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Gerade der Declaration der Menschenrechte schrieben sie nämlich den Verfall Frankreichs zn, weil man in diesem Lande bald nur Leute sah, die immer nur von ihren Rechten und nie von ihren Pflichten sprachen. Tie Folge dieser Doctrine war, dass man in Palästina sogar den Geist der politischen Kämpfe umgestaltete. Anstatt gegenseitig für sich Rechte in 'Anspruch zu nehmen, legten sich die Bürger Pflichten aus, wobei ein jeder darnach strebte, mehr zu erfüllen als sein Gegner. … Daraus resultierte eine enorme Einwanderung von Fremden aller Länder. Im Gegensatz zu dem, was anderwärts geschah, bekam Palästina nicht den Auswurs, sondern die Elite, Natürlich; denn die Hefe der Völker, welche nur Rechte zu reclamieren versteht, versuchte es nicht, sich in ein Land zu wagen, wo nur Pflichten in Frage kommen, während die erhabenen Geister, die begierig sind, sich auszuopsern, dort eben ein weites Feld für ihr Bedürfnis nach Ausdehnung ihres Menschenfreund - lichcn Wirkens fanden.
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Drittens nahm die Wellhausenffche Theorie immer an, dass es ein Hauptbestreben der mosaischen Gesetzgebung war, den Cultus in Palästina zu centralisieren, so dass man nur im Tempel opfern durfte und der Privateultus als illegitim betrachtet wurde. Im Jahre 1895 hat nun der Verfasser dieses Vortrages zu erörtern versucht, dass die Centralisation des Cultus mit der mosaischen Gesetzgebung nichts zu thun habe, und dass diese nur zufälligen Nebenuwständen zuznschreiben sei. … Im Jahre 1887/88 wurden in Aegypten die sogenannten Tell-el- ^nmimn-Briefe gefunden, aus denen hervorgeht, dass ein Ehabirivolk im Jahre 1500 vor Ehr. in Palästina einzudringen versuchte. Es ist nun ein Streit, ob diese Chabiri mit den Hebräern identisch seien, was die Existenz der Hebräer in Palästina vor Moses schon beweisen würde.
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Kann es uns daher wundernehmen, wenn die Juden oder ein Theil von ihnen, die aus ihrer Heimat Palästina durch Barbarenhand vertrieben wurden, sehnsuchtsvoll nach diesem Lande ausschauen und dahin zurückkehren möchten, um dieses Fleckchen Erde, das einst aller Welt als Paradies erschien, wieder zu beleben? Von welcher Seite immer wir diese Sache betrachten, finden wir, dass der Civilisation und der ganzen Menschheit ein grosser Vortheil erwachsen würde, wenn der Traum der Zionisten greifbare Gestalt annähme und uns als Thatsaebe gegenüberstünde. Ein Judenstaat in Palästina wäre eine Heimstatt für Millionen dieser von zelotischen Finsterlingen und europäischen Regierungen mit Frevlerfüssen getretenen Rasse.
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Das Odessaer Komitee zur Unterstützung jüdischer Ackerbauer in Syrien und Palästina bekam günstige Berichte über die Ernte in Palästina. Das gegenwärtige Jahr -war ein sehr regnerisches, der Zustand der Frühsaaten ist ausgezeichnet, ab*er auf dem schweren Boden beginnt der Weizen infolg* des Ueberschusses an Feuchtigkeit g^lb zu werden. … Die Abnahme des toten Meeres. Aus Jerusalem wird berichtet: Dei letzte Erdstoss in Palästina, der am 30. März stattfand, schnnt im Jordantal wad um das Tote Meer herum am heftigsten gewesen zu sein. Der Spiegel des Toten Meeres ist beträchtlich gefalfien und jetzt ergiesst der Jordan sein Wasser in das Meer von einer Erhebung herab, währen I sein Wasserspiegel früher mit dem des Toten Meeres fast gleich war.
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Jede Versündigung an der Zukunft des Technikums wird als ein Schandmal in den Annalen der jüdischen Geschichte stehen." „Near East“ in London schreibt über Petroleumfunde in Palästina: Die türkische Petroleumkompanie hat sich eine Option für Petroleum führende Gebiete zwischen Haifa und Damaskus gesichert, sowie für ein Areal von 150 000 Acres an der Küste des Toten Meeres. … Man erwartet anscheinend eine beträchtliche Ausbeute, da man sonst nicht eine so große Anzahl von Ingenieuren und Arbeitern hingeschickt hätte. |_j Palästina-Rundschau [iiiiiimiliii[ Aus dem englischen Konsular-Bericht über Jerusalem Vor kurzem ist der Bericht des Konsuls in Jerusalem Mr.
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Aus dem Inhalt des zu Ende März erscheinenden 2. Heftes von „Palästina" (Zeitschrift für,die wirtschaftliche und kulturelle Erschliessung des Landes) wird uns die folgende Notiz zur Verfügung gestellt, die für die Freunde der National-Bibliothek in Jerusalem von Interesse sein wird. … Soweit die aus dem Antwortschreiben der „Deutschen Levante-Linie" und ihrem prachtvollen „Handbuch 1902" zusammengestellte Notiz in „Palästina". Wir glauben, dass zahl- •**+j**^**&*^mf*ß^+*&****J+*^*^***+J+*m reiche Bücherspenden jahraus jahrein der National-Bibliothek verloren gehen, dadurch, dass die Besitzer die Unbequemlichkeit und die Kosten der Versendung mit den damit verbundenen Erkundigungen etc. scheuen.
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In Nr. 37 des „Moment“ schlägt ein „Zionsfreund" als Gegengewicht gegen die judenfeindliche Hetze gewisser christlich-arabischer Kreise in Palästina die Gründung einer j ü - disch-arabischen Kulturgesellschaft vor, die die älteren und modernen Kulturen der semitischen Völker erforschen, den theoretischen Antisemitismus (der sich ja, wie Ernest Renan hervorhob, gegen die Araber noch in höherem Maße als gegen die Juden richtet) mit wissenschaftlichem Rüstzeug bekämpfen und eine kulturelle Annäherung zwischen den Juden und Arabern anstreben soll. … In Nr. 1 schildert u. a. Frau Mirjam Zipper das Purimfest in Palästina. WELTCHRONIK imimimiiiiiuimmimmiimiMiiiniwimwHWiiMiiwmimiiiitmiiwMiiii ^4% IllilllllUllllillllllUllllllllllllllllllll UCalCr IClUl Die Wiener Tagespresse über Lucian Brunner (Von unserem Berichterstatter.) a.— Die ahnungslosen Zeitungsleser mochten recht erstaunt sein, als sie die Nachrufe der liberalen Blätter für Lucian Brunner lasen.
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Die Colonisten hätten den Beweis geliefert, dass sie ihre Sache verstehen, namentlich gegenüber dem Fiasko in Argentinien müsse die neue Verwaltung einsehen, dass in Palästina bessere Zustände herrschen, und dementsprechend müsse auch die Behandlung der Colonien wie der Colonisten sein. In der Londoner hebräischen Zeitschrift „Hajehudi" veröffentlicht Dr. … Er wird indes bald zur richtigen Erkenntnis gelangen. Nimmt aber die Einwanderung in Palästina erst eine feste Gestalt an, dann wird sie sich als ein neues, glänzendes Capitel in der jüdischen Geschichte darstellen.
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Der „Bund" in Bern bringt unter der Ueberschrift: „Die ersten Zionisten in Palästina" eine Notiz, in der unter anderem gesagt wird, dass die jüdischen Colonien von Dr. Dicksoii, dem englischen Consul, sehr günstig besprochen wurden. … Für die Toynbee-Halle in Wien : M. L. Z. K 1.- . Für die Arbeiter in Palästina: Abiturienten. Comtners Zloczöw K 8*85 Comptoirist wird mit Anfangsge*halt in Probedienstleistung genommen. Selbstgeschriebene Offerte an die Administration der „Welt* unter Chiffre „N\ Für fertmi sind noch ältere Nummern der „Welt" zur Agitation vorräthig, und zwar in Jargon circa 8000 Exemplare deutsch „ 5000 und werden gegen Vorausbezahlung von blossem Porto oder Fracht sammt Verpackungs-Material gratis geliefert.
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Nr. 1 ,Die z£ Welt" Seite 13 und Jerusalem in politische)- und cultureller Beziehung eine grosse Bedeutung erlangen werden. Palästina wird den Weltmächten so viel bedeuten, wie den europäischen Grossmächten heute die Schweiz bedeutet. Es wird hier nothwendig eine zweite Schweiz entstehen. … Energie und Intelligenz wird ihnen niemand absprechen, und wo es an gutem Willen nicht mangelt, dort wird sich auch bald ein guter Weg finden. Dass in der Judenheit der Wille, nach Palästina zurückzukehren, mächtig erwache, dies wird der Zionismus einerseits, der Antisemitismus andererseits besorgen." Im weiteren Verlaufe des Aufsatzes bringt dessen Verfasser einige Bodenken vor und schliesst mit folgenden Worten: „In zwei Jahrzehnten wird der Zionismus sicherlich in alle Schichten des Judenthums eingedrungen sein.
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Jüdische Kolonisten i*i »Palästinß. Während der letzten 20 Jahre sind von Juden in Palästina 51 540 Hektar Land erworben und auf denselben 20 Dörfer und 13 Plantagen errichtet worden. In den Colonien leben in 708 nach europäischem Muster errichteten Steinhäusern 1205 Familien mit 4935 Seelen. 4340 Hektar sind dem Getreide-, 2307 Hektar dem Wein-, 1330 dem Obst- und 245 dem Gemüsehau gewidmet. … In Kirchhofes technischen Blättern schreibt ein deutscher Bergbau-Ingenieur: Wertvolle Mineral schätze sind kürzlich in Palästina entdeckt worden, so dass man mit Sicherheit prophezeien kann, dass das industrielle Erwachen des Heiligen Landes nicht länger ein Traum bleiben wird.
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Der hiesige zionistische Verein entwickelt sich jetzt dank der Rührigkeit des Herrn Apothekers K u r z r o ck, der seine ganze freie Zeit der Agitation widmet ungemein rasch. Neulich wurde eine hiesige jüdische Familie nach Palästina geschickt. Bei einem bescheidenen Mahle im Vereine sprach Apotheker Kurzrock das herzliche Abschiedswort und schloss feine Rede mit dem Wunsche aus ein baldiges Wiedersehen in Palästina.
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Baseler (Kongresse bespricht, auf Grund englischer Regierungsberichte die topographischen, klimatischen und ökonomischen Verhältnisse der Insel erörtert und unter Berufung auf eine Talmudstelie, die C ypern als dem Bereiche von Palästina zugehörig bezeichnet, für die Besiedelung Cyperjis mit -Juden warm ei nt ritt. Ln griechischen Blättern wird, wie „Jewish Express“ meldet, gegen die beabsichtigte Colonisiorung der Insel Cvpern durch Juden agitiert. … October der in Paris erscheinenden ..La Poütique Coloniale“ einen Beweis, indem sie eine grössere Arbeit des Schriftstellers Ria Grünberg über „Die jüdische Colonisation in Palästina“ zum Abdrucke bringt und damit ihrem sehr verbreiteten, hauptsächlich der Intelligenz an gehörenden Leserkreise einen Einblick in die zionistischen Bestrebungen gewährt.
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Besonders hervorzuheben sind eine Schilderung der jüdischen Freischuie in London mit ihrem neu eingerichteten Laboratorium und technischen Abtheilungen. Hier wie auch in dem Artikel über das „unterirdische Palästina“, d. h. die durch die Gesellschaft „Palästina Exploration Fund-- vorgenörnmenen Ausgrabungen, sind dem Texte prächtige Illustrationen beigegeben?
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Ob die zionistische Bewegung von Erfolg gekrönt werden wird — hierüber wollen wir nicht urtheiien, denn wir gerathen nur dadurch in ein Gebiet mehr oder minder gewagter Voraussetzungen und Vermuthungen, Eines aber unterliegt keinem Zweifel, nämlich, dass die zionistische Bewegung ihre Ziele durch Culturmittel zu erlangen sucht, „Bevor wir nach Palästina übersiedeln und dort ein nationales Leben zu führen beginnen, müssen wir an unserei* Entwicklung arbeiten, um so eines hohen Zieles würdig zu sein, sagen die Zionisten3 und sie ^wjLr^pn, auch in diesem,.Qeißte,;.sie,g/;ijnc^n,SV..ß r e.i.ri.e. … E i s e i) s t a d t: Nach der grossen Feuersbrunst. (Erzählung.) — A. L. Lewinsky: Die Reise nach Palästina. — R. Brainin: Berliner Charakterköpfe. — 1. d.: Hausindustrie. — Feuilleton : Die Narren. Roman. Von Scholem A 1 e c h e m. — Mittheilungen des Actions-Comites.
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Andererseits befreit er die Zionisten endgültig von dem Vorwurf, die Einwanderungsverbote in Palästina veranlasst zu haben. Er selbst war Zeuge, wie im Jahre 1891 der frühere Direktor der Ackerbauschule Mikweh-Israel bei Jaffa dem Gouverneur von Jerusalem sagte, dass die russisch-jüdischen Einwanderer an die Wiederaufrichtung des jüdischen Reiches dächten.
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Herr T a u b e s, Redacteur des „Haam" aus Kolomea besprach unter großem Beifalle der Anwesenden die Idee eines Judenstaates in Palästina. Acclamirt wurde auch die Rede des Herrn. Israel Krasucki, der ebenfalls für den Zionismus energisch eintrat. Dem Vereine sind eine große Anzahl neuer Mitglieder zugekommen. … Der Abend hat dem Brünner Verbände des „Zion" zahlreiche neue Mitglieder rmd viele neue Freunde geworben. Je ui Ne ton. Nauycdimlren für Palästina. Von Architekt Oskar Marmore! in Wien. I. Der Tempel. Für Viele, gegenwärtig noch für die Meisten, ist Zion ein Phantom, der Traum von Phantasten, den sie höhnisch, im besten Falle mitleidig belächeln.
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Man braucht das Militär zur Steuere in treibung. In den letzten Tagen herrschte in Palästina kaltes, unfreundliches Regenwetter. Während dieser Regenzeit fiel das Zimmerthermometer einigemale auf 13 Grad Reaumur, so dass die „Kälte" ganz empfindlich war. … Löwen gab es augenscheinlich in biblischen Zeiten sehr viele in Palästina. Hiob sagte sehr wahr: „Der alte Löwe stirbt wegen Mangel an Beute." Der Chita, eine Art zur Jagd dressierter Leopard, wird in den Schriften erwähnt, aber nicht unter diesem Namen.
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Hilderscheid unlängst veröffentlichte Untersuchung, der bisher vorhandenen Regen- Beobachtungen in Palästina gibt darüber interessante Aulschlüsse. Hiernach hat der südliche Küstenbezirk und das tiefer als der Meeresspiegel liegende Gebiet am Toten Meer und im Jordanthal eine durchschnittliche jährliche Regenhöhe von etwas unter 500, der höhere westliche Teil des Berglaucies eine solche von 700 bis 750, das übrige Bergland 600 bis 700, die Ebene 500 bis 600 Millimeter. Der Monat Juli ist in Palästina so gut wie völlig regenlos; auch Juni, August und September sind fast völlig trocken, dagegen sind. März und November die eigentlichen Regenmonate, in denen fast 0,9 aller Niederschläge fallen.