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189719051914
  1. 1914-01-23 · 4 (23.1.1914) · p. 88 · [Kommentar]

    Bevor der Verfasser zur Schilderung von Neu-Palästina übergeht, gibt er eine längere Darstellung des alten Palästina. Dann fährt er fort: Neben den Massen von Alten, die nur wünschen, im heiligen Lande zu sterben, fließt seit einigen Jahren ein Strom jüdischer Emigranten nach Palästina, die dort nicht nur sterben, sondern auch leben wollen. … Und die in der Welt verstreuten Juden werden ihre Heimat wiedergefunden haben. .llll PALÄSTINA-RUNDSCHAU ■■ Hotel wesen in Palästina Nach den schon jetzt vorliegenden Anmeldungen wird die Zahl der jüdischen Touristen, die im Frühjahr nach Palästina fahren, weit größer sein als in irgendeinem früheren Jahre.

  2. 1914-01-16 · 3 (16.1.1914) · p. 68 · [Kommentar]

    Der hebräische Lehrer in Palästina wird bald den Geist des Galuth niedergerungen „Der Moment“ (Warschau) führt aus: Die Bezeichnung „Sprachenkampf“ erschöpfe nicht ganz die Bedeutung der gegenwärtigen Vorgänge in Palästina, die einen viel tieferen Sinn hätten. Der Kampf sei in Palästina ohne jede Einwirkung von außen her ausgebrochen. Man habe in Palästina gefühlt: jetzt sei die Zeit für eigene Arbeit, für die Erringung kultureller Selbständigkeit reif!

  3. 1914-02-20 · 8 (20.2.1914) · p. 192 · [Kommentar]

    192 DIE&ELT Nr. 8 die ebensogut in Berlin, Paris oder Zürich studieren könnten, die aber, erfüllt von dem Ideal der nationalen Zukunft des jüdischen Volkes, ihre technische Ausbildung in Palästina erlangen wollen, gezwungen werden sollen, der deutschen Kultur gegen ihren Willen Pionierdienste zu leisten. Was die 100000 „Bettler“ in Palästina betrifft, von denen Dr. … Im „Manchester Guardian“ veröffentlicht der englische Schriftsteller M. Philips P r i c e die folgenden Reiseeindrücke aus Palästina: Um eine Vorstellung von der Bedeutung der modernen jüdischen Kolonisation in Palästina zu gewinnen, besuchte ich einige der neuen Kolonien zwischen Jerusalem und Jaffa.

  4. 1914-02-06 · 6 (6.2.1914) · p. 138 · [Kommentar]

    Nathan hat die Gefühle der ganzen jüdischen Bevölkerung von Palästina mißverstanden. Die Spenden für das Institut waren gegeben worden, weil man die hebräische Sprache darin zur herrschenden machen wollte. … Die Schöpfer des neuen Jischub hätten daher von vornherein die ausschlaggebende Bedeutung des Hebräischen in Palästina erkannt und keine Mühe gescheut, um unsere nationale Sprache zu neuem Leben zu

  5. 1914-02-06 · 6 (6.2.1914) · p. 139 · [Kommentar]

    Diese historische Mission haben insbesondere die Lehrer übernommen und mit großer Hingabe und Opferfreudigkeit durchgeführt. Sie haben in Palästina uns eine junge Generation herangebildet, die unter der Judenheit aller Länder nicht ihresgleichen habe. Diese jüdische Jugend Palästinas habe den ersten Anstoß zum gegenwärtigen Kampfe gegeben — und sie werde sich nicht eher zufrieden geben, als bis ihre Forderungen restlos erfüllt sein werden.“ „Dos Jiddische Folk“ (New York) richtet einen warmherzigen Appell an alle bewußt jüdischen Kreise, das neue hebräische Schulwerk in Palästina tatkräftigst zu unterstützen, ln dem Aufsatz wird u. a. ausgeführt: „Das arme Palästina hat Zehntausende von Franken für den nationalen Kampf aufgebracht — es hat mehr als seine Pflicht erfüllt. … Die Sanierung Palästinas Die Gesellschaft jüdischer Aerzte und Naturwissenschaftler für sanitäre Interessen in Palästina mit dem Sitze in Berlin versendet soeben ihren ersten Jahresbericht pro 1013. Die Gesellschaft macht sich die planmäßige Bekämpfung der in Palästina endemischen Seuchen, insbesondere der Malaria und des Trachoms, zur Aufgabe.

  6. 1914-04-17 · 16 (17.4.1914) · p. 388 · [Kommentar] / Bahr, Hermann

    Ueberblickt man, was seine Werbeafbeiter bisher für die Durchknetung des in Palästina neu gesammelten und des gesamten draußen verstreuten Judentums geleistet haben, und was im Lande geschieht, so muß man zugeben, daß schon vieles erreicht worden ist. Von Jahr zu Jahr tritt Palästina deutlicher als Wirtschaftsgebiet von ausgesprochener Eigenart auf dem Weltmarkt hervor.“ Besonders interessant ist, daß dieser deutsche Dichter gerade durch das Leben in Palästina dazu gebracht wird, im Zionismus eine geistige Bewegung zu sehen, die es „auch für den Christen der Mühe wohl wert macht, die Entscheidung mit der geduldigen Spannung des nicht ganz Unbeteiligten zu erwarten“.

  7. 1914-06-12 · 24 (12.6.1914) · p. 582 · [Kommentar]

    Wie sich aber auch immer der kolonisatorische Erfolg des Zionismus in Syrien stellen mag, der Zionismus bleibt auf jeden Fall eine Bewegung edeldenkender, im besten Sinn sozial- und nationalgesinnter Männer und Frauen, die ihre nationale Geistigkeit im Interesse der ganzen Kulturmenschheit erhalten und fortgebildet wissen wollen, und die zugleich die geknechteten osteuropäischen Juden von dem Gefühl der Heimatlosigkeit befreien und eine neue Stammheimat schaffen wollen, in der sie aus der tiefen Nacht sozialen und nationalen Elends zur Freiheit und Menschenwürde emporzudringen vermögen.“; PALÄSTINA - RUND SCHAU Die neue Einwanderung nach Palästina (Von unserem Berichterstatter.) Wir haben jetzt eine verstärkte jüdische Einwanderung nach Palästina zu verzeichnen, die sich von ähnlichen Erscheinungen früherer Jahre unterscheidet. … Auch dort hat eine stärkere Auswanderung eingesetzt, die zwar jetzt nicht mehr ausschließlich Palästina zum Ziele hat, aber immerhin alle paar Wochen. mehr oder minder zahlreiche Gruppen von Auswanderern nach den Häfen Palästinas führt.

  8. 1914-07-24 · 30 (24.7.1914) · p. 769 · [Kommentar] / l. l.

    In Italien und auch jetzt in Paris habe ich versucht, die theoretischen Kenntnisse zu vervollständigen, die mir in Palästina von Nutzen sein könnten. Und das Resultat aller dieser Reisen und meiner persönlichen Wahrnehmungen ist das Projekt, das ich jetzt der jüdischen öffentlichen Meinung und den kolonisatorischen Instituten für Palästina unterbreiten will. … Dieses hygienische Institut müßte mit andern sanitären Instituten in Palästina in Verbindung stehen, und ebenso auch mit wissenschaftlichen Autoritäten in Europa, die ihm nötigenfalls gern ihre Hilfe angedeihen ließen.

  9. 1914-04-24 · 17 (24.4.1914) · p. 414 · [Kommentar]

    Zum Schluß geht Zeitlin, der selbst nicht Zionist ist, mit jenen jüdischen Politikern scharf ins Gericht, die aus Angst vor dem Zionismus Palästina absichtlich aus dem Wege gehen — und sei es auch auf die Gefahr hin, daß ihre Kinder der Assimilation anheimfallen. PALÄSTINA-RUNDSCHAU Türkische Verwaltungsbeamte über die jüdische Kolonisation in Palästina (Von unserem Berichterstatter.) In letzter Zeit hatten wir mehrfach Gelegenheit, Aeußerungen hoher Verwaltungsbeamter in Syrien und Palästina zu vernehmen, aus denen hervorgeht, daß man jetzt, trotz aller Verleumdungen einzelner judenfeindlicher Preß Organe, in Regierungskreisen das zionistische Kolonisationswerk und seine Bedeutung für die Türkei zu würdigen weiß.

  10. 1914-03-06 · 10 (6.3.1914) · p. 238 · [Kommentar]

    Nunmehr gilt es, neue Kräfte zu sammeln, um die Organisation ujjd den Fortbestand des neuen hebräischen Schulwerkes in Palästina zu sichern." Im Leitartikel der Nr. 37 des „Hasman“ wird u. a. ausgefüht: „Unsere Leser wissen, was sich in den letzten Monaten in Palästina zugetragen hat. … Jetzt sind in dieser sachlichen Schrift, die vieles Tatsachenmaterial über den Sprachenkampf in Palästina enthält, nicht nur Darstellungen über die Bedeutung der hebräischen Sprache für das Gesamtjudentum, über das Schulwerk in Palästina, den Kampf der letzten Monate und die Broschüre Paul Nathans enthalten, sondern sie orientiert auch über den Verlauf der Sitzung des Kuratoriums am 22.

  11. 1914-01-16 · 3 (16.1.1914) · p. 67 · [Kommentar]

    Weshalb sollte nun das Hebräische nicht die gemeinsame Umgangssprache der palästinensischen Juden sein können? Sieben Zehntel der in Palästina ansässigen Juden beherrschen die hebräische Sprache, während es eine andere Sprache, die von so vielen Juden in Palästina verstanden würde, nicht gibt. … Heute ist diese Sprache außerdem die Umgangssprache der fortschrittlich gesinnten jüdischen Intelligenz in Palästina. Es ist also schlechterdings nicht einzusehen, warum das Hebräische nicht die ausschließliche Unterrichtssprache an der technischen Hochschule sein sollte, die der Hilfsverein im April dieses Jahres ihrer Bestimmung übergeben will.*' Die Redaktion der „Hazephira'4 setzt ihre Rundfrage über den Sprachenkampf in Palästina fort.

  12. 1914-02-13 · 7 (13.2.1914) · p. 159 · [Kommentar]

    Die Protestkundgebungen gegen den Hilfsverein aus den entlegensten Ländern und Erdteilen, die werktätigen Sympathien, die dem neuen hebräischen Schulwerk in Palästina allerorten entgegengebracht werden, legen Zeugnis ab von dem machtvollen Vordringen der hebräischen Renaissancebestrebungen in alle Kreise der zeitgenössischen Judenheit. … Denn gewaltig groß sind unsere moralischen Pflichten gegenüber der jüdischen Erziehung in Palästina! Mit der bedeutsamen Frage der Ottomanisierung der palästinensischen Juden beschäftigt sich „L’Aurore“ (Konstantinopel) in ihrer Nummer vom 30.

  13. 1914-05-08 · 19 (8.5.1914) · p. 467 · [Kommentar]

    Gegenwärtig leben bereits etwa 15 000 solcher Kolonisten in Palästina, und die türkischen Behörden hatten mehr als einmal Gelegenheit, den wohltuenden Einfluß der jüdischen Einwanderung auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu be- Das früher verödete, vernachlässigte Land ist jetzt nicht wiederzuerkennen. … Und tatsächlich wird russisches Holz in Palästina und Syrien sowohl für Privatzwecke als auch für die Bedürfnisse des Eisenbahnbaus usw. sehr gern verwendet. Die Hedschasbahn bezieht große Holzmengen aus Rußland.

  14. 1914-07-24 · 30 (24.7.1914) · p. 768 · [Kommentar] / l. l.

    Hillel Joffe über „Die Verbesserung der Gesundheitsverhältnisse in Palästina“, dem wir folgendes entnehmen: Das Klima Palästina könnte als eines der besten in der ganzen Welt angesehen werden, wenn man dort nicht ein erschreckend häufiges Auftreten der beiden Volkskrankheiten Malaria und Trachom beobachtete. … Schweden, Norwegen und Schottland. Trotzdem kann man in Palästina ein häufigeres Auftreten von Krankheiten als in diesen Ländern beobachten. Dieser Umstand stellt ein Hemmnis für unser kolonisatorisches Werk dar.

  15. 1914-03-13 · 11 (13.3.1914) · p. 261 · [Kommentar]

    Chauvinismus ist höchst gefährlich und wird die Erziehung in Palästina auf den falschen Weg leiten. Wenn jüdisches Bewußtsein ein guter Charakterzug ist, so ist jüdische Emanzipation nicht weniger ruhmvoll. … Wenn diese Zustände sich weiter entwickeln und größer werden, so wird daraus eine Katastrophe für Palästina entstehen. Und diese fanatischen jüdisch-nationalen Kreise in Palästina haben dies verursacht, sie haben das Judentum in Zwiespalt gebracht.

  16. 1902-09-01 · Heft 9 (September 1902) · p. Seite 643 - 644 · Revue der Presse

    Herzl den Standpunkt der Zionisten aus und formulierte die Bedingungen der jüdischen Ansiedelung in einem zusammenhängenden Teile von Palästina und in noch anderen Gebieten Kleinasiens auf der Grundlage eines Charters. Diese Propositionen wurden von türkischer Seite ii Erwägung gezogen. … Herzl formulierte die Bedingungen der jüdischen Ansiedelung in einem zusammenhängenden Teile von Palästina und in noch anderen Gebieten Kleinasiens auf der Grundlage eines Charters." Palästina ist kein Gebiet Kleinasiens; aber dieser geographische Schnitzer kommt nicht in Betracht, von grösster Wichtigkeit ist und hervorgehoben zu werden verdient, dass die zionistische Parteileitung, wie sie nunmehr offiziell bekannt giebt, auch ausserhalb des heiligen Landes, nämlich in Kleinasien, zu kolonisieren beabsichtige.

  17. 1902-01-17 · 3 (17.1.1902) · p. 4 · Blätterstimmen über den Congress [Kommentar]

    Es handelt sich hier um. Beantwortung der eoncreten Frage : Kann Palästina, dessen Rückgewinnung für die Bodencultur nach apriorischer Beurtheilung auf Grund historischer Thatsaohen kaum zu bezweifeln ist, umsoweniger zu bezweifeln, als die schon gegenwärtig blühenden palästinensischen Colonien*) erfreulichste Beweise für eine dickfällige Leistungsfähigkeit bieten — kann Palästina, fragen wir, auch industrieller Anlagen theilhaftig werden und kann man dieselben ertragfähig machen? … Wohl ist die Erde herrlich zumal, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual! Hier aber steht die Sache so : In Palästina soll die Qual eines ganzen Volkes enden! Dass dies auf ganz normalem, hindernisfreiem Wege der Fall sein sollte, behaupten wir nHit.

  18. 1914-04-24 · 17 (24.4.1914) · p. 413 · [Kommentar]

    Im „Moment“ wendet sich Hillel Zeitlin in einem ,,N u r in Palästina'4 überschriebenen Artikel gegen die in manchen russisch-jüdischen Kreisen propagierten Bestrebungen, eine jüdische Universität in einem westeuropäischen Lande zu begründen. Zeitlin vertritt mit aller Entschiedenheit die Meinung, daß einzig und allein Palästina als Ort für eine jüdische Universität in Betracht komme. Selbst wenn sich erweisen sollte, daß die Schaffung einer jüdischen Universität in Deutschland, Frankreich oder der Schweiz etwas leichter durchzuführen wäre als in Palästina, so würde dies absolut nicht ins Gewicht fallen.

  19. 1914-07-10 · 28 (10.7.1914) · p. 722 · [Kommentar]

    Der Verfasser, ein guter Kenner des Landes und Autor eines der besten Palästina-Werke, konstatiert vielfache Fortschritte insbesondere auf landwirtschaftlichem Gebiete und in Verbindung mit der deutschen und der jüdischen Kolonisation. … Einigermaßen naiv klingt folgender Satz: „Daß die Christen um der Liebe willen für die Bewohner des Heiligen Landes tätig sein wollen, geht dem Muslim nicht ein; er sieht dahinter politische Absichten und hat sich längst die Frage vorgelegt, wessen Herrschaft er am liebsten in Palästina ertragen würde.“ Weiter heißt es dann: „Durch die jüngsten Ansiedlungen der Juden werden endlich deren Schutzmächte, abgesehen von der Türkei, besonders Rußland und Oesterreich, wieder in ganz anderer Richtung für Palästina in Anspruch genommen.“ — Rußlartd als Schutzmacht der Juden ist hübsch gesagt.

  20. 1914-06-12 · 24 (12.6.1914) · p. 581 · [Kommentar]

    Die erstaunlich hohe Geburtenziffer der osteuropäischen Juden hat die durch die Auswanderung gerissenen Lücken in der Bevölkerung schnell wieder gefüllt. Ueber die Bedeutung, die Palästina und seine menschenleeren Nachbargebiete für die jüdische Auswanderung späterhin gewinnen können, schon jetzt etwas Bestimmtes zu sagen ist daher unmöglich. Nicht vergessen darf aber werden, daß die großen Bewässerungsarbeiten (man denke an die in diesem Jahr von deutscher Arbeit und deutschem Kapital vollendeten Anlagen zur Bewässerung der riesengroßen Ebene um Konia) in der asiatischen Türkei bald einen empfindlichen Bauernmangel hervorrufen werden, der ganz von selbst dazu führen wird, daß Palästina und seine Nachbargebiete von den Fel-