-
Jede neue Unterdrückung und jede neue Not in Palästina löste neue Hilfsaktionen unter den Juden der Galuth aus, die dazu beitrugen, den Gedanken besonderer Hilfsaktionen und Vereine für Palästina zu verbreiten. … David Oppenheimer, der 1717 einen persönlichen Brief aus Jerusalem in dieser Angelegenheit erhalten hatte, beteiligte sich selbstverständlich als Leiter der Prager Palästina-Kasse daran; aber er geriet dabei in einen Prozess. Ein damals zufällig in Palästina weilender Jude, Jacob Simon Toff (?)
-
Ärzte und Naturwissenschaftler für medizinisch-biologische Interessen in Palästina Vor einigen Monaten wurden die ersten Schritte zur Gründung einer Gesellschaft von Ärzten und Naturwissenschaftlern getan, die ohne irgendwelche politischen Zwecke zu verfolgen, sich lediglich mit der Erforschung und Hebung der sanitären Verhältnisse in Palästina befassen will. … Es lag vielmehr im Rahmen der deutschen Vorkriegspolitik dadurch in Palästina und im Nahen Osten Fuss zu fassen. Die Arbeit, die Dr. P. im Rahmen beider Organisationen leistete, muss sehr segensreich gewesen sein.
-
November 1938 Die Schicksalswoche, die mit dem Pogrom in der Nacht vom 9. zum 10. November begann, als ich in dem Büro des Palästina-Amtes für die Provinz Oberschlesien in Beuthen O/S angerufen worden bin, bleibt unvergesslich. Das Palästina-Amt leitete Arnold Wiener s.A. und ich. … November zur Zionistischen Vereinigung für Deutschland nach Berlin zu fahren, da sie es nervlich nicht mehr durchhalten kann, auf das seit sehr langer Zeit beantragte Certificat für die Einwanderung nach Palästina mit ihrer Familie zu warten. Meine Einwände, dass am Freitag die Büros verkürzt arbeiten, halfen nichts. Ich entsprach ihrem Wunsch.
-
Die Tendenz war eine planmässige Ansiedlung in Palästina in die Wege zu leiten. Eine Anzahl von diesen Juden, Inteleetuelle, sowohl als Bauern wanderten nach Palästina aus und gründeten die Geselltschaft “Bilu” ( id1? … Dieses Committee, die "JÜDI¬ SCHE GESELLSCHAFT" soll die Jüdische und Nichtjüdische Welt für den Plan der Gründung des Jüdischen Staates interessieren, also alle Propaganda-Aufgaben lösen, politische Verhandlungen mit allen massgebenden Regierungen führen, insbesondere mit dem Sultan der Türkei, dem damaligen Herrscher über Palästina. Das Ziel war die Erreichung eines Charters für eine gesetzliche Grosseinwanderung von Juden in Palästina. Theodor Herzl, unterstützt von Geistesgrössen wie Dr.
-
In Holland wurde eine spezielle Organisation “Pekidim und Amarkalim” (die spätere: Deutsch-Holländische Palästina-Verwaltung) unter Leitung der Gebrüder Akiba und Hirsch Lehren gegründet, die die Geldaufbringung in Westeuropa organisierte. … Chalukka (d.h. Verteilungs- und Sammlungs) Organisation für die ln Palästina wohnenden Juden. Unter dem Einfluss der Propaganda der holländischen Zentrale und auch unter dem Eindruck von Berichten über die Not der Juden in Palästina fanden sich doch, besonders in orthodoxen Kreisen der jüdischen Gemeinden, viele einzelne Interessierte zusammen, die für die Aufbringung von Geldern für die Juden in Palästina sorgten.
-
Ein Jahr vor dem Eintreffen dieser beiden Sendboten aus Palästina hatte König Friedrich Wilhelm II. (am 21.5.1790) ein neues Gesetz für die Breslauer jüdische Gemeinde erlassen, das von den Vorkämpfern der Aufklärung als ein wichtiger Erfolg betrachtet wurde. … Wer allerdings die Propaganda für das Einsammeln der Gelder für Palästina machen sollte, gab er nicht an.
-
Nach dem „Jüdischen Turntag” 1905 bricht eine Krise aus, einige Gruppen sondern sich ab, aber trotzdem erleben die Vereine eine stetige Entwicklung. In Palästina wird die erste Sportgruppe 1906 in Jaffa gegründet. Es fehlten die Menschen den Sport populär zu machen, wie Turnlehrer und Vorturner. … Es traten 500 Sportler aus 16 Landeskreisen an, neben 2000 Sportlern aus Palästina, die zweite Makkabia 1935. Dann verhindert der Weltkrieg die Bewegung, die dritte Makkabia kann erst 1950 abgehalten werden.
-
„Kulturelles und religiöses Leben in Palästina'" Anlässlich des Gemeindeabends in der alten Synagoge vom 30. Dezember hielt Herr Rabbiner Dr. Simonsohn einen von Psalmen des Chors umrahmten Vortrag über “Kulturelles und religiöses Leben in Palästina”. … Um 1480 schreibt der Mischnakommentator Obadja von Bartinuro interessante Briefe aus Palästina. Einen grossen Aufschwung nimmt der Jischuw nach der Vertreibung aus Spanien. Safed und Tiberias geben der Mystik und Gesetzeslehre eine Stätte.
-
ERINNERUNG MEINER ALIJA - GRUENDUNG VON KIRJAT BIALIK Von ERNST TICHAUER Als im Frühjahr 1933 in Palästina die 1. Makkablade stattfand, habe ich mich als Tourist angeschlossen, um das Land kennen zu lernen und festzustellen, welche Existenzmöglichkeiten hier Bind. … Pfunde überwiesen hatte, bekam ich nach kurzer Zeit mein Certiflcat nach Palästina. In Haifa, wo ich bei meiner Alijah bereits Bekannte hatte, habe ich Quartier bezogen. Meine Bekannten, u.a. Dr. Prager, war schon in der Histadruth-Krankenkasse als Chefarzt angestellt.
-
Schon 1934 sehen wir ihn als verantwortlichen Sekretär Im Kibbutz Rodges in Palästina. Nachher ging er an die Stadt-Verwaltung Tel-Aviv, wo seine grossen Fachkenntnisse sehr geschätzt wurden. Seine Eigenschaft, grosse Menschenliebe, tief religioes, half er am Aufbau der Synagoge in Ramat Chen, einer Vorstadt von Tel-Aviv. … Nach kurzer Arbeit im Staatsdienst wurde er durch die Nazi- Zeit entlassen, war von 1933 bis 1937 juristischer Berater beim Palästina-Amt, Breslau, später Prokurist bei der Paltreu, Berlin. 1938 wanderte er nach Palästina ein und war seine Tätigkeit bei der Haawara erfolgreich. 1939 heiratete er Edith Bock, aus deren Ehe ein Sohn Dan Joel hervorging.
-
Günther Grün, 5518 Blackstreet, Pittsburg-, Pa. 15206, USA. früher Breslau, sucht folgende Personen: Betti Neumann (Mädchenname) und ihren Bruder Siegbert Neumann, früher Breslau, Neue Weltgasse, Bruder und Schwester sollen im Jahre 1938 nach Palästina gegangen sein. Betty Friedländer ist mit ihrer Familie ebenfalls nach Palästina ausgewandert, ebenso Ruth Bergmann frühere Wohnung: Breslau, Mathiasstr. … URSEL COHN, Tochter von Mieze Cohn, Breslau, Tauentzien Platz 1 B, geb. ca. 1924, nach Palästina mit einer Gruppe von Kindern ausgewandert. Zuschriften an den leiblichen Cousin: Peter Comberti, 11 Reynolds Close, London NW11 7 E A.
-
Nach seiner Verdrängung als Rechtsanwalt und Notar war er eine Zeitlang beim Palästina- Amt in Berlin tätig und wanderte kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges nach Palästina/Israel aus. Hier war er eine zeitlang im Tel-Aviver Vorstand des Irgun Oie Merkas Europa (IOME), und auch vorübergehend im Vorstand der Synagogengemeinde ICHUT SCHIVATH ZION. In seiner Anfangszeit in Palästina war er, wie so manch anderer, nicht auf Rosen gebettet, aber noch im fortgeschrittenen Alter scheute er nicht die Mühe, sich für den Anwaltsberuf in Palästina vorzubereiten und legte auch sein Examen erfolgreich ab.
-
Simon ben Nathan Fränkel aus Zülz, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Palästina ging. Aus den Berichten jener Zeit über die sanitären Verhältnisse in Palästina und speziell in Jerusalem geht hervor, dass das Gesundheitswesen dort sehr im argen lag. … Von ihren zwei Kindern Rosi und Lotte heiratete Lotte einen Dr. Selz aus Berlin und liess sich 1935 in Beer-Tuwja (Palästina) nieder. Das dritte Kind des Dr. Fränkel, Gertrud, (geb. 1885) starb 1928 unverheiratet in Chemnitz. Das vierte Kind war Elfriede, geb. 1888, Ehefrau des verstorbenen Redakteurs des “Haarez” Dr.
-
Touristen aus Deutschland vor 100 Jahren Im Frühjahr 1872 reisten drei deutsche Juden nach Palästina: Prof Hermann Graetz, der berühmte Historiker, und zwei Kaufleute: Gottschalk Lewy aus Berlin und Ascher Levy aus dem pommerschen Städtchen Polzin. … Intensives Sight-seeing in Ägypten schloss sich an, bis ein italienisches Schiff sie nach Triest zurückbrachte. Fast fünf Wochen waren die Touristen in Palästina und hatten es — mit Ausnahme des Oberen Galil — meist zu Pferde oder auf Eselsrücken in Begleitung eines arabischen Führers und Leibwächters bereist.
-
Auch hier in Palästina hat er mit seiner Gattin die schwersten Einwanderungsjahre getragen. Er erzählte mit Stolz, dass sein Vater, Louis Angress, im Jahre 1870-71 im Krieg das Eiserne Kreuz erworben hat. Karl A. stellte sich mit seiner ganzen Kraft auf das neue Leben in Palästina ein. Seine Hilfsbereitschaft, seine Hingabe an den Mitmenschen, durch finanzielle Hilfe, durch Rat und Tat, waren bekannt.
-
April 1929 von einem Herzschlag dahingerafft, weggerissen von der Seite seiner Gattin, der bekannten Pianistin Gisela Gross, die ihn nach dem damaligen Palästina begleitet hatte, weg von seinen Freunden auf dem Carmel in Haifa, in deren Hause er wohnte und starb. Zur Beurteilung und Förderung der Jüdischen Musik war dieser Erkenner und Förderer junger Talente für kurze Zeit nach dem sich neu erschliessenden Lande (Palästina) mit seiner noch sehr im Anfangsstadium befindlichen Musikwelt berufen worden. … Schorr, der bekannte Komponist und Musikpädagoge, im Namen des “Komitees zur Förderung jüdischer Musik in Palästina”, dessen Vorsitzender Adolf Weissmann war, von seinem Freunde in beredter Weise Abschied nahm, ebenso wie Realschuldirektor Biram.
-
Ich hatte das Glück, ihn vor seinem Tode über die religiöse Lage der Juden in Palästina sprechen zu hören; da lauteten seine Ausführungen: Unsere Jugend besitzt wie jede andere ein starkes ethisches und soziales Gefühl. … Eine Sprache, die vor 50 Jahren noch als tot bezeichnet wurde, beherrscht alle Gebiete des Lebens in Palästina und erobert sich weite Kreise der Juden in allen Ländern der Welt, erzeugt neue literarische, kulturelle und religiöse Werte.
-
Auch er nehme an, dass ich meinen Betrieb aufgeben müsse, und er sehe für mich als Ausweg nur Palästina. Und das war der Gedanke der mich nicht mehr losliess. Ich kehrte nach Hause zurück mit dem .festen Vorsatz: Auswandern. … Sie erhielten sogar Bücher leihweise, und der Rektor sagte zu meiner Frau beim Abschied: „Es äst schade, dass Sie Jetzt noch nach Palästina auswandem wollen, wo es hier doch bald andere werden wird.“ Seitdem sind weiter sechs Jahre verflossen. Für meine Kinder bot das Leben in der Grossstadt viel Abwechslung.
-
Meine Warnung, er könne in Schwierigkeiten mit den Nazis geraten wies er damit zurück, er sei mit einen jüdischen Mädchen verlobt und werde nach Palästina auswandern. Der Vorstand der Angerschule war mit der Anstellung einverstanden, und Lehmann entpuppte sich als ein ausgezeichneter Werklehrer. … Er konnte mit seiner Braut gerade noch das letzte Schiff nach Palästina erreichen. Er fungierte in seiner neuen Heimat nicht als Werklehrer. Zweifelles hätte die Jugend jedes Landes von diesem vortrefflichen Werklehrer profitieren können.
-
Smoczewer & Co. eingetreten, diente er im ersten Weltkrieg im Garde-Regiment. Im Jahre 1935 wanderte er nach dem damaligen Palästina ein und hatte in Ramat-Gan ein bekanntes und geachtetes Geschäft. In der Hagana und in der Special Police war er mit ganzem Herzen dabei. … Unsere “zionistische” Arbeit wurde vom Zahnarzt Schachtel geleitet, der ganz nahe von uns am Königsplatz wohnte. Es gab damals kein Palästina-Büro in Breslau, alles wurde von Privatwohnungen aus erledigt. Neben Zahnarzt Schachtel war Dr. Sandler sehr tätig.