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Verleger, Eigenthümer und verantwortlicher Redakteur D EhttNaNN. Inhalt: Die jetzigen Juden und Palästina als Ziel ihrer Auswanderung. — Stellung der Frauen nach talmudischer Auffassung. Heiligkeit des Eigenthums. — Ueber Tachygraphie Lei den Rabbinen. — Bemerkung auf Bemerkung. — Correspondenzen, und Auswärtige Notizen. — Inserate. Die jetzigen Juden und Palästina als Ziel ihrer Auswanderung, besprochen von Leopold-Wolf in Prag. „Palästina als Ziel und Boden germanischer Auswanderung und Colouisatiou, mit Rücksicht auf eine germanische Colonisatiou des Orients im Allgemeinen" ist der Titel einer in Pest, Wien, Leipzig in Hartleben's Verlag neu erschienenen Schrift und dient uns als Substrat unserer heutigen Besprechung.
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Die Tendenz einer jüdischen Ansiedlung in Palästina kann in ihrem Wesen nichts Anderes sein, als eine poetische, und wenn auch in mancher Beziehung edle und lobenswerthe, so doch immerhin eine weil entfernte von dem Realismus, der die Signatur unserer Zeit ist! Was sollen die auswandernden Juden in Palästina? Etwa wie die Würtemberger Genossen in specisisch christlicher Weise beabsichtigen, ein erinnerungsvolles, gottgeweihtes, frommes Leben in specisisch jüdischer Weise in dem Lande ihrer Väter Abraham, Jsak und Jakob führen?
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Im Jahre 1812 heirathete er Judith Kohn, eine Verwandte der Rothschilds, durch welche Verbindung er mit jener so angesehenen Familie in das innigste Freundschaftsverhältniß kam. Eine Reise nach Palästina, die er 1829 in Begleitung seiner Gattin unternahm, veranlaßt ihn zur Veröffentlichung seiner Reiseeindrücke unter dem Titel: „Tagebuch einer Reise nach dem heiligen Lande." — 1837 wurde M. zu dem ehrenvollen Amte eines Sheriffs gewählt. … Der edle Menschenfreund kehrte nach England zurück, doch die heimatliche Ruhe sollte ihm nicht für immer gegönnt sein. Die Hungersnoth, die 1854 in Palästina ausbrach, trieb ihn zur Stätte der Noth, wo er unermeßliche Summen zur Linderung des Elends verausgabte. Während seines dießmaligen Aufenthalts im heiligen Lande, erhielt Sir Moses vom Sultan die Erlaubniß, Ländereien anzukaufen und Spitäler und Armenhäuser in Palästina zu errichten.
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Dem ist nicht so; — ein allgemeines Unheil über Cultur und Vegetation in Palästina zu fällen, ist aus dem Grunde nicht möglich, als Lage, Boden und Klima aut dem nicht gar weitläufigen Terrain gar so vielfach verschieden sind. … Zehn bis zwölf tausend Ccntner Baumwolle werden jährlich aus Palästina ausgeführt, und beziffert sich der Ertrag mit 3 bis 4 Millionen Silbergulden. Schiffbauholz liefert das Gebirge, und ist es nur der rheuere Transport, der hieraus keinen Nutzen ziehen läßt, welcher Uebelstand jedoch bald durch bessere Communikationsmittel beseitigt werden dürfte.
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Jener 3dniftftcücr ahnte wohl nicht, daß er mir sei« «cm Aussprache ciue 3teile der alten allegorischen Kommen tarc der- Synagoge, „genannt, säst wörtlich wicdcrgcgcbcn. „Wie," so heißt cs daselbst, «das kleine ^and Palästina sollte eines Tages alle seine minder fassen? Nein, Jerusalem wird so groß wie Palästina, und Palästina wird > so groß wie die ganze Erde sein."
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Nun kömmt die Reihe an die babilonischen Schulen, daß Herr G. diejenigen die mit Sehnsucht nach Palästina hinblickten, Romantiker nennt! da doch viele hervorragende Männer bestrebt waren, sich in Palästina zu belehren, wir heben von den vielen nur Rab und Samuel hervor. … Den Beschluß dieser Vorlesung bilden die Abweichungen der Babilonier von Palästina bezüglich des Kalenders und der Regengebete. Die Abnormität der heutigen Zeit rügte auch Maimuni Mischna Commentar Taanith 17. — Die vierte Vorlesung behandelt den Islam, charakterisirt auf eine vortreffliche Weise Muhamed und die Juden.
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Man braucht sich nur zu erinnern, daß nach Herodot die Phönicier von den Küsten des Rothen Meeres, d. h. wahrscheinlich vom Persischen Meerbusen, hergekommen waren, als sie sich in Palästina niederließen. Diese Wanderung muß im höchsten Alterthume stattgesunden haben, denn als Abraham, der Aramäer, mit seiner Familie nach Palästina kam, fand er dort bereits die Kanaaniter.
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Zur Unr,'.stützung auswärriger 10.000 t* „ (120,000 ,,) Landsleute, namentlich in Palästina . 1,000 n „ (18,000,,) Zu zahlreichen Acren von Wohlthätigkeiren, welche wir nicht einzeln aufzäbleu können . 50,000 „ (600,000 „) Für das nengegründere Hospital in Pooua . . . . . -15,000 „ „ (180,000 „) Tbanachen und Zahlen, wie die voransiehenden, erheischen unsere volle Anerkennung. … Mögen wir stets daran denken, das wir den wesentlichen Theil unserer Eivilisarion dem Patriarchen voll Palästina verdanken, die Helden Israels bleiben die Helden der Welt bis au das Ende der Zeiten. Wo lebt ein Polk, daß mehr und Größeres für die Nachwelt gewirkt hätte, als Israel, das noch heute Männer von solchen!
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Die Zerstörung des Tempels brachte auch eine Sonderstcuer der Juden, die die andern nicht ausschloß. — Der halbe Schekel, den die Juden in und außer Palästina steuerten, hatte längst die Aufmerksamkeit der Römer auf sich gezogen. Cicero beklagt sich über die Summen, die jährlich nach Palästina wandern.
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Diese Distrikte sind aber auch die wohlhabendsten Irlands. Palästina. Ein Edinburger Blatt meldet von einer, wenn sie sich bestätigt, merkwürdigen Entdeckung, die von einem Herrn Keith Johnson bei der jetzigen englischen Erforschungsexpedition in Palästina gemacht wurde.
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Hier erneriten sie ihre Liebe zu dem einzigen Gott und kehrten mit dieser neuen Liebe und Gotteserkenntniß, als ihnen Cyrus die Erlaubniß ertheilte, zurück nach Palästina, sehr viele blieben in Persien,, sie befanden sich in ihrem neuen Vaterlande zu wohl, als daß sie es hätten verlassen sollen; die aber nach Palästina zurückgekehrt waren, als die Elite der Exulanten, waren von der Sehnsucht nach der wahren Gottesverehrung erfüllt und durchdrungen.
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In Deutschland ließen sich Juden zuerst am Mittelrhein nieder, in den Städten Speier, Worms und Mainz, was man mit der 22. römischen Legion in Verbindung bringt, die nach der Zerstörung Jerusalems mit jüdischen Sklaven aus Palästina an den Rhein kam und viele Jahre hier als Besatzung stand. Sie nahmen rasch an Zahl zu. In Speier erlangten sie 1084 vom Bischöfe ein abgesondertes befestigtes Quartier, einen eigenen Begräbnißplatz aus einem Grundstück der Kirche, bei Klagen unter sich und gegur sie, den Gerichtsstand vor dem Vorsteher der Synagogengenossenschaft anstatt vor dem Schultheißen, das Recht frei zu kaufen und zu verkaufen, Gold und Silber umzuwechseln, christliche Ammen und Dienstboten zu halten. … Als daher 1286 viele Juden ans Mainz, Speier, Worms, Oppenheim und der Wetteran nach Palästina zogen, wo sich ein neuer Messias, Samuel Abulasia (vergl. Gratz VII 416) aufgethan, erklärt K. Rudolph diese unbefugte Auswanderung für eine böswillige Flucht u. ließ ihre Güter in den Reichsstädten und in der Wetterau confisciren.
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Joseph Sabbat 28, 1. peama twin Kaiaao etc. dagegen drückte man sich in Babylo.l, wenn der Paraphrase des Jonatan Erwähnung geschah, mit dem Worte "jianna’i,, sie übersetzen, aus. Umgekehrt sagt die in Palästina verfasste Mschna von der chaldäischen Uebersetzung peannei. S. Ende Nasir. In Palästina nannte man O, weil er ein Babylonier war, in DiSpaix, nicht daß er ein Proselit, sondern weil er ein Ausländer ein Fremder war.
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Der Erfolg dieser Reise war, daß der Sultan in einem Ferman feierlich erklärte, sowohl die Christen als die Juden in seinen Staaten vor jeder Verfolgung zu schützen. Seine sechste Reise nach Palästina 1863 mußte er ohne seine Lebens- und Reisebegleiterin, Lady Judith Montefiore, unternehmen. Diese ihres Mannes so würdige Frau starb 1862. Bei dieser Reise trat er wieder als Helfer in der Noth auf. Die Cholera und die Heuschreckenzüge, die damals Palästina verheerten, versetzten die Einwohner in das schrecklichste Elend. Der nun 84jährige Greis ist noch immer bei der Hand, wenn Unglück und Gefahr die Existenz seiner Glaubensbrüder bedrohen.
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Der strenge Schamai verlangt auch bei diesem Brauche die ungeschminkte Wahrheit, der sanfte Hillel dagegen meint, man mag immerhin sagen: Die Braut ist schön und reizend, lobt man doch auch schlechte Waare, wenn sie einmal gekauft ist (Sprüchw. 20, 25). In Palästina sang man den Bräuten vor: Keine Schminke, kein Flitter und Putz, und doch ein anmuthiges Reh (Ketuboth 17). In der Provinz Tur-Malka (Königsberg im Gebirge Ephraim) trug man dem Brautpaare, wenn es zur Trauung geführt wurde, einen Hahn und eine Henne vor, ein günstiges Symbol für den Ehesegen. … Jahre der Wanderung der Jfieliten durch die Wüste, das Absterben jenes Geschlechts au,orte, dem der Einzug nach Palästina nicht gegönnt war (Tmith 26. Aus der Mischna würde man vermuthen, daß auch tn 3Y1 ein solches Volksfest gefeiert wurde, nach der Ewteruug der Gemara — nrroi rfrrna 'nmn dwö n zeigt es sich deutlich, daß in der Mischna anstatt ]T® zu lesen sei 12V- Das heiligste Bußefest war gewiß für n zwar idyllisches aber immer etwas frivoles Volksfest n.j der geeignete Tag).
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Lebensmittel mußten feilgeboten und durften nicht angehäuft werden, trifft doch schon nach der Bibel (Sprüchw. 11, 27) der Fluch des Volkes den Kornwucherer. Aus Palästina durften keine Lebensmittel ausgeführt werden, nur der Wein machte, wie Rabbi Juda ben Betra behauptet, eine Ausnahme, weil der Ueberfluß an diesem Artikel nicht immer vortheilhaft sei (ibid 90). … Der Handel erträgt nicht immer solche Beschränkungen, und wir wissen auch, daß z. B. sehr viel Oel von Palästina ausgeführt wurde (Menachoth 85). Armeninstitute waren allent-
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Die Aufforderung zui; Bkitcinstimmcn in den Klagcgcsang lautete in Palästina: „Weinet mit ihm, Ihr, die Ihr betrübten Herzens seid!" Die Weiber des durch seine spöttischen Bewohner bekannten DrtcS Schechanzib hattcu eigene, mitunter schwer verständliche 'Refrains zu ihren Klageliedern, z.B.: „Verhüllet und bedecket Euch, Ihr Berge, denn er war der Sohn Hoher und Vornehmer" u. … Lakisch stimmte den Todtcngcsang um einen jungen palästinensischen, in der Tradition ^Wissenschaft ausgezeichneten Gelehrten mit folgenden Worten an: Wehe, Palästina ist um einen bedeutenden Bkann ärmer geworden! R. Rachman erhob über einen anderen verdienten Gesetzeslchrer die Todtenklage: Ach, der Bücherschrank ist abhanden gekommen!
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Ein Lehrer der damaligen Zeit, welcher ans Babylon nach Palästina gekommen war, R. Nathan, schildert die traurige und gefahrvolle Situation, indem er sagt: nur der palästinensische Jude wisse, was cs heißt, seinem Gotte mit Selbstverleugnung, mit Aufopferung des eignen Lebens zu dienen. … Akiba wollte ihn nur thcilwcise anerkennen, aber dessen ungeachtet, verschaffte sich diese Halacha als eine von Zeit und Umständen gebotene, Geltung, und hat sich bis auf den heutigen Tag als gesetzliche Norme behauptet.') ') Mechilta Jifhro cap..C.— ’) Synhedrin 74) a. — y Jebanioth 122, a. Diese Anordnung muß jedoch in Palästina keinen Anklang gesunden haben, weswegen man sich später genöthigt sah das Versäumte iiachncholen und mehrere Schalijahrc hintereinander anznl'etzcn, s. weiter. 4) Jebamoth a. a.
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.**) Diesen großen Mann war W. in Gefahr noch bei seinem Leben zu verlieren, denn er trat die Reise nach Palästina über Deutschland und Ungarn an, und sandte von Königsberg seiner Familie eine Epistel von weisen Lehren und Verhaltungsregeln, mit der Ueberschrift alim literufa (Blätter zur Heilung) zu; allein er gab die Reise wieder auf, und kehrte wieder in seine Heimat zurück, denn er fühle, sagteer einmal, es sei der Himmel mit dieser Reise nicht einverstanden, er stellte sofort allen die Zehrpfennige zurück, welche ihm auf die Reise mitgegeben wurden. … Jahreszahl Seine Schüler folgten den Fußstapfen des Meisters" und verbreiten seine Lehren und seine Lehrart weit und breit, einige gingen sogar nach Palästina, wo sie eine hervorragende Stelle einnähmen. Dem verwaisten Bet Hamidrasch präsidirte aber sein hervorragendster Schüler Chaim ans Wlosin, dasselbe hat sich einer immer lebhaftern Teilnahme und Munificenz seitens der Gemeinde zu erfreuen.
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Zeiten von dieser Strafe in Spanien Gebrauch gemacht ward, obgleich solche Strafen zu diktiren keinem Gerichte außerhalb Palästina sonst gestattet war'), ist eine sehr zu rechtfertigende Maßregel, weil die Achtung vor Gelehrten aufs Strengste geboten war; nicht so entschuldigend aber ist es, daß auch ein Maßstab für andere Prärogative bestand. … Auch dem Mörder wird der Verläumder gleichgestellt. Die verläumderische Zunge sagte man in Palästina, bringt drei Menschen um, sich selbst, den, der die Verläumdung annimmt, und den, den sie verläumdet. Tod und Leben sind in der Hand der Zunge').