Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- Fragment Nr. 2 Einzelnummer = Pariser Ausgabe (17.3.1939)
- Date
- 1939-03-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 2, 17. III. 1939 Seite 5 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Von Dr. ARTHUR RUPPIN ERFAHRUNGEN UND ERGEBNISSE Die Zusammenballung der Juden im Handel und in den Vermittlerberufen wurde seit Beginn der Emanzipationsbestrebungen von den Regierungen und von vielen Juden selbst als Erschwerung ihrer Assimilation und ihres wirtschaftlichen Aufstiegs angesehen. Es begannen in den osteuropäischen Ländern Versuche, die Juden anderen „produktiven“ Berufen zuzuleiten. Wenn die Wanderung der Juden die eine Form der Anpassung der Juden an wechselnde wirtschaftliche Bedingungen der Umwelt darstellt, so ist die Berufsumschichtung die zweite Form. Durch die Auswanderung sucht der Jude eine für seinen bisherigen Beruf passende neue Umwelt zu finden, durch die Berufsumschichtung sucht er sich der gegebenen Umwelt anzupassen. Die Versuche gingen in erster Linie auf die Überführung von Juden zur Landwirtschaft. Schon am Ende des 18. Jahrhunderts stellte die österreichische Regierung zu diesem Zwecke in Galizien Boden zur Verfügung und zwang die jüdischen Gemeinden, einer gewissen Zahl von Familien aus ihrer Mitte die zur Ansiedlung notwendigen Mittel zu geben. Andere Versuche grösseren Umfangs zur Zurückführung der Juden zur Landwirtschaft sind im 19. Jahrhundert in Russland, in Argentinien und in Palästina gemacht worden mit dem Resultat, dass heute die Gesamtzahl der Juden in der Welt, die aus der Landwirtschaft ganz oder teilweise ihren Unterhalt ziehen, fast 500 000 Seelen beträgt, nämlich in Russland 40 000 Familien m. insges. 200 000 Seelen Polen 10 000 ,, 50 000 ff Litauen 3 000 ff „ „ 15 000 „ •Lettland 200 „ „ „ 1000 ff Rumänien 5 500 ,, ff ff 30 000 ff Tschechoslowakei (Karpathorussland und Slowakei >: 3 500 20 000 ff Argentinien 3 500 „ ff ff 18 000 „ Brasilien. 100 ,, „ » 500 „ Vereinigte Staaten 20 000 ff ff ff 80 000 ff Canada u. Südafrika 800 „ „ 4 000 ff Palästina 15 000 ” „ 60 000 ” 101 600 Familien m. insges. 478 500 Seelen Bei Betrachtung aller bisherigen Kolonisationsunternehmungen zeigt sich, dass die Juden auf folgenden Wegen zur Beschäftigung in der Landwirtschaft zurückgekehrt sind: 1. Durch die Hilfe des Staates oder philanthropischer Gesellschaften, welche unbemittelten Juden Land oder Inventar oder Geldmittel zur Verfügung stellten und ihnen dadurch Vorteile boten, welche sie auf privatwirtschaftlichem Wege nicht hätten erhalten können; auf diesem Wege entstanden die jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen in Russland, Argentinien und die Kolonien des Baron Rothschild in Palästina (staatliche oder philanthropische Ansiedlung). 2. Aus privatwirtschaftlichen Erwägungen dort, wo der landwirtschaftliche Grossbetrieb als eine sichere Kapitalsanlage erschien und billige Arbeitskräfte für eine profitable Bewirtschaftung zur Verfügung standen. Für diese Kapitalisten war der landwirtschaftliche Betrieb nicht ein dauernder Beruf, sondern eine Kapitalsanlage, nicht sehr verschieden von einer Fabrik oder einem Handelsunternehmen. In diese Kategorie gehören z. B. die jüdischen Zuckerpflanzer in Mittel- und Südamerika im 17. Jahrhundert und die jüdischen Grossgrundbesitzer in Ungarn, der Slowakei usw., teilweise auch die Besitzer grosser Orangenpflanzungen in Palästina (kapitalistische oder Plantatoren-Ansiedlung). 3. Zwecks Belieferung jüdischer Künden in einer nahen Stadt haben sich Juden mit eigenen kleinen Mitteln denjenigen Zweigen der Landwirtschaft zugewandt, die einen direkten Verkauf an Konsumenten ermöglichten, wie z. B. der Erzeugung von Milch, Butter, Käse, Gemüse, Obst, Trauben, Eiern, Geflügel, Blumen, Tabak. Hierhin gehören die meisten jüdischen Landwirte am Stadtrande oder in der Nähe der Grosstädte in den Vereinigten Staaten, in Polen und Rumänien. Sie vermeiden durch ihre Spezialisierung die aussichtslose Konkurrenz mit den christlichen Bauern und nehmen zu einem grossen Teil den Gewinn, den sonst der Zwischenhändler macht, für sich ein. (Halbkommerzielle oder halbstädtische Ansiedlung.) 4. Aus Zwang: Die Ansiediuhg in Russland unter Nikolaus I. (Zwangskolonisation.) 5. Aus nationalen Gründen, teilweise gefördert durch philanthropische oder nationale Gesellschaften: Mittelstands- und Arbeitersiedlung in Palästina. (Nationale Ansiedlung.) Die Bestrebungen zur Überführung der Juden in die Landwirtschaft waren in den zwei Jahrzehnten vor dem Weltkriege in den Hintergrund getreten. In Mittel- und Westeuropa und in den überseeischen Ländern konnten die Juden infolge der wirtschaftlichen Prosperität ohne grosse Schwierigkeit in ihren traditionellen Berufen Fuss fassen; in Osteuropa waren der Mangel an Boden und die schlechte Lage der Landwirtschaft Hindernisse für den Übergang zur Landwirtschaft. Erst seit dem Beginn der Auswanderung der Juden aus Deutschland unter dem nationalsozialistischen Regime haben die Bestrebungen wieder erhöhte Bedeutung gewonnen. Die Regierungen mancher Länder sind bereit, jüdische Einwanderer zuzulassen, aber nur wenn sie zur Landwirtschaft übergehen. Diese Forderung stösst auf folgende Schwierigkeiten: 1. Mangel an landwirtschaftlicher Vorbildung bei den Juden; 2. Höhe der erforderlichen Mittel; 3. lange Dauer der Anlaufszeit der landwirtschaftlichen Kolonisation in einem neuen Lande. Viele Misserfolge in den bisherigen Bestrebungen zur landwirtschaftlichen Ansiedlung von Juden sind darauf zurückzuführen, dass städtische Juden ohen jede landwirtschaftliche Vorbildung angesiedelt wurden und dann in ihren Betrieben schwere und kostspielige Fehler begingen oder sich überhaupt als ungeeignet für landwirtschaftliche Arbeit erwiesen. Will man diese Fehler und dien Prozentsatz der “failures” verringern, so müssen die Ansiedler vorher entweder als Arbeiter in landwirtschaftlichen Betrieben oder in einer landwirtschaftlichen Schule ein Training erhalten und die nicht Geeigneten ausgemerzt werden. Bisher stehen diese Ausbildungsmöglichkeiten nur spärlich zur Verfügung. Die jüdischen landwirtschaftlichen Schulen in Palästina, von denen diejenige in Mikwe Israel bereits 1870 durch Charles Netter im Aufträge der Alliance Israelite Universelle gegründet wurde, können etwa 1000 Knaben und Mädchen1), und die übrigen jüdischen landwirtschaftlichen Schulen der Welt einige hundert Schüler aufnehmen. Arbeitsplätze in landwirtschaftlichen Betrieben gibt es in Palästina für einige tausend. In den europäischen Ländern (besonders in Dänemark, Frankreich, Holland, Schweden) ist es. der Gesellschaft „Hechaluz“ und anderen an landwirtschaftlicher Ausbildung interessierten Stellen gelungen, ebenfalls für etwa tausend junge Leute Arbeitsplätze in landwirtschaftlichen Betrieben zu beschaffen. Aber wenn der Übergang der Juden zur Landwirtschaft wirklich zu einer Berufsumschichtung grossen Stils und zur Erschliessung grosser Einwanderungsmöglichkeiten führen soll, so muss die Gelegenheit zü landschaftlicher Ausbildung erheblich erweitert werden. Da die Auswanderung aus Deutschland unter dem Druck der Regierung einen fluchtartigen Charakter hat, bleibt zu einer gründlichen zweijährigen landwirtschaftlichen Ausbildung keine Zeit. Ausserdem haben viele Auswanderer das Alter, bis zu dem eine Umstellung zur Landwirtschaft noch Erfolg verspricht, bereits überschritten. Diese Auswanderung muss deshalb in erster Linie als eine Rettungsaktion betrachtet werden; die Auswanderer müssen dahin gehen, wos sie irgendwelche Existenzaussichten haben; die an sich erwünschte Umschichtung zur Landwirtschaft kann bei ihnen nur eine sekundäre Rolle spielen. Zur landwirtschaftlichen Ansiedlung sind in den meisten Ländern etwa 1000 Pfund pro Familie notwendig-. Der Jude, der noch 1000 Pfund besitzt, wird in der Regel mit diesem Kapital sich in einem leichteren und ihm bekannteren Beruf eine Existenz schaffen können und wird nicht freiwillig die Landwirtschaft wählen. Nur in Palästina haben Juden aus Deutschland in der Zeit von 1933 bis 1938 dies getan. In allen Ländern, in denen die Regierungen eine Zurückführung von Städtern zur Landwirtschaft angestrebt haben, waren diese Bestrebungen regelmässig mit einer Staatshilfe verbunden. Der Staat stellte den Siedlern Land und zum mindesten einen Teil cter zum Aufbau der Wirtschaft erforderlichen Mittel zu sehr günstigen Bedingungen leihweise zur Verfügung. Auch bei den Juden ist die landwirtschaftliche Ansiedlung davon abhängig, dass ein grosser Teil der dafür erforderlichen Stimme aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung gestellt wird. Wenn bei dieser Aufgabe nicht auch die Einwanderungsländer mitwirken, sondern die Last ausschliesslich auf jüdische philanthropische Gesellschaften gelegt wird, die in dieser Zeit mehr als je mit Hilfegesuchen von Flüchtlingen überschüttet werden, so ist nicht abzusehen, wie die gewaltigen Summen aufgebracht werden können, die für eine Massensiedlung in der Landwirtschaft notwendig sind. Die Unzulänglichkeit der Mittel wird eine solche Ansiedlung nur in einem kleinen Masse erlauben. Ausserdem lässt die Notwendigkeit, möglichst vielen Juden zu helfen, die besonders kostspielige landwirtschaftliche Kolonisation nur gerechtfertigt erscheinen, wenn Aussicht besteht, dass die Kolonisation eine grosse städtische Einwanderung im Gefolge haben wird. Eine weitere Schwierigkeit ist die Länge der Anlaufszeit. Eine Kolonisation von Städtern in einem neuen Lande, die auf Grund theoretischer Pläne sofort in grossem Umfange begonnen wird und sich nicht die Zeit nimmt, erst aus der Wirklichkeit zu lernen, ist fast regelmässig gescheitert oder hat im Verhältnis zu den aufgewandten Mitteln nur zwerghafte Resultate erzielt. Landwirtschaftliche Kolonisation muss aus kleinen Anfängen organisch herauswachsen, wenn sie lebensfähig sein soll. Je grösser die schon vorhandene jüdische Ansiedlung in einem Lande ist, um so leichter kann das Land neue landwirtschaftliche Siedler aufnehmen. Palästina, das im Jahre 1933 bereits eine zahlreiche jüdische landwirtschaftliche Bevölkerung hatte und zu einem bestimmten System in der landwirtschaftlichen Ansiedlung gelangt war, hat etwa 10 000 Juden aus Deutschland in der Landwirtschaft unterbringen können. Die ICA hat in Argentinien bis Ende 1938 300 deutsche Familien (meistens in der Kolonie Avigdor) angesiedelt. Die von der britischen Regierung vorgeschlagene Ansiedlung in Kenya sieht vorläufig nur die Ansiedlung von 30 Familien vor. In Holländisch '*) Palästina ist das einzige Land, in dem besondere jüdische landwirtschaftliche Schulen und Ausbildungsfarmen für Mädchen (meist unterhalten von der Women’s International Zionist Organization) bestehen. Guayana hat die Regierung der Ansiedlung von 100 jüdischen Familien aus Deutschland zugestimmt. Die von der polnischen Regierung im Jahre 1937 entsandte Sachverständigenkommission nach Madagaskar hat über die dortigen Ansiedlungsmöglichkeiten keinen günstigen Bericht geliefert. Ebenso ist in den vielen anderen für landwirtschaftliche Ansiedlung vorgeschlagenen Ländern (British-Guayana, British Columbia, San Domingo, Lower California, Tanganyika, Northern Rhodesia, Abessynien, Australien) noch kein praktischer Schritt in dieser Richtung erfolgt. Der unbestreitbare Vorsprung der landwirtschaftlichen Ansiedlung in Palästina nach dem Weltkriege gegenüber der Ansiedlung in anderen Ländern besteht auf drei Gründen: 1. dass die Kandidaten nach ihrer körperlichen Eignung ausgesucht werden (Princip of Selection); 2. dass sie vor der Ansiedlung ein mindestens zweijähriges Training durchmachen müssen;. 3. dass Palästina als das nationale jüdische Heim in dem Siedler seelische Kräfte weckt, die ihm das Ausharren auf der Scholle trotz aller Schwierigkeiten erleichtern. Von diesen Faktoren können der erste und zweite auch in anderen Ländern angewendet werden; der dritte Faktor aber ist eben nur in Erez Israel wirksam und rechtfertigt es, alle auf landwirtschaftliche Kolonisation gerichteten Energien soweit als möglich auf dieses Land zu lenken. _■ Das palästinensische Hiiiswerh für die deutschen Juden Als vor etwa einem Jahre über die Juden Oesterreichs die Katastrophe hereinbrach, setzte der palästinensische Jisehuw sofort alle Kraft ein, um zur Rettung beizutragen. Es gab in den folgenden Monaten niemanden, der Verwandte oder Freunde in Oesterreich hatte und der sich nicht um die Erlangung von Zertifikaten bemühte. Den grössten Ansturm hatten neben den offiziellen Stellen begreiflicherweise die Organisationen zu bewältigen, die für die in Frage stehende Einwandererschicht zuständig waren: die „Hitachduth Olej Germania“, die sich in eine „Hitachduth Olej Germania we-Austria“ -verwandelte und die selbständig arbeitende „Hitachduth Olej Austria“, die — entsprechend der bisherigen geringen Mitgliederzahl— bis dahin ein kaum beachtetes Dasein geführt hatte und plötzlich ein stark frequentiertes Büro wurde. Mit Ausnahme von Tel-Aviv schloss sich die „Hitachduth Olej Austria“ der Hitachduth Olej Germania we-Austria“ im ganzen Lande an in der Erkenntnis, dass eine solche Zentralisierung wesentliche Vorteile mit sich bringe. Nur in Tel-Aviv kam es zu einer Spaltung, d. h. es blieb eine selbständige HOA bestehen. Das hinderte jedoch flicht, dass man sich im Herbst des vergangenen Jahres zum Aufbau eines Hilfswerks zusammenfand, in das beide Gruppen ihre Vertreter delegierten. Entscheidend für die Gründung einer selbständigen Institution war ferner, dass die geplante Aktion nicht nur von den im Lande bereits ansässigen deutschen und österreichischen Olim, vielmehr vom gesamten Jischuw getragen werden müsse, was äusserlich durch die Vertretung aller Kreise im Treuhänder-Komitee zum Ausdruck kam. „Auslösung der in Oesterreich Gefangenen“ war das Motto, unter dem das Hilfswerk seinen Drive begann, und nach den November-Ereignissen in Deutschland wurde dieser Titel erweitert zu „Pidjon Schwujej Austria we GermaniaAm 1. Februar dieses Jahres übernahm der Waad Leumi, die offizielle Vertretung des palästinensischen Judentums, die weitere Betreuung des „Pidjon“, der bis zu diesem Datum bereits beachtliche Erfolge zu verzeichnen hatte. Der „Pidjon Sch’wujej Austria we Germania“ erstrebt im wesentlichen die Herbeischaffung der Mittel für die Erfüllung zweier Aufgaben: Rettung unserer Kinder und Hilfe für den Neueinwanderer. Ueber das, was bis jetzt geleistet wurde und über das riesige Ausmass dessen, was noch zu leisten sein wird, orientierte u. a. ein Bericht, den Dr. Abraham Kazenelson vom Waad Leumi bei einer Tel-Aviver Pressekonferenz abgab, bei der auch Bürgermeister Rolcach, Dr. Aron Barth und Frau Dr. Hoffert, die Leiterin der „Esra Sozialith des Waad Leumi“, der Fürsorge für die Einwanderer aus deutschsprachigen Ländern, das Wort ergriffen. Demnach sind in Beantwortung der Aufrufe des „Pidjon“ und der von freiwilligen Helfern geführten Unterhandlungen vom November vorigen Jahres bis Ende Januar diesen Jahres von palästinensischen Familien in Stadt und Land, die bereit sind, ohne jeden Zuschuss Kinder bei sich aufzunehmen und für sie zu sorgen, Eintragungen für insgesamt 5000 freie Plätze erfolgt. In 3000 Fällen handelt es sich dabei um Kinder, die von hiesigen Verwandten namentlich angefordert wurden. Erwähnenswert ist, dass 75 Prozent der aufnahmebereiten Familien ehemals selbst aus Deutschland eingewandert sind Mehrere hundert Kinder leben gegenwärtig in Deutschland iii derart besonders tragischen, grausamen und lebensbedrohenden Verhältnissen, dass wir für ihre beschleunigte Rettung unbedingt sorgen müssen. Es besteht die ziemliche Gewissheit, für den ersten Teil dieser Sondergruppe bereits in den allernächsten Wochen 100 bis 150 Zertifikate zu erlangen. Da für diese Kinder bis heute jedoch keine Einschreibungen von seiten aufnahmebereiter Familien vorliegen, müssen mit allergrösster Schnelligkeit „Patenschaften“ übernommen werden, die in Höhe von 100 Pfund die Versorgung eines Kindes für den Zeitraum von zwei Jahren sicherstellen. Kaum geringer sind die Anforderungen, die zur Erfüllung der zweiten Aufgabe des „Pidjon“, Hilfe für den Neueinwanderer, gestellt werden. Die Beanspruchung des Tel-Aviver Büros der „Esra Sozialith“ — begreiflicherweise ist Tel-Aviv das Sammelbecken — wächst von Woche zu Woche. In Anbetracht des riesigen, hier nur flüchtig skizzierten Aufgabenkreises des „Pidjon Seh’wujim“, erscheint die Summe von zirka 15 000 Pfund gering, die bis heute als Ergebnis des Drive gezeichnet — und teilweise bereits eingegangen — ist.