Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Journal
- Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Volume
- 5668 = 1907/08
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 76 (sequence 85)
- Language
- German
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Einzahlung erlassen werden. 1903: 12 Bewohnerinnen. Mit dem Heim verbunden die Fanny Liepmann-Stiftung. Kapital: 15000 M. Zweck: Erholungsheim für ruhebedürftige jüdische Lehrerinnen und Erzieherinnen, welche Mitglied desBereinssind. (Die Mitgliedschaft wird durch 4 M. Jahresbeitrag erworben). Aufnahme unentgeltlich oder gegen geringe Vergütung: 4—6 Wochen. 1903: 6 Damen. 6 Zweigvereine: Grätz, Hannover, Königsberg i. Pr., Stettin, Stargard, Frankfurt a. M. — Verein Israelitischer Kindergarten und Kinderhort. Vors.: Rabbiner Dr. Blumenthal, Vor st eherin: Frau Justizrat R o s e n h e i m. Unterhält einen Volkskindergarten für jüdische Kinder von 3— 6 Jahren, deren Eltern außer dem Hause arbeiten. Schulgeld monatlich 1 M>, Mittagessen 10 Pf., Vesper 5 Pf. Ganze und halbe Freistellen. Für schwächliche Kinder Halbferienkolonie im Mädchenhaus Pankow. Anstalt Gipsstr. 3. — Jüdisches Kinderheim. Vors.: Frau Stadtrat Weigert, W. 62, Kielganstr. 2. Unterhält Kindergarten für bedürftige jüdische Kinder Keibelstr. 40. Geöffnet im Winter von 9 morgens bis 7 abends, im Sommer von 8—7. Schulgeld monatlich 50 Pf. bis 1 M. Ganze und halbe Freistellen. — Komitee für Chanuka-Bescheerung. Vors.: Frau Julie Neumann, Potsdamerstr. 121c. Arme jüd. Kinder aus den Kommunal-Schulen zu Chanuka bekleidet. Zirka 1600 Kinder erhalten Stiefel, Wäsche, Kleider rc. Jahresetat 20 000 M. — Israelitischer Kinder-Verein zu Berlin. Vorsitzender: Arnold Hildesheimer, Friedrichstrahe 130. Zweck: Arme Kinder mit Kleidung zu versorgen. Beihilfe zu einer Ferienerholung. Mitglied kann jeder Knabe und jedes Mädchen durch einen monatlichen Beitrag von 20 Pf. werden. 1903: 61 Kinder wurden bekleidet. 350 M. wurden für die Ferienkolonie des „Jüdischen Kinderheims" beigesteuert, außerdem 16 Kinder aus dem Jüdischen Kinderheim im Winter zur Kur nach Bad Eimen geschickt. — Verein zur Bekleidung armer jüdischer Kinder (gegründet 1903). Vors.: Siegbert Würzburg, W. 30, Eisenacherstr. 8 1. Geschäftsstelle: Motzstr. 8, Gartenhaus III. Zweck: Armen israelitischen Kindern, die zur Mitnahme in eine Ferienkolonie zugelassen sind, die dazu nötige Ausstattung kostenlos zu verschaffen; in zweiter Linie Bekleidung israelitischer Kinder (in der Regel bis zu 14 Jahren), deren Bedürftigkeit nachgewiesen ist. — Humanitätsverein für Gewerbetreibende. Büchel- Stiftung. Kuratoren: S. Manasse. O. Wohlauer, H. Gottschalk, I. Weiß. Vereinsvermögen 10 000 M. Etat 3000 M. — Gwul Tauw. Humanitätsverein, Krankenhilfe, Witwenkasse, Darlehn, Badereisen usw. Vorstand: Leonor Kroner, Friedrichstr., Ludw. Rieß, Schützenstr. 15. Verm. 64 638,37 M. Etat 17 000 M. — Spar- und Hilfsverein der Beamten der jüdischen Gemeinde. Vors.: A .Budwig, Schönhauser Allee 31. — Israelitischer Wohltätigkeilsverein „Humanitas". Gegr. 1897. Vermögen 6000 M. Etat 7200 M. — Israelitischer Verein „Nächstenliebe" (Hansaviertel). Vors.: Bernh. Cohn, Lessingstraße 19. 182 Mitglieder. Vermögen 826 M. Etat 1196 M. — Kinder-Sparverein. Vorsitzende: Frau Cäcilie Friedländer, W. 9, Bellevuestr. 9. Zweck: Beschaffung von Geldmitteln zur Unterstützung von Waisen, Halbwaisen und bedürftigen Kindern jüdischen Glaubens durch Sparbüchsen zur Aufnahme von Spargeldern, welche die Kinder der betr. Familien für obigen Zweck sammeln. Entsandte 1906 160 Kinder nach Soolbad Elmen. Meldung, an Bernh. Behrens, Friedrich Wilhelmstr. 7. Kinderreiche Familien können 2—3mal im Jahre unterstützt werden. Die Unkosten des Vereins werden durch Mitgliederbeiträge gedeckt. Mit depr Verein verbunden: Jüdisch. Kindergenesungsheim Bad Elmen. Schenkung von 100 000 M. Verm. ca. 200 000 M. Das Heim in Elmen wurde April 1907 seiner Bestimmung übergeben. V o r st a n d: Moritz Manheimer, Justizrat Dr. Eugen Fuchs, Bernhard Behrens, Fabrikbesitzer Salo Cassirer, Geh. Sanitätsrat Dr. Julius Boas. Beirat: Caecilie Friedländer, Erna Pakscher, Julie Neumann, Dr. Hugo Neumann, Dr. Leopold Feilchenfeld, Siegfried Jacobs, Leopold Friedmann, Manuel Schwarz, Gustav Mosler. — Israelitische Volksküche, Gormannstraße 3. Leiter: Hermann Abraham. Geöffnet: Mittags von 12—2, abends von 6—9. Zweck: Jüdischen Personen koschere Speisen zu billigen Preisen (10, 20, 30, 40 Pf. die Portion), Notleidenden unentgeltlich, zu verabreichen. Krankenkost nach ärztlicher Vorschrift, ca. 160 000 Portionen, davon unentgeltl. 40 000. — „Esra", Verein zur Unterstützung ackerbautreibender Juden in Palästina. Gegr. 1884. Vo r st a n d: M. Dorn, Luisenstr. 12, Dr. Sobernheim, Dr. Eschelbacher, Dr. H. Hildesheimer, B. Israel, Pros. L. Landau, W. Löwenthal, Dr. Mittwoch, Dr. Schottländer-Breslau, Prof. Marburg. Vermögen ca. 40 000 M. Etat ca. 15 000 M. — Gesellschaft zur Unterstützung jüdischer Handwerker. Gegr. 1845. Vorstand: Geh.-R. Piek, Königin Augustastr. 38, Dr. Fuchs, Jul. Bodenstein, Geh.-R. Loewe, M. D. Feilchenfeld, B. Jaschmann, B. Mirauer, A. Schalem. Vermögen 178 000 M. Etat 16 000 M. Bote Max Stier. — Jüdisch- 76