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Jedenfalls kann damit gerechnet werden, daß diese Industrie besser als jede andere geeignet erscheint, Zehntausenden von jüdischen Mädchen und Frauen in Palästina Erwerb zu schaffen. Dies wären mehr, als gegenwärtig überhaupt in Frage kommen. — Daß eine solche Ausdehnung von derlei Industrien wohl möglich ist, wird im folgenden an Beispielen aus anderen Ländern dargetan werden: — ebenso wird auf einige Beispiele anderer, ähnlich geeigneter Industrien dabei hingewiesen werden.
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Im Interesse der Einheitlichkeit der Arbeit, der geringen Materialkosten usw. liegt es, daß in Palästina meist nur mit dem Seiden- oder Garnfaden gearbeitet werde, aber oft repräsentiert auch die gleich an den Stoff angearbeitete Spitze einen größeren Wert. … Der Wohlstand der Einwohner geht in der Hauptsache auf diesen Industriezweig zurück, dessen Bedeutung sogar zu besonderen zollpolitischen Maßnahmen (Veredelungsverkehr zwischen Deutschland und Madeira) geführt hat. — Daneben werden übrigens in Madeira auch Spitzen- und Seidenschals, Flechtarbeiten und Artikel aus Gold- und Silberfiligran, sowie Holzmosaiken gefertigt —alles Artikel, die ebenfalls von Mädchen und Frauen hergestellt werden und die in Palästina gerade so gut gearbeitet werden können, wie in Madeira. Die österreichische Regierung hat vor wenigen jähren angefangen, durch Errichtung staatlicher Spitzenschulen und durch eigene Vertriebsinstitute die :n Vergessenheit geratenen alten Spitzentechniken ihrer Länder 217
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Oserkowski beginnt mit einer scharfen Kritik der Allianceschulen eine Uebersicht über das Schulwesen in Palästina. Eine notwendige und wichtige Ergänzung bilden die Briefe an eine junge Mutter von J. Rawnitzky (Odessa). Erwähnen wir noch die in jedem Bande enthaltenen Musterlektionen, von denen eine Einführung in den landwirtschaftlichen Unterricht von S. … Beigefügt sind auch mancherlei bibliographische Notizen und Besprechungen pädagogischer Literatur sowie die schon seit langer Zeit bestehenden periodischen Mitteilungen der Zentrale des Lehrerverbandes. 5fc Reisebeobachtungen und Informationen über Palästina. Von Dr. Alex. Hausmann-Lemberg. Die Städte. 2. Von den Städten habe ich Jerusalem, Hebron^Jewcho, Jaffa, Haifa, Tiberias und Saffed besucht, also alle jene Städte, in welchen Juden in größerer Anzahl wohnen, während in den übrigen palästinensischen Städten nur Vereinzelt Juden leben. *) Siehe Artikel in Nummer 6 7 8 und 9. 220
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Auch hier ist keinerlei Förderung seitens der Regierung, wie diese in allen Kulturländern der Fall ist, zu verspüren. Das an sich an Rohmaterial arme Palästina kann um so weniger an eine Konkurrenz mit ausländischen Fabrikationszentren denken, als der Eingangszoll ein ziemlich niedriger und für sämtliche Produkte, Rohmaterialen, für halb- und ganzfertige Fabrikate ein gleicher ist. … Im Gegenteil zu den aufgeführten Erwerbszweigen ist die Landwirtschaft noch einer sehr großen Ausdehnung fähig und nur sie kann die Basis für die Vermehrung der Erwerbszweige und die Erhaltung einer weit zahlreichern Bevölkerung, als Palästina jetzt besitzt, werden. Auch hier sind allerdings Schwierigkeiten, die auf dem türkischen Recht und der Verwaltung beruhen, vorhanden.
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Auch abgesehen von den rechtlichen Schwierigkeiten ist der Bodenkauf in Palästina nicht gerade leicht durchzuführen. Da nämlich die Landwirtschaft die Haupterhaltungsquelle der Bevölkerung bildet und ein Ueöergang zu anderen Berufen nur im sehr beschränkten Masse möglich ist, besteht an sich bei dem Bauer nur sehr geringe Neigung, sich vom Boden zu trennen.
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Es genügt nicht, wenn die Gesellschaft nur in jedem Einzelfalle, in dem sie einen Auftrag zum Kaufe erhält, den Kauf vermittelt. Nur selten treten nämlich in Palästina bei Bodenkauf Nachfrage und Angebot gleichzeitig auf. Die Regel ist vielmehr, daß so oft ein passender Käufer auftritt, ein Kauf wegen mangelnder Angebote sich nicht durchführen lässt. In den letzten Jahren haben viele ernste Bestrebungen, Boden zu erwerben, keine Resultate erreicht, weil die Reflektanten mit den Verhältnissen in Palästina nicht vertraut waren und auf eine schnelle Effektuierung des Kaufes, wie in irgend einem anderen Lande, gehofft haben.
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Die Kommissionen, die Land kaufen sollten, wurden in der jüdischen Presse übeiv laut angekündigt und in dem kleinen Ländchen Palästina erregt die Ankunft einiger Herren vom Auslande, welche einige Plätze besuchen, übergrosses Aufsehen. Die orientalische Phantasie erdichtete zahllose Fabeln über den Reichtum der Juden, welche das Land erobern wollen.
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Nur auf einem tüchtigen Arbeiterstamm, wie er zum Teile jetzt schon in Galiläa vorhanden ist, gestützt kann die Palestine Land Development Company Kolonisatioesaufgaben im weiteren Umfange lö-en und beweisen, da!3 in Palästina und nur in Palästina eine Rückkehr der Juden zur Landwirtschaft möglich ist. Deshalb werden auch alle diejenigen, welche für die Ueberführung der Juden zur Landwirtschaft eintieten, für die palästinensische Kolonisation Interesse haben. Auch die JCA, welche neben Baron Rothschild das Meiste für die Kolonisation Palästinas geleistet hat, jetzt aber von Palästina sich zurückzuziehen wünscht, wird in der Ueberzeugung, dass nur in Palästin* sich jüdische L ndwirte erziehen lassen, ihre Arbeit hier hoffentlich nicht aufgeben.
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Nachdruck verboten. Die Ansied lungen der württembergisehen Templer in Palästina rufen im Beschauer sogleich die Empfindung wach, auf deutschen Boden versetzt zu sein, etwa in eines der freundlichen süddeutschen Dörfer.
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447 Adolf Fiiedemann: Jüdische Kunst in Palästina. 448 im Lande bekannt und das Kunstgewerbe muss nach den biblischen Berichten auch vor der Zeit hellenischer Beeinflussung einen hohen Stand erreicht haben.
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443 Adolf Friedemann: Jüdische Kunst in Palästina. 450 'Ws U««»U«Lsd^ v-*"5S* äft^f^ Einfamilienhaus. Entwurf des Baumeisters Eliasberg in Berlin. ^gjgtf^ggj vdr fast ausschliesslich auf die biblischen Berichte vom Tempel und dem Palast Salomos, sowie andere gelegentliche Andeutungen der Bibel angewiesen.
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451 Adolf Friedemann: Jüdische Kirnst in Palästina. 452 heute Beachtung finden. Im Tempel zu Jerusalem waren die Tore so mächtig und schwer, dass mehrere Männer erforderlich waren, um sie bewegen zu können.
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Die Anpassung an das landwirtschaftliche Milieu. Der Einwanderer aus Osteuropa vertauscht, wenn er nach Palästina kommt, das osteuropäische Klima mit dem Mittelmeerklima und die 6S
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Das wirtschaftliche Vorwärtskommen wird deshalb in der Mehrzahl der Fälle davon abhängen, ob es möglich ist, dem Lohnarbeiter zu einer kleinen Nebenwirtschaft oder zu einer vollen Bauernwirtschaft zu verhelfen. In den Fällen, in denen dies in Palästina bisher geschah, erfolgte es in der Weise, daß philantropische Gesellschaften ihm Geld zu besonders günstigen Bedingungen darlehensweise gegeben und die Sicherheit des Kredites dabei nicht genau beachtet haben. Aber dieses System kann nur solange bestehen, als wir es in Palästina mit einer geringen Zahl von Arbeitern zu tun haben, es taugt aber nicht, sobald die Arbeiterzahl anschwillt. Im letzteren Falle wird das Geld der philantropischen Gesellschaften unzureichend.