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Nr. 6 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR DAS GEBIET DER RHEINPFALZ Seite 3 amerika oder m einem erst am Anfang der industriellen Knrwick« lung stehenden Lande wie Columbien, ob innerhalb einer in jeder Richtung ausgebildeten jüdischen Gemeinschaft wie in Palästina oder innerhalb einer fast judenfreien Umgebung wie etwa in Ecua* dor, ob er auf die Großstadt mit ihrem konzentrierten Rhythmus oder auf das flache Land abgestellt ist Gerade unter diesen Gesichtspunkten besitzt die Berufswahl für Palästina ihren eigentümlichen Gehalt. … Die politische Lage in Palästina ist im Augenblick ungeklärt, die Gefahr der Arbeitslosigkeit besteht, ohne daß ein ausgebautes System sozialer Fürsorge vorhanden ist.
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Paul Eppstein, das Vorstands» mitglied des Hilfsvereins der Juden in Deutschland, Dr. Werner Rosenberg, und für das Palästina-Amt der Jewish Agency for Pa« lestine das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Keren Hajessod in Deutschland. Dr. … Von fast allen Seiten wurde darauf hingewiesen, wie wertvoll für Einwanderung und Eini» Ordnung landwirtschaftliche Berufstätigkeit sei, wobei das englische Kabin'ettsmitglied Lord Winterton, die Leistungen der jüdischen Landwirte in Palästina warm anerkannte. Die gegenwärtigen Em« schränkungen der Einwanderung nach Palästina seien auf die politische Lage zurückzuführen.
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Mittleren*Hachscharah ist die berufliche, geistige, sprachliche und gesellschaftliche Vorbereitung jüdischer Jugend auf ein" Leben der körperlichen Arbeit und der Gemeinschaft in Palästina. Die Arbeitszeit in der Mittlercn<Hachscharah beträgt je nach Jahreszeit täglich 5 bis 9 Stunden. Der Rest des Tages ist mit Unterrichts« stunden belegt. … Jugend: Alijah. Berufsausbildung der 15 -bis 17jährigen in Palästina. Zweijährige Berufsausbildung in Schulen, Heimen und land* wirtschaftlichen Siedlungen in Palästina. In den Ausbildungsstätten der Jugend» Ali jah wird halbtägig gearbeitet; die zweite Hälfte des Tages ist mit Unterrichtsstunden ausgefüllt.
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Blick über Kfar Gileadi und Tel Chaj nach Hule, mit dem Schneegipfel des Hermon J DIE EBENE HULE UND DAS HOCHLAND VON GALILÄA DasZukunftsgebiet jüdischerMasseneinwanderung Sichert das Grenzland in Nordpalästina Erlöst den Boden von Obergaliläa Das ist die neue Losung, die der Keren Kajemeth Lejisrael, der Bodenfonds des Palästina-Werkes, im neuen Jahr derJudenhe^t gibt. Ein neues Siedlungsgebiet erwerben — das soll die stolze Antwort auf die letzten Angriffe gegen das jüdische Nationalheim sein und zugleich eine starke Manifestation eines Volkes in der Stunde, da die Errichtung seines eigenen Staates in greifbare Nähe rückt. … So ist es Pflicht eines jeden Juden, bei der Oberführung des Bodens in jüdischen Gemeinbesitz na«h besten Kräften mitzuwirken. * 1 V'^ T ' f PALÄSTINA- FÜR WEN? Au» Weiimopns Rede vor aer Jewish A^ency Die „Besseren Juden" sagen, sie brauchen keinen Judenstaat.... Sie mögen „Bessere Juden" bleiben — die schlechteren werden Sümpfe trocknen.Schulen bauen, Universitäten errichten, bis sie auch zu den besseren Juden gehören .. .Wir gehen unseren Weg, den Weg des Bauens und der Hoffnung, des Mutes und des Glaubens an bessere Tage.
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Der Redner stellte die Probleme von Galuth und Judenstaat, Wanderung und organischem Neuwerden des Jüdi» sehen Volkes in Erez Jisrael gegenüber. .Palästina leistet einen großen Beitrag zur materiellen Lösung der Judenfrage, jüdisches Leben ist heute ohne die Tatsache Palästina nicht mehr denkbar, von ihm aus erfahren Volksbewußtsein, Kultur und Sprache ihre Neubelebung. … Wir erscheinen erstmalig im April 1938 j Sprechende Zeitung r\ pny Aus dem Inhalt der ersten Nummer: , Vorwort der Herausgeber / Umschau in der jüdischen Welt / Bildberichte aus Palästina / Aus der jüdischen Gemeinde Landau / Zur Wanderungsfrage ' Buchbesprechung. Erscheinungsort: Landau'Pfalz, Gemeindesaal.
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Wir lernen in diesem Werk in erster Linie die Haltung Eng» lands zur Palästina»Frage und darüber hinaus auch hinsichtlich zur Juden» und Araberfrage kennen. Wir spüren aus den Zeilen die Achtung der Königl. Kommission vor den jüdischen Leistungen in Palästina heraus. Der Bericht hält aber auch nicht vor einer Kri« tik an der. Führung der Palästina«Rcgicrung zurück und versucht Arabern und Juden Vorschläge zu einer Verständigungsmöglich' keit zu unterbreiten.
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HEUE STADT BEI TEL AVIV Roman von Alice Landsberg In Ganzleinen gebunden mit Illustriertem Schutzumschlag nach einem Entwurf von Herko RM. 3,— Aus dem biblischen Land Palästina wurde das Land der jüdischen Zukunft, das Idealbild jüdischer junger Menschen, die ihr ganzes Sein zu opfern bereit sind zum Wohl des aufwachsenden, jungen, alten Landes. … Das Buch soll Kampf ansagen allen jenen, die mit heiligem Boden Wucher treiben und in dem Land Palästina ein Geschäft, nicht aber die Heimstätte aller Juden sehen. Es soll die Bichtung andeuten, wie solche Parasiten im Judentum vernichtet werden, auf \daß auch in geistiger Beziehung die Bahn frei wird zu einem reinen, jüdischen Bciche der Zukunft. o»«lell»chnln (Im offenen Umschlag mit 3 Pf.
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Kundgebung der zionistischen Vereinigung und des Beirats der Jewish Agcncy in Deutschland. Das Weißbuch zur Palästina»Politik, das die britische Regie« rung am 23. Dezember 1937 erlassen hat, erfüllt die Judcnheit in Deutschland mit ernster Sorge und Befürchtung. … Solche Erfüllung kann nur ein Staat sein, der durch den Ilmfang seines Gebietes imstande ist, der furcht' baren Wanderungsnot der mittel» und osteuropäischen Judenheit wirksam zu begegnen. Bis zur abschließenden Regelung des gesamten Palästina Problems besteht das Mandat in unanzweifelbarer Gültigkeit fort; es muß die Tätigkeit der Palästina Regierung bestimmen.
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September 1938 von der Zentralwohlfahrtsstelle benachrichtigt. Jugend nach Palästina. Die Bestimmungen der englischen Regierung'bieten für die jü' dische Einwanderung nach Palästina eine große und neuartige Chance für alle, die zur Ausbildung oder zum Studium ein' wandern wollen. … März in Lehnitz beschlossen, die Einkleidung der Jugendlichen für Palästina als vordringlich anzusehen. In Orten, in denen Nah Stuben nicht vorhanden sind, wird es einzelne geschickte Frauen geben, die sich — eventuell nach Anweisung einer Schneiderin — zur Verfügung stellen.
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II In diesen Tagen geht wiederum eine neue englische, die „Tech' nische Kommission" nach Palästina. Es wird den englischen Politikern nicht nur die Aufgabe obliegen, einige technische und damit unwesentliche fragen, die die jüdische Staatsgründling vor« bereiten sollen, zu klären. Auch diese Kommission hat primäre, politisch-bedeutsame Entscheidungen zu fällen. Für England ist die Regelung des Palästina*Prohlcms, von höchst politischer Wich* tigkeit. Ist doch dieses Landstück ein Abschnitt im Rahmen des im Mittelpunkt der widerstreitenden Interessen stehenden Vorder=Ori» entraumes.
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Wegen der sozi« alen Bedingungen der Ausübung des landwirtschaftlichen Berufs kommt dieser Beruf mindestens zur Zeit nur für solche Menschen in Betracht, die sich für ein Leben in Palästina oder in einem an« deren Lande vorbereiten, in dem sie sich auf eine große leistungs« fähige und leistungswilligc jüdische SiedlungS'Gesellschaft stützen können. Umgekehrt kann, wer sich für ein Leben in Palästina cntschlos« sen hat, nur einen solchen Beruf ergreifen, für den vom Standpunkt des Aufbaus einer jüdischen Volkswirtschaft im Lande ein Bedarf ist.
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Sept. 1887) (S. 77,78). * Artur Ruppin, „Dreißig Jahre Aufbau in Palästina". Schocken' Verlag, Berlin 1937. Man könnte vorliegende Zusammenstellung von Aufsätzen und Vorträgen Artur Ruppins auch eine Geschichte des Zionismus nen« nen. Denn all die unendlichen Schwierigkeiten und hervorragenden Leistungen des Palästina«Aufbaues erleben wir durch den ursprüng« liehen Bericht des seit drei Jahrzehnten für die Palästina'Arbeit Verantwortlichen.
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Nr. 1 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR DAS GEBIET DER RHEINPFALZ Seite 3 Sicherung der Westgrenze Palästinas. Die Diskussion über Palästina ist seit vielen Monaten von der „hohen Politik" beherrscht. Das kann nicht anders sein in einem Augenblick, in dem die Frage der staatsrechtlichen Neu« gestaltung des Aufbauwerks zur Entscheidung steht. … Er ruft die Juden in aller Welt und mit ihnen uns Juden in Deutschland auf, ihm die not*) wendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Wieder einmal erweist es sich, daü in Palästina die Juden bereits heute — wenn auch in einem eng begrenzten Rahmen — Herren ihres Schicksals sein können. An einer konkreten Auf» gäbe von schwerwiegender politischer Bedeutung werden wir alle zu zeigen haben, daß wir verstehen, die Chance zu >nützen.
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(RStBl. 1936 S. 297 und 1937 S. 631) geregelten besonderen Bestimmungen für Mitnahme von Umzugsgut nach Palästina hebe ich hiermit auf. Mitgeteilt von Justizrat Sinsheimer«Mannheim. um« to my> Twrton Drei Tage für Erez JlsraeL Ein Werk jüdischer Selbsthilfe. — Mifdeh Zioni. 1 Die Zionistische Vereinigung für Deutschland ruft in diesen Tagen ihre Mitglieder zu einer internen Aktion auf, deren Inhalt und Form allgemeine Beachtung verdienen. … Wenn auch gerade in den letzten Wochen allenthalben eine stärkere Zuversicht spürbar ist, daß der schmerzvollen Uebergangs» zeit in Palästina bald ein neuer Aufstieg folgen werde, so liegen die Folgen der Unruhe doch schwer auf dem Wirtschaftsleben des Landes und müssen so rasch als möglich überwunden werden.
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Es ist darum um so erfreulicher, wenn der Dichter der „Unsichtbaren .Kette" \ins mit einer Erzählung überrascht, die all das erfüllt, was wir von einer guten Erzählung verlangen. Frie« denthal läßt uns eine Ueberfahrt nach Palästina erleben, auf der sich alle möglichen Schicksale verflechten, ein Seesturm, alle mensch« liehen Schwächen und Leidenschaften in grellem Lichte erscheinen lassen. … Und wenn wir wollen, werden wir ihn erreichen. Wir wollen -es durch Unterstützung des Aufbauwerkes in Palästina, der Menschen, die so tapfer allen Terror erdulden, nur um. uns eine Tür offen zu halten, während alle Türen in der übrigen Welt sich vor uns schließen.
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Die Tagung beschäftigte sich u. a. mit der religiösen Situation in Palästina Das Palästina»Komitec der World Union for Progressive Judaism hat einen Aufruf erlassen, die Bewegung zur Schaffung progressiver jüdischer Gemeinden in Palästina zu unter» stützen.
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In bekannt schöner Ausstattung erscheint auch in diesem Jahre der Palästina»Kalender für das Jahr 5698. Er bietet uns ein buntes Bild aus dem judischen Leben in Palästina so wie es wirk» lieh ist.
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Wir, die in den Ländern der Galuth beruflich ungünstig gegliedert waren, werden in Palästina Arbeiter, Rauc'rn, Hand» werker, schaffen für die Jugend des Westens ein neues Berufsideal. Die von Gordon aufgestellte Forderung „Erlösung durch Arbeit" bereitet den Boden für die heute so starke Chaluzbewcgung vor. Als der Palästinaaufbau vor dem Kriege begann, gingen Men« sehen hin, obwohl sie anderswo bessere Einwanderung** und Ar» beitsmöglichkeiten hatten. — Amerika nahm in den 35 Jahren vor dem Weltkriege Millionen von Juden auf. — Juden gingen damals nach Palästina — und viele tuen es auch heute noch aus der gleichen Bewegung heraus wie jene — weil sie getrieben wurden von der Idee für das jüdische Volk ein ihm eigenes Land selbst aufhauen zu müssen.
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Gruppenverbandes für Baden, Württemberg, Pfalz, über, das Thema „Palästina 1938" und behan* dclte in seinem ausgezeichneten Vortrage alle Gegenwartsprobleme des Palästina»Aufbaus, vor allem die; durch die neue Zertifikats* quote geschaffene Situation und die damit zusammenhängenden neuen Wanderungsmöglichkeiten.
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Erez Jisroel, dem so viele Wünsche der Juden gelten, das Land jüdischer Sehnsucht, es hat uns gerade im abgelaufenen Jahre so viele Enttäuschungen bereitet. Nach so viclep Jahren fruchtbarer Arbeit für Palästina, nach so rühmlichen Anstrengungen der Juden aller Länder und Erdteile müssen wir heute mit 'Schmerz und Trauer empfinden, wie unsicher neuerdings die Lage unserer Glaubensbrüder in Erez Jisroel geworden ist. Palästina ist heute für uns noch eine Auf» gäbe, keine Erfüllung. Kräftiger noch als bisher müssen daher Kcrcn kaiemeth und Kercn hajessod gestärkt werden.