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Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main · 1859-01-01 · 1859 · p. Seite 5

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Journal
Bericht über das Schuljahr ... der Stiftischen Realschule mit Lyzeum der Israelitischen Religionsgesellschaft in Frankfurt am Main
Volume
1859
Date
1859-01-01
Page
Seite 5 (sequence 8)
Language
German
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IRI
…/2580773-10191689--0010-10191650
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was ihren Kindern ein wahres und dauerhaftes Glück verschaffen kann: allein ihr Ziel, welches es auch fein mag, und wie dunkel sie es sich auch vorstellen mögen, ist doch immer — daß es den Ihrigen wohlergehe! Die in unfern Tagen leider nicht seltene Erziehungsweise, welche nur die Beförderung technischer Fertigkeiten und Geschicklichkeiten beabsichtigt; welche den Zweck der Erziehung erfüllt glaubt, wenn das Ziel des Unterrichts erreicht, und der Zögling früh zu künftigen Berufsgeschäften gebildet, oder vielmehr abgerichtet worden ist; —welche das Gefühl für das Hohe und Heilige nicht anregt, stärkt und nicht dahin strebt, daß in dem Kinde die Achtung für das Göttliche tief gegründet werde und sich vermehre, mag viel verständige, im Geschäft brauchbare und im Leben kluge Kinder bilden, die einst ihr Brod finden, und sogar was man so nennt, ihr Glück machen; aber wahrhaft weise und gute, große und edle Menschen bildet sie nicht. — Ein hauptsächlicher und vor Allem zu beseitigender Grund, der so vielen Eltern die Erziehung ihrer Kinder mißglücken läßt, scheint uns der zu sein, daß diese den Glauben hegen, es verstünde sich von selbst, der Schule läge die Verpflichtung ob, die ganze Erziehung und Bildung ihrerKinder zu besorgen, und sie also aller weiteren Erziehungspflichten zu entheben. Allein auch nach dem Eintritte des Kindes in die öffentliche Schule können die Eltern ihrer Pflicht, eine ernste Aufsicht über dasselbe zu halten, nicht nur nicht enthoben werden, sondern ihre Wachsamkeit muß sich im Gegentheil noch verdoppeln. Das hülflose und unschuldige Kind, (wir setzen voraus, daß die häusliche Erziehung ihre Pflicht erfüllt und der Schule gehörig vorgearbeitet habe), kommt zum ersten Male weg von der Seite der liebenden Mutter in einen ihm fremden Zirkel, wo ihm der Gefahren zur Verführung um so mehr drohen, je geweckter und lebhafter sein Geist, je argloser und empfänglicher sein Gemüth ist. Zwar ist es hier so wenig als zu Hause sich selbst überlassen, sondern der Wachsamkeit seines Lehrers übergeben. Dieser ist aber für die Sittlichkeit desselben nur so lange verantwortlich als es unter seiner unmittelbaren Aufsicht in der Schule sich befindet, den größten Theil des Tages gehört es

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