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18421844
  1. 1844-03-02 · 9 (2.3.1844) · p. Seite 35

    Und mit der Spanne maaß er Himmelsräume, Und seine Hand verband das Sphärenzelt, Und einte durch der Allmacht Schleifensäume Die Zeltenteppiche der Schöpfungswelt: Aus reicht die Kraft, das Ganze festzuhalten, Bis zu des äußern, letzten Teppichs Falten?) Revue jüdischer Zustände. Palästina. Unsere Leser haben bis jetzt von einem sehr wichtigen Federkriege über die milden Spenden, welche nach Jerusalem, der heiligen Stadt, gesandt werden, in diesem Blatte nichts erfahren; der Gegenstand ist aber so wichtig, daß wir ihn unfern Lesern, den Hauptzügen nach, mittheilen wollen. … (Soeben berichtet die D. A. A., daß viele italienische Juden über Beirut nach Palästina gereist sind.) Die Befriedigung ihrer nöthigsten Bedürfnisse hangt von den Gaden wohlthätiger europäischer Juden ab.

  2. 1844-03-02 · 9 (2.3.1844) · p. Seite 36

    36 werden von ganz Europa an Herrn Hirsch Lehren in Amsterdam geschickt, der sie nach Palästina ׳zu besorgen hat. Aber von vielen Seiten ist der Argwohn rege, ja es ist sogar durch authentische Dokumente erwiesen worden, daß Herr Lehren bedeutende Summen misbraucht, die Vertheilung des Geldes parteiisch handhabt, viele, die seinen Launen nicht huldigen, in's Elend stürzt, und eben der Befciedigung seiner Laune ansehnliche Summen opfert. Herr Lehren ist daher aufgefordert worden, öffentlich Rechnung abzulegen über die Verwendung der Palästina-Spenden. In diesem Kampfe für das unterdrückte und gekränkte Recht vieler unserer palästinensischer Mitbrüder, zeichnen sich besonders die Herrn Löwenstein und Kirchheim in Frankfurt a.

  3. 1842-07-09 · 2 (9.7.1842) · p. [Seite]

    ." *) Das Jahrhundert Mosis, des göttlichen Mannes, sah diese Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung ge- Yen, und wir sehen an dem Schluffe der Parschah die Nachkommen jenes Joseph, zu einem zahlreichen Stamme geworden, für das Recht ihrer Besitzungen im Lande 1) 1. Mos. so, 24. Palästina das Wort ergreifen. Ein Reich wurde gegründet, das anderthalb Jahrtausende stand. Dort, wo die Straßen der Völker zusammenlaufen, wo die Verbindungswege dreier Weltrheile sich durchschneiden, dort erblühete dieses Reich, es stand und kämpfte für Ideen, mit denen die Völker sich segnen sollten.

  4. 1843-12-23 · 51 (23.12.1843) · p. [Seite]

    Als Anliochus Epiphanes, König der Syrer, unter dessen Botmäßigkeit damals Palästina stand, die Israeliten zwingen wollte, die Religion ihrer Väter zu verlassen, im Jrrthume Eins zu werden mit seinen andern Völkern, und den heidnischen Aberglauben und Götzendienst der Griechen als wahre Religion anzuerkennen — da widerstanden Viele solchem Ansinnen, und sie ertrugen lieber den martervollsten Tod, als daß sie Gotte und der Wahrheit untreu würden.

  5. 1842-08-13 · 7 (13.8.1842) · p. Seite 27

    Daher suchten Andere wieder die angeblichen Gründe in der Israelitischen Religion selbst aufzufinden, so daß es den Israeliten zur Last gelegt wurde, wenn man ihnen keine Staatsdienste gab. Es ging hierin, wie in den alten Karten von Palästina. Eine Menge von Städten, deren Lage man nicht mehr genau kannte, und die man sonst nicht unterzubringen wußte, verlegte man an den Jordan.

  6. 1842-12-10 · 24 (10.12.1842) · p. Seite 97

    Auch konnten sie wahrlich des Muthes nicht entbehren, wenn Palästina ihre Heimath werden sollte, ein Land, das, als der Grenzpunkt und Verbindung dreier Welttheile, fortwährenden Durchzügen aller Heere der Welt forwährenden Kriegen ausgesetzt war, die sich auf jener sogenannten M eeresstraße ihm vorüberwälzrerr, die von Asien her, durch Lies Land, zum Einschiffungsplatze nach Africa und Europa führte.

  7. 1842-12-10 · 24 (10.12.1842) · p. Seite 98

    Wie man es ihnen zum Vorwurf machte, daß sie den Handel treiben, nachdem man sie dazu gezwungen, nachdem man sie Jahrhunderte hindurch ver« hindert hatte, Handwerke oder den Ackerbau zu treiden, der in Palästina die Beschäftigung ihrer Väter war, — also machte man ihnen auch den Vorwurf der Feigheit, und während man ihnen, durch Zurück- Haltung vom Kriegsdienste, keine Gelegenheit ließ, den Muth zu zeigen, den sie dann auch, sobald diese Gelegenheit sich darbot, glanzend und im Geiste wahrer Vaterlandsliebe bewahrten.

  8. 1843-09-16 · 37 (16.9.1843) · p. Seite 148

    Eine, von den Häuptern des Vereins zwar desavouirte ״Erklärung" spricht sich dahin aus, daß der Verein 1. im Mosaismus die Möglichkeit einer unbeschränkten Fortbildung anerkennt; 2. die Autorität des Talmud und der auf denselben sich stützenden rabbinifchen Schriften aufhebt, und 3. einen Mefsias, der die Israeliten nach Palästina zurückführe, weder erwartet noch wünscht. Da aber nicht der Verein selbst seine Tendenz öffentlich ausgesprochen, wäre jedes Urtheil über denselben voreilig.

  9. 1843-10-04 · 39 (4.10.1843) · p. Seite 156

    ״Noch aber erkennt erst der Durchgebildete das auf gleicher Stufe stehende Vorurtheil, welches den Juden wegen seiner abweichenden Religionsan sicht als einen Fremden und deshalb minder Berechtigten dem Eingebornen gegenüberstellt, den Juden dem Deutschen. Als ob von einem so eben aus Palästina Einwandernden und Aufnähme Begehrenden die Rede sei und nicht von alten, seit Jahrhunderten im Staate lebenden, Eingebornen, die nur seit Jahrhunderten als die europäischen Paria's herabgewürdigt, denen nur seit Jahrhunderten ,gesetzlich alle Mittel für ihre geistige und sittliche Ausbildung abgeschnitten wurden."

  10. 1844-02-03 · 5 (3.2.1844) · p. Seite 20

    Wenn ein Jude zur Gesetzge׳. bung unfähig ist, weil er glaubt, daß er oder seine entfernte Nachkommenschaft, nach Palästina wieder überführt werden, wie können wir mit Sicherbeir das Haus der Gemeinen Männern öffnen, welche in der Erwartung leben, daß,^ noch vor dem Hintritle der gegenwärtigen Generation, alle Königreiche der Erde durch ein Himmelreich verschlungen sein werden?

  11. 1842-07-30 · 5 (30.7.1842) · p. Seite 20

    Seine Unwissenheit müßte so groß seyn, als seine leidenschaftliche Lieblosigkeit, wenn ihm der Umstand unbekannt wäre, daß die Israeliten in der Thal ‘ einmal einen Staat gegründet haben, in welchem sie anderthalb Jahrtausende hindurch alle jene Arbeiten verrichteten-, daß sie von Hause aus also wohl zur Arbeit gewöhnt seyerr, daß das Volk in Palästina sich namentlich mit Landbau beschäftigte, und daß der Fleiß erstaunenswerth ist, mit welchem selbst nackte Felsen in Wein- und Öhlberge verwandelt wurden.

  12. 1843-09-02 · 35 (2.9.1843) · p. Seite 139

    Ein Land, dessen Steine Eisen sind, und aus deffen Gebirgen du hauest Erz." Also wird im zweiten Buch Mosis Kap. 8, V. 9 das Land Palästina beschrieben. Die Steine sind Eisen heißt ohne jeden Zweifel so viel als: die Steine sind eisenhaltig, man findet in den Gebirgen .Eisenerze.

  13. 1844-02-10 · 6 (10.2.1844) · p. Seite 22

    Macht ihm die Erwartung, in das Land seiner Vater zurückgeführt zu werden, für die Schwankungen der Stockbörse unempfindlich? Bringt er den möglichen Fall, nach Palästina zurückzukehcen, je in Rechnung, wenn er seine Privat-Angelegenheiten ordnet? Wenn dieses nicht der Fall ist, warum sollen wir voraussetzen, daß Gefühle, die in seinem Geschäfts-Verkehr als Kaufmann, oder in seinen letztwilligen Verordnungen als Testator nie einen Einfluß ausüben, einen unbegranzten Einfluß über ihn gewinnen werden, sobald er ein Beamter oder Gesetzgeber werden wird?

  14. 1844-02-03 · 5 (3.2.1844) · p. Seite 19

    Man hält es ferner für einen guten jGrund, wenn man sagt, den Juden gehe das Wohl des Landes, worin er lebt, uicht an, ihm kümmre es nicht, wie schlecht dessen Gesetze und Politik sein mögen — wie schwer die Steuern auf demselben lasten — wie oft es erobert und geplündert werden mag — weil Gott verkündet habe, daß die Juden durch irgend ein unbekanntes Mittlel und zu einer unbestimmten Zeit, vielleicht von jetzt in Tausend Jahren, nach Palästina wandern. Zeugt dieses nicht von der Liefsten Unbekanntschaft mit der menschlichen Natur? Wissen wir denn nicht, daß das Entfernte, das Unbekannte, den Menschen weit weniger rührt, als das was ihm nahe und sicher liegt?