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Farbstein: In Anbetracht der schwierigen Lage der jüdischen Arbeiter in Palästina wird beantragt, daß der Nationalfonds jedem jüdischen Arbeiter, der fünf Jahre in Palästina gearbeitet hat, eine Parzelle Boden für 99 Jahre in Erbpacht geben und eine gewisse Summt für Gebäude und Inventar bei Abzahlung in zwanzig Jahren gewähren soll. … Mit diesem neuen Palästina-Amte, dem eventuell auch der Verkehr mit den entsprechenden Instituten in Palästina zufällt, ist ein Emigrationsamt zu verbinden, das die Grundlagen der jüdischen Einwanderung zu untersuchen und seine Ergebnisse in entsprechender Weise zu verwerten hat.
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So sehr ich die Notwendigkeit einer möglichst grossen Einwanderung nach Palästina einsehe, so muss doch überall verstanden werden* dass eine grosse Einwanderung nur dann möglich ist, wenn das jüdische Volk grosse Mittel für Palästina hergibt. … Ein gewisses Reservoir von vorübergehend Beschäftigten muss Palästina haben, weil aus diesen Elementen sich die Kandidaten für eine spätere dauernde Existenz rekrutieren. Im Stadium der vorübergehenden Beschäftigung werden die Tüchtigen von den Untüchtigen, die für Palästina Geeigneten von den Ungeeigneten geschieden.
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Wo diese natürlichen Vorteile nicht hinzukommen, wird bei dem geringen Einfuhrzolle von 11 o/o sogar in Palästina und der Türkei selbst, ganz abgesehen von anderen Ländern, das Ausland die meisten Industrieprodukte billiger nach Palästina importieren, als sie in Palästina selbst hergestellt werden könnten. … Ich kann mich deshalb zu meinem großen Leidwesen denjenigen nicht anschließen, welche große industrielle Möglichkeiten in Palästina sehen und darauf die Hoffnung setzen, daß eine Massenimmigration nach Palästina in absehbarer Zeit möglich ist. Im Laufe der letzten fünf bis sechs Jahre sind viele industrielle Projekte erwogen worden.
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Jeder Tourist, der von Palästina zurückkommt und jeder Zeitungsartikel, der von dem jüdischen Palästina erzählt, schafft uns neue Anhänger für unsere Idee. Auch das gute Verhältnis, in dem wir heute z!u allen anderen an Palästina interessierten Kolonisationsgesellschaften stehen, ist nur dadurch möglich geworden, daß wir in Palästina praktisch zu arbeiten begannen und von Worten zu Taten übergingen.
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Sie müssen weiters in Betracht ziehen, daß es in Palästina eine Zeit gab, und zwar noch vor sechs Jahren, da benützte das jüdische Privatkapital für seine Arbeiten noch nichtjüdische Arbeitskräfte. … Es gibt noch sehr lehrreiche Tatsachen, von denen diejenigen, die die Lage im Lande nicht kennen, nichts wissen. Diese zehntausende Juden, die sich in Palästina angesammelt haben und von denen gewisse Kreise aus politischen Gründen behaupten, daß sie Preistreiber und Spekulanten sind, die gar keine produktive Arbeit in Palästina leisten, diese zehntausende von Leuten haben in Palästina hunderte von Werkstätten und eine ganz ansehnliche Anzahl Fabriken eingerichtet (Zwischenruf links: Mit arabischer Arbeit!)
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Mir scheint, daß nach Palästina alle Juden gehen dürfen, alle Juden, die Gott in ihrem Herzen haben. (Beifall.) Niemand hat ein Monopol auf Palästina. Jeder Jude, der nach Palästina gehen will, alle die ihre Fabriken oder ihre Werkstätten haben, die im Galuth ihre Existenz haben und darauf verzichten und in ein neues Land gehen, um zu arbeiten, haben ein Recht auf Palästina.
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Das ist in der Tat nicht zu ändern. Kein ernsthafter Zionist hat je daran gedacht, dass Palästina alle Juden der Welt aufnehmen könnte. So wie schon zu Zeiten des alten jüdischen Staates die Juden in den Diasporaländern viel zahlreicher waren als in Palästina selbst, so werden wir uns auch für die Zukunft mit der Tatsache einer grossen jüdischen Diaspora abfinden müssen. … Palästina kann für sie dieses Herz werden, der geistige Motor, der aus der Tiefe des jüdischen Gemeinschaftslebens in Palästina neue Werte schöpferisch hervorbringt, sie der Diaspora weitergibt und hierdurch in den Zerstreuten wieder das Gefühl der Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinschaft erweckt.
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Die ICA hat in Palästina, in Judäa und Galiläa ernste Interessen, und es ist nicht gleichgültig, mit welchem Nachdruck diese behandelt werden. … Ich glaube, dass es möglich sein wird, von den jüdischen Gemeinden der Welt Beiträge für den Schulaufbau in Palästina zu bekommen. Hebräische Erziehung in Palästina ist eine Angelegenheit, für welche die Juden in aller Welt reges Interesse zeigen, es bedarf nur systematischer Arbeit.
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Kongreß-Sitzung: Begrüßungen In dieser Zeit, wo sich die Tore fas aller Länder, der größten wie der kleinsten, gegen jede Einwandeiung nahezu vollkommen verschließen, ist es eine ungeheure Sache, daß Palästina imstande war, einigen dreißigtausend Juden aus Deutschland eine Heimat zu geben. Und nach meiner Meinung ist es eine noch größere Sache, daß Palästina heute eine Hoffnung darstellt für Zehntausende, ja für Hunderttausende von Juden in Deutschland, Polen und anderwärts. … Ich möchte hoffen, daß ich auch zu Ihrer großartigen Arbeit einen Weinen Beitrag leisten durfte durch den gemeinsamen Aufruf für Palästina und zur Hilfeleistung für die Juden Europas, der in Amerika erlassen wurde. Ich hatte auch den Vorzug, eine Reihe von Unterredungen mit dem englischen Kolonialstaatssekretär und dem High Commissioner für Palästina über den Stand der Dinge in diesem
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B. Bericht des Palästina-Ressorts Das Palästina-Ressort, das auf dem Haag er Kongreß am 20. August 1907 eingesetzt wurde, hat im wesentlichen die Aufgabe, die Palästinaarbeit zu organisieren und zu leiten. … Während die Vorgängerin des Palästinaressorts, die Palästinakommission, stets Schwierigkeiten hatte, ihre Pläne in Palästina zur Ausführung zu bringen, so ist das Palästinaressort in dieser Beziehung in einer sehr viel angenehmeren Lage. Naturgemäß und nicht zum Schaden uuserer Bewegung verlegt sich das Zentrum unserer Palästinaarbeit hierdurch immer mehr nach Palästina selbst.
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Arabische Bevölkerung 90, 91, 101, 128, 129, 258. Arbeiterfrage in Palästina 87, 95, 261. Arbeiterhäuser in Palästina 83, 122, 261. Arbeiterorganisation in Palästina 94. Arbeiterwohnungen in Palästina 45. Arbeiter, jüdische in Palästina 118. Argentinien 180. Assimilation 48, 51, 72, 81, 213, 216. Ausschluß vom Kongresse 307. Auswanderung nach Palästina 168.
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WEISSBUCH ÜBER PALÄSTINA. Erklärung der Britischen Regierung über ihre Palästina-Politik, im Oktober 1930 vom Staatssekretär für die Kolonien dem Parlament unterbreitet. … RM 28.75, 50 Expl. RM 50.— 3. PALÄSTINA-DEBATTE IM ENGLISCHEN UNTERHAUS. Stenographischer Bericht über die Verhandlungen im englischen Unterhaus vom 17. November 1930.
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Mit dem Gelde des Nationalfonds, so wie er jetzt ist, wobei derselbe nicht das Recht hat, auf eigenen Namen Land in Palästina zu kaufen, dürfen wir prinzipiell kein Land »ankaufen: Wir' können dieses Geld Privatgesellschaften leihweise geben, diese müssen aber dafür haftbar bleiben, der Nationalfond darf jedoch jetzt kein Land in Palästina kaufen. … Man kann von Berlin die Sache nicht leiten, sondern wir müssen, was ich am vorigen Kongresse gesagt habe, eine Kommission oder eine einzige Vertrauensperson haben, die in Palästina selbst wohnt. Ich habe eine Masse Briefe aus Palästina bekommen, in denen man sich beklagt über die Palästinakommission in Berlin.
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Ich habe noch ein Heft hier in meiner Hand, das ich Ihnen wegen der Kürze der Zeit nicht ganz vorlesen kann. Es ist der Auszug aus der Schrift. jemandes, der Palästina sehr genau kennt und der die Warnung ausspricht, daß die Palästina-Frage bald gelöst sein werde infolge des Entstehens der individuellen Frage. … (Lebhafte Zwischenrufe. — Andauernder Lärm.) lehr ziehe aus meinen Ausführungen den Schluß, daß den Resolutionen der Palästina-Kommission noch eine hinzugefügt werden solle des Inhalts, daß dem engeren A. C. aufgetragen werde, in Palästina zu dem Zwecke ein Komitee zu bilden, das Werk der Palästina-Kommission durchzuführen.
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Und jetzt komme ich zu einem zweiten Faktor, dessen furchtbarer und tragischer Platz in diesen Ereignissen sich erst jetzt vor der weiten zionistischen Öffentlichkeit offenbart. Ich muß aber vorher eine Bemerkung machen: Wenn wir in Palästina so wie in allen anderen Ländern eine Minorität unter den Nicht - juden bleiben, wenn wir uns auch in Palästina nur auf unseren Geist stützen werden, ohne Förderung der Materie in Arbeit und Wirtschaft und eigenem Leben, wenn Sie glauben, daß dann die Atmosphäre von Palästina und die historischen Erinnerungen des Landes uns vor dem Schicksal der Diaspora schützen werden, so irren Sie sich. … Vor zwanzig Jahren hat Achad Haam davon geträumt, daß in Palästina eine oberste Schicht von jüdischen Bürgern gebildet wird, die ins Feld 'gehen und die Arbeit ihrer Arbeiter betrachten, deren Arbeiter aber Nichtjuden sein werden.
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Kadoorie-Schule, 165, 167. Kalender-Reform, 466. Kaliproduktion in Palästina, 337. Kantorowicz, S. S., 265 f. Kapai, 434. Kapitalaufbringung für den Palästina- Aufbau, 122 ff-, 137 f., 337, 340. Kapitalbedarf der jüdischen Kolonisation in Palästina, 120 ff., 135 f., 333 ff. »Kapitalisten«-Einwanderung nach Palästina, 374. Kaplansky, Salomon, 293, 463. Katz, B., 164.
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546 2. Council-Sitzung: Referat über Palästina-Arbeit unsere Zahl mehr als verdoppelt, unseren Bodenbesitz verdreifacht; was in den vergangenen zehn Jahren möglich war, sollte auch unsere Parole für die nächsten zehn Jahre werden. … Es ist aber viel leichter, das von einem großen Jischuw zu verlangen. Gegen unsere Arbeit in Palästina sind im letzten Jahre schwere Vorwürfe von englischen Kommissionen erhoben worden, besonders von Sir John Hope Simpson.
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Ein Echo der Tätigkeit der Regierung in Bezug auf die Sicherheit kann man darin sehen, daß im Budget für Palästina die Ausgaben für militärische und Polizeizwecke viel größer geworden sind. Das ist auch einer der wichtigen Faktoren, die wir in Betracht ziehen müssen, wenn wir überhaupt von den Finanzen der Regierung in Palästina reden. … Selbstverständlich brauche ich nicht zu unterstreichen, daß wir den Standpunkt nicht teilen, daß Palästina mit Hilfe von Bajonetten gehalten werden soll. Aber ein großer Teil der fortgeschrittenen Parlamentarier in England glaubt, daß unsere Arbeit in Palästina nur mit Hilfe von viel Militär möglich sei.
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Das Büro wird durch eine eigene Stelle in Palästina ergänzt werden, und unsere Arbeit wird das zionistische Publikum allmählich daran gewöhnen, im Zusammenhang mit Palästina konstruktiv ökonomisch zu denken, um die Aufnahmefähigkeit des¬ Landes auf diese Weise möglichst zu beschleunigen. … Amerika ist zum großen Teil durch das Sparwesen der Massen aufgebaut worden. So können Millionen von Dollars auch nach Palästina gebracht werden, und zwar ohne Schnorren. Wenn nur 50.000 Juden dazu veranlaßt werden könnten, die Gewohnheit anzunehmen, wöchentlich einen Dollar für Investitionen in Palästina zu sparen, wäre das Problem der Immigration gelöst.
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Council-Sitzung: Bericht der Politischen Kommission wirtschaftlichen Sinn der Juden in der Welt auf Palästina zu richten, so kann durch vereinte Anstrengungen auf Grund der ökonomischen Verknüpftheit einzelner Juden und jüdischer Gruppen mit Palästina Ungeheures geschaffen werden. … Meine Broschüre entwickelt diese Pläne ausführlich. Wir glauben an Palästina und an die aufbauenden Kräfte des jüdischen Volkes, die, in die richtigen Bahnen geleitet, in wenigen Jahren eine große und blühende Siedlung in Palästina schaffen können.