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In diesen Tagen feiern wir den ersten Geburtstag der Krise in Palästina und ich muß Ihnen sagen, Sie wissen nicht, was es gekostet hat, daß es nicht die Jahrzeit der Krise in Palästina geworden ist. Die Situation, wie sie im letzten Jahre war, kann nicht fortdauern. Wissen Sie, wie das zionistische Palästina eigentlich jetzt finanziell administriert wird? Ganz Palästina wartet auf die Rimessen von London. London schickt immer das Geld, das da ist, einmal 5 000, einmal 3 000, einmal 8 000 Pfund und auf diese Weise wird die Wirtschaft in Palästina stoßweise weitergeführt.
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Sie wird viele Juden nach Palästina bringen und die Kenntnis Palästinas in den Ländern der Diaspora verbreiten. Neben diesem ökonomischen Fortschritt ist der geistige nicht gering zu schätzen. … Ich möchte Ihnen die Überzeugung beibringen, daß die nächsten zehn Jahre für unsere Bewegung entscheidend sind. Wir haben in Palästina von 1921 bis 1930 35
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506 Forschungs- und Auskunftsstelle für Palästina, 340. Frankel, Dr. Lee K., 203. Frankreich, 241 ff. »Freiheit« (Jugendgruppe), 104. Gr Galuth, 158, 186, 197, 272 ff. … Gehälter der zionistischen Beamten, 112 f., 127, 289, 417, 419 f., 423. Gehaltskürzungen der zionistischen Beamten in Palästina, 98, 112, 128, 417, 431 f. Geismar, General, 265. Geisteskrankheiten in Palästina, 331 f. »Geistiges Zentrum«, 60, 173, 250, 301 f.
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Transjordanien. Ostrowski, Raw Mosche, 306. P Pächter, arabische, 169. Palästina-Amt Warschau, 317. Palästina-Ämter, 508, 511, 553 f^, 5^1. 564 f., 567 f., 645. Palästina-Amts-Kommissionnen, 561 ff. Palästina-Arbeiterfonds, 611. Palästina-Kommission des Jischuw, 562 t. „Palästina-Korrespondenz** s. Palcor. Palästina-Mandat s.
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Und dazu möchte ich bemerken, der Franzose ist in der Regel gar nicht aus Palästina, sondern aus Bordeaux, Paris oder Nancy. Und diese Lehrer können Kinder in Palästina gar nicht erziehen, sie verstehen sie gar nicht. … Aber jedenfalls sehe ich, daß wir eine gesunde Richtung eingeschlagen haben. Eine „gesunde Richtung" in Palästina ist keine nationale; um gesund zu sein, muß die Richtung national sein in Amerika, Rußland oder Deutschland. In Palästina braucht sie nur natürlich zu sein.
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Jetzt ist durch die Abtrennung Rußlands von der übrigen Welt die Verbindung mit den russischen Juden und Palästina so gut wie gelöst und wir haben bisher für diesen Ausfall keinen Ersatz gefunden. Eine fernere Erschwerung unserer wirtschaftlichen Tätigkeit in Palästina liegt darin, daß wir nicht mehr wie vor dem Kriege nur uns selbst für unsere Leistungen in Palästina Rechenschaft schuldig sind. Früher arbeiteten wir in Palästina soviel, wie wir wollten und konnten, und hatten nur vor uns selbst uns zu verantworten, wenn unsere Leistungen gering waren.
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Es ist in der letzten Zeit in unseren Kreisen alimählich * die Auffassung zum Durchbruch gelangt, dass die Zeit njch nicht gekommen sei, den Sitz unserer Zentralverwaltung nach Palästina zu verlegen. Wenn Sie sich an die Debatten am vorigen Kongress erinnern, so wurde damals von vielen Seiten'stürmisch gefordert ®schon jetzt die Leitung nach Palästina zu verlegen. … Es gab früher eine Brandeissche Theorie: Die Zeit der Politik ist vorüber, wir brauchen in London eine Art Botschaft, im übrigen ist das Zentrum des Judentums nach Palästina zu verlegen und von dort aus ist die Aufbauarbeit zu leiten. Wir wissen heute, dass diese Auffassung irrig ist. Wir haben noch einen langen politischen Weg vor uns, und es wäre aus politischen Gründen ein schwerer Fehler, Venn wir den Begriff unserer Leitung schon mit dem Begriff des Jischuw in Palästina identifizieren würden.
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Ob man es will oder nicht, muss man heute anerkennen, dass die jüdische Arbeiterseihaft in Palästina die Kraft ist, die berufen ist, die Aufgabe zu erfüllen, die sich die zionistische. Welt in bezug auf Palästina gestellt hat. Will man, dass die Einwanderung nach Palästina zweckmässig und segenbringend ist, sq muss dies eine. Arbeitereinwanderung sein. Man sollte glauben, dass die jüdische Arbeiterschaft im Gallith das Hauptkontingent der Palästina-Einwanderung stellen wird.
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Nach dem jetzigen Stand der Dinge aber können wir nur diejenigen kontrollieren, die Zertifikate benötigen, also als Chaluzim und als Arbeiter nach Palästina gehen. Ueber diese Elemente haben wir die Kontrolle und aus diesen Elementen können wir diejenigen wählen, die für den Aufbau eines jüdischen Palästina nötig und nützlich sind. … Zu diesem Zwecke sollte man meiner Meinung nach vor allem ein Büro, eine Stelle schaffen, ähnlich dem schon bestehenden Departement für Handel und Industrie, die zu schaffende Stelle soll aber keine bloße Auskunftsstelle sein. Dieses Büro soll sich mit jedem Einwanderer, der nach Palästina kommt, befassen, seine Wrünsche entgegennehmen, seine Fähigkeiten kennen lernen und überhaupt in Erfahrung bringen, wie dem Manne geholfen werden und wie er sich eine Existenz in Palästina gründen kann auf eine Art und Weise, die die jüdische Ehre in Palästina nicht schädigt.
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Mitglied des Actions-Comites David Yellin (hebräisch): Ich habe die Rede des Präsidenten des Kongresses, die eine Lobeshymne auf die Erziehungsarbeit im Lande war, gehört, und es hat mich mit Freude erfüllt, daß er schließlich doch die Erziehungsarbeit und diejenigen, die sie in Palästina leisten, verteidigt hat, daß sich doch jemand gefunden hat, der es als seine Aufgabe betrachtete, für den hebräischen Lehrer, der seit einer Generation aufopferungsvoll und mit Aufbietung all seiner geistigen Kräfte arbeitet und der uns das heutige hebräische Palästina gegeben hat, einzutreten. … Meine Herren, ich möchte eine andere Seite des Erziehungsproblems in Palästina würdigen. Es ist wahr, daß die Erziehungsarbeit im Lande uns die lebende hebräische Sprache gebracht hat. Wären nicht die Volksschulen und die Kindergärten ciagewesen, die das gesprochene hebräische Wort unter den Familien verbreiteten, ohne die Mittelschulen und ohne die Tausende junger Leute in Palästina, die die Sprache wiederbelebt haben, dann hätten wir heute nicht die Möglichkeit zu behaupten, daß der Jude in Palästina hebräisch spricht.
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Aber da haben wir vom offiziellen Referenten des Kongresses, der Geheimnisse zu enthüllen glaubte, etwas ganz anderes gehört, indem er Angriffe gegen jenen Teil des jüdischen Volkes richtete, der einzig und allein geeignet ist, die jüdische Mehrheit in Palästina zu schaffen. Von dem Gedanken der jüdischen Mehrheit in Palästina ausgehend, trat er gegen den jüdischen Arbeiter in Palästina auf, indem er eben diesen Gedanken für seine Zwecke mißbrauchte. … Halpern, Ihnen von vornherein zu sagen: wenn der Gedanke einer jüdischen Majorität in Palästina kein trügerischer Gedanke sein soll und wenn man damit niemandem etwas vortäuschen will, kann eine jüdische Majorität in Palästina nur durch eine arbeitende jüdische Majorität im Lande geschaffen werden.
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Wir besitzen in Transsylvanien, in der Gegend von Marmaros-Sziget, jüdische Elemente, die zwar Parteigänger der „Agudah", aber auch ausgezeichnete Arbeiter sind, die in den Wäldern und bei Bauarbeiten schwere Arbeit leisten. Diese Chassidim wären ein sehr wertvolles Element für Palästina. Wir müssen diesen Juden größere Aufmerksamkeit zuwenden und ihnen bei ihrer Auswanderung nach Palästina behilflich sein. … Wegen dieser Verhältnisse und auch aus diesen Gründen gibt es auch bei uns viele Juden, die nach Palästina auswandern wollen, und im Zusammenhang damit frage ich die Palästina-Exekutive, was sie diesbezüglich getan hat. Wir haben, meine Herren, im ganzen zwölf Prozent der Zertifikate gehabt.
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Diejenigen aber, die sich für Palästina opfern und dort arbeiten wollen, deren politische Ueberzeugungen aber nicht mit denjenigen der Machlakath Awodah übereinstimmten, wurden zur Einwanderung ins Land nicht zugelassen. Sie haben sicher in der Presse einige Wochen vor dem Kongreß folgendes gelesen: ein junger Mann — seine Angelegenheit war dort in einem speziellen Artikel behandelt — ein Sohn, beziehungsweise Enkel eines Rebben, hatte Elektrotechnik ausgelernt und wollte nach Palästina fahren. Da er aber kein Zertifikat bekam, mußte er vier Jahre warten. Schließlich ist er als Tourist nach Palästina gefahren, hat sich dort einschmuggeln müssen und erst dort die Bewilligung erhalten, in Palästina bleiben zu dürfen.
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Die englische Kegierung hat nie etwas getan, um die Konkurrenz der großen Industrieländer, welche Palästina mit billiger Ware überfluten, zu hemmen. Ein Land gibt es aber, wo die jüdische Industrie einen Absatz gefunden hat: das ist Syrien. … Es ist die Ihnen bekannte Stellung des Waad Leumi bezüglich der Frage des Schutzes der öffentlichen Ordnung in Palästina. Wie bekannt, hat man die eigentlichen englischen Truppen fast zur Gänze aus Palästina zurückgezogen. In der Polizei sind 245, im Grenzkorps 31 Engländer zurückgeblieben.
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Wir haben uns damals an das jüdische Volk gewendet und 25 Millionen Pfund für Palästina gefordert. Das jüdische Volk hat uns diese Summe nicht gegeben. Für mich heißt das also, das jüdische Volk hat seine Pflicht gegenüber Palästina nicht erfüllt. … Lesen Sie jetzt den Bericht der Ansiedlungs-Kommission des Völkerbundes, in dem gesagt wird: Wir haben diese Frage geregelt, die Ansiedlung hat 15 Millionen Pfund gekostet. Man wird sagen, daß in Palästina eine Ansiedlung teuer ist. Gut, zweimal, viermal teurer — aber doch nicht zwanzigmal teurer! Zehn Millionen jüdischen Geldes, sagt Präsident Weizmann selbst, sind in den sieben Jahren nach Palästina gekommen.
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Departement für hebr. Kulturarbeit, 330, 336, 523, 528 f. Deportationen aus Palästina s. Ausweisung von Juden aus Palästina. Deutscher Zionismus, 140 f., 178, 186, 210, 247, 304, 306. Deutsches Judentum, 246, 583. … Drummond, Sir Eric, 25. Dschemal Pascha, 184. Dubnow, S., Prof., 326. Dürre in Palästina, 303. E Ebene Saron, 278 f. Economic Board f or Palestine, 599. Ehrengericht, zionist., 353, 557. Einbürgerung in Palästina, 542.
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Die Zionistische Organisation hat die politischen Schritte getan, die erforderlich waren, um die Anerkennung der Völker zu erhalten für das jüdische Recht auf eine Heimstätte in Palästina. Aber wir wollten niemals Palästina für die Zionisten, wir wollten Palästina für die Juden. Das lebendig werdende palästinensische Judentum ist kerne Parteisache. … Denn, geehrte Versammlung, die erste Zeit der tastenden Versuche in Palästina liegt bereits hinter uns. In den letzten zehn Jahren sind 100 000 Juden nach Palästina gekommen. Viele der hier Versammelten kennen das Land und die jüdische Arbeit dort aus eigener Anschauung.
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Ich will vielmehr hier vor Ihnen nur in großen Zügen ein Bild von dem entrollen, was in Palästina in den letzten Jahren vorgegangen ist und was nach meiner Ansicht in der nächsten Zukunft geschehen kann, um unser "Werk in Palästina fortzusetzen und auszubauen. Daß die letzten beiden Jahre für unsere Arbeit in Palästina außerordentlich schwer waren, ist bereits in der Rede unseres Präsidenten gestern abend angedeutet worden. Es waren schwere Jahre besonders deshalb, weil unmittelbar auf die Gründung der Jewish Agency Ereignisse folgten, die nicht vorauszusehen waren und die unsere Arbeit in Palästina nicht zu einem ruhigen Gange kommen ließen.
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Manchmal staune ich, wie die Nationen der Welt das Problem des Judentums in Bezug auf Palästina auffassen. Manchmal scheinen sie so zu denken: Es ist für ein paar Juden möglich, sich auf ein paar Bodenstückchen in Palästina anzusiedeln; wenn das für niemanden anderen Unannehmlichkeiten mit sich bringt, wenn diese Juden wirklich nachweisbar altruistisch sind und es anderen zu Liebe tun, dann sind wir, die Menschheit, bereit, es ihnen zu erlauben. … Wenige sehen bisher in der jüdischen Rückkehr nach Palästina unseren nationalen Kampf um die Befreiung von Knechtschaft. Ich denke, die Menschheit wird uns ernster nehmen, wenn wir heute auftreten und offen sagen: wir sind glücklich, wenn unsere Arbeit in Palästina den Orient zu entwickeln hilft oder die Verbindung zwischen Ost und West erschließt, wenn sie Euch neue Jesaias oder neue Möglichkeiten soziologischen Lebens schenken wird.
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Brodetsky habe, sondern nur mit Palästina als solchem, sodaß also die jüdische Einwanderung nach Palästina von der jüdischen Not in Polen, Deutschland usw. nicht beeinflußt werden könnte, versteht man heute schon, daß es nicht nur eine historische Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Palästina gibt, wie das im Mandat festgestellt wird, sondern daß es auch einen logischen Zusammenhang zwischen der Lage der Juden in der Welt und der Erfüllung der Mandatsverpflichtung in beziig auf das jüdische Nationalheim in Palästina gibt. … Unser Erfolg ist aber noch kein vollständiger. Der Arbeit er man gel in Palästina hält an, und seine unheilvollen Auswirkungen machen sich bemerkbar. Die jüdische Landwirtschaft wird von jüdischen Arbeitern im Stich. gelassen.