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Vor allem aber wurde, wenn auch mit kleinen Mitteln, ein Palästina-Industriesyndikat ins Leben gerufen, dessen Aufgabe es sein sollte, nach Kräften neue Industrien in Palästina einzuführen. … Die Anhänger dieser Palästinaarbeit wiederum betonten demgegenüber, daß die Gründung von Banken in Palästina
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Aber es läßt sich nicht verhehlen, daß die Aussichten der Industrie in Palästina noch für lange Zeit keine allzu großen sein können. Das Handwerk resp. das Kleingewerbe wird selbstverständlich in Palästina ebensogut seinen Boden haben wie in andern Ländern, aber es hat doch nur lokale Bedeutung, mit der einzigen Ausnahme des Kunstgewerbes. … Die hier im Kongreßhause zur Aufstellung gelangte Ausstellung ihrer Erzeugnisse gibt den besten Beweis für die schnelle Entwicklung dieses für Palästina so wichtigen Instituts. Auch der auf dem letzten Kongreß im Haag begründete, gleichfalls erfreulicherweise emporblühende Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina erregt das Interesse der weitesten
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Vertretern der übrigen zionistischen Verbände andererseits sowie dem Leiter des Palästina-Amtes. Die Kommission wählt aus ihrer Mitte ein Präsidium, das paritätisch aus Vertretern der Arbeiterparteien einerseits, der übrigen zionistischen Verbände andererseits und dem Leiter des Palästina-Amtes zusammengesetzt ist. … Das gleiche gilt für alle übrigen Machlakoth. Die Minoritätsanträge lauten: I. Die Leitung des Palästina-Amtes obliegt einem von der Palästinakommission vorgeschlagenen und von der Exekutive bestätigten Leiter. II. Der Leiter des Palästina-Amtes hat im Einvernehmen mit der Palästinakommission zu arbeiten, welche beratende und kontrollierende Funktionen hat.
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Diese Verfolgungen haben dazu geführt, daß sich große Massen von Jemeniten in den Hafenstädten ansammelten. Manche flohen nach Aden, konnten aber nicht nach Palästina gelangen, weil sie keine Visa hatten, da sie ja kein Palästina-Amt haben. Die Vertreter der Jemeniten in Palästina konnten natürlich bei dieser verzweifelten Lage nicht abseits stehen und beschlossen nun, an die zionistische Leitung mit der Forderung heranzutreten, den Jemeniten Zertifikate und den Mittellosen unter ihnen finanzielle Hilfe zu gewähren. … Eine Konferenz der Jemeniten Palästinas fand im Jahre 5682 statt, und dort ist eine Reihe von Beschlüssen zur Frage der Alijah gefaßt worden, Nach längerer Beratung kam die Konferenz zu der Ueberzeugung, daß die Judenverfolgungen im Jemen eine Folge der Hetzarbeit einer arabischen Palästina-Delegation sind. Diese Delegation fuhr nach dem Hedschas und erklärte in Dschidda, die nach Palästina auswandernden Juden wollten dort ihren Brüdern, die gegen das arabische Volk in Palästina kämpfen, beistehen.
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Es ist doch jedem klar, daß die Einwanderer aus dem Mittelstande die Lage in Palästina kennen sollen, und zwar sollen sie nicht nur eine allgemein gehaltene Information erhalten, sondern über ihre Aussichten in Palästina informiert werden. … Wir hatten den Vorschlag gemacht, daß Familien, die nach Palästina auswandern wollen, sich zu einer Wanderungs-Kooperative zusammenzuschließen haben, um auf diese Weise ihre Kapitalien zu konzentrieren und einzelne Familienmitglieder allmählich im Laufe von Jahren nach Palästina zu schicken.
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Beisan-Ländereien, 58, 367. Ben Jehuda, Eli es er, 226. Berichterstattung über Palästina; in der nichtjüd. Presse, 143. Berliner Periode deis Zionismus, 18. Beschäftigung jüd. Arbeiter bei Regierungsarbeiten in Palästina, 368. … Englisches Judentum, 75 f., 169. Epidemien-Bekämpfung, 330. Erdbeben in Palästina, 8, 197. Erklärungen der Opposition s. Deklarationen. Erklärungen der Parteien zum Palästina-Budiget, 461 ff. Erklärungen zur Wahl der Exekutive, 426 ff., 441 f. « „Eroberung der Gemeinden", 73.
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Wenn ich wieder zum Bodenproblem zurückkehre, so haben wir heute in jüdischem Besitz annähernd ein Zehntel des anbaufähigen Bodens in Palästina, während die übiigen neun Zehntel anderen gehören. Die Katastralaufnahme ist noch nicht fertiggestellt, aber wenn das Zahlenverhältnis zwischen Juden und Ar bern geändert, wenn die Beziehung zwischen Volk und Land verschoben werden soll, so kann das nur auf einem Wege geschehen, dass nämlich mehr Boden in Palästina in jüdische Hände kommt. … Palästina kann nicht wirtschaftlich unabhängig werden, solange das so bleibt. Die Arbeit in Landwirtschaft und Industrie muss m Palästina wie in anderen Ländern in solchem Umfang und mit solcher Intensität geleistet werden, dass palästinensische Waren erfolgreich mit den Produkten anderer Länder konkurrieren könnten.
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MICHAEL TRAUB (Deutschland — spricht deutsch): »ei Fragen möchte ich in meiner Rede streifen: Erstens die Auswanderung deutscher Juden nach Palästina. 27.000 jüdische Einwanderer aus Deutschland sind während der letzten z](, Jahre nach Palästina eingewandert. Fast 25 Prozent der palästinensischen Gesamteinwanderung bestand aus deutschen Juden. … Einwanderung nach Palästina verpflichtet. Ein großer Teil, ja der überwiegende Teil der jüdischen Einwanderer aus Deutschland hat das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde, gerechtfertigt.
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— 288 — wissenschaftlich als wirtschaftlich vorzüglich; wenn Sie aber auch ein Komitee nach Palästina setzen, so wird entweder die Tätigkeit beider Komitees durch ewige Kompetenzstreitigkeiten gehemmt sein, ' oder die Kommission in Palästina wird, weil sie an Ort und Stelle ist, über das Berliner Komitee dominieren. … Wollen Sie, dass in der Art, wie bisher, weiter gearbeitet wird, tasten Sie die Palästina-Kommission nicht, an. Wenn Sie nicht zufrieden sind, dann sagen Sie es ihr. Dann dürfen Sie aber nicht eine zweite- Palästina-Kommission in Palästina dazu wählen, sondern dürfen die Palästina- Kommission in Berlin nicht mehr wählen.
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Aber es heißt diese richtige Auffassung zu einer Farce machen, wenn man daraus die Forderung ableitet, in Palästina nun zunächst und ausschließlich jüdische Kultur ziu schaffen. Ich will hier gar nicht das schwere Geschütz des historischen Materialismus auffahren, um nachzuweisen, daß eine jüdische Kultur in Palästina nicht das Prius, sondern nur das Posterius der Entwicklung sein, das heißt, erst dann erwachsen kann, wenn in Palästina eine jüdische Bevölkerung lebt, welche sich bodenständig und materiell befestigt fühlt, und für die nunmehr eine gute Erziehung ihrer Kinder iund die Beschäftigung mit Wissenschaft und Kunst ein Lebensbedürfnis ist. … Heute ist das noch nicht der Fall. Viele iunge Leute müssen Palästina verlassen und sich im Ausland eine Existenz gründen, wodurch sie für Palästina verloren gehen. Da aber die Verbesserung der ökonomischen Verhältnisse viel schwieriger und langwieriger ist als die Schaffung von Erziehungsanstalten, so ergibt sich schon daraus, daß man zur Zeit im Interesse einer kommenden jüdischen Kultur nichts Besseres tun kann, als die wirtschaftliche Position der Juden in Palästina zu verstärken.
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Und gerade wir, die Heimkehrer in Palästina, müssen Kopfsteuer bezahlen. Und schon hören wir Gerüchte über ein Gesetz, nach dem man Einwanderer wird zurückschicken können. … jenem grossen, beispielgebenden, voranschreitenden Arbeiterelement, welches wir für Palästina erzogen haben, dessen Sie sich in Reden in Amerika rühmen, von dem Tausende ohne Recht auf Einwanderung und Arbeit bei Palästina ausgeharrt haben.
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Der Waad Habriuth wird gleichzeitig beauftragt, von dem Gesamtbudget für das nächste Jahr nicht weniger als im letzten Budgetjahr für die Hadassah Medical Organisation zuzuweisen. Verfassung des Waad Habriuth der Palästina-Exekutive. Vorschlag der Sanitätskommission des 14. Kongresses. I.Aufgaben. Der Waad Habriuth ist das oberste medizinische Organ der Palästina-Exekutive. … Der Waad Habriuth hat das Recht, auf Grund eines einstimmigen Beschlusses und mit Zustimmung der Palästina-Exekutive Mitglieder mit vollen Rechten zu kooptieren (in der Höchstzahl von drei Personen).. 642
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Ich frage aber: wo ist der Reflex dieser Entrüstungswelle für die Zulassung der Juden nach Palästina? (Lebhafter Beifall.) Vielleicht ist in diesem oder jenem Lande kein Raum für weitere Juden, Ländern, auf welche die Juden als Juden keinen weiteren Anspruch als den der Menschlichkeit haben, aber in Palästina ist Raum für Juden. … In Palästina ist Raum für Hunderttausende von Juden in den nächsten paar Jahren und für Millionen von Juden in den nächsten Generationen.
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Palästina selbst ist im Flusse. Das Wesen des Mandats an sich ist ja Anerkennung der Tatsache, daß Palästina künftighin nicht sein soll, was es heute ist, daß es durch unsere Arbeit und unsere Einwanderung etwas anderes werden soll. … Bauten wir es in irgend einem abseitigen Winkel der Erde, so könnten wir auf politische Formeln und konstitutionelle Finessen verzichten. Aber in Palästina ist das nicht möglich. Darum muß unser Status in Palästina so sorgsam gesichert und gefestigt sein, damit, wenn die großen Einflußströme der Menschheit durch unser Land fließen, im Lande selbst das Volk sich verwurzeln kann, dem das Land kraft der Geschichte gehört (Beifall).
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Wirtschaftspolitik — Bodenpolitik — Palästina-Budget treffen, nach denen sich die betreffenden Institutionen zu richten haben, um dieses Prinzip zu verwirklichen. 42. … L. und seine Bodeneinkäufe als auch durch die Kontrolle und den Einfluß der Zionistischen Institutionen und Fonds. H. PALÄSTINA-BUDGET. 43. Das Palästina-Budget 5638. A) Uebersieht Keren Hajessod und Hadassah (laut B) Keren Kajemeth Leisrael B) Budget Der Kongreß stellt für das Jahr 5688 folgendes Budget für die Palästina-Arbeit der Zionistischen Organisation fest: Einnahmen: Aus Amerika: direkt Dollar 1,200.000 durch die Organisation Hadassah Aus allen anderen Ländern: Rfeguläre Einnahmen £ 240.000 Besondere Einnahmen „ 25.000 Aus Palästina (Rückzahlung v.
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Sokolow des. Und das wollen wir in Palästina, und das entwickelt sich in Palästina. Ich kann mir aber nicht denken, daß sich ein Industrieller, der sich an einer Aktiengesellschaft beteiligt, für das Unternehmen opfern wird. … (Beifall.) Diese Arbeit in Palästina ist gemacht worden und kann gemacht werden. So wie der Emek Jesreel jüdisch gemacht, wie er aus einer Wüste in einen blühenden Garten umgewandelt worden ist, so können auch andere Gebiete in Palästina aufgebaut werden, wenn wir mehr Mittel haben, wenn wir mehr Menschen haben.
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Meine Herren, das ist eine Binsenwahrheit, aber nur wenn wir uns sie nicht immer vor Augen halten zur Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung, können wir sie beiseiteschieben und behaupten, daß jeder, der in Europa existieren kann, auch in Palästina wertvoll ist. Man hat hier gesagt, wir wollten in Palästina ein soziales Ideal aufbauen. Ich für mein Teil leugne nicht, daß ich das Bestreben habe, in Palästina sozial bessere Lebensformen zu pflegen als die Formen, in denen Sie in Europa leben. … Aber ich verstehe, daß eine Entwicklung nicht von heut auf morgen, sondern nur allmählich kommen kann; der Fortschritt kann nur dadurch kommen, daß er von der Mehrheit der Bevölkerung gewollt und getragen wird. Ich werde Ihnen ein Beispiel zeigen, daß in Palästina die Dinge nicht einfach nach Utopien gehen. Wir haben jetzt seit Beginn des Jahres in Palästina eine Kommission, in der Arbeitgeber und Arbeiter sich gemeinasm 441
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Der Vaad Habriuth ist zusammengesetzt aus drei Vertretern der Palästina Exekutive und je zwei Vertretern des Vaad Leumi, der Hadassah Medical Organisation, der Kupath Cholim und der jüdischen Aerzteorganisation. … Der Vaad Habriuth hat das Recht, auf Grund eines einstimmigen Beschlusses und mit Zustimmung der Palästina Exekutive ■Mitglieder mit vollen Rechten zu kooptieren (in der Höchstzahl von drei Personen). IV. Organisation. 1.
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Was der Endzweck ist, das wissen alle: die Schaffung einer öffentlich rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. Aber die Wege dahin sind verschieden. Sowohl in politischer Richtung kann darauf hingesteuert werden, als auch durch praktische Arbeit in Palästina. Wenn, wir streben, Palästina wirtschaftlich zu erobern, um in Palästina immer mehr Kräfte für die Juden zu schaffen, um die dortigen Juden zu stärken und ihnen neue Stätten zu schaffen, so ist das kein Chowewe-Zionismus, sondern echte politische Tat.
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So sieht Palästina heute aus. Die Frage, die sich erhebt, ist nun: Was haben wir unter disen Verhältnissen zu tun, um jüdischen Einwanderern in möglichst großer Zahl die Möglichkeit zu geben, in Palästina eine Existenz zu finden? … Häufig genug hört man noch die Meinung, daß, wenn die Juden nach Palästina kommen, „einer 300