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Brodetsky 65 Palästina ist es doppelt wahr, daß die praktischen Errungenschaften auf dem Feld, in der Plantage, in der Fabrik, unsere größte politische Waffe sind (Beifall). … Wir betrachten Palästina nicht als eine der Stationen auf dem Wege Ahasvers, wir betrachten es als die Endstation, und darum ist die Frage des Status der Juden, die sich in Palästina niederlassen, von entscheidender Wichtigkeit.
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Um Ihnen einen Begriff zu geben von der Wichtigkeit dieser Immigration sowohl für die deutschen Juden in Palästina als auch in Deutschland, werde ich zwei Zahlen nennen. Ich glaube, daß die Zahl der deutschen und deutschsprechenden Juden in Palästina bis vor einem Jahre etwa 2000 betrug, d. h. es würde also in diesem Jahre etwa eine Versechsfachung dieser Zahl eintreten. … Die Zahl der Anfragen, die in Palästina und in Berlin einlaufen, könnte einen Begriff geben von dem ungeheuren Drang nach Palästina, den es heute in Deutschland gibt.
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Er hat das Hohe Lied von der jüdischen Arbeit gesungen. Und er hatte recht. Die Juden haben in Palästina bewiesen, daß sie arbeiten können. Herr Ben-Gurion knüpfte daran den Gedanken, daß Palästina uns gehören müsse, weil wir in Palästina arbeiten. … Weil wir nicht als die Herren im Hause arbeiten, sondern als Mieter und Aftermieter, und wenn es dem Hausherrn gefällt, setzt er den Mieter vor die Türe. Ich sage Ihnen, wenn wir in Palästina nicht als Herren im eigenen Hause arbeiten werden, dann werden wir in Palästina dasselbe Schicksal erfahren. Herren im eigenen Haus aber können wir nur in einem Judenstaat sein (Beifall bei der Judenstaatspartei).
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Dann allerdings wird eine nationale Erziehung. entstehen, jetzt aber ist von einer nationalen Erziehung nur ganz relativ zu sprechen. Ebenso wie die Organisierung der Juden in Palästina für uns eine gewisse Bedeutung hat, hat auch die nationale Erziehung der Juden in Palästina eine gewisse Bedeutung für uns, aber genau in demselben Sinne, nämlich auch als Propagandamittel für unsere Zwecke, als Mittel zur Anknüpfung, zur Fortsetzung, wenn wirklich die nationale Erziehimg dort große Fortschritte zeigen wird. … Die Poale Zion scheinen sich dem naiven, ich möchte sagen, bourgeoisen Glauben hinzugeben, daß die zionistische Organisation imstande ist, -in der nächsten Zeit wesentliche Arbeit für das jüdische Proletariat in Palästina zu leisten. Die Poale Zion werden selbst, wenn wir auf dem radikalsten Standpunkte stehen, auf dem Standpunkte, daß man alles für Palästina und zweitens, daß, was man
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Wir haben nur ein Plätzchen auf der Erde, wo' wir es mit wahren Juden zu tun haben. Wenn die junge Generation in Palästina die richtige Erziehung bekommt, dann bleibt sie im Lande. Der palästinensische Jude braucht doch kein Opfer zu, bringen, um Palästina zu lieben. Denn wer nur einmal Palästina einen Besuch abgestattet hat, muß das Land lieben,
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Seitdem sind nun die Arbeiten in und für Palästina in raschem Tempo vorangegangen. Jetzt erst sind wir in der Lage, die verschiedenen Fonds, die wir für Palästina besitzen, auch wirklich dort zu verwenden. … Wir erwarten bestimmt, daß die Einnahmen in Zukunft noch bedeutend steigen werden, so daß wir nicht einen Wald jährlich anzulegen vermögen, sondern mehrere (Beifall und Händeklatschen) und Palästina bald mit den Pflanzungen der Ölbaumspende übersät sein wird. Wenn jeder Sehekelzahler jährlich nur einen Baum pflanzen würde, so könnten wir jedes Jahr 1000 ha Land in Palästina als Volksdomänen aufforsten (lebhafter Beifall und Händeklatschen), und unsere für Kulturzwecke in Palästina verwendbaren Einnahmen daraus würden später um mindestens 300000 Francs jährlich zunehmen.
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Die Leitung hat nicht genügend die Möglichkeit ausgenützt, um das arbeitende Element in Palästina zu vermehren und zu stärken. Sie hat es durch ihre Passivität der palästinensischen Regierung möglich gemacht, unter dem Scheingrund ökonomischer Regulierung die jüdische Arbeitereinwanderung unter politische Kontrolle zu stellen und durch Ausweisungen jüdischer Arbeiter aus Palästina die Juden in Palästina zu Fremden zu stempeln. Die Exekutive und insbesondere ihre palästinensische Vertretung hat die organisierte Arbeiterschaft im Zionismus sowie die Autonomie ihrer Institutionen in Palästina nicht respektiert. Wir bedauern, daß es bis jetzt noch nicht gelungen ist, eine Basis für die Verständigung mit der arabischen Bevölkerung in Palästina zu schaffen, und geben unserer Ueberzeugung Ausdruck, daß eine dauernde Verständigung zwischen den jüdischen und arabischen Arbeitermassen in Palästina gefunden werden kann und wird, die durch Solidarität der Arbeit und die Notwendigkeit eines friedlichen Zusammenlebens auf der Grundlage nationaler Selbstbestimmung verbunden ist.
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Die zionistische Einwanderungspolitik, 2. die Politik der Regierung von Palästina. Ich war einst sehr für freie jüdische Einwanderung nach Palästina. Ich empfand es als unerträglichen Zustand, daß die Zionistische Organisation zulassen solle, daß irgend ein Jude in seinem Wunsch, in das Land seiner Väter zurückzukehren, Beschränkung erdulden müsse. Der die zionistische Politik bestimmende Grundsatz kann leicht ausgesprochen werden: Die Einwanderung einer möglichst großen Zahl von Juden nach Palästina in möglichst kurzer Zeit. Dies würde freie Einwanderung von Juden nach Palästina unter bloß zwei Beschränkungen bedeuten: 1.
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Weizmann diesem Problem beschäftigen. Aber die Tatsache bleibt doch bestehen, daß Palästina heute der ruhigste Teil des ganzen mittleren Orientes ist. (Beifall.) Während im Norden, im Süden und Osten Palästina von Länder umgeben ist, die sich aus dieser oder jener Ursache in einer politischen Gärung befinden, ist in Palästina Ruhe, und wir können dort ruhig und ungestört und mit einer großen, ja für das Land ungeheuren konstruktiven Arbeit weiter fortfahren. … Zwei Dinge sind zu einem normalen Verhältnis der beiden Völker notwendig: unser arabischer Nachbar muß überzeugt sein, daß wir es mit dem Aufbau des Heimes ernst meinen, daß kein Schiff nach Palästina kommt, das nicht Emigranten im Land absetzt. Andererseits muß er gleichzeitig überzeugt sein, daß der Geist, in dem wir das Heim aufbauen, ein Geist der Freiheit, der Toleranz und Brüderlichkeit gegenüber allen Faktoren in Palästina ist (stürmischer, langanhaltender Beifall).
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Siruck, Hermann (Haifa, Mitglied des A. C). Suprasky, Jehoschuah (Landesverband Palästina). Szczeranski, Jehuda (Misrachi Polen). Szkolnik, Levy (Hitachduth Palästina). Szjold, Miss Hißjtirietta (Landesverband Ämerika). … U Ullrich, Frau Golda (Misrachi Polen). Usiel, Rabb. Benzion (Landesverband Palästina). Yellin, David (Jerusalem, Mitglied des A. C.j. Yellin, Miss Jenie (Landesverband Ämerika). (In der Präsenzliste sind nicht enthalten die Namen von drei Mitgliedern des Äctions-Comites und eines Delegierten des Landesverbandes Palästina, die zum Kongreß nicht erschienen sind.) 10
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Sitzung: Referat über Palästinawirtschaft billiger sind als in Palästina. Die Regierung gibt das Holz für den Bau der Häuser gratis und bat den Transport auf der Eisenbahn für die Siedler *auf ein Minimum herabgesetzt. … Wenn die Einwanderer nicht die Möglichkeit haben, sich selbst und ihre Familien gegen Krankheit, klimatische Unbilden und Hunger zu schützen, ihre Kinder in Schulen zu schicken und in ihrem Geiste zu erziehen, so werden sie bei größtem Enthusiasmus nicht nach Palästina kommen oder Palästina wieder verlassen. Es kommt hinzu, daß die Juden, wenn sie nach Art der Fellachen leben und wie diese von früher Kindheit an ihre ganze Zeit der Befriedigung ihrer notwendigsten leiblichen Bedürfnisse widmen müßten, die kulturellen Interessen nicht pflegen und Palästina niemals zu einem geistigen Anziehungspunkt für die Juden der Welt machen können.
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Und nun müssen wir diesen Aufgaben in einer Zeit gerecht werden, in denen wir mit der Palästina-Wirtschaft direkt zu tun haben. Sie verstehen, was das heißt, einen postassimilatorischen Zionismus schaffen, während wir mit der Palästina-Wirtschaft verknüpft sind, während wir ihre Krisen erleben und sogar bei uns sehen, daß die zionistische Welt den Zionismus mit der Wirtschaft in Palästina identifiziert. Es gibt aber keine Identität von zionistischer Bewegung und Palästina -W i r t s c h a f t, weder in einer Zeit der Krise, noch in einer Zeit guter Konjunktur. Es wäre wichtig, daß man sich gerade in dem Zeitpunkte einer guten Konjunktur darüber klar werde, daß die zionistische Bewegung wohl dazu da ist, um die jüdische Welt in Palästina zu schaffen, daß sie aber niemals identisch sein darf mit dieser Aktualität; daß im Gegenteil, an der zionistischen Idee gemessen, alles, was wir schaffen, eng und unzulänglich ist, daß die Notwendigkeit für die Kraftentfaltung und die Wirkung dieser Ideenwelt in jedem Augenblick gegeben ist und daß wir uns niemals darauf verlassen können, daß im Werden von Palästina der Erfolg allein für uns zeugt und er allein die jüdische Welt gewinnt.
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Für ein so grosses Palästina | bin ich. Ich bin für ein Palästina, neben dem als Nachbarländer in Betracht \ kommen: El-Arisch, Cypern, Teile von Kleinasien, Teile von Syrien. Ich : bin für Nachbarländer in dem Sinne, in dem sie näher zu Palästina sind. Ich X bin mehr für Cypern als für Kleinasien, weil es näher zu Palästina und; heute schon offen ist. I Aber was ist getan worden, um festzustellen, ob wir in einem ( vernünftigen, in einem logischen, grösseren Palästina heute Arbeits-; möglichkeit haben, was ist getan worden, bis wir zu Afrika, gekommen j sind?
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Gegen den fünften Punkt ist besonders von dem Präsidenten des Aufsichtsrats eingewendet worden, der zionistische Geist sei in Palästina, vorherrschend. Das ist unwahr. Ich kann nur sagen, daß ich nicht weiß, was dort vorgeht. Wir seilen, daß die Propaganda für eine echt zionistische Arbeit in Palästina mehr nötig ist als überall. … Wenn man nach Palästina geht, will man etwas schaffen und tun, und warum sollten die Mitglieder des A. C, die in Palästina sind, nicht die Möglichkeit haben, etwas zu tun.
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Delegierter Dr. Eoban-B ernst ein: Wozu dient unsere Bank in Palästina? Die Bank in Palästina wurde dazu geschaffen, um die kleinen Leute aus den Händen der Wucherer zu befreien, sagt man, damit sie zur rechten Zeit billigen Kredit bekommen. … Ich glaube, der Sache kann nur dadurch geholfen werden, wenn wir, — und das schlage ich als Resolution von Jaffa und Jerusalem vor, — 1. in Palästina ebenso wie in den andern Ländern das Recht einer Ländsmannschaft bekommen. (Beifall.) Ich fordere im rechten Augenblick alle Delegierten auf, tapfer dafür zu stimmen, daß man Palästina nicht in die Reihe von Ausnahmeländern stellt, die keine Landsmannschaft und kein Landeskomitee haben; 2. bestehe ich darauf, und das gehört gleichfalls zur Resolution von Jaffa und Jerusalem,:—daß Palästina ständig in Kontakt mit unserer Regierung stehen soll, und daß zur Ermöglichung dieses Ziels dort auch ein Mitglied des E.
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Ich fuhr überall zu allen Leuten und erzählte es, und es schien mir, als ob wir schon in Palästina den Tisch gedeckt hätten, um dort zu essen. Als ich aber nach Palästina kam, da wurde ich aus einem Saulus ein Paulus. … Aber ich sage, man hätte weiter gehen können. Es waren Leute aus Lemberg in Palästina, die gefragt haben: Wo sind die Bäume des Herzhvalds? Ich mache den Vorwurf, daß man die Sache nicht gefördert hat.
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Ich glaube, hier ist auch nicht der Ort, um genau zu untersuchen, ob man vom Nationalfonds 74 oder 75V2 % seiner Kapitalien in Palästina investiert hat. Ich weiß nur, daß der Nationalfonds teuer und heilig geworden ist, seitdem in Palästina in energischer Weise gearbeitet wird. … Im Gegenteil, künstlich ist die Zurückhaltung des größten Teiles derer von Palästina, die nach Palästina gehen wollen. Mir ist seit einigen Jahren beschieden, die palästinensische Abteilung der Leitung der russischen Zionisten in den Händen zu haben, und ich muß Ihnen sagen, es gibt kaum mehr Herzbeklemmnisse, als wenn man auf 100 Gesuche von Leuten, die sich in Palästina niederlassen wollen, 95 o/0 und mehr abweisen muß.
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Ich glaube, es wäre alles Mögliche zu thun, damit die jüdischen Arbeiter nicht von Palästina fort müssen, Del. Temkin (spricht russisch.) Del. Tschlenow (übersetzt): Ingenieur T e m k i n erinnert, dass im Jahre IS'.M), als er in Palästina war, sich Arbeitergruppen gebildet haben» Die Leute haben die Hoffnung gehallt, sich in Palästina ansässig zu machen. Jetzt steht aber die Sache so, dass viele Arbeiter Palästina verlassen müssen, wenn sie von unserer Seite keine Hilfe linden. Temkin meint, dass diese Arbeiter ebenso viel Recht auf unsere Mithilfe haben,, wie die rumänischen Juden und er hoffr, der Congress und die Zionisten werden alles aufbieten, um diese Arbeiter in Palästina zu erhalten.
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Dazu kommt, dass es wohl keine wichtigere Frage auf dem Kongresse überhaupt gibt, als die positive Arbeit in Palästina (Beifall.), sowohl vom Standpunkte derjenigen, die, nach meiner Meinung nicht mit Recht, diese Arbeit für nicht angebracht erachten, als aim so mehr für diejenigen, die den .Schwerpunkt aller Arbeit nach Palästina verlegt wünschen. … Warum hat die Kommission nicht Zionisten als Beamte nach Palästina geschickt?
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(Lebhafter Beifall.) Wer nicht imstande ist, nach Palästina überzusiedeln, muß sich wenigstens zur Pflicht machen, so oft wie möglich nach Palästina zu reisen und sich an irgend welchen Aufgaben in Palästina materiell zu beteiligen. … Nur auf diese Weise können wir hoffen, daß unsere Arbeit in Palästina nach der Sturm- und Drangperiode, die wir jetzt hoffentlich bald hinter uns haben, lawinenartig anschwellen und uns wirklich zu dem ersehnten Ziele einer großen nationaljüdischen Gemeinschaft in Palästina führen wird.