worden sind, kann der Rendant bis zu 15 Mark sofort auszahlen. — Verein zur Bekleidung bedürftiger Personen der jüdischen Gemeinde. (Chebrath Malbisch Arumim.) Unter Aufsicht des Gemeindevorstandes. Vors.: L. Sieskind. Zweck: Arme der jüdischen Gemeinde mit Kleidung (Kleider, Wäsche, Stiesel usw.) zu versorgen. Gesuche schriftlich an den Vorsitzenden. 1902/03: 5078,35 M. verausgabt. Kapital: 39 500 M. — Gesellschaft Haspakath Ebjonim (unter Aufsicht des Vorstandes der jüdischen Gemeinde). Vors.: Julius Cohn., Zweck: Jüdische Familien mit Brennmaterial zu unterstützen. Eingaben zu richten an die „Zentralstelle s. die Wohltätigkeit s a n st a l t e n der jüdischen Gemeind e". Rosenstraße 2/4. Kapital: 125 500 M. J902/03: 1021 Familien mit Brennmaterial für 8369,45 Alk. unterstützt. Israelitischer Miete-Hilfsverein zu Berlin. Vors.: D. Struck, C. 25, Dircksenstr. 50. Israelitischen Armen, welche seit einem Jahre in Berlin wohnen, Beihilfe zur Miere. Verteilung jeden Monat. Gesuche bis 15. d. Monats. — Hilfsverein f. die jüdischen Taubstummen in Deutschland. Theodor Löwenberg, Köpenickerstr. 124. Arbeitsbeschaffung, Geld- und Naturalienuuterstützung. Für durchreisende arme Taubstumme freies Nachtlogis und Freitisch. Altersheim in Niederschönhausen. Vermög. 50 000 Mark. — Vorschuß-Verein für hilfsbedürftige Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Vors.: Oscar Rathenau, W. 10, Bendlerstr. 25/26. Zweck: Hilfsbedürftigen Mitgliedern der hiesigen jüdischen Gemeinde zinsfreie Darlehen zu gewähren zur Aushilfe im Geschäft, und um vor Verarmung zu schützen. Darlehen bis 300 M., in Ausnahmesällen bis 500 M.; für Unkosten wird x/2 % des Darlehens abgezogen. — Chewra Kadischah der Israelitischen Synagogengemeinde (Adaß Jisroel). Zweck: 1. Besuche bei jüdischen Krank e n. Unterstützungen nur an Mitglieder. 2. Sorge für die rituelle 'Bestattung Verstorbener; bei Mitgliedern teilweise oder vollständige Deckung der daraus entstandenen Kosten, ausnahmsweise auch bei Nichtmitaliedcrn. Ver w.: Artilleriestr. 32. — Asriel- Verein innerhalb der, Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adaß-Jisroel. Vors.: M. Schragenheim, NW. 23, Brückenallee 17. Zweck: Mitglieder der Gemeinde Adaß-Jisroel in Notfällen zu unterstützen. Einmalige Geldunterstützungen nach Ermessen des Vorstandes. Darlehen nur an Mitglieder des Asriel-Vere i n s. — Verein ehemaliger Schüler der Knabenschule der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Unterstützung der hilfsbedürftigen Mitglieder des Vereins, wie auch an Schüler obiger Schule. — Baruch-Auerbach-Verein. Unterstützung von Vereinsmitgliedern. Kapital 4312 M., Zinsen ca. 1200 M. — Wohltäligkeits- und Synagogen - Verein „Norden", Schwedterstraße 248. Vorsitz.: Leopold Cohn, Kastanien-Allee 69. Zweck: Außer religiösen Bestrebungen Unterstützung bedürftiger Glaubensgenossen im Norden Berlins durch Geld, besonders in Fällen, wo schnelle Hilfe erforderlich ist.