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Jüdische Weltrundschau · 1939-03-17 · Fragment Nr. 2 Einzelnummer = Pariser Ausgabe (17.3.1939) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
Fragment Nr. 2 Einzelnummer = Pariser Ausgabe (17.3.1939)
Date
1939-03-17
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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4 Nr, 2, 17. III. 1939 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Seite 7 Frankreich und das Jüdische Problem Von unserem französischen Berichterstatter K. Paris, Anfang März. Die antisemitische Welle Will man nicht eine Vogel-Strauss-Politik treiben oder nur die Aeusserungen des offiziellen Frankreichs nehmen, so muss man feststellen, dass die antisemitische Bewegung auch in Frankreich im Wachsen begriffen ist und dass dies« Welle wahrscheinlich ihren Höhepunkt noch nicht erreicht hat. Es soll gewiss nicht verkannt werden, dass die antisemitische Propaganda nicht nur eine Gegenaktion auf jüdischer Seite hervorgerufen hat, über deren Methoden und Erfolge noch zu reden sein wird, sondern dass sich auch alle diejenigen Gruppen des öffentlichen Lebens des Landes, die die grossen kulturellen Traditionen Frankreichs vertreten, und mit ihnen die Regierung und die grossen politischen Parteien eindeutig gegen diese systematische Infiltration des Judenhasses gewendet haben. Diese Reaktionen haben aber nicht verhindern können, dass -die Ansteckung durch den antisemitischen Bazillus fortgeschritten ist und dass diese Krankheit auch Kreise erfasst hat, die man bisher gegen die Wirkungen demagogischer Argumente immun glaubte. Die „Judenfrage” ist auch in Frankreich auf die Tagesordnung gerückt worden, von der sie nicht so schnell wieder verschwinden wird. Mit der Stellung des jüdischen Problems in Frankreich ist aber — das sei ausdrücklich betont — noch nichts darüber ausgesagt, in welcher Form seine Lösung erfolgen wird. Vor Analogie-Schlüssen nach Vorbildern jenseits der französischen Grenze muss gewarnt werden. Zahl und Struktur der Juden Man muss, um die Ursachenketten, die zu dem Anschwellen der antisemitischen Flut in Frankreich geführt haben, zu verstehen, eine eingehende Analyse durchführen. Motive verschiedenster Art und verschiedenster Wirkungskraft haben die Judenfrage zu einer Tagesfrage gemacht. Ein latentes Judenproblem hat auch in Frankreich seit langem bestanden. Man braucht dabei garnichtan die Dreyfus-Affaire und ihre Auswirkungen auf jüdischem Gebiet zu denken. Auch das Land der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit kannte von jeher jenen gesellschaftlichen Antisemitismus, mit dem sich führende soziale Gruppen gegen „Eindringlinge” schützen zu müssen glauben. Auch in Frankreich besteht jene „Judenfrage“, die durch die Anomalität der jüdischen Berufsschichtung, durch den höhen Anteil der jüdischen Bevölkerungsgruppen an den freien Berufe^ am finanziellen und kommerziellen Leben des Landes geschaffen wird. Diese jüdischen Aktivitäten haben auch in Frankreich den Widerstand der nichtjüdischen Konkurrenten hervorgerufen und haben diese sozial und wirtschaftlich führenden Schichten besonders aufnahmefähig für die antisemitische Ansteckung gemacht. Allerdings ist dieses jüdische Berufsproblem in seiner Gesamtheit in Frankreich weniger zugespitzt als in den Ländern östlich des Rheins. Der französische Antisemitismus, der bis zu dem Kriege vor allem — man möchte sagen — qualitativer Natur gewesen ist, ist aber durch die quantitative Erhöhung der jüdischen Bevölkerung wesentlich verstärkt worden. Lebten vor dem Kriege etwa 90-100 000 Juden auf französischem Territorium (ausschliesslich Algerien), so wurde diese Zahl bereits*, durch die Eingliederung Elsass-Lothringens auf 140 000 erhöht. Nach dem Kriege hat dann aber die grosse jüdische Wanderung nach Frankreich eingesetzt. Nach den letzten Statistiken sind in dieser Periode etwa 150 000 ausländische Juden nach Frankreich eingewandert, darunter 50 000 polnische Juden, 30 000 russische Juden, 10 000 rumänische Juden, 10 000 orientalische Juden und ca. 30-35 000 Flüchtlinge aus Deutschland und Oesterreich. Die Gesamtzahl der in Frankreich lebenden Juden kann daher zurzeit auf ca. 300 000 geschätzt werden, wovon die Hälfte ausländische Juden sind. Das ist sicherlich bei einem 40-Millionen-Volk noch weniger als 1% der Gesamtbeyölkerung und es ist darauf hinzuweisen, dass ausser der jüdischen Einwanderung auch die Einwanderung nichtjüdischer Ausländer — es leben zurzeit 3 Millionen Fremde in Frankreich — nach dem Kriege stark zugenommen hat. Aber infolge ihrer besonderen Berufsschichtung und ihrer Konzentrierung in den grossen Städten fällt der jüdische Zuwachs besonders ins Auge. Neben diesen chronischen Ursachen des Judenproblems haben aber in den letzten beiden Jahren besondere Bedingungen seine Aktualisierung herbeigeführt. Es ist nicht die Aufgabe dieses Artikels, in irgendeiner Weise zu den politischen Problemen Frankreichs Stellung zu nehmen, und von einem allgemeinen Standpunkt aus die Tätigkeit politischer Persönlichkeiten zu beurteilen. Diese Momente sind daher vollkommen ausgeschaltet, wenn wir feststellen, dass die Durchführung grosser sozialer Reformen unter der Leitung eines Politikers jüdischer Abkunft, Leon Blums, in hohem Masse zur Zunahme des Antisemitismus in Frankreich beigetragen hat. Die exponierte Stellung Leon Blums hat der antisemitischen Kampagne in letzter Zeit ihre wirkungsvollsten Argumente, besonders auch unter der Landbevölkerung geliefert. Frankreich unterliegt schliesslich dem Einfluss der politischen und kulturellen Wandlungen, die sich in Deutschland vollzogen haben. Diese Einflüsse sind teils spontan, teils werden sie von dem östlichen Nachbarn organisiert. Es ist nicht zweifelhaft, dass die antisemitischen Parolen in gewissen Intellektuellenkreisen Mode geworden sind. Es gibt heute in Frankreich einen antisemitischen „Snobismus“ von literarischer Färbung. Es ist ebenso naheliegend, dass die politischen Erfolge des deutschen Diktators zahlreiche politische Abenteurer zur Nachahmung seiner erfolgreichen Methoden anregen. Es ist aber bei diesem „Mode-Antisemitismus“ nicht immer klar, inwieweit die neuen Adepten des „Judenhasses“ einer echten Ueberzeugung bzw. ihrem politischen oder literarischen Ehrgeiz folgen, oder in welchem Masse sie nur die Agenten ausländischer Propaganda sind. Die finanziellen Zusammenhänge lassen sich natürlich schwer nachweisen, aber es ist eine Tatsache, dass zahlreiche antisemitische Zeitungen und Traktate in ihrer äusseren Form und und ihrem Inhalt, ja selbst in ihrer französischen Diktion nichtfranzösische Quellen erkennen lassen. ' Antisemitische Presse Die antisemitische Bewegung bedient sich in Frankreich vor allem zweier Propagandamittel: der Presse und der Broschüren und Bücher. Von dem Versuch, auch in ötfentlichen Versammlungen antisemitische Agitation zu machen, ist man einerseits wegen des Widerstandes der Behörden, andererseits wegen des für die Veranstalter oft wenig erfolgreichen Verlaufes der Manifestationen mehr und mehr abgekommen. In Altfrankreich (ausser Elsass-Lothringen und Algier) kann man vor allem drei Zentren antisemitischer Propaganda erkennen: das „Rassemblement Antijuif” des royalistisehen Stadtverordneten Darquier de Pellepoix, das „Centre de Documentation et de Propagande” von Henri Robert Petit und die „Ligue anti-judeo-maconnique”, sämtlich in Paris. Die antisemitischen Lehren werden von zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften verbreitet. Am wichtig-, sten ist sicherlich die royalistische „Action Francaise”, die. unter Leitung von Charles Maurras, besonders nach der , Blum-Regierung, immer stärker ins antisemitische Fahrwasser einlenkt. Gleichfalls scharf antisemitisch orientiert ist die Wochenzeitschrift “Je suis partout”, in der Robert Brassilach eine scharfe Kampagne führt. Diese Zeitschrift hat kürzlich eine Sondernummer über die Juden herausgegeben, in der ein antisemitisches Programm, das die Ausgliederung der Juden aus dem französischen Staatsverband fordert; veröffentlicht wurde. Antisemitisch vor allem im Hinblick auf die ausländischen Juden ist die Zeitung “Le Defi”, die der frühere bekannte, wegen Verfehlungen aber aus der Advokatenliste gestrichene Rechtsanwalt Jean-Charles Legrand heraus gibt. Diese Gruppe ist in letzter Zeit vor allem im Eisass aktiv gewesen. Seit einiger Zeit erscheint auch wieder die aus der Dreyfus-Affaire bekannte “Libre Parole”, die jetzt Henri Coston herausgibt. Die Zeitschrift “Le Grand Occident“ wendet sich in ihrer Polemik gegen Juden und Freimaurer. Antisemitisch ist ferner die Zeitung “Le Franciste”, die der „Führer” Bucard der „francistischen Bewegung” publiziert. Das übelste aller antisemitischen Presseerzeugnisse ist aber sicherlich die Zeitschift “La France Enchainee”, für die Darquier de Pellepoix verantwortlich zeichnet. Dieses Blatt gibt in Ton und Inhalt dem Streichersehen „Stürmer“ nichts nach und fordert wie dieser die Verbannung oder Ausrottung aller Juden. Von den zahlreichen antisemitischen Zeitschriften in Elsass-Lothringen nennen wir nur „Die Befreiung”, „L’Union” (Jean-Charles Legrand), „Die neue Welt”, Das Narrenschiff”, die „Strassburger Monatshefte” usw. Als Träger der Bewegung sind in.den Ostprovinzen vor allem die Bewegung „Jung Elsass- Lothringen” des naturalisierten Franzosen Bickler, die „Ligue Paysänne“ von Bilger und die Gruppe von Legrand zu nennen. ... und Bücher Es ist unmöglich, hier alle die Bücher anzugeben, die in den letzten Monaten die Judenfrage im antisemitischen Sinne behandelt haben. Es muss genügen, einige der wichtigsten Erscheinungen herauszugreifen. Besonderes Aufsehen haben die erstaunlichen Pamphlete des begabten Schriftstellers Louis Ferdinand Celine hervorgerufen, der sich aus einem Judenfreund und Kommunisten in einen wüsten Antisemiten verwandelt hat. Celine liess jetzt seinen „Bagatelles pour un Massacre” ein neues antisemitisches Buch “L’Ecole des Cadavres” folgen. Celine ist ein menschlich und literarisch interessantes Phänomen, dessen Weg ins Irrenhaus „ bereits klar vorgezeichnet ist. Eine Neuerscheinung ist ferner das Buch von Paul Ferdonne “La Guerre Juive”, das die Juden als Kriegshetzer bekämpft. Antisemitisch in seiner Argumentation ist ein Buch von Vries de Hecklingen „Juifs et Catholiques“. Der Professor an der Hochschule für Anthropologie Georges Montandon vertritt in seiner Broschüre „Le Probleme des Races“ stark antisemitische Tendenzen, die in einer Zwangsassimilation bzw. Zwangsemigration der französischen Juden münden. Schliesslich sei noch die wenig judenfreundliche Darstellung der. rumänischen Lage durch die Brüder Tharaud erwähnt, in der der Führer der eisernen Garde Codreanu („L’envoye de l'Archange”)' geschildert wird. Den Erfolg bzw. die finanzielle Unterstützung, die französische Verleger heute bei der Veröffentlichung antisemitischer Literatur erwarten, zeigt die Tatsache, dass die bekannteste judenfeindliche französische Veröffentlichung “La France Juive” von Edouard Drummont, dem Gründer der ersten antisemitischen Zeitschrift „Libre Parole“, in einer neuen Auflage erschienen ist. Die antisemitische Propaganda vollzieht sich in Frankreich vorläufig vor allem in der literarischen Sjphäre. Ihr oganisatorischer Aufbau ist bisher über die Gruppierung von Propagandazentren und über den Zusammenschluss von kleinen radikalen Gruppen nicht hinausgekommen." Eine Massenbewegung hat der französische Antisemitismus bisher nicht zu bilden verstanden, wenn auch antisemitische Einflüsse deutlich in einzelnen rechtsradikalen Parteien: bei den Royalisten, der „Parti Social Fräncais“ (de la Rocque), der „Parti Populaire Francais“ (Doriot) festzustellen sind. Keine dieser organisierten Parteien hat aber bisher den Antisemitismus als offizielle Parole aufgenommen. Auch ein Uebergang zur direkten antisemitischen Aktion war bisher nur in Einzelfällen festzustellen, besonders während der aufgeregten September-Tage des Vorjahres. Nur im Eisass sind bisher von der Legrand-’Gruppe organisierte antijüdische Boykottbewegungen eingeleitet worden. (Ein zweiter Artikel folgt) Haben Sie schon Ihr Abonnement bestellt? PARISER GESCHÄFTSSTELLE (für Europa und Amerika): Jüdische Welt-Rundschau, 19, rue du Croissant, Paris 2. JERUSALEMER GESCHÄFTSSTELLE (für Asien, Afrika und Australien): P. O. B. 689, Jerusalem. Geldsendungen in Scheck, Postal Order, Postanweisung oder Banknoten nur nach Jerusalem P.O.B. 689 BESTELLSCHEIN SEITE 12 ^---__J Das Flüchtlingslager in Belgien Von unserem Korrespondenten Bruxelles, 27. 2. 39i Die Lage der Flüchtlinge, die die letzte Immigrationswelle nach Belgien gebracht hat, hat durch die Einrichtung eines Lagers eine gewisse Konsolidierung erfahren. Vor etwa 4 Monaten hat die. belgische Regierung 2 grosse Gebäude in Merxplas, die bisher einen Teil des Internierungslagers für Vagabunden bildeten, zur Verfügung gestellt. Alle übrigen Einrichtungen sind von dem belgischen Hilfskomitee zur Verfügung gestellt werden. Zur Zeit sind 516 Menschen in dem Lager untergebracht. Die Verheirateten wurden vor kurzer Zeit aus Merxplas entlassen. Frauen wurden überhaupt nicht aufgenommen. Die Insassen stammen aus den verschiedensten Kreisen. Es gibt nicht nur zahlreiche Intellektuelle, Aerzte, Künstler und Schriftsteller etc., sondern auch eine ganze Reihe gelernter Arbeiter, Flugtechniker, Autoschlosser üsw. Diese haben natürlich in erster Linie Aussicht, in überseeischen Ländern eine Unterkunft zu finden. Das Lager befindet sich in völliger Selbstverwaltung der Flüchtlinge. Die Leitung hat Dr. Beckmann, ein Wiener Arzt, der aus. ihrer Mitte gewählt worden ist. Die Insassen dürfen das Lager nur gruppenweise unter Aufsicht verlassen; der Verkehr des einzelnen mit der einheimischen Bevölkerung ist untersagt. Ebenso sind Gebäude und Insassen natürlich von dem Vagabundenlager in Merxplas ganz getrennt. Jeder erhält in gewissem Abstand Urlaub, um Verwandte und Freunde aufzusuchen und um persönlich seine Weiterwanderung betreiben zu können. Eine Reihe von Ausbildungsmöglichkeiten ist geschaffen worden. Jeder kann nach seiner Wahl und seinen weiteren Aussichten sich zum Tischler, Elektriker, Automechaniker, Schlosser, Schneider ausbilden. Die grösste Rolle spielt die landwirtschaftliche Ausbildung. Zurzeit arbeiten 83 Insassen als Feldarbeiter. Angesichts der günstigen Lage von Merxplas Hesse sich hier leicht eine umfangreiche Hachse ha r a h entwickeln. Es ist sehr zu hoffen, dass diese Möglichkeit nicht ungenutzt gelassen wird. In der Schlosserei arbeiten 40 Menschen, als Elektriker und Mechaniker ebensoviele. Das Ausbildungsmaterial bedarf noch sehr der Ergänzung. Berücksichtigt man aber die kurze Zeit des Bestehens des Lagers, so muss man sagen, dass hier Vorbildliches geschaffen worden ist. Der jetzige Vorsitzende des Londoner Emigrationskomitees, Herr Emerson, hat dies bei seinem Besuch von Merxplas auch voll anerkannt. Sonnabend Nachmittag und Sonntag, an denen Freunde und Verwandte zu Besuch kommen, ist Sport und Spiel gewidmet.. Es finden Vorträge und" Aufführungen statt, die besonders durch die Mitwirkung verschiedener Künstler aus Wien eine erstaunliche Höhe erreichen. Die entscheidende Frage für jeden bleibt aber die Weiterwanderung. Etwa ein Drittel der Insassen sind Zionisten; sie stellen das stärkste Kontingent für die landwirtschaftliche Ausbildung in der Hoffnung, allen Schwierigkeiten zum Trotz doch noch nach Palästina zu kommen. Dr. Paul Reiwald. U. S. A. and Palästina Die Zionistische Organisation Amerikas hat ein Flugblatt herausgegeben, das die Aeusserungen der letzten fünf Präsidenten “ der Vereinigten Staaten über den Zionismus enthält. Von Wilson über Harding, Coolidge, Hoover bis Roosevelt, haben die Präsidenten den zionistischen Bestrebungen die volle Unterstützung Amerikas zugesagt. In dem Flugblatt' wird ins Gedächtnis zurückgerufen, welch starkes Interesse die Vereinigten Staaten in den Jahren 1920-1922 an der endgültigen Regelung der Palästinafrage genommen haben. Die Vereinigten Staaten, die nicht Mitglied des Völkerbundes waren, haben den Text des Mandats ausdrücklich gebilligt; bei dieser Gelegenheit hat England u.a. darauf hingewiesen, dass die Politiker der „offenen Tür“ in Palästina nicht unbedingt durchgeführt werden kann, weil nach § 11 des Mandats der Jewish Agency eine privilegierte Stellung bei der Entwicklung der natürlichen Schätze des Landes eingeräumt wurde. Die Zionistische Organisation Amerikas macht mit Recht geltend, dass auf Grund dieser Tatsachen auch heute Amerika ein entscheidendes Wort mitzusagen haben muss, wenn das Schicksal Palästinas heu geregelt wird. Der Führer der Vereinigten Opposition in Jugoslawen, Dr. Vlatko Matschek, empfing eine Abordnung der Emigranten, die in Jugoslavien leben, und versprach, sich ihrer anzunehmen, damit sie wenigstens provisorische Aufenthaltsbewilligung erhalten.

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