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19261932
  1. 1929-11-01 · 11 (1.11.1929) · p. [Seite]

    «eine Zukunftshoffnungen in ein gemeinsames Werk zu ergießen: die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina. Palästina ist für alle Teile des Judentums, für alle Schichten und Gruppen, das Symbol seiner Einheit geworden, und schon durch diese Tatsache hat Palästina in diesem Augenblick das beste für das Judentum geleistet, was in "diesem Stadium seiner auseinanderstrebenden Entwicklung geleistet werden konnte. … Wir untersuchen nicht, welche Gesinnungen und Vorstellungen die Generation in die Agency hineinträgt, die jetzt dieses Werk— vollzogen hat. Wichtig ist aber, was die jüdische Jugend von Palästina denkt._ Die alte Generntion ist in ihrer Stellung zu Palästina noch vielfach an alte Formeln und Begriffe gebunden.

  2. 1927-10-01 · 10 (1.10.1927) · p. [Seite]

    Diese Absorbtion ist aber nur dann möglich, wenn genügend Kapital im Lande ist. um Arbeitsgelegenheit zu verschaffen. Nun befindet sich die zionistische Bewegung in Palästina in dieser Hinsicht in einem verzauberten Kreise: in Zeiten der Krise ist die Neigung, privates Kapital nach Palästina zu bringen, geringer als in Zeiten der Hochkonjunktur, je größer die Arbeitslosigkeit, desto geringer die Aussicht. Kapital zur Behebung der Arbeitslosigkeit ins Land zu bekommen, und desto größer sind auch die Schwierigkeiten der Aufbringung des nationalen Kapitals durch den Keren Hajessod (Palästina- Grundfonds) und den Keren Kajemeth (Nationalfonds). Es ist eine zugleich beruhigende, aber auch tragische Tatsache, daß diese ernste Krise im Palästina-Aufbauwerk in dem Augenblick zu beheben ist, in dem es gelingt, 200 000 Pfund außer dem regulären Budget der zionistischen Organisation aufzubringen.

  3. 1929-05-01 · 5 (1.5.1929) · p. [Seite]

    Dabei ist das zutiefst menschliche an diesem Vorgang, daß die Aufmerksamkeit der Welt nicht nur erzwungen wird durch die jüdische Leistung, durch das Neue, das in Palästina geschieht, sondern auch durch die Hilfsbedürftigkeit des Landes. Auch das, was in Palästina noch fehlt, was durch Mangel an Geldmitteln nicht erreicht werden konnte, erweckt jüdisches Interesse und indisches Leben da. wo es sonst schon verschwunden war. … Man hat diese Wirkung insbesondere darin gesehen: daß in Palästina ein Zentrum jüdischer Kultur geschaffen wird/ Die Wiirkung des Landes liegt aber auch in dem Wiederentstehen echter Lebensbedürfnisse und echter Lebensnotwendigkeiteri, darin, daß durch Palästina wieder Ansprüche an die Gesamtjudenheit gestellt werden können.

  4. 1930-11-01 · 11/12 (11.1930) · p. [Seite]

    Es wäre sehr zu begrüßen, wenn andere Verei: diesen Beispiel folgen und in einen regen Konnex mit ander nichtjiidischen Jugendverbanden eintreten würden. C. F Allweltlicher Kongreß für das arbeitende Palästina Aueinem Bericht nn-cre- Verbandsfreund.-s Mehler ( Berlin ) über den All weit liehen Kongreß für das arbeitende Palästina entnehmen wir die folgenden Ausführungen: Sonntag vormittag sprach als erster nach der Eröffnung Ernst Toller. … Darum ist. zur Erhaltung der ethnischen Einheit der Juden Palästina unbedingt notwendig. Palästina soll das geistige Zentrum sein, aber nicht so, wie es bei Achad Haam oft falsch verstanden wurde, daß einige überragende geistige Institutionen dort geschaffen werden, sondern «laß dort eine Kulturgemeinschaft entsteht, von der neue Impulse ausgehen Weil Palästina ein unentwickeltes Land ist. so braucht beim Aufbau keiner verdrängt zu werden, sondern der Fellache wird lernen, aus dem Roden mehr herauszuwirtschaften.

  5. 1929-05-01 · 5 (1.5.1929) · p. [Seite]

    So verschiedenartig begründet diese innere Stellungnahme zu Palästina bei dem einzelnen auch gewesen sein mag, niemand hatte dem anderen die eigene Haltung zu Palästina als die allein richtige aufdrängen wollen oder versucht, die Gefühle der anderen als geringwertiger hiniu-_ stellen. Es ist dem Zionismus vorbehalten geblieben, aus Palästina als universellem Zentrum jüdischen Empfindens ein Parteiidol zu machen und aus dem Sammelpunkt gesamtjüdischen Empfindens ein Kampfobjekt.

  6. 1929-05-01 · 5 (1.5.1929) · p. [Seite]

    Jewish Agency Vorbemerkung Pfingsten 1921 legte die Führertagung des Verbandes in Kassel, der Initiative Alired Apfels folgend, als erste nichtzionistische Organisation ein warmes Be- \enntnis für den Gedanken des Palästina-Aufbaues und die Schaffung eines überparteilichen Sammelwerkes für Palästina Schon eine Resolution der ersten Nachkriegstagung im luni 1919 in Berlin machte es den Jugendbündlern zur Pflicht, r Interesse dem „werdenden jüdischen Leben in Palästina" (* Zuzuwenden. Die sogenannte Kasseler Resolution, in der sich :n erstenmal in positivem Sinne die Führer des Verbandes, vot allem auch die Nichtzionisten, vorbehaltlos für das sehe Palästina erklärten, wurde von der ordentlichen Dele- .-'.entagung Pfingsten 1922 in Bonn mit überwältigender .Mehrheit gebilligt.

  7. 1929-07-01 · 7 (1.7.1929) · p. [Seite]

    Der Nichtzionist soll sich nicht verhehlen, daß er den Gegner, den Gegner der Ueberzeugung fördern muß, wenn er Palästina fördern w i Und doch müssen diese Bedenken zurückstehen. j Es ist ja eine eigene Gegnerschaft, die Zionisten und Nichtzionisten trennt. … Sie muß in Kauf genommen werden, weil alles, was dem Judentum helfen kann, gefördert werden muß und weil der Aufbau Palästinas — unabhängig von jeglicher Ideologie — jedem Juden am Herzen liegt um des Landes willen und um der Menschen willen, die es zur Heimat wählen. Erst mag Palästina werden, dann wollen wir, Deutschjuden und Zionisten, um Palästina ringen. Ein Ringen, nicht um seiner selbst willen, sondern um d^s uihrungenen Gegenstandes willen.

  8. 1929-10-01 · 10 (1.10.1929) · p. [Seite]

    Um so erschütterter waren wir, als wir nach unserer Rückkehr von den furchtbaren Kämpfen in Palästina hörten, in deren Verlauf so viele Opfer auf jüdischer und arabischer Seite gefallen sind. Die Trauer um unsere toten Brüder in Hebron und in den Kolonien verband sich mit der Sorge um den Bestand der schon geleisteten Aufbauarbeit. … Wir begrüßen es mit Genugtuung, daß Sie beschlossen haben, gerade in diesem Augenblick Ihre Verbundenheit mit Epe« Israel auch durch - die Tat sichtbar zum Ausdruck zu I ringen und deshalb einen Hain des Verbandes der Jüdischen lugcndvereine Deutschlands in Palästina zu errichten. Wegen der Einzelheiten der Durchführung Ihres Projektes würden wir Sie bitten, sich mit dem Zentralbüro des Keren K.vemeth für Deutschland (Berlin W 15, Meinekestraße 10) in Verbindung zu setzen, da-ja bekanntlich das ganze Gebiet der Aufforstung in Palästina zum Tätigkeitsbereich des Keren Kalemeth gehört.

  9. 1930-10-01 · 10 (10.1930) · p. [Seite]

    Ja. wenn es sich um den Aufbau handeln würde, den man in den Köpfen und Herzen unserer Menschen dadurch vertiefen könnte, daß man ihn^n Palästina als solches. Palästina im Aufbau und Palästina als Problem näher brächte! Aber der A u f b a i. Palästinas wird nie ein überparteilich) r sein, er wird notwendig immer getragen sein von Zionisten oder doch National joden. … Das werdende Palästina anerkennen, zu merken, daß ein jüdische- Palästina «ler Diaspora nur nützlich sein kann, heißt noch nicht Palästina aufhauen.

  10. 1927-11-01 · 11 (1.11.1927) · p. [Seite]

    „Baseler Programm": „Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina." 2. Im Jahre 1897 von Th. Herzl in Basel gegründet. Im Jahre 1917 wird Palästina den Juden durch die Balfour-Deklaration versprochen. … Sonderschriften über den JNF. siehe Böhm, der Jüdische Nationalfonds; Granowsky, Probleme der Bodenpolitik in Palästina; zu beziehen vom JNF., Berlin, Meineckestraße 10. e) Keren Hajessod (Palästina-Gründungsfonds). Neu-

  11. 1927-11-01 · 11 (1.11.1927) · p. [Seite]

    Außerdem zahlreiche Broschüren und Artikel in Zeilschriften (besonders „Der Jude"), neueste Broschüre von Kurt Blumenfcld: „Im Kampf gegen den Zionismus"; zu bezichen von der Zentrale. Spezielle Literatur über Palästina: Ruppin, Der Aufbau des Landes Israel. Berlin, 1920 (Preis 4 RM.); Ruppin, Die landwirtschaftliche Kolonisation, 1925 (Preis 3 RM.); Felix Tinner, Das neue Palästina, 1926 (Preis 3 RM.); daneben1 eine Reihe Reiseberichte, so von Felix Saiten, Artur Holitscher, Rundl-Bermann, v. … Siehe auch Airred Wiener (Syndikus des CV.), Reise durch das jüdische Palästina. 1927 (Philo-Verlag). Die meisten zionistischen Bücher sind im Jüdischen Verlag. Berlin NW 7, Dorolheenstraßc 35, erschienen.

  12. 1929-02-01 · 2 (1.2.1929) · p. [Seite]

    Palästina von Gerhard Holdhelm*) Die Gegenwart Palästinas ist gerade jetzt maßgebend für wichtigste Entscheidungen des Weltjudentums. … Die meisten Zeitgenossen fällen nun ihre Entscheidung nicht auf Grund abstrakter Theorien, sondern sie wollen Realitäten sehen. Wie sind in Palästina die wirtschaftlichen Möglichkeiten? Entspricht die Lösung der sozialen Frage in Palästina ihrem Ideal? Man will sich informieren.

  13. 1929-11-01 · 11 (1.11.1929) · p. [Seite]

    Skeptiker glauben, den Zionisten definieren zu müssen als den Juden. ler in gnten und schlechten Zeiten unbeirrt an Palästina festhält, den „Nichtzionisten" als den, der nur in Zeiten des Erolges unser Weggenosse bleiben würde. Die letzten Wochen haben bewiesen. daß der Rund von Zürich von allen Particrn ms vollem Herzen, mit besten Absichten geschlossen wurde/ Unser W,>rk in Palästina schien in diesen Tagen ulhöchste gefährdet, die Grundlagen, auf denen wir das nationale Heim bauen wollen, schienen erschüttert. … Stärker als der Austausch von Beden; stärker als noch so gut gemeinte Gelöbnisse hat »Ii«- gemeinsame Sorge um Palästina in diesen Tagen uns zusammengeführt. Es ist jetzt erwiesen, daß der Bund von Zürich keine Fiktion, keine Fassade ist, hinter der -ich ein uninteressiertes und laues Judentum verbirgt, sondern daß er der wahre Ausdruck der Stimmung in der ■Indenheit ist: Palästina um jeden Preis zu bauen.

  14. 1930-05-01 · 5 (5.1930) · p. [Seite]

    I) Gewinnbeteiligung jüdischer und arabischer Arbeiter an den privatwirtschaftlichen Unternehmungen in Palästina. g) Schaffung eines Bodengesetzes, das den restlosen Ver-. kauf der Besitzungen arabischer Kleinbauern verhindert. h) Erklärung, daß die Juden, solange die parlamentarischdemokratische Selbstverwaltung des Landes nicht durchgeführt ist, auf die Maiorisierung in Palästina verzichten. 3. … Sollten die Garantien für eine friedliche Erreichung der * Ziele der Jewish Agency in Palästina nicht mehr oder nur gestützt auf die britische Besatzung vorhanden sein, dann hat der Verband sofort seinen Austritt aus der Jewish Agency zu vollziehen. 5.

  15. 1930-09-01 · 9 (9.1930) · p. [Seite]

    Wertvolle Bereicherung erfuhr die Arbeitsgemeinschaft durch die Anregungen von Georg Lubinski, der als Vertreter des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände an der Tagung teilnahm. In der Arbeitsgemeinschaft „Ueberparteilicher Palästina-Aufbau" mit den Referenten Ludwig Mehler und Kurt Löwenstein, Berlin, konnte eine grundsätzliche Auseinandersetzung über die Berechtigung des Beitritts unseres Verbandes zur Jewish Agency trotz der evidenten Münchener Beschlüsse nicht vermieden werden. Auch in diesem Kreise zeigte es sich, daß die Zahl derjenigen, die die Beschlüsse des Verbandes mißbilligen und einer Mitarbeit am Palästina-Werk sich versagen, verschwindend klein ist. Allgemein wurde die Notwendigkeit, neben der praktischen Mitarbeit am Palästina- Werk die Probleme des Palästina-Aufbaues in Verbindung mit den großen Weltereignissen zu bringen, anerkannt, insbesondere wurde durch Jack Raphael und seine Freunde die Befriedung des Palästina-Aufbaues eindringlichst gefordert.

  16. 1931-03-01 · 2 (3.1931) · p. [Seite]

    („Es kann als klar erwiesen gelten, daß die Aufstellung der Arbeiter-Einwnnderungsliste abhängig sein muß von der Feststellung der Zahl der Arbeitslosen in Palästina.") Außerdem soll nach der Erklärung der britischen Regierung kein Moden für neue Absiedlung zur Verfügung gestellt werden. … In Palästina beginnt diese neue Politik an jenem Tisch, an dem die Juden und Araber des Landes sitzen, und an dem die englischen Sachkenner, die linrierungsbeamten und all die kleinen Despoten kolonialer Vergansenheiten — — fehlen!

  17. 1928-06-01 · 6 (1.6.1928) · p. [Seite]

    Zweckdienliche Mitteilungen sind erbeten an „Berthold-Auerbach-Verein, Leitung Jugendtreffen, z. H. von Max Gellhorn, Stuttgart, Königstrafee 17". Palästina-Jugendfahrt 1928 Zum ersten Male nach dem Kriege wird im Herbst dieses Jahres, sofort nach den Feiertagen, eine Reite der jüdischen Jugend nach Palästina stattfinden. Im Rahmen einer groben und billigen Ferienfahrt, die im wesentlichen den Charakter einer Wanderfahrt haben soll wird ganz Palästina bereist, alle Punkte, die in landwirtschaftlicher und historischer, religiöser, wirtschaftlicher und p ilitischer Hinsicht bedeutsam sind, werden besucht Die Reise wird veranstaltet von einer Reihe Jüdischer Jugendverbände in Deutschland.

  18. 1926-11-18 · 21 (18.11.1926) · p. [Seite]

    So können auch gerade wir J. J. V.cr auf's neue die Palästina-Frage aufnehmen und in unsern Lebensplan einreihen. Dies jedenfalls ist gewiß, daß wir an der Arbeit, der U. U. J. J. mit Frohmut nicht teilnehmen könnten, wenn wir nicht von Anfang an positiv zu Palästina Stellung wählten, und daß wir verncinendenfalls als schwache Außenseiter mitleidig von den unterschiedlich gerichteten jungen Juden überall in der Welt betrachtet würden.

  19. 1926-05-01 · 8 (1.5.1926) · p. [Seite]

    Es sprach sodinn Herr Dr. med. et phil. Adolf Sindler, Düsseldorf, der A rangeur der Palästina-Abteilung der Ausstellung, und Dr. Ncustätter, der die technische Leitung innehat. An die Aropn chen schloß sich eine Führung durch die einzelnen Teile di r Abteilung der „Hygiene der Juden' ges wurde die Jüdische Abteilung von Vcr- und Staatsbehörden besucht. … Die Zusammenarbeit der indischen Wohlfahrtspflege mit der allgemeinen Wohlfahrtspflege ist gebührend berücksichtigt. Die Palästina-Ausstellung ist mit Unterstützung! des Waad Habriuth (VolksgesundheitsausschuQ der palästinensisch-zionistischen Exekutive) von Dr.

  20. 1931-03-01 · 2 (3.1931) · p. [Seite]

    Diese L'ebersicht stellt bloß einen recht kurzen Auschnitt dar: Aber man muß sich mit den aktuellen Problemen konsequent beschäftigen, wenn man irgendwie mitreden, ah lehnen, zustimmen oder protestieren will. J. R. f Neue Politik in Palästina? Eigentlich haben wir ja miste eignen Sorgen und Nöte, a i rt-i hal'tlicln und politische. I'ihI dennoch spielt sich wieder einmal in einem W etterwinkel der Weltgeschichte eine höchst lehrreiche Tragödie ab. der man auch dann aufhorchend,' interessiert und in irgend einer Weise teilnehmend gegenüberzustehen hat. wenn man innerlich dem ganzen Gehjel fremd ist. Per international denkende Mensch, der Friedenskämpfer, der Anhänger einer neuartigen Politik von Gesittung und Vernunft hat an dem Problem Palästina, das sich in diesen Wochen erneut auf dem Forum wichtiger'Auseinandersetzungen ausbreitet, nicht vorüberzugehen. Palästina ist seit der Beendigung des Weltkriege- und -eil der Abfassung der diversen Friedensverträge kein rein religiöser Begriff mehr.