Mannheim
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  1. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 129

    Damals loderten in aller Welt die frisch angefachten schlummernden Funken des jüdischen Palästina-Ideals hoch und hehr auf, teils bejubelt, teils bewundert oder auch angefeindet. Die gesamte Weltpresse befaßte sich viel mit Palästina, seiner Kolonisation, seinen wirtschaftlichen Möglichkeiten und politischen Zukunftsträumen und die grossen Reisebureaus machten ihr Geschäft. Palästina-Besuche gehörten zum „letzten Schrei" der Touristik und in unzähligen Formaten und Feuilletons wurde Palästina propagiert.

  2. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 136

    LEO ROSENTHAL, BRATISLAVA: QUERSCHNITT DURCH PALÄSTINA Sowohl auf dem Gebiete der Politik, wie der Wirtschaft, war das vergangene Jahr für Erez Israel eine Zeit der größten Geschehnisse. Durch die bekannten Ereignisse ist Palästina das Einwanderungsland für Juden geworden. Breite Schichten der Juden, die in der Zeit, wo sie Wesentliches für den Aufbau Erez Israels hätten leisten können und es damals abgelehnt haben, sehen heute Palästina als einzigen Rettungsanker.

  3. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 127

    .: Meine Seele sehnt sich, ja es schmachtet nach den Höfen des Herrn, mein Herz und mein Fleisch jubeln dem lebendigen Gotte entgegen. nrfa dji nsora naoi "> nnsn1? »n *?n w LITERATUR. # P. Thomson: Palästina und seine Kultur in fünf Jahrtausenden. 1931. Kohl, H. u. C. Watzinger: Antike Synagogen in Galiläa. 1916. S, Krauss: Synagogische Altertümer, 1922. … Marcus Ehrenpreis: Das Land zwischen Orient und Okzident. A. Marmorosch: Alte und neue Stätten in Palästina und Südsyrien, 1931. Josef Pick: Jüdisch-Geschichtliche Stätten in Wien und den österr. Bundesländern, 1935. Majer Balaban: Die Judenstadt von Lublin, 1919.

  4. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 190

    War im Weltkrieg dem Kriegspressequartier zugeteilt: zuerst beim ,fester Lloyd", später dem Oberkommando der Orient-Armee Djemal Paschas in Konstantinopel. Schon 1920 befand er sich in Palästina, das er vorher bereits sechsmal besucht hatte. Bis 1927 offizieller Korrespondent des csl. Außenministeriums und csl. Handelministeriums in Palästina, ferner der Scherl- und Mosse- Blätter. Er wurde 1927 in das Pressebüro nach Prag berufen und kehrte 1930 in seine Vaterstadt Preßburg zurück, wo er Redakteur der „Neuen Preßburger Zeitung", später, bis zum 190

  5. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 28

    Institutionen: Palästinaamt für die Slowakei, Venturskä 3. Erledigt alle mit der Auswanderung nach Palästina im Zusammenhang stehenden Angelegenheiten. Abteilungen: Alijath Noar, Jugendalijah. — Studentenkommission. Zeltung: Haderech, Administration und Redaktion Venturskä 3. — Einziges jüdisches Organ in der Slowakei auf zionistischer Basis. Keren Hajessod. Landesleitung des Palästina-Aufbaufondes. Keren Kaiemeth Leisrael. Landessammelstelle des jüdischen Nationalfonds. Bodenerlösungsfond für Erez Israel.

  6. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 177

    Doch darin liegt die große Tragik des jüdischen Volkes, immer wieder dem freien Lauf eines vagen Intriguenspieles ausgeliefert zu sein. Die Juden in Susa hätten wohl ruhig und sicher in Palästina leben können. Koresch, Ahasweros Vorgänger, hatte Palästina den Juden als Heimland zurückgegeben. Doch während Esra und Nechemia, die Zeitgenossen Mordechajs und Esthers, unverdrossen und unter größten Entbehrungen an der Wiedererrichtung des jüdischen Heimlandes hämmern, hüllt sich die Judenheit von Susa in den Mantel des nationalen Persertums und glaubt sich durch Assimilation in fremder Umgebung vor allen Gefahren sicher geborgen.

  7. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 113

    Erst vom II.—VI. Jhdt. stehen Ruinen von etwa 40 Synagogen in Palästina. Alle zeigen die heidnischen Architekturform der Basilika, den hellenistischen Kultureinfluss, doch finden wir bei allen diesen Synagogen jüdische Ornamente. … B^ in Milet, Aegina, Dura, Stobi, hatten keinen basilikalen Typus. Dieser Typus kam erst in Palästina zum Ausdruck. Die Ruinen in Chorazin (Galiläa) zeigen, dass diese aus dem 1. Jht. stammen und laut einer hebräischen Inschrift soll der Erbauer dieser Synagoge Juda Ben Ismael gewesen sein. 8 113

  8. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 135

    Und mit Wehmut erinnern wir uns an die vor 35 Jahren veranstaltete erste jüdische Gesellschaftsreise nach Palästina und mit Wehmut und Verbitterung denken wir an die keimenden Möglichkeiten, welche in solchen jüdischen Massenreisen nach Erez schlummerten, an die Intensivierung des jüdischen Interesses für den wirtschaftlichen Aufbau des National-Heimes, an das Wachhalten des aktiven Palästina- Gedankens, an alle Möglichkeiten, die das jüdische Volk, traumverloren und indifferent, unausgenützt gelassen hat.

  9. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 133

    Und erst die Sabbathe mit den 40 Sabbatkerzen auf der altarähnlichen Anrichte, den Semiroth aus aller Herren Länder, den Gottesdiensten am Hauptverdeck unter freiem Himmel, wo große Summen für Palästina-Zwecke „geschnodert" wurden, mit den polnischen gefüllten Fischen, riesigen Suda-Barches und dem Budapester Scholet... Die Palästina-Expositur der Reiseleitung unter Kamenitz und Benzinger (letzterer war Protestant) hatte volle Arbeit und Propaganda geleistet.

  10. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 134

    Ein Kuratorium, unter Leitung des Präses der Pester Chewra Kadischa, Bosan, verwaltete den während der Seereise gesammelten Fond, aus welchem Spitäler, Jeschiwos und andere Anstalten in Palästina Zuwendungen erhielten, es wurden aber außerdem namhafte Stiftungen von Privatpersonen gemacht. Für jüdische Aufbauzwecke in Erez gab es damals leider wenig Empfinden und Gelegenheit für Spenden. Propagandistisch war dieser jüdische Gesellschaftsbesuch in Palästina von unschätzbarem Wert. Alle Teilnehmer trugen Funken des jüdischen Erez-Gedanken in ihre Heimat, in alle Welt hinaus und entfachten an diesen Funken eine neue jüdische Begeisterung, die sich in der zionistischen Aufbauarbeit später bewährte.

  11. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 198

    Bialik: Plamen prorocky z plemena näsho........128 Wilhelm Donath: Eine Fahrt nach Erez .........129 Leo Rosenthal: Querschnitt durch Palästina..........136 Izidor Schwartz: Zidovske skolstvo na Slovensku........143 Dr. Max Löbl: Stopy semitske v slovencine...........146 Rabin Gejza Schwarzstein: Stary Löb a jeho syn........148 Jakob May, Aviv: Das Volk des Buches...........153 Der unbekannte Soldat des Zionismus............155 J.

  12. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 142

    SCHLUSSWORT Erez Israel benötigt zu seiner Entwicklung Friede und Ruhe. Das Aufbauwerk, das die Juden in Palästina vollbringen, ist ein Werk des Friedens. Auf Grund dieser kurzen und nicht vollständigen Analyse kann festgestellt werden, daß die Anstrengungen, die das Judentum in der Golah und im Jischuv selbst durchführen, historisch betrachtet, die größte Anstrengung einer nationalen Selbsthilfe darstellt. § HERZL=WORTE Mein Testament für das jüdische Volk: Machet euren Staat so, daß sich der Fremde bei euch wohl fühlt. # Der Judenstaat ist ein Weltbedürfnis, folglich wird er entstehen. # Wir haben mindestens so viel Recht wie die anderen, ein Land als Körper unserer nationalen Existenz zu verlangen.

  13. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 192

    Sein reiches Können, seinen glühenden jüdischen Idealismus stellte er selbstlos in den Dienst der zionistischen Aufbauarbeit und hat sich ctZs Leiter der Palästina- Ämter für die Slotoakei große Verdienste erworben. # MARK GRÜNSFELD, der Verfasser unserer Reportage Geschichte des jüdischen Sportes in der Slowakei, entstammt einer uralten Bratislavaer jüdischen Familie. 1911 in Bratislava geboren, war er bereits mit 18 Jahren bei mehreren jüdischen Zeitschriften literarisch tätig, während er in den nachfolgenden Jahren ständiger Mitarbeiter und Korrespondent von Bratislavaer, Prager und Wiener Blättern wurde.

  14. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 84

    Bialik verließ Odessa im Jahre 1921, hielt sich 2 Jahre in Hamburg und Berlin auf und übersiedelte sodann nach Palästina, wo sein Haus in Tel-Aviv ein Mittelpunkt hebräischer Kultur und jüdischer Geselligkeit wurde. # Wenn ich meine Abhandlung über Bialik mit dem Ausspruche des Propheten Zaeharija's einleitete, ist dies kein Zufall, denn Bialik ist einer der wenigen unter unseren Größen der letzten Zeit, die von ihren Zeitgenossen als prophetische Geister anerkannt wurden.

  15. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 130

    Staatsbahnen in Budapest, welches vorher mehrere indifferente Mittelmeerfahrten und katholische Wallfahrten nach Palästina durchgeführt hatte, regte ich bei dem damaligen Chefredakteur des jüdischen Wochenblattes „Egyenlöseg" Szabolcsi und dem damaligen Oberrabbiner von Alt-Ofen, Dr.

  16. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 161

    Das vermag nur eine Idee. Die Staatsidee hat wohl eine solche Gewalt. & •; Palästina ist das einzige Land, wo unser Volk zu Ruhe kommen kann. Aber sofortige Hilfe tut Hunderttausenden not. h 161

  17. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 81

    Er war Delegierter an mehreren Kongressen und wiederholt in Palästina. Seine einzige Tochter studiert an der dortigen Universität. Seine Frau Gitta, geb. Nagy ist ein Sproß des berühmten Preßburger Dayan Rabbi Daniel Proßnitz.

  18. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 132

    Daß unser evangelische Theologe B. wieder in Erez auftauchte, als Ger Zedek später die Tochter eines Kolonisten in Mozzah heiratete und Beamter der Anglo-Palästina Bank wurde, dürfte wohl nur lose mit der ersten jüdischen Gesellschaftsreise in causalem Zusammenhang stehen. * Es war eine Reihe von schönen jüdischen Tagen an Bord der „Thalia", auf der Hin- und Rückfahrt.