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Gerade jetzt muß der Gedanke der Einheit des Judentums auch in der deutschen Judenheit feft verankert werden, damit das deutsche Judentum nicht abseits fteht bei der größten Aufgabe, die jetzt uns Juden gehellt ift: Die Neuerrichtung eines jü^ difchen Palästina. Wie läppisch klingt die zuweilen geäußerte Befürchtung, daß [die Schaffung eines jü" difchen Gemeinwesens in Palästina die politische Stellung der Diasporajuden erschüttern könnte. ln Palästina kann in absehbarer Zeit nur ein kleiner Teil der Judenheit Unterkommen, Millionen von Juden müssen, ob fie wollen oder nicht, im Galuth verbleiben. … Palästina wird das geistige Zentrum der Gefamtjudenheit ^werden. Die politische Stellung der Diasporajuden wird durch die Neuerrichtung PaläIJinas nicht im geringsten berührt und darf dadurch nicht berührt werden.
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Das Kopenhagener zionistische Bureau meldet: Die zionistische Kommission, bestehend aus Brandeis, de Haas, Friedenwald, Szold und Rosoff, ist nach mehrwöchigem Aufenthalt in Palästina in London eingetroffen. Die zionistischen Führer vor der Mandatskommission. Warschau, 9. August. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Wie dem „Jüdischen Volk" aus Paris telegraphiert wird, soll die Mandatskommission der Friedenskonferenz in den allernächsten Tagen über die Frage bezüglich des Mandats über Palästina beraten. Zn diesem Zwecke kehrt Professor Weizmann aus der Schweiz, Louis Brandeis aus Palästina nach Paris zurück.
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0(2)(S)i(Q)ß)(S)(Q)(3)l(5)(QKS)(S)(Q)l (SOS) | Palästina wird jüdisch! | <Z ====================——= g © Zur Vorbereitung des Wiederaufbaus © © Palästinas werden im Jahre 1919 benötigt: © © © © 20 Millionen Mark © © © © © © © © © © © © davon entfallen auf Deutschland © © 2 Millionen Mark | © 25 000 Mark 1 © Zu Zeichnungen bietet die vom 23. … Mai g © © | Die Nationalfonds-Commission | 0 POSEN Berliner-Strassse 511 §) auf Posen statffindende Palästina-Woche die beste Geiegenheit. Die beste Kapitalsanlage bildet für jetzt und später der Abschluß einer Lebensverficbecung Nähere Auskunft erteilt die General-Agentur LEOPOLD ROTHOLZ, POSEN WRONKERSTR. 6.
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Die eine Partei unterstreicht dieses Moment stärker, die andere schwächer, die eine sieht die Lösung der jüdischen Frage in Palästina, die andere will die Frage wegen Palästinas gar nicht berücksichtigen. Aber national sind sie alle. Und bei den Sejmwahlen sind die antinationalen Assimilanten glänzend durchgefallen. … Jetzt sind wir zu höheren Organisationsformen fortgeschritten. Das neue jüdische Gemeinwesen in Palästina ist in der Entstehung begriffen und wird wieder die höchste nationale und staatliche Organisation des jüdischen Volkes bilden.
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Die Anerkennung des Rechtes des jüdischen Volkes auf Errichtung einer nationalen Heimstätte in Palästina und Schaffung der hierfür erforderlichen Bedingungen unter dem Schutz und der Kontrolle des Völkerbundes, dem auch die Wahrung der berechtigten Interessen der übrigen Bevölkerung des Landes obliegt. 5. Vertretung des jüdischen Volkes im Völkerbund. Die Resolution des Bundes, welche erklärte, Palästina spiele keine Rolle, wichtig, sei ausschliesslich die Emanzipation des jüdischen Proletariats, wurde abgelehnt. Das jüdische Nationalkomitee in Paris.
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In dem Bekenntnis und in dem Willen zur Einheit, in dem Bewusstsein der — nicht nur religiösen — Eigenart und in dem Willen zur Erhaltung dieser Eigenart, in dem Bewusstsein gemeinsamer Geschichte und gemeinsamen Schicksals, endlich in der Liebe zu Palästina, der gemeinschaftlichen Heimstätte und dem künftigen geistigen Regulator der gesamten Judenheit, darin liegt der wesentlichste Inhalt des jüdischen Nationalismus. … Und selbst wenn solche chauvinistischimperialistisch-militaristischen Ideen als Grscheinungsformen einer unglücklichen und abschreckenden Assimilation in jüdischen Köpfen auftauchen sollten, so könnten sie doch allenfalls nur Bezug haben — sit venia verbo — auf das neu zu errichtende jüdische Palästina. Niemand aber wird so naiv sein, anzu-
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Er ist dazu bestimmt, Grund und Boden als unveräusserliches Eigentum des Jüdischen Volkes in Palästina anzukaufen. GESCHÄFTSSTELLE FÜR POSENs BERLINERSTR. 5" BOROSTUNDEN 9-1, 3-6. TELEFON 1576 IfßllllllHlllllNlllillllllllllllttlMiiilllllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH Gebr.
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„Mit einem Worte" — so meint er — „ausser dem neuerstandenem Palästina wünschten die National] uden «ein zweites, ein Kolonialland: Judaeo-Polen, gegründet auf dem Fundament des polnisch-jüdischen Condominium“. … Der Einwand ist heute unberechtigter als je, wo die Grossmächte, welche in diesen Wochen über die Gestaltung der Erde zu entscheiden haben, durchweg in amtlichen Erklärungen sich dafür ausgesprochen haben, dass Palästina dem jüdischen Volke als Heimatsland überlassen werde. Leute, die die gemeinsame Sprache als Kennzeichen einer Nation ansehen, das Vorhandensein einer solchen aber bei den Juden bestreiten, ist entgegenzuhalten, dass in den Ländern, in denen die grosse Menge der Juden ihren Wohnsitz hat, die jüdische Sprache ein einigendes Band um sie schlingt; so sprachen im Jahre l Q1 3 von den ] 957 000 Juden Konpresspolens rund 1 942 OOO Personen den Jargon (Kaplun-Kogan, Jüdische Sprach- und Kulturgemeinschaft in Polen, Berlin—Wien 1917).
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Was das Parteiprogramm anbetrifft, so sind die jetzigen Volkisten — die Zionisten ohne Palästina und sogar gegen Palästina und gegen die hebräische Sprache. Mit Ausnahme dieser 2 Punkte gibt es blos einen taktischen Unterschied, nämlich den, dass die Volkisten, welche jetzt auf der allgemein polnischen Arena bereits mässiger und zurückhaltender auftreten als die Zionisten, unter sich, in Mitten der jüdischen Volksmassen, den ärgsten Chauvinismus entwickeln.
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Es bedarf auch nicht der Anerkennung der jüdischen Nationalität, um etwa zu verhindern, dass dem Juden, der daran denkt, nach Palästina auszuwandern oder seine Kinder hierauf, vorbereitet oder sie gewähren lässt, der Vorwurf mangelnder Landestreue gemacht wird; denn die Billigung der Errichtung einer nationalen Heimstätte in Palästina, die auch Wilson in seinem Schreiben vom 31.
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„Es ist uns geboten, für das Leben des Fremden zu sorgen, ihm in Lebensgefahr mit allen Kräften beizustehen, ihn zu retten und zu heilen“.24) Aber selbst in religiöser Beziehung tut das Gesetz dem Fremdling die Tore der Volksgemeinschaft weit auf: Er konnte im Tempel seine Opfer darbringen, und die Sühne der Gemeindeopfer erstreckte sich auch auf seine Vergehen. 25) Man nahm von ihm Hebe und Zehnten sowie alle Spenden und Gaben für das Heiligtum an. 26) Er sollte zu den Festmahlzeiten zugezogen werden und nahm Anteil an der Festesfreude Israels. 27) Es ist daher begreiflich, dass der jüdische Staat durch solche Gesetze viele Fremde anzog, die dann in Palästina häufig zu Reichtum und Ansehen gelangten. Sie nahmen Dienste im Heere, in der Verwaltung und in anderen Aemtern, erscheinen unter der königlichen Dienerschaft und erlangten überhaupt oft einflussreiche Stellungen. 28) Es ist ein glänzender Beweis für die gute Behandlung der Fremden durch die Juden, wenn wir erfahren, dass zu Salomo's Zeiten nicht weniger als 1530OO Fremde in Palästina lebten.29) Unter dem Einflüsse einer durch Beseitigung des jüdischen Gesetzes „geläuterten“ Weltanschauung ist auch das jüdische Fremdenrecht verschwunden.
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Auf unsere Anregung hin, entstand gemeinsam mit den bestehenden Barufsberatungs- und Arbeitsvermittlungsstellen das jüdische Arbeitsamt in Posen, das sich zur Aufgabe gestellt hat, unter Berücksichtigung aller jüdischen Interessen die Erwerbssuchenden durch Beratung geeigneten Berufen zuzuführen, auch Akademikern Niederlassungsmöglichkeiten nachzuweisen, sowie ferner den Juden, die nach Palästina übersiedeln wollen, hierbei sachverständigen Rat zu erteilen. Als sich bei der Beschaffung des erforderlichen Mazzoth-Mehles für die Bäckereien der Provinz Schwierigkeiten herausstellten, waren unsere Bemühungen zur Beseitigung derselben von einem vollen Erfolg begleitet.
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Es kann nicht, ausbleiben, dass grössere Massen nach den westlichen Ländern oder nach Palästina, dem Lande, das sie mit der Seele suchten, auswandern. Nichts wäre verhängnisvoller, als eine planlose Auswanderung, sie würde-das Elend nur vergrößern.
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Ebenso wünschen wir in UebereinStimmung mit den Polen eine allmähliche,, freiwillige Uebersiedelung eines Teils der polnischen Juden nach Palästina, soweit die Aufnahmefähigkeit dieses Landes reicht. Wir sind gleichfalls mit dem Obersten Polnischen Volksrat darin einig, dass die den Juden zu garantierende^ Freizügigkeit und die damit verbundene Aufhebung jedes Grenzschlusses nach Osten und Westen regulierend wirken wird.
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Das ist noch niemandem eingefallen und kann uns am wenigsten jetzt in den Sinn kommen, wo unsere Forderungen auf eine staatliche Selbständigkeit in Palästina sich der Erfüllung nähern. Aber freie Bürger wollen wir im freien Staate sein. Und wenn wir wieder einmal aus einem Mizrajim nach Erez Israel ziehen, so wollen wir nicht als Knechte, sondern als Freie in aufrechter Haltung ausziehen.
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. — Daneben sei der Palästinagedanke unter den Juden zu stützen und wachzuhalten und die freiwillige Uebersiedelung nach Palästina oder anderen Ländern zu fördern. Das oberste Prinzip, von dem eine solche Wirtschaftspolitik diktiert wird, ist das, dass'in einem gemischtnationalen Staate die Majoritätsnation die herrschende ist, und dass ihre Regierung die ganze Tätigkeit nur auf das Wohl und Wehe der eigenen Stammesangehörigen einzustellen habe.
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Auch steht nichts entgegen, die Minderheitsschulen so einzurichten, dass sie vom Ausland, sei es von Palästina, sei es von Deutschland als gleichberechtigt anerkannt werden. Besondere Vergünstigungen gewährt Artikel 9 den Minderheiten für ihre Schulen in denjenigen Bezirken, in denen sie einen beträchtlichen Bruchteil bilden (der französische Text des Vertrages sagt: „oü reside une proportion considerable“).
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Die Juden, die in ihrer weit überwiegenden Mehrzahl in Europa sich, wie oben gezeigt, als Angehörige der uralten und ewig neuen' Nation fühlen, erhalten in Palästina ihr kulturelles auf ihrer Nationalität erbautes Zentrum, und es erwächst ihnen hieraus und aus der Erwägung, dass sie sonst zwischen den anderen Nationen der Welt zerrieben werden, die eiserne Pflicht, ihre nationale Rechte auch in den Ländern der Diaspora anzumelden und vorzubereiten.
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Das jüdische Volk lebt in seinen 15 Millionen Menschen, es reckt sich mächtiger und kraftvoller denn je empor, sein nationales Recht auf Palästina, sein Selbstbestimmungsrecht in allen Ländern wird von den Edelsten und Mächtigsten der Welt anerkannt. Ich kann Ihnen mitteilen, dass der Kreis derer, die diesen Gedankengang mit uns gemacht haben, kein geringer ist; auf Ziffern werde ich noch zurückkommen.
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Einen Beweis hierfür bilden, selbst wenn man von den Baron Hirsch’schen Kolonien in Argentinien und den jüdischen Siedlungen in Palästina absieht, die jüdischen Ackerbaukolonien in Südrussland. Alexander I. von Russland stellte 1806 den Juden, die sich dem Ackerbau zuwenden wollten und ein Vermögen von mindestens 40O Rubeln besaßen, die Zuteilung geeigneten Bodens in Aussicht.