Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Journal
- Illustrirter jüdischer Familienkalender
- Volume
- 5668 = 1907/08
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 84)
- Language
- German
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Verein zur Förderung jüdischer Kunst. Gegr. 1906. Mitgliederzahl 200. Der Verein ist aus einer Reihe künstlerischer Veranstaltungen entstanden, die im letzten Winter dem jüdischen Publikum Berlins manniafache künstlerische Bestrebungen und Produktionen innerhalb des Judentums vorführten. Diese Veranstaltungen auf eine gesicherte Grundlage zu stellen, Verständnis und Liebe im jüdischen Publikum zu wecken zur jüdischen Kunst, d. h. zu allen Bestrebungen und Werken auf dem Gebiete der Dichtkunst, der Musik und der bildenden Kunst, die von Juden ausgehen und die Merkmale jüdischer Eigenart an sich tragen, kurz die jüdische Kunst in jeder Weise zu fördern und zu pflegen, ist der Zweck Vereins. Vorstand: Rudolf Schildkraut Vorsitzender, Eugen Albn, Maler Julius Bodenstein, Stadtbaumeister Broniatowsky, vr. Martin Buber, Rabb. vr. Emil Cohn, Maler M- Coschell, Architekt Ludwig Engel, Adolf Graupe, Justizrat vr. Guttsmann, Rechtsanwalt vr. A. Hantke, Bildhauer Sändor Jaray, Sanitätsrat Dr. M. Jastrowitz, Dr. D. Joseph, Prof, der Kunstgeschichte, vr. Theodor Landau, Hofpianist Sally Liebling, Bernhard Lilienfeld, Hermann Posen, Regisseur Fritz Richard, Lesser Ury, Rabb. vr. Warschauer, Leo Winz, vr. Bogumil Zepler, vr. Theodor Zlocisti. Humauitiitsverem Finath Dajkdek I. Gegründet 1890. Seit ca. 18 Jahren hat der Verein „Linath Hazedek I" sich der Aufgabe unterzogen, die Not und das Elend unserer Mitmenschen auf dem Wege der Selbsthilfe zu lindern. Der Verein gewährt gegen einen verhältnismäßig geringen Beitrag seinen Mitgliedern und deren Angehörigen ärztliche Hilfe, Medizin, Krankenunterstützung und Krankenpflege und wird auch den religiösen Gefühlen insofern gerecht, als er im Sterbehause morgens und abends Minjan stellt. Vorstand: vr. I. Inda, Arzt, Hugo Lustig, Rechtsanwalt, vr. A. Gutmann, Augenarzt, B. Hadra, Apothekenbesitzer, vr. W. Jacoby, Zahnarzt, N. I. Anders, L. Levinsohn, S. London, M. Reich, S. Spandow, Salo Goldstein, S- Friede, C. Scheib, M. Schubert, A. Rappaport, E. Kobelski, H. Glück, M. Noack, L. Schacher, M. Silberberg. Mohltiitigkeitsverein „Grmilus Chassoöim". Gegr. im Jahre 1883. Zweck: Unterstützung der Mitglieder in Krankheitsfällen durch Gewährung von wöchentlich 12 Mk. Krankengeld bis 20 Wochen, freien Arzt, Arznei, Bandagen rc., Badeunterstützung, Wittwenunterstützung. Gewährung von Darlehen. 400 ordentliche und 100 außerordentliche Mitglieder. Vorstand: Adolf Kuntz I. Vorsitzender, Karl Schloß II. Vorsitzender, Jos. Baschwitz I. Rendant, L. Fürstenthal II. Rendant, Justizrat Goldschmidt Kontrolleur, A. Willdorf I. Schriftführer, Berju II. Schriftführer. Apt, Bornstein, Becker, Heymannsohn, Stenger, Lewinski, Recherchere, Schmetz, Loewenthal, Werne Beisitzer. Mlodzik, Lipkowitz, Warschauer, Caro, Cheim, Klazewski, Tobias, Krankeuväter. vr. Margoniner, Vereinsarzt. Justizrat Alex. Goldschmidt, Syndikus. Uerein ]m Förderung der Bodenkultur nuter den Juden Deutschlands. Gegr. 1901. Zweck: Junge Leute in der Landwirtschaft heranzubilden und in Deutschland in landwirtschaftlichen Kolonien anzusiedeln. Der Verein besitzt in fast allen Gemeinden Deutschlands Zweigvereine mit am Orte ansässigen Vertrauensmännern; die Zentrale ist Berlin, woselbst die alljährlich stattfindenden Generalversammlungen und Vorstandssitzungen stattfinden. — 2800 Mitglieder. — Vorstand: Oberamtmann L. Cohn erster, Prof. vr. O. Marburg zweiter Vorsitzender, Berlin. Gustav Tuch, Hamburg, stellvertretende Vorsitzender, Direktor Ä. Ehrenberg, Berlin, Schatzmeister, Generalsekretär vr. Arthur Kahn, Charlottenburg. Vereinsvermögen 14 000 Mk. Gesellschaft zur Verbreitung der Handwerke und des Ackerbaues unter den Juden im Preußischen Staate. Vors.: Moritz Rosenow, S. 42, Brandenburgerstr. 72. Zweck: Unterhaltung und Unterstützung jüdischer Jünglinge unier 17 Jahren, welche ein Handwerk oder technisches Gewerbe lernen oder sich dem Ackerbau widmen wollen. Unterbringung bei tüchtigen Meistern; während der Lehrzeit werden die Schützlinge mit Kleidung versehen u. zum Besuche von Fortbildungsanstalten angehalten. Zur selbständigen Niederlassung Geldvorschüsse unter der Bedingung der Zurückzahlung bei guten Verhältnissen. Drei Stiftungen für die Zwecke der Gesellschaft. 1902: 67 Lehrlinge. Ausgaben für Bekleidung der Zöglinge 3556,50 M., für Utensilien und Lehrmittel 1029 M., für Unterstützung 891 M., für Darlehen 300 M. — Israelitisches Lehrerinnenheim für ganz Deutschland, Groß-Lichterfelde, Karlstr. 112. Verwaltet v. „Verein Israel. Lehrerinnenheim zu Berlin". 1. Vors.: San.-Rat Dr. Wiefenthal, 2. Vors.: Frl. Pauline Münchhausen. Zweck: Aufnahme alter und erwerbsunfähiger wissenschaftlicher und technischer israelitischer Lehrerinnen und Erzieherinnen auf Lebenszeit. Aufnahmebedingungen: Alter von 55 Jahren, bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit auch früher; Nachweis einer 10jährigen Lehrtätigkeit; 500 M. einmalige Einzahlung (im Bedürfnisfalle kann die 75