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  1. 1915-06-11 · 24 (11.6.1915) · page 1

    QO' .. —-Q Q Inhalt: Leitartikel: Die Zentralisierung des Palästina-Hilfswerkes. — Aktuelle jüdische Fragen. — ^Kriegsdekorationen jüdischer Offiziere ' und Soldaten. Dekorierungsseier. … Kriegsferienheim. Spenden für die notleidenden Juden in Palästina. Aufruf zur Errichtung einer Sperseanstalt für Angehörige des Handels- und Mittelstandes. Brockensammlung für jüdische Arme.

  2. 1899-02-26 · Heft 8 (26.2.1899) · page 5

    Kommt aber eiuer, der uns die Süßigkeiten eines neuen Judenstaates in Palästina schildert und uns zur Auswanderung dahin verlocken will, so weisen wir ihm einfach die Thür. Der Herr Stadtpsarrer verzweifelt an der Möglichkeit der Assimilierung zwischen Juden und Christen und weiß deshalb keinen anderen Rath als — Zion. … Man sieht: auf beiden Seiten werden die Wege geebnet zur Verständigung und es braucht keine Prophetengabe, um vorauszusehen, dass in einer nicht gar fernen Zeit der alte Streit begraben und Christen und Juden im lieben Deutschland sich als Brüder die Hände reichen werden. So stehen die Actien, Herr Stadtpfarrer! Nach Palästina gehen wir nicht!" Durch die Wahl Loubet's zum Präsidenten ist der Jubel der französischen Antisemiten über den Sieg, den sie in der Kammer durch die Annahme des Gesetzes über das Revisionsverfahren errungen haben, gedämpft worden.

  3. 1904-10-21 · 43 (21.10.1904) · page 4

    Es wäre hohe Zeit, von diesen beiden breitgetretenen Richtungen, Amerika und Palästina, abzusehen und nach einer anderen, lohnenderen und vorläufig noch leicht zugänglichen Gegend auszublicken, nämlich nach dem so fruchtbaren Gebiete zwischen dem Euphrat und dem Tigris, wo einst die Wiege unseres Volkes stand und wo der Boden ehemals reich bedeckt war von Feldfrüchten und Viehherden. Ein Kenner Syriens ersten Ranges, der das Land wiederholt bereiste und durchforschte, seine Bewohner, ihre Sprachen, die agrikolen Verhältnisse und die Bodenbeschaffenheit genau kennt, Professor Sprenger von der Hochschule in Kalkutta, der auch Palästina genau kennt, schreibt in seinem lesenswerten Buche „Babylonien" wörtlich folgendes: „Während Palästina und die Meeresküste teilweise ungesund sind und sich für europäische Kolonisten nicht gut eignen, weil die besten Parzellen sich im Besitze der Landeskinder befinden, überdies die neuen Ansiedler nicht in kompakter Masse beisammen leben könnten, was doch für den wechselseitigen Schutz eine unerläßliche Bedingung ist, gibt es unter allen Ländern der Erde keines, das zur Kolonisation so sehr ein ladet als, Syrien und Assyrien.

  4. 1906-10-26 · Heft 43 (26.10.1906) · p. Seite 508

    Professor Lazarus, mit dem ich in Meran wiederholt diese Angelegenheit eingehend behandelte, vollständig teilte, der sich überdies auf den ausgezeichneten Orientkenner Professor'Sprenger berief, daß Palästina das ungünstigste, Assyrien hingegen das allergünstigste Kolonisationsgebiet sei. Für Kolonien in großem Stile, wie sie für uns erforderlich, ist in Palästina kein geeignetes Land vorhanden. … Dieser Boden, der Reiß, Hanf, Weizen, Gerste, Mais, Leinsamen und Baumwolle produziert und auf dem die Dattelpalme vortrefflich gedeiht, ist fast umsonst und ohne Schwierigkeiten zu haben, die uns in Palästina entgegenstehen. Hier also, in den gesegneten Gefilden, in denen vor dritthalbtausend Jahren unsere Vorfahren in so glücklicher Gefangenschaft lebten, daß nach Aufhebung, derselben .die wenigsten nach Jerusalem heimkehren wollten, hier wäre der Spaten anznsetzen, hier die neue Heimat für die expatriierten unglücklichen russischen Juden zu gründen!

  5. 1899-08-18 · 33 (18.8.1899) · page 3

    Nach dem mißglückten Versuche des edlen Barons Moritz Hirsch, im fernen Argentinien jüdische Ackerbaueolonien anzulegen und den Strom der Auswanderung in jenes unbekannte und schwer cultivirbare Laud zu lenken, ist Palästina allein der ragende Punkt, nach dem sich unsere Blicke richten. Bibel, Sage, Sehnsucht, Verheißung und Hoffnung verklären das Land, in dem unsere Urahnen lebten, unsere Propheten predigten, unser Gott sich offenbarte und die ersten Gründer der Religion der Menschenliebe wirkten. … Das Cypernproject widerspricht indeß dem Hauptpunkte des officiellen Ziouistenprogramms, welches eine gesicherte Heimstätte für die Juden allein in Palästina beansprucht. Der Verfechter des Projects will mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln versuchen, den Congreß für seinen neuen Ansiedlungsplan zu gewinnen.

  6. 1906-01-26 · Heft 4 (26.1.1906) · p. Seite 42

    Sprenger, früher Vorsteher der mohammedanischen Hochschule in Kalkutta — „Babylonien" — aufmerksam, worin mit großer Detailkenntnis nachgewiesen wurde, daß Palästina sich überhaupt nicht zur Kolonisation eigne, während das Gebiet zwischen dem Euphrat und dem Tigris der Niederlaffung von fünf bis sieben Millionen Menschen einen goldenen Boden biete. Ich machte aus diesem wertvollen Buche, das in Heidelberg erschien, Auszüge, um angesichts der Undurchführbarkeit des zionistischen Projektes die Aufmerksamkeit auf die Kolonisierung Babyloniens zu lenken, die so leicht, billig und unangefochten von den katholischen Mächten, die in Palästina Wache halten, durchzuführen wäre — allein nichts half. Der Palästiner Wein war den Leuten zu Kopfe gestiegen und man konnte sie nicht wach rütteln.

  7. 1907-04-05 · 14 (5.4.1907) · page 8

    Nr. 14 Ich will den Zionismus nicht angreifen; seine Idee ist geradezu prickelnd für jedes Jndenherz und hat dazu beigetragen, das durch so viele Widerwärtigkeiten erschütterte Judentum zu festigen, aber das Beharren, die Verfolgten nur nach Palästina zu führen, wohin der Weg mit tausend Schwierigkeiten verrammelt ist, ist für sie ein Unglück. Hätte man sich in Argentinien ausgebreitet, hätte man doch den von den Engländern angebotenen Teil Afrikas angenommen, wäre man nach Babylonien in die Euphratgegend gegangen, es würde längst das große Gebiet umfriedet sein, das zur Aufnahme der Heimats¬ und existenzlos gewordenen Juden geeignet wäre! … Dieses Mißverständnis ist aber harmlos ein Vergleich zu demjenigen, welches der folgende Passus enthält: „Im Verlaufe unseres Gespräches kommen' wir auf die palästinensischen „Poale-Zion" zu sprechen, und ich stelle die Frage: „Da die Gruppen jetzt eine lebhafte Propaganda für die Auswanderung nach Palästina entfalten, gleichzeitig, aber

  8. 1908-01-31 · 5 (31.1.1908) · page 6

    . — Alle Nichtjuden, die da ibr Gutachten über die Heilung der Judeufrage abgaben, sind merkwürgerweise eifrige Zionisten, obschon Einige zugeben, daß Palästina viel zu klein für große Niederlassungen und zu wenig fruchtbar für ein zahlreiches, ackerbautreibendes Volk sei, somit in nicht fernen Zeiten zu einer Rückwanderung zwingen würde. … Die Kolonisation partout; sei es in Englisch-Afrika oder in Mesopotamien oder auch teilweise, wenn es angeht, in Palästina — überall, wo das Land Raum bietet, der Boden die Arbeit lohnt und die Einwanderer Sicherheit finden gegen Verfolgung und Bedrückung.

  9. 1903-09-11 · 37 (11.9.1903) · page 6

    Angesichts der jüngsten Evolutionen des Zionismus erachte ich es als meine Pflicht, das fundamentale Princip des Zionismus wieder zu constatiren: „die Erwerbung einer gesetzlich gesicherten Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk". Weder mehr noch weniger. Das ist der erste Artikel und zugleich die unveränderliche Basis des Programmes, welches durch die Zionisten in Basel formulirt und angenommen wurde. … Und sind auch unsere Bestrebungen, ein gesetzlich gesichertes Heim in Palästina zu errichten, ein- oder zweimal fehlgeschlagen, so hat das wenig zu sagen. Wir sind des Erfolges sicher. Die Geschichte deutet in diese Richtung.

  10. 1968-12-06 · 2297 (6.12.1968) · p. [Seite 4]

    Unserer Jugend — denn es ist zu bezweifeln, ob 2»weig trotz aller Ehrungen, die er nach seiner Rückkehr aus Israe (er ging schon 1933 nach Palästina) in der DDR erfuhr, für die Jugend dieser Zeit noch lebendig war. Gewiss nicht in der westlichen Welt, trotz mancher Alterserfolge wie zum Beispiel dem „Beil von Wanusbeck“, das sogar ins Hebräische übersetzt und verfilmt wurde, und trotz „Die Zeit ist reif“ (1958), das in seiner Altersweisheit von fern her an Fontane erinnert. … Er war von Haus aus oppositionell, als Zionist unter assimilatorischer Mehrheit, als Sozialist unter Liberalen, als Pazifist unter Anbetern des Krieges als Stahlbad und menschlicher Notwendigkeit. Aus Opposition ging er nach Palästina, wo er sich aus Opposition durchaus nicht wohl fühlte und vieles ihm und er vielen missfiel; aus Opposition ging er nach Ostberlin, und wenn er dort auch keine aktive Opposition betreiben konnte, kann man füglich annehme- , dass auch dies nur eine „faute-de-mieux“- Lösung war.

  11. 1907-09-13 · 37 (13.9.1907) · page 1

    Hilfsverein der deutschen Juden. Der Zar als „russischer Mann". Russischer Fortschritt. Palästina-Handelsgesellschaft. — Vermischtes: Wien.; i ^IGöding. Kindergärtnerinnen-Bildungsanstalt. Groß-Enzersdorf. Berlin. — Feuilleton: Chawa Rubin. — Neue Bücher. — Literatur — Inserate.

  12. 1911-01-27 · Heft 4 (27.1.1911) · page 1

    . — Infolge des ungeheuren Zudranges der Heiden zur Synagoge wurden die ihnen zu erteilenden Lehren systematisiert. In Palästina wurde diese Disziplin Derech I erez oder, noachidische Gebote genannt. Dies würde etwa »

  13. 1912-04-19 · Heft 16 (19.4.1912) · page 1

    Später brach sich dann die Erkenntnis Bahn,- daß zur Zeit Jesu die Juden in Palästina allgemein Aramäischsteinen dem Hebräischen verwandten Dialekt, gesprochen haben: man nahm ein aramäisches Original der.

  14. 1912-04-26 · Heft 17 (26.4.1912) · page 1

    Es wird über.ihn in dem Bericht folgendes mitgeteilt:.:- ' -' Tarlo, der rn seiner Jugend, in Palästina lebte, später verschiedene Reisen, so auch in Rußland unternahm, lernte auf diesen Weltreisen die Notlage der Juden genau, kennen.

  15. 1906-07-13 · Heft 28 (13.7.1906) · p. Seite 330

    Die schwerste Sünde begehen die im starren Festhalten an der Herzlschen Utopie verharrenden Zionisten, die jede Ansiedlung anderswo perhorreszieren und auf eine weite Erwerbung in Palästina spekulieren, obschon längst die Aussichtslosigkeit dieses Projektes erkannt und obschon wiederholt darauf hingewiesen wurde, daß der Boden teuer, die besten Parzellen in festem Besitz, die arabischen und griechischen Stämme feindlich gesinnt, und die katholischen Mächte diesem Vorhaben nicht geneigt sind.

  16. 1907-10-18 · 42 (18.10.1907) · page 10

    Unter anderem erhob sich nach Entfernung eines-Schutthügels die Ruine einer Burg, wie sie noch nie besser erhalten in Palästina ausgegraben ist. Deren Gelände besteht aus einer 180 Meter breiten, 370 Meter langen Hochebene, die sich durchschnittlich 10 Meter über der Ebene erhebt, und aus dem sieben Hügelgruppen durchschnittlich etwa 10 Meter hoch emporragen.

  17. 1911-01-27 · 4 (27.1.1911) · page 2

    Man ist jetzt ernüchtert genug, um zu wissen, daß wir nicht einen Staat im Staate bilden und daß das Heer von Mönchen und Geistlichen, welche als Schildwache der Christenheit in Palästina Posten stehen, niemals zugeben uud die christlichen Regierungen niemals gestatten werde, daß die Juden die freien Landgebiete okkupieren.

  18. 1899-02-17 · 7 (17.2.1899) · p. 8 · Die Conferenz der bulgarischen Zionisten

    Das mindere Material folgte nach, als jenes bereits festen Fuß fasste. Umsichtig besiedelte Niederlassungen in Palästina und Arabien, wo vom Sinai und Libanon tausendjährige Erinnerungen den Juden entgegenwehen, würden unbedingt prosperieren, weil auch bessere Qualitäten hingiengen, und weil die Juden mit wahrem Enthusiasmus die Erde ihrer Väter bebauen würden.

  19. 1908-02-07 · 6 (7.2.1908) · page 3

    Frau Camilla Theimer ist nicht die Einzige, welche dem Auszuge der europäischen Juden nach Palästina freudig zustimmt. In dem Sammelwerke des Herrn Dr. Moses kommt dies siebzig- oder achtzigmal vor. „Hinaus nach Zion!

  20. 1908-02-14 · 7 (14.2.1908) · page 4

    Ich denke nicht an einen Exodus der Juden aus den Kulturstaaten (Seite 39, Zeile 16), „welche auch nach Errichtung eines jüdischen Gemeinwesens in ihrer überwiegenden Mehrheit an ihren bisherigen Wohnstätten verbleiben würden", wohl aber an' die Errichtung einer öffentlichrechtlich gesicherten Heimstätte für das arme osteuropäische Judenproletariat, dessen unerträgliche Leiden auch dem Nichtjuden das tieffte menschliche Erbarmen einflößen müssen, sofern er nur menschlich fühlt. Palästina allerdings kenne ich nicht aus eigener Anschauung und ich mußte mich daher diesbezüglich auf die Angaben meiner Lieblinge, „der Zionisten", verlassen, deren Wahrhaftigkeit zu bezweifeln ich übrigens keinen Grund habe.