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Das Land Palästina heißt merkwürdigerweise nicht, wie wir unnehmen sollten, das Land der Juden, sondern Palästina heißt es, wie heute morgen ja Freund Löffler beschrieb, Gotteskämpfer. Das will zum Ausdruck bringen, daß Palästina zu allen Zeiten allen Juden die Hochburg des sittlichen Inbegriffes von Israels Pflichten gewesen
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. — Der Antrag ist mit großer Mehrheit angenommen. Ehe wir nun zum Bericht der Palästina-Kommission kommen, bitte ich Sie, eine.Entschließung, die Ihnen im Einklang mit der Verbandsleitung nunmehr vorgelegt wird, stehend anzuhören. … Das Land Paläsftna heißt merkwürdigerweise, nicht, wie wir annehinen sollten, das Land der Juden, sondern Palästina heißt es, wie heute morgen ja Freund Löffler beschrieb, Gotteskämpfer. Das will zum Ausdruck bringen, daß Palästina zu allen Zeiten allen Juden die Hochburg des sittlichen Inbegriffes von Israels Pflichten gewesen
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Ich soll Stellung nehmen zu den Worten Ephraim Aschkennsis in der letzten Nummer unserer „Mitteilungen" über Palästina. Will man das tun. so ist'S gut, sich zunächst einmal klar zu sein über die Tati'acl-enfolge, die zum heutigen Stand der Tinge in Palästina führte. Zuerst wurden die Ansprüche des jüdischen Volkes aus Palästina feierlich anerkannt in der Balfourschcn Erklärung vom 2. September 1917, dann bestätigt von dem Fllnferrat der Friedenskonferenz in Paris im Februar 1919 und schließlich verbrieft und dem Frie-
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— 186 — f . I Jude wenigstens einmal in seinem Leben in Palästina gewesen sein müsse, und da das neue jüdisch« Leben im Lande — neben allen historischen Stätten usw. — außerordentlich viel bietet, was sonst nirgends auf der Welt zu sehen ist, so nimmt diese moderne Wallfahrt zu und bringt immer weitere Schichten der Fudenhcit unserem'Ansiedlungswerke in Palästina näher. , Neuerdings sind auch zu den früheren Formen der Ansiedlung neue getreten. … Amerikanische Fudc». die über keine großen Mittel verfügen, aber imstande sind, im Laufe einer Anzahl von Fahren aus ihren Ersparnissen die Summen zusammenzubringen, die zu ihrer Ansiedlung in Palästina nötig sind, haben sich zu einer Ge sellschart zusammengetaii, zahlen jährlich bestimmte Beträge ein und lassen sich dafür in Palästina reue Heimstätten vorbereiken.
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Der Kaiser brachte Stoecker stärkere Sympathie entgegen und berief ihn in die Geueralsynode; auch wurde er in diesen Tagen vom Wahlkreise Herford ins Abgeordnetenhaus entsandt, wo er der konservativen Partei beitrat. (Schluß folgt.) Kjjchervesprrchnngrrr. Davis Trietsch, Palästina-Handbuch. III. Auflage. 840 Seiten mit 2 Rarten-Skizzen. Preis M. 8. — . Jüdischer Verlag, Berlin. In den letzten Jahren ist das Interesse für Palästina bei allen Gebildeten im Wachsen begriffen. … Mit Hilfe der „Chowewe Zion" aller Länder und des „Nadib" (Rothschild-Paris) haben sich die jüdischen Kolonien in Palästina gedeihlich entwickelt. Auch der H i l f s v e r e i n der deutschen Juden hat im letzten Jahrzehnt durch sein Schulwesen eine segensreiche Tätigkeit entfaltet und will auch weiter in Palästina und im oSmanischen Reiche durch den Ausbau des Schulwesens die Ansiedelung Palästinas fördern.
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Apfel: Es wehrt sich ja niemand dagegen, daß wir heute noch die Palästina-Kommission wählen. Dagegen ist ja kein Wort gesagt worden; aber wie sollen wir weiterkommen, wenn alle 10 Minuten ein Antrag gestellt wird, eine Frage vorweg zu nehmen? Ich bin überzeugt, daß die Palästina-Resolution mit überwältigender Mehrheit angenommen wird. Aber dazu sind noch verschiedene Fragen zu stellen. Ich hätte z.
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Apfel: Es wehrt sich ja niemand dagegen, daß wir heute noch die Palästina-Kommission wählen. Dagegen ist ja kein Wort gesagt worden: aber wie sollen wir weiterkommen, wenn alle 10 Minuten ein Antrag gestellt wird, eine Frage vorweg zu nehmen? Ich bin überzeugt, daß die Palästina-Resolution mit überwältigender Mehrheit angenommen wird. Aber dazu sind noch verschiedene Fragen zu stellen. Ich hätte z.
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Palästina. In den letzten Tagen des April dieses an diplomatischen Taten so reichen Jahres lief durch die erstaunte auflauschende Kulturmenschheit die Kunde, die in San Remo versammelten Vertreter der Ententemächte hätten beschlossen, dem Friedensvertrag« mit der Türkei eine Erklärung einzuverleiben, wonach „Palästina daS nationale Heim der Juden werden-solle unter Berücksichtigung der Rechte der arabischen Bevölkerung". Großbritannien sei das Mandat über Palästina übertragen werden. Durch diesen Beschluß des „Obersten Rates" der Ententemächte ist in jedem . Falle, wie er sich auch auSwirken möge, die Geschichte der Juden um ein Hochbedeutsames, viel-' leicht epochales Ereignis bereichert worden.
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Verhältnissen Palästinas so grosze» Wandel geschaffen bgi? Bo» jüdischen B> iuchern batte Palästina in den letzten Monaten unter vielen änderei, zwei ü bedeutende Persönlichkeiten zu verzeichnen gehabt, wie Baron Edmund Rorlscknld ans Paris und den lsse'andien der Bereinigten Staaten bei der Türkei, Mr. … Er lieh nirgends einen 'Zweifel darüber seine amerükanischen Interessen wohl „zu verbind da der Erfolg dock, lau Tnlereile nie ausgegeben -Torlschritte der jüdischen denn nicht'nur ist Rothiverktätiges. sondern leu, ändere Kreise, die sich bis-, Mitwirkung, ' ' ck, seinen Posten in Ztoii- Kleinasien und bezeigte itw. kein lebhaftestes 'oijdas; er seine jüdlickien und. ii versieht, und der Ein druck, den er von dem nencu Leben' in Palästina bemann. wird sicherlich auch unter den amerikani eben ,Tilden viele zur Beleck strebungcn in Palästina, veranlassen.
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. ■ ~t „1. Es ist Pflicht jedes Juden, das Werden des jüdischen Palästina mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen. 2. Als Grundlage der den kulturellen und wirtschaftlichen Aufbau zu getvährleistenden Arbeit fordern wir in Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der großen jüdischen Organisationen in Deutschland die Festsetzung solcher politischen, administratonscheu und ökonomischen Bedingungen für Palästina, daß seine Entwickelung zu einem von der gesamten Judenheit getragenen ökonomischen Gemeinwesen gesichert wird." … Aber ich finde, daß § 1 der Resolution vielleicht noch etwas prägnanrer ergänzt werden könnte, denn es ist eigentlich nicht bloß unsere Aufgabe, das Werden des jüdischen Palästina mit Aufnierksanckeit zu verfolgen, sondern es könnte auch ruhig darauf hingewiesen werden, daß der Entwicklung und dem Aufbau des jüdischen Palästina tätiges Interesse gewidmet werden kann.
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— 181 sie einer Palästina-Kommission erst zustimmen würden, wenn über Sie Vaterlandsfrage Klarheit geschaffen worden ist. Die Palästinafrage wollen wir nicht zum Gegenstand des Kampfes machen, da ich auch bei meiner heutigen einleitenden Rede den.Eindruck hatte, als ob die Worte, die ich gewissermaßen offiziell über Palästina gesprachen habe, doch den Gefühlen der Versammlung entsprochen haben. … Apfel: Ich bedaure, mich in Gegensatz zu lieben Verbandsfreunden zu bringen, wenn ich mit Nachdruck bemerke, daß ich keiner Palästina-Kommission zustimme, bis nicht die vaterländische Frage geklärt ist. Ich kann es nicht. (Sehr richtigl) l)r. Jsi Kah« (zur Geschäftsordnung): Ich werde sachlich meinen Antrag auf 1 Stunde zurückstellen, möchte aber meinen, daß gerade das Moment, daß wir jetzt die Palästina-Kommission eingesetzt hätten, sür sehr viele ein Gesichtspunkt gewesen wäre, um eine Brücke der Verständigung viel, viel, schneller zu schlagen, und das war die Absicht, aus der heraus ich mich gerade in diesem Augenblick veranlaßt fühlte, diesen Antrag zu stellen.
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Letzteren Araae. „ob e? 'möglich sein wird, den Inden in Palästina ein« gewisse Selbständigkeit in der örtlichen Berwaltung, zu geben?" antwortete Talaat Pascha: »Da muß >ch zunächst wiederholen. wa? … An diesem Nahmen werden meines Erachtens auch alle berechtigten Wünsche der Juden in ' Palästina ihre Erfüllung finden können."
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An Ephraim Asi^hkenasil Ganz selbstverständlich hege ich gleich Ihnen den Wunsch, möglichst vielen heimatlosen und verfolgten Juden zu einer Heimstätte in Palästina zu verhelfen. Maßgebend für mich ist dabei ein doppelter Gedanke. Einmal möchte ich den betreffenden Stammes genossen zu einer „Heimat" verhelfen, in, der sie sich frei und ungehemmt in ihrer Eigenart ausleden und der Menschheit — hoffentlich — noch manches wertvolle Kulturgut schenken können. … Wie können wir es da verantworten, für so verhältnismäßig fernliegende Dinge, wie Institutionen in Palästina es für unseren Verband sind, größere Beträge aufzubringen! Ueberdies bin ich der Meinung, daß es in unserem Heimatlande Deutschland noch genügend jüdische Wohlfahrtseinrichtungen gibt, die unserer Unterstützung im höchsten Maße bedürftig und *) Bergt, den Palästina-Artikel fidn Ephraim Aschkenasi in Heft 2 der „Milteilungen".
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Erstens ist die portugiesische Aussprache die richtige und zweitens wird sie als einzige lebende in Palästina gesprochen, Sind diese beiden Gründe wirklich so stichhaltig? — Unsere aschkenastsche Aussprache ist ebensosehr und ebensowenig richtig, wie die portugiesische. … Nun zum zweiten Punkt. Als einzige lebende Sprache wird in Palästina nur das Sephardisch- Hebräische gesprochen. — Das Hebräische als praktische Verkehrssprache kommt doch vorläufig, so lange erst wenige nach Palästina übersiedeln, für die wenigsten von uns in Betracht, und wenn etwa in Palästina jüdische Massen einwandern würden, so wird doch *) Durch das Ersetzen der „au" und „o" Laute durch „o" und „a" Laute verliert die hebräische Sprache zweifellos an Klangfülle, das ist wenigstens meine Empfindung.
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Wolfheim-Erfurt und meine Wenigkeit — ich glaube, das sind wohl alle gewesen —, beschlossen worden. „1. Es ist Pflicht jedes Juden, das Werden'des jüdischen Palästina mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen. 2. Als Grundlage der den kulturellen und wirtschaftlichen Aufbau zu gewährleistenden Arbeit fordern wir in Uebereinstimmung mit den Beschlüssen der großen jüdischen. … Aber ich finde, daß § 1 der Resolution vielleicht noch ettvas prägnanter ergänzt »verden könnte, denn es ist eigentlich nicht bloß unsere Aufgabe, das Werden des jüdischen Palässina mit Aufmerksamkeit zu verfolgen, sondern es könnte auch ruhig darauf Hingelviesen »verden. daß der Entwicklung und dem Aufbau des jüdischen Palästina tätiges Interesse gewidmet »verden kann. Vorsitzender Dr. Apfel: Jetzt kommen zunächst ein paar kurze Bemerkungen des Herrn Landesrabbiner Dr.
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heutigen einleitenden Rede den Eindruck hatte, als ob die Worte, die ich gewissermaßen offiziell über Palästina gesprochen habe, doch den Gefühlen der Versammlung entsprochen yabcn. Ich pepsönlich kann z. B. unmöglich einer Kommission ein Mandat geben, ehe nicht für mich die Frage geklärt ist, ob der Verband überhaupt weiterhin existieren kann, und das ist die Kernfrage. … Apfel: Ich bedaure, mich in Gegensatz zu lieben Verbandsfreunbm zu bringen, wenn ich mit Nachdruck bemerke, daß ich keiner Palästina-Kommission zustimme, bis nicht die vaterländische Frage geklärt ist. Ich kann es nicht. (Sehr richtigl) » „ Dr. Ist Kal n (zur Geschäftsordnung): Ich werde sachlich meinen Antrag auf 1 Stunde zurückstellen, möchte aber meinen, daß gerade das Moment, da z wir jetzt die Palästina-Kommission eingesetzt hätten, für sehr viele ein Gesichtspunkt gewesen wäre, um eine Brücke der Verständigung t iel, viel schneller zu schlagen, und das war die Absicht, aus der heraus ich mich gerade in diesem Augenblick veranlaßt fühlte, diesen Antrag zu stellen.
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Er nimmt sich besonders der jüdischen Auswanderer an, in deren Interesse er eine ganze Reihe von Grenzbüreaus eingerichtet hat, und unterhält resp. subventioniert eine Reihe von Bildungsstätten im Orient, besonders Palästina. Eine Anzahl blühender jüdischer Kindergärten in der Türkei und Palästina zeugt von seinem humanitären und segensreichen Wirken. Palästina, das Land der Sehnsucht vieler Juden, hat eine ganze Reihe jüdischer Organisationen auch in Deutschland erstehen lassen. 13 Jahre, bevor sich die „Zionistische Vereinigung für Deutschland" konstituierte, war im Januar des Jahres 1884 der Verein „Esra zur Unterstützung ackerbautreibender Juden in Palästina und Syrien" begründet worden, der sich über ganz Deutschland erstreckte und im vorigen Jahre sein 26.
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Niemandem, schiene» die Worte Professor Weizmanns zu viel zu sagen: ..Erst wenn Palästina vom Mittelmeer überschivemmt werden sollte, würde eS keinen stongrcst mehr geben!" Und 'dann die vielen äusteren Zeichen der »rast, Tie Zahl der Tchekelznhler, derer also, die Wahlrecht zum .Eongrest hatten, ist aus IRiasKl angewachsen, mehr als öln Telegierie füllten das Parkett im schönen Taalc des Musikvercinsgebäudes. … 'AarHan Straust, der Philantrop und Z-iganzier, und Branders, der bekannte TlaalSman» und Politiker. Auch . Palästina bat zum ersten Male eine groste Zahl delegierter geschickt. Es ist
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Wie aber kann unser „neutraler" Verband seine Teilnahme an dem Neuen, das in Palästina wird, tätig zum Ausdruck bringen? Kann er's, ohne gerade dabei doch ins Drahtverhau der politischen Parteien oder in die Fänge ihrer Vorposten zu fallen? … Ten Parteimenschcn hüben und - drüben n>erden wir bei -solchem Mitwirken an dent Werke der Juden in Palästina wenig Freude bereiten. Sie lverden mit billiger Kritik rasch zur Hand sein. Aber wir müssen uns endgültig damit abfindcn, daß auch das größte und reinste Wollen, durch die Parteibrille beleben, nur dann Wert hat. wenn es den Parteistempel aufweist.
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Und wenn ihr die jüdische Jugend des Ostens, die auf den Ruf, nach Palästina zu wandern, nur wartet, kennt, wenn ihr nutzt, datz in ihr der feste Wille ist, das Gemeinim'sen auf Liebe und Gerechtigkeit, auf freies Menschentum aufzubauen, dann muß auch euer Wille, der Wille eines jeden jungen Juden in unseren Reihen sein, mitzuhelfen an diesem Werke für unser Judentum und für die Menschheit. … Und geschieht es in dem Sinne der Zeilen Aschkenasis,.so frf>cint mir, datz auch unser Verband seinen Anten nimmt, mitzuhelfen. datz aus Palästina wieder wird „Erez- Jirael"'. Kurt Zacharias.