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Das Schicksal hat es gewollt, daß Palästina kein leeres Land ist. Der unerschütterliche Wille der Juden, sich in Palästina eine neue Heimat zu errichten, in der sie kraft Rechtes und nicht geduldet leben können, wird sicher durch die Vorfälle, wie sie sich jetzt wiederum ereignet haben, nicht erschüttert und es ist gut, dies mit letzter Entschlossenheit und Klarheit zu sagen. Aber gleichzeitig damit müßte vielleicht der Versuch gemacht werden, der arabischen Bevölkerung in Palästina, die nun einmal diese Beeinträchtigung ihrer nationalen Herrschaftsaspirationen hinnehmen und mit der Anwesenheit und der Expansion der jüdischen Einwohnerschaft in Palästina rechnen muß, Aspekte zu eröffnen, die ihr die jüdische Arbeit in Palästina auch politisch positiver erscheinen lassen.
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Es ist gewiß beklagenswert, wenn die Ereignisse in Palästina kein allzu großes Echo in der Diaspora gefunden haben, aber sind daran nicht auch die Mängel des zionistischen Apparates schuld? … Bei der Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees in Zürich konnten Weizmann und der Vorsitzende der Palästina-Exekutive, Ben Gurion — der politische Dezernent Schertok war in Palästina geblieben —, über eine Zeit intensivster politischer Tätigkeit berichten.
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Das jüdische Technikum am Fuss des Karmel wird sich der Entwickelung der hebräischen Sprache, der hebräischen Kultur in Palästina nicht entziehen. Die Anerkennung der Wünsche und Bedürfnisse des jüdischen Palästina und des Willens des ganzen jüdischen Volkes, die uns in friedlicher Auseinandersetzung verweigert worden war, haben wir in einem monatelangen, schweren, aber von allen unseren Freunden mit Begeisterung und Opfermut geführten Kampf durchgesetzt. … Der Kampf hat Palästina selbständig gemacht, und das selbständige hebräische Schulwerk wird blühen, unserem ganzen Volk zur Ehre und zum Heile.
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Die zuversichtliche Stimmung, welche die ungemein zahlreichen Besucher vorgefunden haben und die sich ihnen mitteilte, wird ein Agens dafür sein, daß der Zug nach engerer Verknüpfung mit Palästina bei den Juden der Diaspora sich sehr verstärken wird. Die Frage, ob die englischen Zölle auch gegenüber Palästina aufrecht erhalten bleiben, wird wahrscheinlich von dem Verlauf der Empirekonferenz in Ottawa abhängen. … Am 22. April fand im Unterhaus eine Debatte über Palästina statt. John Buchan kritisierte die Haltung der Regierung, besonders die Einengung der Immigration. Col. Wedgwood griff die englischen Beamten in Palästina wegen ihrer Haltung gegenüber dem Zionismus scharf an.
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Demonstrationen, Kongresse sind an der Tagesordnung. Anfang September wurde in Damaskus ^ein allgemeiner Palästina-Kongreß ab gehalten, auf welchem sämtliche Redner scharf gegen den Zionismus loszogen; es wurde beschlossen, den Namen Palästina abzuschaffen und den ganzen Landesteil Provinz Damaskus zu nennen. … Als Endziel wurde die Vertreibung der fremden Eroberer aus Palästina proklamiert, ein national-arabischer Schutz- und Trutzbund für Syrien und.Palästina wurde gegründet. Sir .Herbert Samuel, der im Aufträge der englischen Regierung nach Palästina kam, um das National Home einzurichten, empfing in Sichern (Nablus) die Häupter der Araber, die gegen die Pläne der Zionisten protestierten.
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Das 7* Dominion. Vor Jahren hat Col. Wedgwood ein Buch über Palästina als 7. Dominion geschrieben. In »Bouslnai« erneuert Smilansky den Vorschlag), Palästina zu einer Kolonie des britischen Weltreichs zu machen, die später ein Dominion werden soll.. … Arabische Kongresse» Zwei Kongresse sollen demnächst abgehalten werden. Ein arabischer für Palästina, um den Nachfolger des verstorbenen Präsidenten der arabischen Exekutive, Musa Kasim Pascha, zu wählen, ferner ein allgemeiner moslemischer Kongreß, auf dem die Aufhebung der Mandate für Syrien, Palästina und Transjordanien gefordert werden soll.
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Die britische Politik muß eine sichere Grundlage jucken, und diese ist in einem jüdischen Palästina zu sinoen. Ein jüdisches Palästina wird Lern Britischen Reich gegenüber absolut Loya! sein und wird ihm das unentbehrliche Bollwerk in diesem Teil der Welt bilden." … Und Lichtheim braucht Viel, viel Boden für seine Kolonisation, es wird ihm schwerfallen, den arabischen Kleinöesitz „nach Möglichkeit" zu schonen. Er sagt (S. 4): „Was Wollen wir in Palästina? Wir wollen es zur Heimstätte für das jüdische Volk machen. . . Hier ist Palästina, und dort unser Volk, 15 Millionen an Zahl. . .
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Diese Frage könnten wir verneinen. Wir hätten das Vertrauen haben dürfen, die in Palästina vorhandenen Schwierigkeiten zu meistern. Aus einer inneren Notwendigkeit sei der Ausbau in Palästina geschehen. Trotz aller Schwierigkeiten gäbe es für uns keinen anderen Weg. … Es sei unsere Aufgabe, nunmehr mit erhöhter Kraftanstrengung jenen zu helfen, die in Palästina so Schweres durchzumachen hatten. ' Anschließend sprach Frau Helene Hanna Thon aus Jerusalem, mit dem tiefen Schmerz der an dem Unglück in Palästina unmittelbar beteiligten Frau.
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186 keit, den für Palästina nicht Geeigneten entweder in nicht allzu grosser Entfernung wenigstens vorübergehend Existenzmöglichkeit zu gewähren (Massilah, bei Konstantinopel), oder sie in andere Wanderungsgebiete abzuleiten. … Es zerfällt in: I. die Zentrale für jüdische Wanderung nach Uebersee, II. die Zentrale für jüdische Wanderung nach Palästina. Die Zentrale für Palästina-Wanderung untersteht dem Palästina- Wände rungsamt in Jaffa (Haifa?) und ist Haupt-Sammel- und Kontrollstelle der Palästina-Wanderung aus Südosteuropa.
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Vom 4. Jahrgang (1907) an erschien sie unter dem Titel »Palästina« , Organ für die wirtschaftliche und kulturelle Erschließung des Landes. Die Redaktion führte Dr. Jacob Thon. Die Palästina-Kommission stellte Ende 1907 das Erscheinen der Zeitschrift ein, da sie an ihrer Stelle wissenschaftliche Palästina-Jahrbücher herausgeben wollte. … Hingegen bleibt für das Ausland der bisherige unverändert 2 amer. Dollar.*) Administration von »Palästina« Verlag C. Barth, Wien L, Heßgasse 7. *) Für Deutschland M 8.40, für die Tschechoslowakei Kc 70.—, für Polen ZI. 17.—, für Jugoslawien Din. 130.—, für Ungarn Pengö 12.—, für die Schweiz.
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Blankenborn, Berlin-Charlottenburg. Eine seismologische Station in Palästina? eit den letzten Erdbeben in Palästina im Jahre 1903 tauchte der Gedanke der Gründung einer ständigen seismologischen Station auf Palästinas Boden womöglich in Verbindung mit einer grösseren meteorologischen Station I. oder II. … Der Plan geht dahin, einen Seismometer modernster Konstruktion aus Deutschland nach Palästina zu schaffen und dort auf geeignetem Platze durch einen jungen, auf einem deutschen seismologischen oder geophysikalischen Institute wohl ausgebildeten Fachmann in vorschriftsmässiger Weise aufstellen zu lassen, Der betreffende Gelehrte soll dann eine Zeit lang (V2 bis 1 Jahr) an Ort und Stelle alle zur Bedienung und Beobachtung des bezw. der Apparate nötigen Arbeiten ver- *) Vgl. meinen Aufsatz: „Ueber die letzten Erdbeben in Palästina und die Erforschung etwaiger künftiger" in ZDPV XXVIII 1905 S. 206. 175
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Frauenarbeit. Der „Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina" versendet einen Bericht über das dritte Jahr seines Bestandes. Mit den geringen Mitteln, welche dem Verbände zu Gebote stehen, konnte derselbe natürlich keine so großzügige Tätigkeit entfalten, als sie für diesen Zweig jüdischer Arbeit in Palästina möglich und wünschenswert wäre. … Auszug aus den Statuten: § 1. Der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina •erstrebt eine gemeinsame Arbeit aller Jüdinnen, um Einrichtungen zur Besserung der sozialen Notlage der Juden in Palästina zu schaffen.
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202 Fm deutschen Reich 460 Millionen Mohammedaner und nur 12 Millionen Juden, daraus folgt, daß es schon setzt verhältnismäßig viel zu viel Juden in Palästina gibt; anstatt neue einzulaffen, müssen die vorhandenen zum Teil, entfernt werden, um das Gleichgewicht herzusteüen. … Dieses Komitee verlangte ungestüm eine sofortige Masseneinwanderung von Juden nach Palästina! Das war der Gipfel des Zynismus und der Gewissenlosigkeit. Eine Mafserreinwanderung in ein so kleines Land wie Palästina würde eine Katastrophe für das Land und die Einwanderer bedeuten und die wüsteste Revolution heraufbeschwören.
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Es handelt sich aber nicht bloß um die Gefahr (arabischer Lohnarbeit, sondern auch um die im Zusammenhang damit stehende viel größere Gefahr einer arabischen Einwanderung na,eh Palästina. Der Arbeitermangel in Palästina ist nicht bloß auf den jüdischen Wirtschaftssektor beschränkt geblie*- ben. Immer schwerer wird es, selbst einheimische arabische Arbeiter anzustellen und so strömen denn nach Palästina, durch die großem Arbefemöglichkeiten herangelockt, Tausende von arabischen Lohnarbeitern aus den Nachbarländern (in der Hauptsache aus dem Haiuran.) ins Land, ohne sich viel um die Einwanderungsbeschränkungen der Regierung zu kümmern, die gar nicht im, Stande ist, eine derartige, durch die weiten Ostgrenzen des Landes kommende* Einwanderung zu kontrollieren. Die Zahl dieser arabischen Lohnarbeiter aus <lem Hauran beträgt bereits gegenwärtig viele Tausende (in Petach Tikwah allein 1400, in Haifa an 2000, in Tel-Aviv 278 auf die Gesamtzahl von 357 arabischen Arbeitern in der Stadt), wobei noch zu bemerken ist, daß diese Araber letztens mit Kind und Kegel nach Palästina hereinkommen, also als dauernde Einwanderer in Betracht gezogen werden müssen. Wie weit eine der- -artige Erscheinung den Gedanken des Aufbaues einer jüdischen nationalen Heimat in Palästina gefährdet, erhellt wohl von selbst.
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Er möchte diese Teilung streng gewahrt wrssen: was nach Palästina will, gehört in das Ressort des zu gründenden zionistischen Wanderungsamtes in Konstantinopel, alles übrige bleibe den andern Hilfsorganisationen überlassen. … Unsoziale Elemente, die besonders in den ersten Stadien der Entwicklung unerwünscht sind, wird jeder von Palästina fern halten wollen. Bereits früher hat Sokolow darauf hingewiesen, dass es unerlässlich sei, ein britisch-zionistisches Abkommen über Prinzipien und Praxis des Erteilens von Pässen nach Palästina zu treffen, da nur auf diesem.
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Hier eröffnen sich also neue und breite Horizonte, deren Nutzung von der Geschlossenheit und Disziplin der Arbeiterschaft abhängen wird. Im Interesse des jüdischen Wirtschaftslebens in Palästina bleibt es zu hoffen, daß es der Arbeiterschaft gelingen wird, auch diese Feuerprobe zu bestehen. Rückkehr des Hochkommissärs» Der High Commissioner für Palästina, General Sir A. … Regierungseinnahmen April bis Oktober» Die Einnahmen der Palästina-Regierung im Halbjahr April—Oktober 1935 betrugen 2,968.612 £P, das ist um zirka 200.000 £P mehr, als im Voranschlag angenommen wurde.
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Dazu sollte man von der ottomanischen Regierung einen „Charter" erwerben, der der jüdischen Natron die Souveränität über Palästina zu übertragen hätte. Der Zionismus erhielt einen völlig neuen Inhalt. Es galt nicht mehr, jüdische Bauern in Palästina anzusiedeln, sondern jeder Zionist hatte einen Schekel zu zahlen und auf den Charter zu hoffen, den Charter herbeizusehnen. … Der Judenstaat sollte die Judenfrage in der ganzen Welt endgültig I ö s e n, die kurz zuvor sogar in Frankreich durch die Dreyfus-Affäre sich stark verschärft hatte und alle Staaten beunruhigte, die darum ein vitales Interesse an ihrer endgültigen Lösung. und Beseitigung hatten und gern bereit sein würden, den Juden in Palästina die „öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte" zu garantieren. Seit dem ersten Baseler Kongreß ruhte über 10 Jahre lang jede positive kolonisatorische Arbeit in Palästina, dafür erregten die Kongresse einen förmlichen Taumel in der ganzen Judenheit.
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In einer öffentlichen „Botschaft" erklärte er, er rechne damit, daß Palästina unser sein wird, nicht als „Homeland", nicht als. kultureüss Zentrum, sondern einfach als unser Land und unser Staat. … Es ist nicht unmöglich, daß bei der Menge von Geschäften, welche die Geister in Paris beschäftigen, die große Bedeutung eines . jüdischen Palästina für Großbritannien in Gefahr gerät, übersehen zu werden.' Wir wollen sie darum nochmals darlegen. Die ganze britische Herrschaft im Orient hängt an Palästina und dem Suezkanal.
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In sinniger Verflechtung von Zionismus und bu8ine88 schreibt in der ersten Nummer -Sir Stuart Samuel: Palästina habe die Aufgabe, ein großes und wertvolles Absatzgebiet für britische Erzeugnisse zu sein, es müsse das große Verteilungszentrum für die' angrenzenden Länder, was die britischen Jndustrieerzeugnisse anbetrisst, werden. Den Juden von Palästina fällt also die doppelte Mission zu,, die Wacht am Jordan zu halten^ auf dem Wege nach Indien und Mosul, und zugleich englische Waren für den ganzen Orient seilzuhalten.
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Pfund Sterling, eine halbe Milliarde Mark nach Vorkriegskurs, von der Gesamtiudenheit für den Ausbau von Palästina Zu 'fordern. Und der „Jewish Guardian" fragt, wo man das Geld hernehmen solle, während 75 Prozent der Gesamtjudenheit in den vom Kriege betroffenen Ländern wirtschaftlich ruiniert sind. … Es wäre ungerecht, den Zionisten diese Naivität zu verargen, sie haben sich nämlich nie mit dem Gründen von Kolonien befaßt und können also davon nichts verstehen. Alle in Palästina vorhandenen Kolonien, bis aus ein paar unbedeutende Güter und Farmen (Kinnereth, Dagania, Hulda und Merchawia, mit zusammen etwa 280 Einwohnern), die der Nationalsonds in bert letzten Jahren vor dem Krieg gegründet hat und über deren Schicksal jetzt nichts Genaues bekannt ist — alle jüdischen Kolonien in Palästina bestanden schon im Jahre 1896, also vor Auftreten Herzls!