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Capacitäten untersuchen lässt, für die reinliche Bereitung und Füllung sorgt, kann mit einem solchen Tafelwasser nicht nur in Palästina, sondern auch in Aegypten und im übrigen Orient gute Geschäfte machen. Damit ließe sich eine Biererzeugung sehr wohl vereinen. … In Jaffa und in Haifa haben Deutsche moderne Anstalten eingerichtet, trotzdem soll noch immer Raum für Oelmühlen fein, denn das feine Speiseöl kommt aus Frankreich — nach Palästina. Jedenfalls aber ließe sich aus den Oelrückständen eine vorzügliche Seife erzeuge», die mehr als gewöhnlichen Marktwert besäße.
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Auf diese Weise hofften wir, eine grosse Anzahl von Colonistenfamilien im Volkshause zu vereinigen. Es war der letzte Abend, den ich in Palästina verleben sollte; .wir wanderten durch die Werkstätten der Kellereien: die Kessel, die geschmiedeten Eisenstücke, die riesigen Bottiche und Fässer, die dort von Judenhänden fertiggestellt worden sind, diese prosaischen Dinge, ebenso wie die aufragenden Palmen, die glänzenden Orangen- und Esrogimbäume, die stark duftenden Geraniumpflanzen und all das Leben und Treiben, die schwer beladenen Kameele, deren heiserer Buf durch die Lüfte gellte, die Eselinnen, auf denen kleine Jungen von anderen Colonien herangeritten kamen, das alles, verschönt durch die matte Glut des untergehenden Sonnenlichtes, sie erfüllten meine Seele mit wehmüthiger Freude. … In diesem Stück, noch mehr wie in dem vorhergehenden, wurde jede Pointe verstanden, jeder Scherz bejubelt und, besonders bei der Anführung der Talmudsteile, die besagt, dass die Weigerung des einen Ehetheiles, nach Palästina auszuwandern,, einen Scheidungsgrund involviere, brach ein Jubel los, dessen Bedeutung mir noch am selben Abend erklärt wurde: In einer Nachbarcolonie lebt nämlich thatsächlich eine Frau, die mit ihren Söhnen nach Palästina zog, um mit ihnen dort Ackerbau zu treiben, deren Mann aber, weil er sich weigerte, die Familie zu begleiten, von ihr rechtmässig geschieden wurde.
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Wenn unser Volksthum der Welt nicht klar ist, dann muss es deutlicher in die Erscheinung treten, wir müssen aus den Trümmern der Vergangenheit und aus den Ueberresten, die zwischen fremden Völkern versprengt sind, ein Volk formen, ehe sie in Elend verkommen, damit es Palästina verlange, ihnen allen nach rücke und ihrer Arbeit die letzte Weihe und den vollen Wert verleihe. Und in dieser Arbeit von allen Seiten beengt und bedrängt, verleumdet und angefeindet, setzen wir alles aufs Spiel, denn wir vertrauen auf die Kraft des jüdischen Volkes, das genau sowie jedes andere Volk seine Landwirte, seine Ackerbauer und seine geschulten Arbeiter haben muss, wenn es nicht verderben und verkümmern soll. … Wenn cs auch lange dauern mag, bis unser Ziel erreicht sein wird, arbeiten Sie ruhig fort, trotzen Sie nach wie vor jedem Ungemach und lassen Sie sich von dem Bewusstsein erheben, nicht gewöhnliche Bauern zu sein, sondern Sendboten des Schicksals, das Sie ausersehen hat, eine grosse geschichtliche Begebenheit ins Rollen zu bringen, die R ii c k k e h r d e s j (i d i s c h e.n Volkes nach Palästina! AIle, die an diesem Werke theilnehmen, Ihre Beamten und jene, die dieses Werk mit grossen Summen gefördert haben, sie alle schreiben ihre Namen in die Bücher unserer Geschichte ein. und darum soll keiner von uns oder von Ihnen in kleinlicher Weise durch Enttäuschungen, Entbehrungen oder persönliche Verluste sich abhalten lassen, dem grossen Werke weiter zu dienen.
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Und heute ist er bereits vollau beschäftigt. Dass Palästina vorderhand für eine grössere Anzahl Buchbinder Arbeit geben könnte, glaube ich nicht. Cartonnagearbeiten werden hier gar nicht besorgt, der Import solcher Waren ist jedoch relativ bedeutend. … Der erste Fortschritt in dieser Richtung konnte unlängst in der Gründung der Productivgenossenschaft jüdischer Arbeiter Jaffas begrüsst werden. Was die agricole Thätigkeit unserer Volksgenossen in Palästina betrifft, so ist über die damit zusammenhängenden Colonien hier und in anderen der Sache sympathischen Zeitungen wohl schon genügend geschrieben worden.
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Aber nicht nur in Vergangenheit und Kultus lebt uns Palästina, sondern auch in unseren Träumen und Hoffnungen, die gar nicht immer utopischer Art sind, wenn sie auch von vielen Hunderttausenden gehegt undnurvon wenigen Tausenden verwirklicht werden. … Im Anschluss hieran möchte ich auf einen im ersten Augenblick unglaublich erscheinenden Umstand hinweisen, der bisher vollständig übersehen worden ist: Es ist falsch zu sagen, dass Palästina in der Türkei liegt, es liegt nur zu seinem grössten Teile im Machtbereiche des Sultans; ein anderer Teil liegt in Aegypten, dessen stark von England beeinflusste Verwaltung den Bestrebungen der Palästina-Vereine kaum irgend welche Schwierigkeiten in den Weg legen würde.
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51 B. Ebenstem: Ein vergessenes Stuck Palästina. 52 Küstenstrecke südwestlich von Gaza zu unfruchtbar sei, um für Kolonisationszwecke in Betracht tu kommen. Die grosse Karte des Palestine Exploration Fund Zeigt eine Anzahl von Ortschaften, Wasserläufen und Brunnen, sowie Ruinen, die auf eine frühere Blüte, und Palmengruppen, die auf die jetzige Anbaufähigkeit des Landes schliessen lassen. … Aber weit über die Möglichkeiten hinaus, die jedes Gebiet, welches aus natürlichen oder politischen Ursachen eine grosse Menge von Menschen anzuziehen geeignet ist, gewinnt dieses vergessene Stück Palästina an Bedeutung, wenn wir eines der Probleme der allernächsten Zukunft ins Auge fassen: die Verbindung der grossen afrikanischen Schienennetze mit denen Asiens und Europas.
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53 B. Ebenstem: Ein vergessenes Stück Palästina. 54 Küstenstädten Palästinas und Syriens auf der anderen Seite. Mit dem Bau dieser ägyptischsyrischen Küstenbahn, die übrigens vom Standpunkte der Palästina-Kolonisation eine der segensreichsten Unternehmungen ist, und deren Bau sehr bald der Vollendung der Kapstadt-Kairo- und der Bagdad-Bahn folgen wird, gewinnt die Stadt El-Arisch und mit ihr die ganze Küstenstrecke eine neue Bedeutung. … Wie die politische Zugehörigkeit, auch die Fruchtbarkeit des Landstriches von den schwankenden Verhältnissen abhängig: zu Zeiten des Friedens und wirtschaftlichen Aufschwunges war stets die an bevölkerte Gebiete angrenzende Wüste bebaut. Wie dem aber auch sei — ob die Palästina- Bestrebungen sich an den Strom, oder an den Bach Aegyptens als an die Grenze des heiligen Landes halten werden — es giebt ein Stück Palästina, das bisher, für die praktische Thätigkeit wenigstens, völlig übersehen worden ist —, ein Stück Palästina, das dem Herzen des Juden nicht weniger teuer sein kann, als die meisten anderen, unter türkischer Verwaltung stehenden Teile des Landes.
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KLEINERE Fahrstrassen in Palästina. Nach einem kürzlich von dem amerikanischen Konsul in Jerusalem erstatteten Berichte ist einer der bedeutendsten Verkehrswege in Palästina derjenige zwischen Jerusalem und Nablus, dem alten Sichern. … (Nach The Times of India.) * Ein agronomisch - kulturtechnisches Bureau in Palästina. Als höchst erfreuliches Zeichen der Zeit ist das Entstehen eines unabhängigen Bureaus für alle mit der Kölonisierung Palästinas verbundenen Arbeiten zu begrüssen.
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Besonders unter diesem Gesichtspunkte ist das Unternehmen der Palästina-Bank und sind ihre ferneren Pläne mit Genegthuung zu begrüssen. Deutschland muss auf dem Platze sein und eine feste Stellung innehaben, wenn unter der Wirkung des neuen grossen Verkehrsunternehmens neues Blut durch die Adern des mesopotamischen Wirtschafesgebietes und seiner Vorländer zu rinnen beginnt.
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Die salomonischen Teiche, drei terrassenförmig übereinanderliegende Bassins, werde» sowohl durch die meteorischen als auch Quellwässer ihres Niederschlagsgebietes gespeist Auch die in ganz primitiver Bauart angelegten Teiche von Nabatye und Birket Miskene in der Ebene von Turan, welche aus neuerer Zeit herzurühren scheinen, sind bei dieser Gelegenheit zu erwähnen. Ausser in seinen Niederschlägen besitzt Palästina in seinen Flüssen, Quellen und Seen einen unerschöpflichen, Reichthum an Wasser. Die Wasserläufe, haben mit Ausnahme des von Norden nach Süden strömenden Jordans und den Flüssen der Kison-Ebene, die Richtung von Osten nach Westen oder umgekehrt.
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Zweifellos wird man aber in der Ebene Jesreel, Batauf-Ebene, Sahel el Ahma, Jordan-Ebene und Merdj Aiün mit Bohrlöchern von geringer Tiefe Wasser zutage fördern. Die Grundwasser findet man in sämmtlichen Ebenen von Palästina gewöhnlich in einer Tiefe von 3—25 m. In der Saron-Ebene, besonders in der Gegend von Jaffa, schöpfen unzählige Becherwerke mit Göpel- oder Motorantrieb das Grundwasser zum Zwecke der Bewässerung der Obst- und Gemüssegärten« Die vorhergehende Aufzählung mag wohl beweisen, dass Palästina über hinreichende Wasserkräfte verfügt, um die Hebung der Bodencultur und die Gründung einer Industrie zu begünstigen. … Es ist deshalb höchst wa h. rschei nlich, dass das zwanzigste Jahrhundert die von so Vielen erträumte und. so oft besprochene Bückkehr der Juden nach Palästina sehen wird. Der Zionismus, obgleich er als Chimäre in den Geistern der Juden seit tausend Jahren existierte, hat bloss in der letzten Decade praktische Formen angenommen und ist seiner Bealisierimgs-Möglichkeit nähergerückt worden.
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Nach Post: Flora of Syria, Palestine and Sinai kommen beide Arten in der Umgebung des Toten Meeres vor, und von beiden Arten wissen wir, dass sie ein rötliches, geringwertiges Gummi liefern. Freilich giebt es noch andere Akazien in Palästina, jedoch sind sie bisher nicht am Toten Meer gefunden. Es sind dies Acacia farnesiana, jene beliebte wohlduftende Heckenpflanze, die im Mittelmeergebiet und auch in Palästina, z. … Sodann kommt die bekannte Nil-Akazie, Acacia nilotica, in Frage; sie tritt aber erst im Sinaigebiel auf, nicht im eigentlichen Palästina; ferner Acacia albida die nur von Sidon und Gaza, sowie von der Schlucht südlich Jubail angegeben wird, während sie in Afrika bis zum Cap geht; sie liefert übrigens ein sehr minderwertiges Produkt.
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Sollte es dermaleinst zur Begründung landwirtschaftlicher Versuchsstationen in Palästina kommen, so werden sich ungezwungen damit besondere Abteilungen verknüpfen lassen, welche sich mit den Fragen der Aufforstung zu befassen haben.
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Geldsendungen für den zu bildenden Fonds: An die Redaktion der Zeitschrift: „Palästina'4 Berlin-Halensee. Ringbahnstr. 125. Berlin-Wien, 2. April 1902.
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Die grosse Ebene des Hauran — die Kornkammer Syriens — bildet das Hinterland von Palästina. Es wird -behauptet, dass die Bahn von Beyrut nach Damaskus sich in finanziellen Nöthen befindet. Ein Jahr früher hat der deutsche Consul in Damaskus in einem Berichte an seine Regierang seine Landsleute aufgefordert, nicht nur diese Bahn,sondern auch die unvollendeteStreckeHaiffa—Damaskus zu kaufen. Würde Deutschland diese Linie erwerben und sie mit der Bahn von Damaskus aus mit einigen Punkten der projectierten Bagdad-Route verbinden, so würde es den Handel von Palästina und Kleinasien damit quasi monopolisieren. Der Handel von Palästina ist heute schon nicht unbedeutend. Die Landesprodncte sind Weizen, Gerste, Orangen, Oel, Wein, Feigen, Aepfel, Pfirsiche, Birnen, Granatäpfel, Aprikosen, Citronen, Mandeln, Gurken, Salat, Zwiebel, wilde Artischoken und Spargeln, Trüffeln, Tabak, Sesam und Seide, während Paradeisäpfel und Vegetabilien von deutschen und französischen Colonisten eingeführt werden." f>i*ibcii)e.
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Das Beispiel der Karmel-Weine zeigt uns schon, wie wichtig für die Bevölkerung in Palästina der Exporfc ist; wenn der Absatz gesichert ist, wird die Arbeit, lohnend, und immer mehr und mehr Leute finden Beschäftigung.