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734 ' /. Council-Sitzung: Referat über Palästina-Arbeit bei Maßnahmen gegen Dumping und in ihrer Zollpolitik tatkräftig mithilft und daß sie nichts tut, was die jüdische Einwanderung nach Palästina erschwert oder verringert. … Ich glaube, daß es für jeden jungen Rabbiner, aber auch für jeden jungen Akademiker, der sich in den Ländern der Galuth mit jüdischen Dingen beschäftigt, eine Notwendigkeit ist, sich in dieser Weise einmal mit jüdischem Wissen und jüdischem Leben in Palästina bekanntzumachen. KONZENTRIERUNG ALLER KRÄFTE AUF PALÄSTINA. Die Bedeutung, welche Palästina schon heute ideell und materiell für das jüdische Leben hat, und die Notwendigkeit des Ausbaus und der Sicherung unserer Positionen machen es zu einer gebieterischen Notwendigkeit, daß das jüdische Volk gerade im gegenwärtigen Moment alle seine Kräfte auf Palästina konzentriert.
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683 56. PALÄSTINA-ÄMTER. 1. Der Kongreß bestätigt das vom Aktionskomitee) auf seiner Tagung im April 1934 angenommene Statut der Palästina-Aemter. 2. … Der Kongreß würdigt die während der gegenwärtigen Masseneiriwanderung zutage getretene hohe Bedeutung der Palästina-Kommission aus Vertretern des Jischuw in Palästina und fordert die Exekutive der Jewish Agency auf, sie« als ständige beratende Körperschaft in den Fragen der Alijah aufrechtzuerhalten. 57.
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Das Beispiel von Palästina wirkt auf andere Nachbarländer, gleichfalls eigene Initiative auf verschiedenen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Gebieten zu entfalten. … Wir sind daran interessiert, daß sich die Nachbarländer aus teilweisen Wüstengebieten in bebaute und besiedelte Landesteile verwandeln. Palästina leidet sehr darunter, daß eine arme, hungernde Bevölkerung aus den Nachbarländern . in großen Massen nach Palästina strömt, um dort die Arbeit zu finden, an der es daheim fehlt.
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Wenn die Mauern Jerichos bloss dadurch fielen, dass wir in die Trompeten hineinbliesen, besonders, wenn es unser eigenes Schofar ist, dann hätten wir Palästina schon längst. (Heiterkeit.) Wenn Palästina durch Beredsamkeit zu gewinnen wäre, wenn wir für jede halbe Stunde Redens auch nur einen Quadratfuss Landes bekämen, so hätten wir nicht nur Palästina, sondern die ganze Wrelt erobert. … Er musste sich entscheiden, ob er dieses Territorium ablehnen wollte, um Kleinkolonisation in Palästina zu treiben. So sehnsüchtig sein Herz an Palästina hing, so musste sein Verstand sich nach Afrika wenden. . Da das Basler Programm lautet: Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk eine öffentlich-rechtliche gesicherte Heimstätte in Palästina, hat Herzl eingesehen, dass, wenn auch Kleinkolonisation in Palästina möglich wäre, dies weder öffentlich-rechtlich noch eine gesicherte Heimstätte bedeuten würde.
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Wir hören immer höhnisches Gelächter und Kritik über die Tätigkeit der britischen Regierung für den Zionismus, aber wenn die britische Regierung nicht wäre, so wäre der Zionismus überhaupt nicht imstande, in Palästina etwas zu machen. (Beifall.) Um ein talmudisches Argument zu gebrauchen: Die Kleinkolonisation in Palästina muss durch oder ohne politische Tätigkeit erweitert werden. … (Lebhafter Beifall.) Das ist unglücklicherweise die Lage in Palästina. Die Arbeit in Palästina ist der Diplomatie entgegengesetzt und die Diplomatie ist der Arbeit in Palästina entgegengesetzt.
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Ich glaube, kein einziger von allen, die da sitzen, wird behaupten können, dass Palästina der geeignetste Platz für ein neues jüdisches Zentrum ist. (Lebhafter Widerspruch.) Nehmen wir den Fall an, wir hätten zufälligerweise nach Palästina eine Expedition geschickt, und die brächte uns einen Bericht, in welchem es hiesse: ein Land, welches nicht mehr als ioooo Quadratmeilen hat — ich führe die Angaben des Herrn Dr. … Ich höre, die Herren nehmen Anstoss daran, dass auch i c h eine Ansicht über Palästina habe. Ich habe ein Recht, über Palästina so zu denken, wie die meisten Zionisten. Ich habe Herrn C h a s a n seine Ansicht nicht genommen, und weder er noch seine Parteigänger haben das Recht, mir die meine zu nehmen.
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Aber das Mündel, verehrter Kongreß, "ist der Zionismus. Das Mündel ist Palästina. Für dieses Mündel haben diese Gelder verwendet zu werden. Soviel uns.bekannt geworden ist? hat die Arbeit in Palästina noch keine Verluste gebracht. Anderswo mögen wohl Verluste gewesen sein, aber in Palästina ist noch kein Heller verloren worden. Wir müssen vor allem uns klar machen und es festlegen und das E. A. C. darauf verpflichten, daß es die Gelder der Kolonialbank, die für Palästina gesammelt werden, nicht zusammenhalten und zuwarten soll auf den großen Augenblick, der einmal kommen wird, sondern daß es sie sobald als möglich nach Palästina zu tragen und dort mit ihnen zu arbeiten hat.
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Diese Unterscheidung ist aber von ganz verhängnisvollen Folgen geworden; denn sie hat die klare Einsicht in den Zusammenhang unserer Arbeit und insbesondere in die Tatsache verhindert, daß gerade unsere Tätigkeit in Palästina den wichtigsten Teil unserer politischen Aufgaben bildet. Wenn wir in Palästina Bankgeschäfte treiben, wenn wir Land kaufen, wenn wir Schulen gründen, kulturelle Institutionen unterstützen, oder was wir sonst in Palästina tun, alles das ist politische Tätigkeit, und gerade die alierwichtigste politische Tätigkeit, wie Ihnen ja die Beispiele aller Staaten zeigen, wenn Sie deren Politik in den Kolonien oder sonst wo 'auf der Erde verfolgen. … Wir "müssen die Sammeltätigkeit unter den richtigen Gesichtspunkt stellen, daß alle diese Arbeit Politik ist; dann wird Arbeitsfreude auch unter die einfachen Männer in unseren Reihen kommen, welche nicht anders mithelfen können. (Sehr richtig!) Auch unsere Arbeit in Palästina wird erst dann richtig gewürdigt werden. Denn wenn wir einsehen, daß praktische Arbeit in Palästina Palästina-Politik ist, dann werden wir auch klar erkennen, daß sie auch nur auf Grund eines systematischen Plans geleistet werden kann.
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Die tausend Arbeiter, die wir in den letzten Jahren aus Europa nach Palästina gezogen haben, verdienen in Palästina 50 Frcs. monatlich im Durchschnitte. Glauben Sie, daß sie diese 50 Frcs. nicht auch in Amerika oder in Rußland hätten verdienen können? … Amerika ist noch immer, vom ökonomischen Standpunkte aus, ein besseres Land als Palästina. Wir müssen gerade durch unsere Tätigkeit dort der Privatinitiative etwas an die Hand geben, was sie trotz der besseren Bedingungen Amerikas nach Palästina zieht.
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Ich werde in der Palästinakommission dieses Kongresses versuchen, in ganz kurzen Worten ein System des Nationalfonds zu zeigen, durch das er weit über seine Sammlungen hinaus die Hand auf Ländereien in Palästina legen kann, und durch das Juden in Palästina sich auf dem Lande — ebenfalls weit über den heutigen Maßstab hinaus— ansässig machen können. … Wir brauchen diese Zentrale auch als Zentralpunkt für alle wirtschaftlichen Angelegenheiten Palästinas, wir brauchen eine Palästina-Zeitschrift und ein Palästina-Archiv. Wir brauchen alles in allem, wie ich
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Es wurde immer behauptet, die Judenfrage werde gelöst sein, wenn der Jude mit seinem Pflug den Boden Palästinas furchen wird. Wir haben aber in Palästina eine jüdische Grundbesitzerklasse, die einem nichtjüdischen Proletariate gegenübersteht. Der Kolonist, der in Palästina besteht, und in dessen Namen Herr Tolkowski offenbar sprechen wollte, ist keineswegs der Typus dieses Bauern. Wir haben in Palästina eine mittlere und eine größere Grundbesitzerklasse. Diese Klasse erhält sich, dank der Ausbeutung von Lohnarbeitern, und zwar von nichtjüdischen Lohnarbeitern.
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(Lebhafte Zustimmung.) Diejenigen Leute, die in Palästina sitzen und sich damit beschäftigen — aber nicht seit 3 Wochen, sondern seit 33 Jahren — geben auch zu, daß der Jude für seine Schule doch mehr bezahlen sollte. … Dort ist er ein Luxus, weil die Kinder schon zu Hause holländisch sprechen. Palästina aber braucht den Kindergarten unbedingt, weil er uns die hebräische Sprache gibt. Diesen ganzen politischen Druck, unter dem wir in Palästina leben, der alles beeinflußt, unsere Oekonomie, unsere Kulturarbeit, sieht nur einer, der Palästina kennt.
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Antrages zu sagen „Die Exekutive", da es noch unbekannt ist, ob es eine gesonderte Palästina-Exekutive geben wird. Berichterstatter Dr. Weiner: * Ich schliesse mich namens der Kommission diesem Antrag an. Delegierter Morris Rothenberg (Amerika, englisch): o Ich möchte ein paar Worte über diesen Absatz sagen, da ich den Eindruck habe, dass die Absicht dieses Antrages auf die Erstattung von rein formalen, geschäftsmässigen Berichten über die Verwendung unserer Gelder in Palästina zielt, während meiner Meinung nach die unsere Arbeit in Palästina betreffenden Berichte viel mehr als das sein müssten, wenn sie für unsere künftige Arbeit für den Keren Hajessod nutzbringend sein sollen. … Es genügt nicht mehr, zu sagen, dass wir Geld für Palästina verlangen. Es ist notwendig, zu zeigen, dass wir mit dem Geld auch etwas schaffen. Wenn wir unsere Aufrufe erlassen, müssen wir in der Lage sein, zu sagen, welche Zahl von Einwanderern wir in Palästina unfergebracht und während der ersten Zeit ihres Aufenthaltes versorgt haben, und nachweisen, wieviel Einwanderer wir im Lande angesiedelt haben.
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Es gibt noch Millionen von Juden, die glauben, daß das jüdische Volk, das dreitausend Jahre bestanden hat, immer weiter bestehen wird, einerlei ob Palästina aufgebaut wird oder nicht. Ich denke, daß es unsere Pflicht ist, von neuem an das jüdische Volk heranzugehen und ihm zu erklären: Mit Palästina steht ihr und fallt ihr. … Wir müssen das nachholen. Wenn wir nicht größere Arbeit in Palästina leisten, so verlieren wir Möglichkeiten, die sich später nie wiederholen. Ich glaube, daß wir diesen Kongreß dazu benutzen müssen, Umschau zu halten: was kann geschehen, um das jüdische Volk für Palästina zu erwecken, ihm klar zu machen, daß Palästina im Brennpunkt aller Maßnahmen für seine Selbsterhaltung steht?
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Die Wahrheit ist, daß es in Palästina auch heute noch nicht das gibt, was man eine vollkommen fix und fertige „Business-Grundlage" nennen könnte. In Palästina, wie es im Jahre 1920 aussah, gab es auch nicht die Spur einer Aussicht auf solch eine Business-Grundlage. Palästina in jenen Tagen würde auch nicht einen Penny fremden Kapitals auf dem üblichen Wege ökonomischer Entwicklung angezogen haben.
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Ich will nicht mit dieser Ansicht diskutieren, ich will nur einige historische Bemerkungen machen. Die Augustunruhen von 1929 sind nicht die ersten in Palästina. Ich will nur über die Zeit nach dem Kriege sprechen. 1920 gab es Unruhen in Palästina, als viel englisches Militär und auch jüdische Legionen im Lande waren, denen auch ich die Ehre hatte anzugehören. … Nach diesen Unruhen war der neue Prätendent auf die Führerschaft, der uns eine Majorität in Palästina für eine Majorität auf dem Kongreß verspricht, in Palästina, und er hat nach dem Pogrom von 1920 nicht von der Schuld des Führers gesprochen, der die Pogrome verursachte, sondern er ist in die Zionistische Exekutive unter der Leitung von Dr.
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Amiel, Weltwahlliste Misrachi Dr. Ghaim Arlosoroff, Mitglied des A. C. (Palästina, Hitachduth) Abraham Arnon, Palästina (Achduth Haawodah) S. Arzt, Westgalizien (Allgemeine Zionisten) Chaim Badichi, Palästina (Jemenitische Arbeiter) Lazarus Barth, Deutschland (Misrachi) *Dr. … C. (Palästina, Misrachi) Adolf Bernhardt, Mitglied des A. C. (Rumänien, Allgemeine Zionisten) '*Leonce Bernheim, Frankreich (Hitachduth) Dr.
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Anstrebung einer dauernden Verständigung zwischen sämtlichen für Palästina tätigen jüdischen Körperschaften: 3. Initiative zur Gründung von jüdischen Kunst-, Literatur- und Kulturvereinen; 4. … Vier Jahre mußten wir zusehen, wie das Interesse am Zionismus erlahmte, wie andere Völker sich in Palästina festsetzten und wie man Palästina vor unsern. Augen verteilte. Heute kam der Augenblick der Entscheidung für uns, wie früher für andere Völker.
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Prof. War bürg ist heute das Sinnbild der idealen Arbeit in Palästina. Ich will nicht sagen, daß alles, was in Palästina gearbeitet wird, gut ist. Ich will nicht sagen, daß nicht auch heute in Palästina Sünden begangen werden. … Da heißt es unter anderm: Unsere Gegenwart liegt in Europa und Amerika, unsere Zukunft in Palästina. Nein, sage ich, unsere Zukunft liegt zwar in Palästina, aber sie beginnt Iie ute; mit der Gegenwart beginnt die Arbeit dort.
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Wie Dr. Goldmann gesagt hat, haben fast alle Delegierten aus Palästina dagegen gestimmt, und wir kamen nach Palästina, ich will nicht sagen, mit dem ganzen Jischuw gegen uns, aber gewiss mit dem grössten Teil des Jischuw gegen uns. Kein Mensch wagte, ein gutes Wort für uns zu sagen. Das war die Lage zur Zeit, als wir nach Palästina kamen. Jetzt stelle ich den Herren aus Palästina eine Frage: Ist es nicht wahr, dass in Palästina eine Aenderung in der Meinung des Jischuw gegenüber der Exekutive eingetreten ist?