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105 Die Führer der modernen Zionisten, die Herzl und Nordau beabsichtigen Palästina zu einem jüdischen Staate zu machen. Natürlich will der Sultan aber das Land nicht hergeben. Am Anfang dieses Jahres hat er die weitere Einwanderung von Juden und fernere Landankäufe durch Juden streng verboten. … „Ilnter Garantie der Großmächte" soll die öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte" in Palästina geschaffen werden. Und zu einer derartigen — gelinde gesagt — Schmälerung ihrer gerade in Palästina so ängstlich gehüteten Souveränitätsrechte wird die Türkei jemals freiwillig ihr Placet erteilen?"
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Das arme Volk aber, das hinzog nach Jerusalem, mußte naturgemäß abhängig bleiben von den in Babylon zurückgebliebenen Volksgenossen, dagegen in Palästina, wohin es als Eindringling kam, isoliert sein und so ein politisches Gegengewicht bei etwaigen Unabhängigkeitsbestrebungen der einheimischen Bevölkerung bilden. … Man machte sich gleich ans Werk, d. h. mit Hülfe der Gelder aus der königlichen Schatzkammer engagierte man Phönizier, um die Baumaterialien zu beschaffen, und mit Hülfe königlicher Befehle, nötigte man einheimische Steinmetze und Zimmerleute, den Bau zu beginnen. Die Juden „führten die Aufsicht." Die seinerzeit in Palästina zurückgebliebene Bevölkerung, schon unter der früheren Herrschaft der Juden mit dem Jehovakultus bekannt, wollte auch jetzt wieder teil daran haben, wurde aber mit schroffer Dünkelhaftigkeit zurückgewiesen.
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In Berlin hat sich eine Vereinigung gebildet, die beabsichtigt, womöglich iu Palästina, sonst vorläufig in England oder in der Schweiz eine jüdische Hochschule zu errichten; zu dem Zweck will sie sechs Millionen zusammenbringen. … Die jüngste Vereins- und Rettungspuschel ist die jüdische Universität irr Palästina oder in England oder in der Schweiz. An dieser Universität mühen sich in musterhafter Selbstlosigkeit Leute, denen die mangelnde Vorbildung den Besuch versagen würde."
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Der große Umfang, den die Auswanderung dann, nachdem der Anstoß gegeben war, angenommen hat, muß aber auf die Agitation der Alliance israälite zurückgeführt werden, die zunächst für Palästina und sodann für Amerika warb. Es ist nicht zu leugnen, daß die rumänische Gesetzgebung in mancher Hinsicht den Juden das Fortkommen erschwert, indem sie sie als Fremde von manchen Gewerken ausschließt; die Handhabe dazu bietet der Artikel 7 der Verfassung, der bei den eigentümlichen Bevölkerungsverhältuissen nicht entbehrt werden kann.
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Der orthodoxe Jude erkennt die bestehenden Nationalitäten nicht au, er hofft auf den Messias, der ihn nach Palästina zurückführen soll, und der wissenschaftlich aufgeklärte Jude ist sicher international und ist. Sozialdemokrat." („Staatsbürger-Zeitung", 24.
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Sie arbeiten nach demselben Plane, wie einst die Juden in Palästina und in Rom (vergl. Jahrbuch für 1897, S. 63; Jahrbuch für 1899, S. 22 und 34 ff.). 5. Es liegt nun bei dem betriebsamen Charakter des Juden nichts näher, -als daß er die sozialdemokratische Freundschaft auch „vor's Geschäft" auszu- 1'chlachten suchte Jüdische Reklamen füllen zu 3/4 den Anzeigenteil der sozialdemokratischen Blätter.
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Angeblich sagen wir, denn wären die Wohlhabenden wirklich Wucherer gewesen, so hätten sie wohl schwerlich auf Nehemias Zureden ihre Beute herausgegeben. Uebrigens machen ja heute die jüdischen Kolonisten in Palästina der Rothschildschen Verwaltung, (beileibe nicht Rothschild selber, der ist immun wie nur ein anderer Fürst von Gottes Gnaden)
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Wir kommen jetzt zu einer Gruppe, die erst seit einigen Jahren hervorgetreterr ist und sehr verschiedener Beurteilung unterliegt: es find die Zionisten. Ihr Streben ist bekanntlich darauf gerichtet, in Palästina einen jüdischen Staat zu errichten. Ihre erbittertsten Gegner sind die Rabbiner, mit denen sie fortwährend irr schwerer Fehde liegen.
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Die Zionisten sind ja keineswegs der bornierten Ansicht, daß alle Juden nach Palästina zurückkehren müßten. Andererseits werden ihre Gegner zugeben müssen, daß die Juden als bloß vereinzelte Individuen, ja sogar auch als bloße Religionsgemeinden einen weit geringern Einfluß auf die Völker und Nationen und die Menschheit auszuüben vermögen, wenn dies überhaupt möglich sein sollte, st) als wenn sie als kompakte wohlgegliederte Einheit von einem gemeinsamen Mittelpunkte aus wirksam find."
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Wir müssen daher bestreiten, daß damit für die Menschheit ein Ideal verwirklicht würde, können uns aber recht wohl denken, warum das den Juden als etwas Ideales erscheint: Sie würden sich vielleicht materiell sehr wohl dabei befinden, wenn man sie überall als die Bringer der einzig wahren Sittenlehre und Religion anstaunte und verehrte. In Palästina hatten sie dies Ideal bekanntlich verwirklicht (f. Jahrb. . 1897 S. 57). Daher ist es auch ganz begreiflich, daß das Judentum die Herbeiführung dieses Zustandes herbeisehnt und als „höchste Verheißung" betrachtet und daß es sich zu seiner Herbeiführung sogar recht sehr gegen seine innere Natur bequemen möchte, seinen Verkehr mit den Nichtjuden so ideal, sittlich rein, freundlich, innig und liebevoll zu gestalten, wie es der letzte Satz verheißt.