Mannheim
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  1. 1899-01-01 · Heft 1 (Januar 1899) · p. 51 · [Ohne Titel] / A. L.

    Der Redner leitete seinen Vortrag mit der Erklärung ein, daß er nicht, wie mehrfach angenommen worden sei, über „Ben Akiba" sprechen wolle, der vor etwa fünf Dezennien in der Phantasie eines deutschen Dichters entstanden sei, sondern über „Akiba ben Joseph", der vor 17 Jahrhunderten in Palästina wirk» lich gelebt, gelehrt und gelitten habe, der als Abkömmling eines Proselyten durch die Frömmigkeit seiner jüdischen Mutter und die großartige Aufopferung einer edlen, hochgebildeten Gattin aus einem unwissenden und wifsensfeindlichen niederen Hirten zu einem der er» habensten Volkslehrer emporgewachsen sei.

  2. 1900-11-01 · Heft 11 (November 1900) · p. 616 · B. G. Potsdam

    -Ztg." wahrlich weit näher steht, als jene Firma, deren Besitzer vielleicht nur deshalb als Juden bezeichnet werden, weil ihr Name alttestamentlich klingt oder weil das fromme Blatt daran eine aufreizende Bemerknng knüpfen wollte. Daß „Wallfahrten" auch in Palästina stattfanden, sollte einem so strenggläubigen Blatt nicht fremd sein. Uns sind „jüdische" oder „christliche" Schuhwaaren unbekannt; bekannter sind uns aber „lederne" Schuhwaaren und — lederne Notizen antisemitischer Hetzblätter!

  3. 1902-06-01 · Heft 6-7 (Juni 1902) · p. 383 · Dresden

    Von jämmtlichen Christen getraute sich nicht Einer eine Gegcnstellung einzunebmen, wo es sich um einen Juden handelte, obgleich die Stadt München die Hauptstadt von Bayern und nicht von Palästina ist, während der eine Jude sich in einem gegentheiligen Falle nicht schellte, als Jude auszutreten und seiner jüdischen Ueberzeugung offen Ausdruck zu verleiben". — Auf diejenigen Münchner, welche nur das „Vaterland" lesen, muß eine solche Notiz selbstverständlich aufreizend wirken; aber die anderen Bürger der Stadt München, welche aus der „Altg.

  4. 1902-11-01 · Heft 11 (November 1902) · p. 633 · Berlin / S.

    November von Prof. Ernst Sellin-Wien (^Meine Ausgrabungen in Palästina"), am 15. Januar von Chefredakteur vr. I. Landau- Berlin („Der Jude auf dem Theater"), am 12. Februar von Schuldirektor vr.

  5. 1904-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1904) · p. 418 · [Ohne Titel] / A. L.

    Der Zionistenkongrcß habe zwar anerkannt, daß das Anerbieten der englischen Regierung außerordentlich großmütig sei, aber ein Teil des Kongresses sei der Ansicht gewesen, daß eine Niederlassung in Ostafrika von dem zionistischen Ziele der Niederlaffung in Palästina ablenken würde. Wegen einer noch völlig in der Schwebe befindlichen Angelegenheit brauche man daS Haus nicht zu vertagen.

  6. 1904-09-01 · Heft 9 (September 1904) · p. 488 · Bonn

    Er führte unter anderm aus: „Wer mit den Juden innige Freundschaft hält, der ist kein Christ. Die Juden haben Jesus gekreuzigt. In Jerusalem und Palästina waren sie ein auserwähltes Volk, aber zufolge der Kreuzigung hat sie Gott gestraft, den Tempel zerstört, ihr Land verwüstet, und sie sind nachher selbst in großer Anzahl gekreuzigt worden.

  7. 1907-11-01 · Heft 11 (November 1907) · p. 161 · Inhalt

    Obermeyer, Modernes Judentum im Morgen- und Abendlande. — Eckard, Z'Ckermann und Fenner, Beiträge zur Palästina-Kunde. — Müntz, Wir Juden. IV. Mitteilungen. Die Jüdische Medizinische Stimme. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.

  8. 1912-01-01 · Heft 11-12 · p. Seite 245 · Die Ölproduktion Syriens

    X Kritisches über das Erziehtuigs- und Schulwesen. Unter dem Titel: „Eindrücke aus Palästina" veröffentlicht Chajim Czernowitz im „Haolam" eine Folge von Artikeln. (Die Einleitung ist in Nr. 9/10 unserer Zeitschrift abgedruckt.)

  9. 1912-12-01 · Heft 12 (Dezember 1912) · p. 555 · [Ohne Titel] / A. L.

    Bon jenem Vertrauen, wie es im Gemüt der germanischen Völker lebt, ist in Palästina kein Gegenstück aufgetaucht. Der Glaube, den Christus forderte, war der Glaube an seine Person, die blinde Unterwerfung unter die Worte des Meisters und Propheten, aber nicht jene naturwüchsige Treue, wie sie im Naturell besserer Völker und Charaktere liegt.

  10. 1913-02-01 · Heft 2 (Februar 1913) · p. 74 · [Ohne Titel] / A. L.

    74 Im deutschen Reich. vom Hansabund, deren Vorfahren einst in Palästina gewohnt hätten. Aus der Zeit der Junkerherrschaft seien wir leider heraus und dafür unter die Herrschaft der Juden gekommen. — Von einer solchen Herrschaft ist in Preußen keine Spur zu finden, wohl aber manche sehr tiefe Spur o st e l b i s ch e n Agrarier- Regiments, die sehr übel empfunden wird.

  11. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. 124 · [Ohne Titel] / A. L.

    Wir treffen uns am Dnjepr, und dort gibt es Schiffe, in die wir die fünf Millionen russischer Juden hineinpacken und nach Palästina senden würden. Wenn die

  12. 1913-03-01 · Heft 3 (März 1913) · p. 125 · [Ohne Titel] / A. L.

    Amschau. 125 Juden dann in Palästina sich ein eigenes Reich gegründet haben und einen Kaiser brauchen, dann können wir ihnen unseren Rothschild schicken." — Es mag zugegeben werden, daß ein Teil der akademischen Zuhörerschaft des Professors Adolf Bartels durch die Ausländerbewegung in der Klinikerschaft bereits seit Wochen in eine Stimmung versetzt war, die sie für die Ausfälle des Redners gegen die ,,Fremdlinge" besonders empfänglich machte.

  13. 1917-05-01 · Heft 5 (Mai 1917) · p. 206 · [Ohne Titel]

    Die „Entente" ist ja von je so freigebig gewesen mit fremdem Besitz., und hat mir den verschwenderischen Schenkungen dessen, was anderen gehört, Italien sowie Rumänien in den Sumpf gelockt. So fern die Aussicht auf ein jüdisches Palästina, so bitter nahe gehen uns die Rachrichten über die Iudenvertreibung aus Jaffa, über die freilich volle; Aufklärung noch fehlt.

  14. 1917-09-01 · Heft 9 (September 1917) · p. 362 · [Ohne Titel] / J. L.

    Dieselbe englische Presse zndes, die jetzt in den unflätigsten judenhetzerischen Ton der russischen Pogrom-Presse verfällt, begeistert sich 'für das zionistische Ideal einer Rückerstattung Palästinas an jdie Juden. Auch die Amerikaner, versuchen mit dem Lockwort „Palästina" Unter den Zionisten Bauernfang zu treiben. Die Zionisten, die bei uns lin Deutschland das Pech haben, die SympathiS der Antisemiten zu ^erdulden, müssen sich draußen das heuchilerische und hinterlistige Patronat der Engländer und Amerikaner gefallen lassen.

  15. 1920-06-01 · Heft 6 (Juni 1920) · p. 195 · [Ohne Titel] / K. A.

    Und wenn man uns von Nationaljüdischer Seite den Vorwurf macht, daß wir Augendiener unserer Umgebung sind, so ist unsere Haltung zu dem uns angestammten deutschen Heimatlands jedenfalls nicht zu vergleichen mit der Ergebenheit, mit der man jetzt denen gegenübersteht, die ein zunächst papiernes Recht erteilt haben. Mag nun auch immer in Palästina eine höhere Zuflucht für Juden, die sie wünschen, erreicht werden — wir bleiben dadurch, was wir waren: deutsche Juden.

  16. 1920-06-01 · Heft 6 (Juni 1920) · p. 205 · [Ohne Titel] / Verax

    Bericht über die Hauptvorstandssitzung des Cemralvereins 205 Guerilla-Krieg ermuntere, der jetzt in dem von den Franzosen besetzten Gebiete geführt wird Dunkel sind die Wege der englischen Politik; eins aber ist klar: die Verquickung dex Judenfrage und insbesondere der Palästinafrage mit dieser Politik war verhängnisvoll und verderblich Allein nicht bloß die Zukunft der Palästina-Arbeit ist in Frage gestellt, — ein anderes, sehr bedeutsames, an Dimensionen sogar viel größeres Werk, welches den Nöten der Judenfrage in hohem Maße abzuhelfen bestimmt'ist, erscheint ernstlich gefährdet.

  17. 1897-10-22 · 21 (22.10.1897) · p. 12 · Philadelphia

    Es hat sich eine Anzahl von Männern gefunden, die gerade nls freie Bürger eines freien Staates sich für verpflichtet erachtet hüben,' für ihre verfolgten Brüder etwas zu thnn und sie in ihrem Streben nach einem Asyl in Palästina zu unterstützen. Sie setzten ihr Werk ruhig aber energisch fort und haben die Congreßverhandlungen in Basel mit großem Interesse verfolgt. … Der Zweck des Vereines ist: 1. Die Förderung der Colonisation und der Industrie in Palästina. 2. Die Pflege der nationalen Idee durch Errichtung einerjüdischen Bibliothek in Philadelphia, die alle nationalen Werke unserer Literatur, auf die wir stolz sein sollten, zu enthalten hätte.

  18. 1898-02-25 · 8 (25.2.1898) · p. 9 · Religionswechsel

    Es besteht die Absicht, schon zum Pessachfeste 10 bis 12 Schüler nach Palästina zu überweisen, und zwar solche aus Russland. Als der Director Herr Silberberg den Knaben diese Mittheilung machte, meldeten sich sofort 10 Zöglinge fteiwillig und blieben bei ihrer Bitte, obwohl der zufällig anwesende Dr. Loewe ihnen alle Mühen und Beschwerden, die ihrer in Palästina harrten, in scharfer Weise vorhielt. Unter ihnen sind auch zwei Oesterreicher. Die Ahlemische Schule verdient unter ihrer jetzigen Leitung die vollste Anerkennung jedes stammestreuen Juden.

  19. 1898-08-26 · 34 (26.8.1898) · p. 10 · Paris

    Diese traurige Erscheinung wird aber andererseits über kurz oder* lang dazu führen, dass die Leiter aller jüdischen Schulen in Palästina das Hebräische nicht zu einem obligaten Fachgegenstande, sondern direct zur Unterrichtssprache machen müssen. Die sehr günstigen Erfahrungen, die in dieser Hinsicht an der Fachschule von Jaffa gewonnen wurden, berechtigen zu der Erwartung, dass auch die übrigen „Alliance“- und Rothschild-Schulen die Erkenntnis von der Nothwendigkeit der hebräischen Unterrichtssprache sich zu eigen machen werden. … Die dabei gesammelten Erfahrungen werden unseren Pädagogen in ganz Palästina zustatten kommen, und es ist zu hoffen, dass die beiden anderen Kindergärten, übrigens

  20. 1899-06-09 · 23 (9.6.1899) · p. 10 · Mundgerecht

    Mai nun findet sich im „Israelit“ eine sehr scharfe Zurechtweisung, die das Blatt ohne weiteren Commentar ah druckt. Ueber die Juden in Palästina meldet die „Aurore“ : Nach dem Berichte des amerikanischen Consuls in Beirut leben zur Zeit 40.000 Juden in Palästina; darunter 22.000 in Jerusalem. 9(30 Familien, die 5000 Mitglieder zählen, vertheilen sich auf 22 von europäischen Gesellschaften begründete Colonien.