Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Journal
- Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Volume
- 5668 = 1907/08
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 86)
- Language
- German
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nationale Frauenvereinigung. Vors.: Frau Lina Wagner-Tauber, Prenzlauer Allee 9,11. — Militärverein „Deutsches Vaterland". Vo r s.: R. A. Davidsohn, Chausseestr. 36/37. — Jüdischer Turnverein Barkochba. Vorstand: Dr. Auerbach, Dr. Blum, Arthur Hirsch, Theobald Schalem. Der Verein unterhält eine Reihe von Männer, Frauen- und Lehrlingsabteilungen. Geturnt wird sünfmal in der Woche. Außer Turnen Pflege national-jüdischer Gesinnung. — Hilfsverein für jüdische Studierende. Zweck: Jüdische Studierende der Universität Berlin und der anderweitigen staatlichen höheren akademischen Lehranstalten zu unterstützen zur Fortsetzung des Studiums und zur Ablegung der nötigen Examina, letzteres nur nach mindestens einjährigem Studium in Berlin. Der Verein (gegr. 1841) empfing 1906: 125 Gesuche (1905: 128) und bewilligte 85 (1905: 60). Einschließlich früherer Verleihungen unterstützte er 1906 im ganzen 124 Studierende (1905: 137), davon lausend 97 (1905 ebenso), nämlich 17 mit je 50, 57 mit je 60 und 23 mit je 75 M. im Vierteljahr. Der Vorstand bleibt bestrebt, lieber einen kleineren Kreis von zweifellos zum Studium Berufenen auskömmlich als eine große Zahl geringfügig zu unterstützen. Von jenen 97 Stipendiaten studierten 34 Jura, 34 Medizin (darunter 1 Dame), 2 Tierarznei, 25 Philosophie, 1 Chemie, 1 Mathematik. Diese laufenden Unterstützungen kosteten 16 535 M. (1905: 18 965), die einmaligen für 36 Studierende (15 Mediziner, 1 Pharmaceuten, 15 Philologen, 2 Theologen, 3 Juristen) 5395 M. Hierunter sind zwei Preise und zwei Humboldt-Stipendien zu je 300 M., sowie eine größere Anzahl von Stistungszinsen für Kandidaten zu Prüfungen. Vereinsvermögen: 470 055 M. — Zweigverein des Hilssvereins für jüdische Studierende für Gewerbe-, Bau- und Kunst- Akademiker. Unter Verwaltung des Vorstandes des Hilfsvereins. Zweck: Jüdische Studierende der Berliner Gewerbe-, Bau- und Kunst-Akademie zu unterstützen. Der Zweigverein empfing 1906: 31 Gesuche (1905: 28) und konnte 20 bewilligen; auch hierzu schon bedurfte er 1942 M. Zuschuß aus dem Hauptverein. Er zahlte laufend 4625 M. (1905: 9205) und einmalig 1005 M. (1905: 763) an 11 Musiker, (darunter 2 Damen) — im vorigen Jahre waren es 15, nicht 25 — 7 Techniker, 7 Architekten, 3 Ingenieure, 2 Chemiker, 2 Elektrotechniker, 6 Maler, 1 Bildhauer. Ferner erhielten 3 Maler das Ernst Reichenheim- Stipendium mit zusammen 1800 M.; dieses Mal konnte ausnahmsweise einer mehr als regelmäßig sonst berücksichtigt werden. Der Vorstand des Hilfsvereins für jüdische Studierende besteht aus den Herren: Dr. Arons, Dr. I. Ginsberg, Prof. Dr. F. Liebermann, Heinrich Maaß, Regierungsrat Dr. Ernst Magnus, Privatdozent Dr. Hugo Neumann, Prof. Dr. M. Schäfer, Justizrat Dr. Arnold Seligsohn, Justizrat Dr. H. Veit SimonSimon, Prof. Dr. Herm. Strauß. — Israelitischer Studierrbeförderungs - Verein. 1. V o rs.: Geh. Sanitätsrat Dr. Blument h a l, W. 10, Viktoriastr. 31. Grundkapital: ca. 60 000 M. Zweck: Kindern armer jüdischer Eltern Möglichkeit einer gründlichen Ausbildung. Unterstützung von Schülern höherer Lehranstalten. — Verein zur Unterstützung jüdischer Lehrer in Preußen. Vors.: Alex. Löwenberg, Alsenstraße 4. Schriftf.: Direkt. Dr. Holzmann. Gegr. 1853. Kapital: 45 700 M. Hierzu aus vier Sonderstiftungen: 10 000 M. aus der Cun o w-S t i f t u n g, 1000 M. aus der F e r d. Reichenheim-Stiftung, 1400 M. aus der Löwenberg-Stiftung, 3600' M. aus der Salomon Lachmann- Stiftung. Zweck: Hilfsbedürftigen jüd. Lehrern u. Lehrerinnen in Preußen, auch Witwen u. Waisen Unterstützungen. Laufende Unterstützungen nicht unter 150 M., welche für ein Jahr bewilligt und in vierteljährlichen Raten pränumerando ausgezahlt werden, einmalige den Verhältnissen entsprechend. Mitglieder bevorzugt. Unterstütz.- Summe 1902: 4500 M. — Rabbiner-Seminar zu Berlin. Gegr. 1873. Heranbildung von Rabbinern. 14 Vorstandsmitglieder. Das Jahr 1906 schließt mit Defizit v. 3433,09 M. Rektor: Dr. D. Hoffmann. Jahresbeiträge 21840 M. Lehrkörper: Dr. D. Hoffmcmn, Prof. Dr. Berliner, Prof. Dr. Barth, Dr. Hirsch Hildesheimer, Dr. Wohlgemuth. Vorst.: Hermann GumpertzxHamburg, Rabd. Dr. Cohn-Kattowitz, Siegmund Fränkel- München, Oberrabb. M. Hirsch-Hamburg, Rabb. Dr. P. Kohn-Ansbach, Dr. L. Munk- Marburg, Georg Marx-Königsberg i. Pr., Oberrabb. Dr. Feilchenseld-Posen, Benjamin Hirsch-Halberstadt, Karl Knoller-Berlin, ©.. L. Leszinski-Berlin, Lazar Mainz-Frankfurt a. M., Georg Marx - Königsberg i. Pr. Vereinssekretär: Moses Hildesheimer. Effektivvermögen 422 322,85 M. — Litt. ges. Ber. Gegr. 1896. Vorstand: M. Höxter, Linienstr. 110, R. Arenberg, Willi Salinger. — Verein zur Pflege hebr. Musik. Vorstand: Prof. Blaschke, Landg.-Rat Kalischer, Thonsker, A. Budwig, W. Löwenthal, L .Rosenbaum, Kapellmeister Kellermann, Fr. Adler, Frau E. Pakscher, Frau Feig. — Verein jüd. Akademiker (V. I. A.). Vorst. Stud. jur. I. Brauer, Schraderstr. 11, Dr. M. Auerbach.' — Hilfskasse für israelit. Kantoren und Kultusbeamle. Gegr. 1884. Vorstand: Kgl. Musikdirektor Friedmann, G. Michalski, Motzstr. 53. Vermögen 38 888 M. — Lehranstalt für dieWissenschaft des Judentums. Zweck: Ausbildung von Predigern u. Rabb. Gegr. 1872. Kurator: Justizrat Veit Simon, 77